Apple iPhone 14 Pro im Test: Der Spaß ist zurück

Kaum Innovationen? Deutlich gestiegene Preise? Ja, vielleicht, aber das iPhone 14 Pro überzeugt trotzdem. Echte Highlights offenbaren sich auf den zweiten Blick.

Apple iPhone 14 Pro im Test: Der Spaß ist zurück

Um die 200 Euro mehr im Vergleich zum iPhone 13 Pro: lange Gesichter bei allen, die sich in diesem Herbst ein iPhone 14 Pro kaufen mussten. Und da fängt es ja eigentlich schon an: denn keiner musste wirklich. Wir alle wollten trotzdem. Und so überrascht es, wie schnell der Frust über ein 1.500 Euro teures iPhone 14 Pro verfliegt. Das liegt daran, dass das Smartphone mit überraschenden Highlights aufwarten kann, die sich nicht auf den ersten Blick zeigen.

Inhalt:

Dynamic Island und – was war nochmal die andere „Innovation“?

Die leicht gehässige Zwischenüberschrift verrät es dir bereits: Ich war anfangs ein wenig konsterniert. Mein letztes iPhone war eine Dauerleihgabe des iPhone 12 Pro Max an unsere Redaktion, die Apples Agentur dann zurückverlangte. Nach einer kurzen „Zwischenexpedition“ auf Android und dem Samsung Galaxy A53 wollte ich wieder zurück zu einem iPhone. Ich zahle jeden Preis, hatte ich mir vorher noch gedacht, selbst wenn es 1.300 Euro würden! Man hat ja ein paar Jahre was davon, und Apple würde schon für spannende Innovationen sorgen.

Dynamic Island (große Version) im iPhone 14 Pro: Die Notch "verschwindet".
Dynamic Island (große Version) im iPhone 14 Pro: Die Notch „verschwindet“.

Dass es schließlich 1.500 Euro für die 256-GB-Version plus Hülle plus Ladegerät würden und die beworbenen Innovationen überschaubar waren, das war eben ernüchternd. Offensichtlichste Highlights: Die „animierte Notch“ namens Dynamic Island und ein Always-on-Display, das bessere Android-Phones seit zehn Jahren haben. Das klang zu dem Preis nach keinem so guten Deal. Es gibt allerdings noch ein paar weitere Volltreffer und Aha-Momente, wie sich im Laufe des Tests herausstellen sollte.

Always-on-Display: Schnell wieder off geschaltet

Trotz des hohen Preises und der vermeintlich überschaubaren Innovationen machte das iPhone 14 Pro auf mich einen tadellosen ersten Eindruck. Und den hält es bis jetzt. Obwohl ich das Always-on-Display nach zwei Tagen im Einsatz ausgeschaltet habe. In meinen Tests hielt der Akku mit dauerhaft eingeschaltetem Display schlicht nur halb so lange. Knapp 24 Stunden mit Always-on-Display und über 48 Stunden ohne. Beides gemessen an meinem persönlichen Einsatz, also subjektiv, aber durchaus dauerhaft.

Always-on-Display im iPhone 14 Pro
Always-on-Display im iPhone 14 Pro: Zieht viel Strom, braucht nicht jeder.

Und das ist schon das erste echte Highlight für mich: Ich komme mit einer Akkuladung im iPhone 14 Pro zwei Tage hin. Und das ist für ein mit 6,1 Zoll eigentlich eher kleines Smartphone noch lange keine Selbstverständlichkeit. Das Akkulaufzeitproblem im Apple-Universum: damit gelöst.

Es gibt viele schöne Möglichkeiten, die du über Apples eigene oder Drittanbieter-Widgets auf das Always-on-Display bringen kannst. Allerdings auch auf den Sperrbildschirm – also ist es gar nicht notwendig, es immer eingeschaltet zu lassen. Andere Nutzer wiederum kritisieren, dass das Always-on-Display nachts sehr hell schimmere und sich nicht weiter dimmen lasse. Stimmt beides auch.

