Kind mit Kopfhörer

Wider den Lagerkoller: Podcasts hören mit und ohne Familie

Podcasts können dabei helfen, dass wir uns auf engem Raum weniger auf die Nerven gehen. Wir sagen euch, mit welcher Technik – und welchen Podcasts – das am besten gelingt.

Beiträge übers Podcasthören gibt es viele. Dort werden meist die 10+X besten Postcasts angepriesen sowie eine Handvoll Apps, die angeblich alles können. Dieser Beitrag soll etwas anderes leisten. Denn: Wer gerne Postcasts hört, nutzt bereits eine App und hat auch schon ein paar Lieblingspodcasts. Hier wollen wir euch zeigen, mit welcher Technik ihr im Trubel am besten abschalten könnt. Oder wie ihr eure kleinen und großen Mitbewohner einbezieht.

Tipps zu Podcasts, die sich mit dem Coronavirus und dem Leben in dieser Zeit voller Einschränkungen beschäftigen, gibt es weiter unten.

Active Noise Cancelling: Podcasts allein in Ruhe hören

Wenn die Kinder mal nicht am Rockzipfel hängen, sondern miteinander toben, ist ein Podcast eine gute Gelegenheit, um für einen Moment abzuschalten.

Doch die innere Ruhe könnt ihr nur finden, wenn ihr es schafft, das Kindergeschrei (oder den im Home Office telefonierenden Lebenspartner) auszublenden. Dabei hilft euch ein Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung – neudeutsch: Active Noise Cancelling.

Kollege Frank Müller hat den Sennheiser Momentum Wireless 3 für euch getestet.

Ganz gleich, ob ihr die Kinder dann dabei im Blick behaltet oder euch ins Nebenzimmer zurückzieht: wichtig ist allein, dass ihr sie nicht mehr hört. Nur dann könnt ihr euch auf den Podcast konzentrieren.

Hier im Blog haben wir bereits einige Active-Noise-Cancelling-Kopfhörer vorgestellt oder sogar getestet:

Kopfhörer, die ihr im Onlineshop von Euronics bestellt, werden euch direkt nach Hause geliefert.

Ein beliebter Fluchtraum in der Wohnung ist übrigens das Badezimmer. Vor einiger Zeit hat Frank euch hier ein paar Tipps gegeben, wie ihr unter der Dusche oder in der Badewanne Musik und Podcasts hören könnt.

Zwei Kopfhörer an einem Smartphone

Podcasts helfen euch nicht nur, euch allein aus dem Trubel auszuklinken. Sie können auch dazu dienen, euch gemeinsam zu entspannen.

Viele Pärchen handhaben es bereits so: zwei Kopfhörer über einen Y-Adapter mit dem Smartphone verbinden und dann gemeinsam einen Podcast oder ein Hörbuch hören.

Zwei Schwestern langweilen sich

Zwei Schwestern langweilen sich. Ein Podcast, ein Smartphone, zwei Kopfhörer und der passende Adapter schaffen Abhilfe (Bild: Unsplash/Marcko Duarte)

Das geht auch ohne Kabel mit zwei Bluetooth-Kopfhörern. Smartphones mit Bluetooth 5 könnt ihr über die Einstellungen mit mehreren Ausgabegeräten koppeln. Offiziell heißt das Dual Audio, doch nicht jeder Hersteller verwendet diesen Begriff.

Alternativ könnt ihr auch zwei Kopfhörer an ein älteres Gerät anschließen, indem ihr einen Bluetooth-Transmitter dazwischen schaltet, der das Signal splittet.

Mein Kollege Daniel Wendorf hat hier vorgestellt, wie er einen Bluetooth-Transmitter am Fernseher nutzt. Der lässt sich aber auch problemlos per Klinkenstecker an ein Smartphone anschließen oder an eine andere Quelle, über die ihr Podcasts oder Hörbücher abspielt.

Auf diese Weise können zwei Erwachsene in Ruhe hören, während die Kinder schon schlafen. Oder zwei Kinder hören, während die Eltern im Home Office arbeiten.

