Die besten Smart Displays (2019): Alleskönner für Freizeit und Smart Home

Smart Displays können euren Alltag angenehmer gestalten und als Schaltzentrale für euer Smart Home dienen. Das sind die besten Geräte.

Noch nicht allzu lange gibt es die sogenannten Smart Displays. Das sind stationäre Geräte, die auf den ersten Blick an eine Mischung aus Tablet und Lautsprecher erinnern. Die neue Produktkategorie haben längst etliche Hersteller für sich entdeckt, darunter namhafte Unternehmen wie Google, Amazon und Lenovo. Verschaffen wir uns einen Überblick.

Echo Show: Der Vorreiter im Bereich Smart Displays

Amazon gehörte zu den ersten Anbietern eines Smart Displays, der Echo Show könnten wir also als Vorreiter in diesem Segment bezeichnen. Mittlerweile ist die zweite Generation erhältlich, genauso Modelle mit 5,5 Zoll, 8 Zoll und 10,1 Zoll. Bezogen auf die Funktionalität unterscheiden sich die Varianten nicht, denn stets spielt die Sprachassistentin Alexa die Hauptrolle. Über diese kontrolliert ihr das Smart Home, beispielsweise die Lampen von Philips Hue.

Der kleinste Echo Show besitzt einen 5 Zoll großen Bildschirm. (Foto: Amazon)

Der kleinste Echo Show besitzt einen 5 Zoll großen Bildschirm. (Foto: Amazon)

Gerade der Echo Show mit dem großen Bildschirm eignet sich bestens zum Abspielen von Videos oder Serien via Amazon Prime oder YouTube. Und über die Alexa-Skills lassen sich weitere Funktionen hinzufügen.

Dennoch: Amazon verzichtet auf höheraufgelöste Displays, maximal 1280 x 800 Pixel (10,1 Zoll- und 8-Zoll-Modell) sind eigentlich nicht mehr ganz zeitgemäß. Von einer 1-Megapixel-Kamera (5,5 Zoll- und 8-Zoll-Modell) solltet ihr auch keine hervorragenden Ergebnisse bei Videotelefonie über Skype erwarten. Andererseits ist der Echo Show perfekt in das Alexa-Universum integriert und damit auch erste Wahl für diejenigen, die Amazons Assistentin bevorzugen.

Google Nest Hub: Google Assistant statt Alexa

Ursprünglich als Home Hub angekündigt, verdeutlicht Google beim Nest Hub schon, in welchem Segment sich das hauseigene Smart Display am wohlsten fühlt: im Smart Home. Dieses muss nicht ausschließlich aus Zubehör von Google Nest bestehen. Der Alexa-Konkurrent Google Assistant ist der Dreh- und Angelpunkt, die fest verbaute Sprachsteuerung erlaubt die unkomplizierte Kontrolle.

Der Nest Hub ist Googles Smart-Home-Schaltzentrale. (Foto: Google)

Der Nest Hub ist Googles Smart-Home-Schaltzentrale. (Foto: Google)

Der Nest Hub verfügt über einen 7 Zoll großen Touchscreen, der für Google Fotos, YouTube und eigentlich alle relevanten Google-Dienste optimiert ist. Chromecast ist vorhanden, über Bluetooth 5 koppelt ihr euer Smartphone oder Tablet.

Google nennt als weitere Highlights die Option, den Nest Hub als digitalen Bilderrahmen einzusetzen. Das Smart Display passt sich dem Umgebungslicht flexibel an und die Standard-Ansicht lässt sich flexibel gestalten. Organisiert euren Tag, erhaltet schnell einen Überblick über eure Termine oder betrachtet den Wetterbericht.

Schade ist sicherlich, dass der Home Hub in Deutschland ausschließlich mit einem 7-Zoll-LCD verfügbar ist. Größere Ausgaben sind hierzulande derzeit nicht geplant. Ebenso bekommt ihr kein Skype, dafür „nur“ die Videotelefonie-Software Google Duo.