Mir fiel als Kleinigkeit störend auf, dass das iPhone 14 Pro das Spotify-Widget bei einer laufenden Playlist zwar gut sichtbar mit Vor- und Zurück-Tasten auf dem Display anzeigt. Dass ich dann aber doch zweimal drauftippen muss, um einen Song zu skippen. Wo ist dann da der Vorteil?

Dynamic Island: Wait for it!

Kommen wir zur zweiten „Hauptinnovation“: der Dynamic Island. Viel diskutiert, für Android bereits kopiert und im Alltag des iPhone 14 Pro: wirklich schön. Es macht Spaß zu sehen, wenn das iPhone da oben, in keiner Weise störend, noch etwas einblendet. Wenn ich etwa etwas im Browser lese und gleichzeitig Musik oder ein Timer in Hintergrund laufen habe. Die Dynamic Island zeigt es mit aufeinander abgestimmten Farben an. Das ist schon schön und neben den rotierenden Lichtringen um die Frontkamera des Samsung Galaxy S10 eigentlich bisher der kreativste Umgang mit der Aussparung für Frontkamera und Gesichtserkennung.

Die Dynamic Island macht aus der Notch etwas Besonderes.
Die Dynamic Island (oben) macht aus der Notch etwas Besonderes.

Ein echter Killer könnte es werden, sobald hier ein Ergebnis-Ticker zu sehen ist, etwa bei Sportveranstaltungen. Ich stelle mir das so vor: Wenn ich abends auf der Couch liege, was auf dem Smartphone lese und nebenbei die neuesten Infos vom Championsleague-Spiel auf der Dynamic Island eingeblendet bekomme, das nicht live im Free TV zu sehen ist. Wäre schon chefig.

Kurz gedrückt halten, dann wird das Fenster aus der Dynamic Island groß.
Kurz gedrückt halten, dann wird das Fenster aus der Dynamic Island groß.

Die Frage ist natürlich: Wie oft nutzt man eigentlich so lange am Stück das eigentliche „Nebenbei-Medium“ Smartphone, dass man die Info aus der Dynamic Island dauerhaft sieht? Schaden zumindest tut es nichts, und im Gegenteil: Ich mag diese Animation. Sie ist kein Game Changer, aber jetzt nach drei Wochen Nutzung schon ein schönes Feature, das ich ungern wieder hergeben würde.

Kamera im iPhone 14 Pro: Zwei heimliche Volltreffer

Der Kamera im iPhone 14 Pro habe ich einen eigenen, längeren Beitrag gewidmet, denn darüber gibt es umso mehr zu erzählen. Kurz zusammengefasst finden sich hier zwei weitere echte Highlights, die auf den ersten Blick gar nicht so erscheinen.

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Da wäre zum einen die Bildstabilisierung bei der Videoaufnahme. Apple hat zwar extra einen zuschaltbaren Actionmodus eingeführt. Bei meinen Tests stellte sich aber heraus, dass die Kamera auch ohne diesen Modus nahezu völlig bewegungsunempfindlich ist. Das sei noch einmal betont, damit es nicht einfach so untergeht: Verwackler in einem Video gibt es im iPhone 14 Pro nicht mehr. Apple hat sie schlicht und ergreifend abgeschafft.

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Der andere Volltreffer, der sich nach einigen Tagen der Nutzung mehr und mehr als solcher herausstellt, ist der neue 2x-Zoom. Apple nutzt 12 Megapixel des neuen 48-Megapixel-Sensors um dir einen „verlustfreien“ 2x-Zoom zu bieten. Ganz stimmt das nicht, denn die Aufnahmen damit sind etwas schlechter, wie du auch in meinem Test der iPhone-14-Pro-Kamera siehst. Trotzdem sind die Bilder tags wie nachts gut, sie ergeben eine 48-mm-Brennweite und damit einen natürlichen Blickwinkel. Und schlicht und ergreifend hat das Fotografieren damit einfach Spaß gemacht. Ich nutze den 2x-Zoom mittlerweile am liebsten.

Apple hat damit das Rad nicht neu erfunden, das sei hier schon noch einmal betont. Eine hochauflösende Kamera zu nehmen und hier „verlustfrei“ heranzuzoomen, machen andere Hersteller auch schon seit Jahren. Als erstes wohl Nokia mit dem 808 PureView vor zehn Jahren und ein Jahr später, etwas massenkompatibler, mit dem Lumia 1020. Apple erreicht im iPhone 14 Pro im Vergleich dazu natürlich eine höhere Qualität.