Podcasts mit der Bluetooth-Box hören

Podcasts helfen nicht nur dabei, sich in der gemeinsamen Wohnung für eine gewisse Zeit auszuklinken. Sie stiften auch Gemeinsamkeit – wie das gemeinsame Essen, Brettspiel oder Serienprogramm.

Bluetooth-Lautsprecher JBL Flip 4

Ein Bluetooth-Lautsprecher ist die einfachste Möglichkeit, mit mehreren Personen einen Podcast zu hören. Hier der JBL Flip 4. (Bild: JBL)

Ihr müsst nur Podcasts finden, die ihr mit den Kindern gemeinsam hören könnt. Dann setzt keiner einen Kopfhörer auf. Stattdessen versammelt ihr euch um den Wohnzimmertisch mit Bluetooth-Box oder Smart Speaker wie um das sprichwörtliche Lagerfeuer.

Den Bluetooth-Lautsprecher koppelt ihr mit dem Smartphone, um den Podcast abzuspielen. In den letzten Monaten haben wir über einige Modelle berichtet, manche sogar getestet.

Darüber hinaus findet ihr aber noch mehr Bluetooth-Lautsprecher im Onlineshop von Euronics.

Podcasts mit dem Smart Speaker hören

Das kann natürlich auch ein Smart Speaker sein, also ein Lautsprecher, der sich per Amazon Alexa oder Google Assistent ansprechen lässt. Auch hier haben wir einige Modelle für euch getestet.

Der Vorteil der Smart Speaker ist, dass ihr sie nicht mit einem Smartphone koppeln müsst. Die Technik, um Podcasts zu empfangen und abzuspielen, befindet sich bereits im Lautsprecher.

Google Home Mini

Der Google Home Mini spielt über den Google Assistant per Sprachbefehl auch Podcasts ab (Bild: Jürgen Vielmeier)

Ihr könnt den Kindern also einen Podcast anstellen und dann euer Smartphone wieder mit ins Homeoffice nehmen. Die Kids können dann auch selbst einen anderen Podcast wählen – einfach per Sprachbefehl.

Der Amazon Echo hat den Streamingdienst TuneIn bereits integriert. Ihr müsst euch nirgendwo anmelden, sondern könnt einfach drauflosreden.

  • Alexa, spiele den xyz Podcast.
  • Alexa, mach lauter.
  • Alexa, mach leiser.
  • Alexa, Ton aus.
  • Alexa, Ton an.
  • Alexa, Lautstärke auf [0-10].
  • Alexa, stopp.
  • Alexa, Pause.
  • Alexa, fortsetzen.

Den Premium-Account von Spotify könnt ihr ebenfalls per Sprachbefehl steuern. Fest & Flauschig von Jan Böhmermann und Olli Schulz erscheint dort exklusiv und ist jetzt täglich außer samstags und montags mit einer neuen Folge zur Corona-Krise zu hören.

Eine ähnlich komfortable Steuerung per Sprache bieten Amazon Audible sowie Skills, die zu einem Podcast gehören, aber nur selten angeboten werden. Falls ihr fyyd nutzen solltet, um Podcasts zu entdecken, könnt ihr über diesen Dienst auch einzelne Folgen direkt abspielen.

Den Google Assistant könnt ihr auch in Verbindung mit einem Smartphone und der Google Podcast App nutzen, an dieser Stelle geht es aber um den Google-Home-Smart-Speaker, auf dem der Assistant läuft.

Die Podcasts abonniert ihr aber am besten über die App auf dem Smartphone. Die Sprachbefehle sind ähnlich wie beim Alexa. Hier nur eine Auswahl:

  • Ok Google, spiele [Podcast xyz] ab.
  • Ok Google, Stopp.
  • Ok Google, Pause.
  • Ok Google, nächste Folge.
  • Ok Google, vorherige Folge.

Wenn ihr bereits ein Smart Display in der Wohnung habt, könnt ihr auch darüber Podcasts hören.