Lenovo Smart Display: Hochauflösender Bildschirm und Bambus

Das große 10-Zoll-Modell des Lenovo Smart Displays fällt auf: Das Gehäuse besitzt eine Bambus-Farbe, das IPS-Display erstrahlt in einem zeitgemäßen Full-HD (1920 x 1200 Pixel). Damit hebt es sich von ähnlich großen Mitbewerbern deutlich ab. Aber auch so vereint Lenovo alles, was ein Smart Display mit Google-Services bieten sollte.

Der Qualcomm Snapdragon 624 (Qualcomm Home Hub-Plattform) dürfte zusammen mit 2GB RAM und 4GB Flash-Speicher mehr als ausreichend für den Bildschirm bemessen sein. Der Google Assistant ist omnipräsent, über ihn bedient ihr das Smart Home, lasst euch Rezepte anzeigen, nutzt Videotelefonie oder hört Musik und stöbert bei Youtube. Hier unterscheidet sich das Smart Display nicht von anderen Vertretern.

Facebook Portal(+): Monströses Smart Display

Zwar verkauft Facebook Portal auch mit 8- und 10-Zoll-Displays, besonders auffällig ist der Facebook Portal+ mit seinem 15,6 Zoll großen HD-Bildschirm. Die 12,5 Megapixel-Weitwinkel-Kamera eignet sich hervorragend für Videotelefonie. Interessant: Das Display lässt sich – abhängig von der Verwendung – vertikal und horizontal drehen.

Facebook Portal+ ist riesig. (Foto: Facebook)

Facebook Portal+ ist riesig. (Foto: Facebook)

Portal integriert alle Dienste von Facebook, über das soziale Netzwerk steht ihr also in Kontakt mit Freunden und der Familie. Das heißt aber auch: WhatsApp ist vorinstalliert, was für viele sicherlich besonders spannend ist. Da der Konzern von Mark Zuckerberg derzeit keinen eigenen Assistenten zur Verfügung stellen kann, ist wenigstens Alexa vorhanden. Keine schlechte Entscheidung.

Weniger erfreulich: Trotz des interessanten und auf Video-Kommunikation ausgelegten Konzeptes sind die Verantwortlichen bei Facebook der Auffassung, Facebook Portal sei nichts für Deutschland. Derzeit könnt ihr kein Modell aus der Reihe in hiesigen Gefilden erwerben.

Archos Hello: Tablets als günstige Smart Display

5 Zoll, 7 Zoll, 10 Zoll – bei Archos Hello habt ihr die Qual der Wahl. Im Inneren werkelt stets sehr ähnliche Technik, nämlich Hardware aus preisgünstigen Tablets. Auch macht Archos kein Geheimnis daraus, dass Android 8.1 Verwendung findet, das dank einer eigenen Oberfläche den bequemen Zugriff auf den Google Assistant, euer Smart Home, YouTube und die Videotelefonie-App Google Duo erlaubt.

Eine Augenweide ist der Archos Hello nicht unbedingt. (Foto: Archos)

Eine Augenweide ist der Archos Hello nicht unbedingt. (Foto: Archos)

Für einige von euch am reizvollsten: Der Google Play Store steht bei Archos Hello bereit, sodass ihr das Smart Display mit von euch gewohnten Apps erweitern könnt. Spätestens hier ist klar: Die drei Archos Hello sind tatsächlich wenig veränderte Tablets mit zusätzlichen Lautsprechern.

Sogar Akkus sind verbaut, sodass ihr auch ohne Stromversorgung euren Hello verwenden dürft und keine Kabel verlegen müsst, möchtet ihr das Gerät woanders hinstellen.

Orbsmart Soundpad 700: Internetradio mit Display

Orbsmart preist sein Soundpad 700 als „Internetradio auf Android-Basis“ an. Ähnlich wie bei Archos Hello ist ein pures Android (7.1) mit Google Play Store installiert, wodurch ihr das 7 Zoll große Display mit weiteren Inhalten füllen könnt. Youtube, Skype, Spiele – alles kein Problem.