„3x bessere Fotos bei Nacht“: Was soll das heißen?

Wozu auch der neue RAW-Modus beiträgt, mit dem du bei Aufnahmen am Tag auch von Hand weit hereinzoomen kannst. Darin sehen einige Foto-Experten bereits einen Gamechanger. Für meinen persönlichen Alltag ist es keiner, denn ich werde ihn selten benutzen. Toll ist alleine die Möglichkeit natürlich trotzdem.

Apple hat den Sensor im iPhone 14 Pro im Vergleich zum 13 Pro um 66 Prozent vergrößert – auf nun immerhin 1/1,28 Zoll. Das ist weder der größte Smartphone-Sensor auf dem Markt – das Xiaomi 12S etwa verwendet einen 1/1-Zoll-Sensor – noch fallen maßgebliche Unterschiede zur Hauptkamera im iPhone 13 Pro auf. Apple verspricht allerdings 2x bis 3x bessere Fotos mit allen drei Kameras des iPhone 14 Pro bei schlechten Lichtverhältnissen. Was auch immer das genau heißt: sollen sie heller sein oder nur detailreicher? Gute Bilder nahm ich zumindest mit allen drei Kameras auch wirklich auf:

Aufgefallen ist es mir bei der Frontkamera, als ich neulich mit Freunden abends in einem Straßencafé saß. Eine Freundin nahm erst ein Selfie von uns mit der Frontkamera in ihrem iPhone 13 Mini auf – was deutlich zu dunkel war. Die Frontkamera in meinem iPhone 14 Pro im Nachtmodus zauberte derweil ein taghelles Bild.

Gibt es also keinerlei Kritik an der Kamera im iPhone 14 Pro? Doch auch. Bilder mit dem Nachtmodus wirken teils künstlich akzentuiert oder übertrieben farblich. Der 2x-Zoom ist nicht ganz so verlustfrei, wie Apple es gerne hätte. Nachts sind Personen auf einzelnen Aufnahmen verwischt. Und auch der Autofokus macht bei Dunkelheit zu Weilen Schwierigkeiten.

Aber insgesamt ist die Kamera für eine Smartphone-Kamera schon sehr gut. Und vor allem fotografiere ich gerne damit.

Display: Die Abschaffung des Dunkels

Flüssige Darstellung, satte Auflösung, smoothes Scrolling? Ja, alles möglich und auch toll umgesetzt im iPhone 14 Pro mit dem 10-120 Hertz LTPO-Super-Retina-ProMotion-XDR-OLED-Display (mehr Buzzwords passen vermutlich nicht in eine Bezeichnung). Der 19,5:9-Formfaktor bietet eine Auflösung von 1.179 x 2.556 Pixeln, was eine hohe Pixeldichte von 460 ppi erlaubt. Toll – aber natürlich nicht einzigartig.

Das Display im iPhone 14 Pro überstrahlt alles.
Gleißendes Sonnenlicht? Kein Problem, denn das Display im iPhone 14 Pro überstrahlt alles.

Mein ganz persönliches Highlight am Display des iPhone 14 Pro ist ohnehin seine maximale Helligkeit von 2.000 Nits. Apple ist hier zwar – wieder einmal – nicht der erste Hersteller mit einem so hellen Display – Sharp (!) war im vergangenen Jahr mit dem auch insgesamt beeindruckenden Aquos R6 früher dran.

Allerdings hat diese 2.000 Nits bisher noch kein anderer Smartphone-Hersteller überschritten. Das iPhone 14 Pro erreicht sie auch nur im gleißenden Sonnenlicht. Und hier lässt sich nach meinen Tests ganz klar sagen: Die Zeiten, in denen auf einem Display nichts mehr zu erkennen war, gehören damit der Vergangenheit an. Apple hat das Dunkel also gleich zweimal abgeschafft: Sowohl bei Aufnahmen mit der Kamera, als auch bei der Darstellung auf dem Display. Es ist alles immer hell genug.