Podcasts zum Leben mit Corona

Wenn das Leben auf die eigenen vier Wände beschränkt ist, ändert sich nicht nur das Setting, in dem ihr Podcasts hört. Sie sind auch ein Weg, um sich über die aktuelle Lage rund um den Coronavirus zu informieren.

Podcasts zum Entspannen und zum Anregen

Wer schon länger Podcasts hört, braucht keine weiteren Empfehlungen. Wer jedoch gezielt sucht, findet eine gute Übersicht bei fyyd. Dieses Verzeichnis zeigt nicht nur populäre Podcasts an, sondern sortiert sie auch nach Interessensgebieten.

Darüber hinaus hat Frank hier im Trendblog eine persönliche Übersicht über seine 10 mal 1 Podcasts gegeben. Kollege Jürgen Vielmeier gab kürzlich erst 59 Tipps zum Zeitvertreib in Coronazeiten, die auch einige Podcast einschließen:

Corona Time: 59 Entertainment-Tipps für entspanntes Zuhausebleiben

Podcasts – die Basics

Falls ihr mit dem Podcasthören erst beginnen wollt: Eine gute Podcast-App bietet euch Funktionen, die euch das Hören angenehmer machen:

  • Abspielgeschwindigkeit ändern
  • Vor- und zurückspringen

Englischsprache Podcasts höre ich manchmal langsamer (0,8x), deutschsprachige meist schneller (1,2x).

Wenn ich nicht mitbekommen habe, was im Podcast gerade gesagt wurde, springe ich kurz zurück. Auf 10 oder 15 Sekunden stelle ich die Sprungweite ein. Durch Vorspulen überspringe ich oft die Werbung im Podcast.

Podcast-Apps Podcast Player und Podcast Addict

Beide Podcast-Apps – Podcast Player (links) und Podcast Addict – können schneller spielen sowie im Podcast vor- und zurückspringen (Screenshots: Peter Giesecke)

Eine gute Podcast-App lässt euch diese Einstellungen einfach vornehmen. Wenn beides gut gemacht ist, ist in der Regel auch der Rest der App gut durchdacht.

Zwischen mehreren Geräten zu synchronisieren, ist in Zeiten von Corona nicht ganz so wichtig. Wenn ihr an eure vier Wände gebunden seid, werdet ihr meist nur mit einem Gerät Podcasts hören.

App-Empfehlungen

Von den unzähligen Podcast-Apps habe ich drei für Smartphones und Tablets mit Android herausgesucht.

Für iPhone und iPad gibt es sogar mehr hübsche und funktionale Podcast-Apps. Dennoch habe ich mich ebenfalls auf drei beschränkt.

Manche Podcasts gibt es exklusiv bei Spotify, Deezer oder Amazon Audible. Dann seid ihr auf die App des Anbieters angewiesen.

Fazit

Wenn uns der Coronavirus daran hindert, die Wohnung zu verlassen, und Homeoffice, Homeschooling und Freizeit unter einem Dach stattfinden muss, dann können euch Podcasts helfen, einen Moment für euch oder Momente der Gemeinsamkeit zu finden.

Das ist in erster Linie keine Frage des Podcasts oder der App – darüber streiten sich seit jeher die Podcast-Enthusiasten.

Jetzt geht es darum, zum passenden Zeitpunkt einen Kopfhörer mit Active Noise Cancelling aufzusetzen oder alle Familienmitglieder um einen Lautsprecher herum zu versammeln und ein Stück Gemeinsamkeit herzustellen.

Wie gefällt Dir dieser Beitrag?
Bewertung wird geladen …
Nichts mehr verpassen!

Bleib immer auf dem neuesten Stand mit unserem Newsletter! Täglich um 17:00 Uhr frisch in deinem Postfach.

Newsletter abonnierenRSS-Feed abonnieren
Schreibe einen Kommentar

Hinterlasse hier deinen persönlichen Kommentar. Wir freuen uns über deine Meinung.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*