Eher ein Internetradio, aber auch ein Smart Display. (Foto: Orbsmart)

Eher ein Internetradio, aber auch ein Smart Display. (Foto: Orbsmart)

Sogar ein HDMI-Ausgang existiert, der Orbsmart Soundpad 700 mutiert auf Wunsch zu einem einfachen Mediaplayer für den großen Fernseher. Die Sprachsteuerung steht bei diesem smarten Speaker mit Bildschirm nicht im Fokus, sie lässt sich allerdings nutzen – Google Assistant oder via App Alexa sollten keine Hürde sein.

JBL Link View 2.0: Smart Speaker statt Smart Display

Der JBL Link View 2.0 verdeutlicht, dass der Übergang zwischen Smart Display und Smart Speaker fließend sein kann. Die Audio-Experten von JBL liefern eine mobile Boombox mit 8-Zoll-Display und 20 Watt-Boxen. Google Assistant, Chromecast, IPX4-Schutz, Bluetooth-Anbindung zu Smartphones, sämtliche Google-Dienste – was braucht es noch mehr?

Das Alleinstellungsmerkmal sind die hochwertigen Stereo-Speaker, die einen ordentlichen Klang versprechen.

Amazon Echo Spot & Lenovo Clock: Winzige Smart Displays

Gewissermaßen Sonderformen des Smart Displays sind der Echo Spot und die Lenovo Smart Clock. Denn einerseits sind das ebenfalls smarte Bildschirme, andererseits sind sie für Videos und Surfen im Internet ungeeignet. Stattdessen dienen sie vorrangig als stylische Wecker, bei denen ihr die Ziffernblätter ändert, am Abend die Lampen im Smart Home via Alexa (Echo Spot) oder Google Assistant (Lenovo Smart Clock) ausschaltet oder sporadisch aus den winzigen Speakern etwas Musik hört.

Die Lenovo Smart Clock ist ein smarter Wecker, aber auch ein kleines Smart Display. (Foto: Lenovo)

Die Lenovo Smart Clock ist ein smarter Wecker, aber auch ein kleines Smart Display. (Foto: Lenovo)

Auch das sind Smart Displays, die ihr an einem gewünschten Ort platziert – am besten im Schlafzimmer auf dem Nachtschränkchen. Der Funktionsumfang ist nicht zwangsläufig geringer als bei den großen „Geschwistern“, doch aufgrund der Bildschirmausmaße eignen sie sich dann doch eher für Sprachassistenten und zu Smart-Home-Kontrolle.

Was sind Smart Displays?

Gegenüber einem Tablet soll sich ein Smart Display vorzugsweise an einem festen Ort befinden. Kein lästiges Suchen der Hardware, sondern eine Anlaufstelle für alle Mitglieder der Familie. Diese nutzt das Smart Display – so die Vorstellung der Hersteller – als Eingabegerät für das Smart Home mittels eines integrierten Sprachassistenten wie Google Assistant oder Alexa und des Touchscreens.

Der Amazon Echo ist ein populäres Beispiel für ein Smart Display. (Foto: Amazon)

Der Amazon Echo ist ein populäres Beispiel für ein Smart Display. (Foto: Amazon)

Darüber hinaus fungiert das Smart Display meist als Smart Speaker mit Anbindung zur eigenen Musikbibiliothek oder zum Beispiel zu Spotify. Lasst euch in der Küche Rezepte anzeigen, guckt im Bad Youtube-Videos während des Zähneputzens, schaut Fotos und Videos von eurem Smartphone oder verwendet ein solches Gerät als stationäres System für Videotelefonie, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben.

Tatsächlich ist die Funktionalität der eines Tablets sehr ähnlich, allerdings ist das smarte Display stets aktiv, wartet auf eure Eingaben oder zeigt euch im Zweifel nur die Uhrzeit und das Wetter an. Im allerbesten Fall ist es das Herz und die Steuerungszentrale eures modernen Smart Homes. Das haben im Grunde fast alle Smart Displays gemein. Und trotzdem gibt’s diverse Unterschiede, wie die verschiedenen Geräte zeigen, die wir euch hier vorgestellt haben.

Was haltet ihr von Smart Displays? Welcher ist euer Favorit?

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