Akku und Ladezeit: Super und geht so

Bislang waren gute Akkulaufzeiten eigentlich nur dem Pro-Max-Modell von Apple vorbehalten. Oben habe ich es bereits erwähnt: Seit ich das Always-on-Display im iPhone 14 Pro ausgeschaltet habe, komme ich mit einer Akkuladung jetzt problemlos zwei Tage hin. Bei einer durchschnittlichen Nutzung, nicht wenn ich etwa besonders viele Fotos damit mache oder E-Books damit lese. Aber selbst dann hätte ich keine Sorge, dass der Akku schnell schlapp macht.

Wäre doch das Wiederaufladen nur genauso komfortabel! Doch nach wie vor fehlt ein echter Schnelllademodus im iPhone 14 Pro. Mit einem Lightning-Stecker an einer Jackery Powerstation Explorer 1000 Pro kletterte der Akkustand in meinem Test in 1 Stunde immerhin von 7 auf 92 Prozent. Das ist gemessen an den Schnellladetechniken der chinesischen Hersteller zwar nicht schnell, aber noch okay.

Das vollständige Aufladen per MagSafe dauert um die 2 Stunden.

Weil Apple die Ladegeschwindigkeit auf den letzten Metern zusätzlich noch drosselt, dauert das Komplettaufladen am Kabel aber insgesamt fast anderthalb Stunden. Und das ist mir zu viel. Ein Top-Smartphone im Jahr 2022 sollte in weniger als 1 Stunde voll aufgeladen sein können. Ich finde, das ist nicht zu viel verlangt.

Kabellos mit dem MagSafe-Imitat eines Drittherstellers dauert das Laden bei meinem iPhone sogar noch einmal deutlich länger: von 20 auf 62 Prozent in einer Stunde und insgesamt etwas über 2 Stunden.

Die Hardware: Schau an, noch ein Highlight!

6,1 Zoll – das klang einst riesig und fühlt sich für mich mittlerweile klein an. Das iPhone 14 Pro liegt aber unglaublich gut in der Hand. Es wirkt beinahe wie der perfekte Formfaktor. Zwar mag ich mittlerweile eigentlich etwas größere Displays noch etwas lieber – die 6,5 Zoll bei Galaxy A53 fand ich für die Darstellung von Websiten, E-Books und Videos ideal. Was die ganzheitliche Bedienung angeht, bin ich mittlerweile aber eher beim iPhone 14 Pro und seinen 6,1 Zoll.

Das iPhone 14 Pro hat für viele Szenarien die perfekte Größe. Die Farbe ist hier übrigens nicht Weiß, sondern Gold.

Was im Vergleich zum größeren Galaxy A53 aber auch auffällt: Das kleinere iPhone 14 Pro ist ein paar Gramm schwerer. Schwerer wirkt wertiger – das ist das iPhone auf jeden Fall. Es ist dabei gut transportabel und wirkt auch nicht zu schwer oder mit seinen etwas dickeren Ausmaßen in einem Cover gar klobig. Ich finde das Gesamtpaket eigentlich ideal aufeinander abgestimmt.

Kamera-Hügel (inklsive Cover): Das iPhone 14 Pro liegt nicht gerade plan auf dem Tisch.
Kamera-Hügel (inklsive Cover): Das iPhone 14 Pro liegt nicht gerade plan auf dem Tisch.

Die Stereo-Lautsprecher haben einen vollen, voluminösen und doch kristallklaren Sound und können zumindest vorübergehend gut als Ersatz für einen Laptop oder eine Jukebox dienen. Wenn ich etwa morgens beim Wachwerden gerne einen Blinkist-Blink höre, abends zu einem Headspace-Soundscape einschlafe oder auf der Couch ein YouTube-Video schaue, reicht mir der Sound des iPhones völlig.

Die Stereo-Lautsprecher im iPhone 14 Pro bieten einen tollen Klang.
Die Stereo-Lautsprecher im iPhone 14 Pro bieten einen tollen Klang.

Mikrofone im iPhone 14 Pro: Plötzlich rauschfrei

Das überraschende Highlight betrifft die Mikrofonqualität. Überraschend deswegen, weil ich in keinem anderen Testbericht etwas darüber gelesen habe und auch Apple kein Wort darüber verliert. Auch fehlt mir leider ein Vergleich mit dem iPhone 13 Pro. Das letzte iPhone, das ich getestet habe, war das oben bereits erwähnte iPhone 12 Pro Max. Und das hatte eine wesentliche schlechtere Mikrofonqualität mit einem klar vernehmbaren Hintergrundrauschen und -brummen. Das iPhone 14 Pro im Vergleich dazu: glasklar. Hör selbst:

iPhone 14 Pro: Testaufnahme

Auch hier ist das iPhone nicht das erste Smartphone, das eine rauschfreie Mikrofonqualität bietet – auch das konnte das Galaxy S10 etwa schon. Aber es ist das erste iPhone, in dem ich das feststelle und das in vielen Fällen ein anderes Mikrofon ersetzen könnte.

Ach so und ach ja: Dass da im iPhone 14 Pro mit dem A16 Bionic der aktuell schnellste Smartphone-Prozessor werkelt, Apps sofort starten und das Gerät auch wirklich immer bereit ist und alles ohne Verzögerung erledigt: das gerät hier schon beinahe zur Randnotiz. Die eine oder andere App mehr, als ich gedacht hätte, musste zu Weilen neu starten – was ich auf das RAM-Management zurückführe. Aber das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt an der Maschinerie.

Das System ist genügsam: Auf meinem iPhone 14 Pro ist noch massig Platz für Bilder, Apps und Videos

Von den 256 GB Speicher habe ich nach drei Wochen 32 GB belegt, davon 7 GB für Fotos und Videos und gerade einmal knapp 20 GB für iOS und Systemdateien. Das Betriebssystem ist hier also sehr sparsam unterwegs.

Das iPhone 14 Pro und iOS 16

Oben bereits erwähnt: Du musst dir vom Always-on-Display nicht den Akku leersaugen lassen, um die neuen Widgets auf dem Sperrbildschirm zu sehen. Ich benutze da sehr wenig von, habe das Wetter, den Sonnenuntergang, einen Fitnessring und eine Zusammenfassung eingehender Nachrichten angepinnt. Andere haben hier – auch über Drittanbieter – Sportergebnisse, News, Animationen und vieles mehr laufen. Macht schon Spaß – und ist natürlich nur für iPhone-Nutzer neu. Viele Android-Geräte bieten das schon lange.

Auf dem Sperrbildschirm unter iOS 16 kannst du dir viele Funktionen anzeigen lassen.
Auf dem Sperrbildschirm unter iOS 16 kannst du dir viele Funktionen anzeigen lassen.

Spannend finde ich die Möglichkeit, Live-Text auf dem iPhone zu nutzen – was mittlerweile auch aus Videos Text auslösen kann.

Einmal benutzt, für toll befunden, aber noch keinen richtigen Anwendungszweck für gefunden: die Möglichkeit des Freistellens, also ein Bildmotiv mit einem Tipp vom Hintergrund zu lösen. Generationen von Photoshop-Nutzern haben hier etliche Arbeitsstunden investiert, um Hintergründe zu entfernen und Personen „auszuschneiden“. Etwas, was jetzt also künstliche Intelligenz übernimmt.

Und, ganz ehrlich: Abgesehen von der neuen Wetter-App, die jetzt noch mehr Daten anzeigen kann, habe ich mehr neue Funktionen von iOS 16 bisher noch nicht ausprobiert. Trotzdem ist mir iOS nach wie vor lieber, weil unaufgeregter als Android. Aber das mag eine persönliche Vorliebe sein.

Fazit: Ein beinahe tadelloses Gesamterlebnis

Also, einmal zusammengefasst: Das iPhone 14 Pro ist teuer, auffällige große Innovationen gibt es nicht. Dafür hat Apple einige Probleme, die Smartphones hatten, für immer gelöst: Es gibt nun wackelfreie Videos, rauschfreie Mikrofone und ein Display, auf dem du immer etwas erkennen kannst – ohne dass der Akku zu schnell schlapp machen würde.

Vor allem aber macht das iPhone 14 Pro Spaß. Das liegt nicht nur an Kleinigkeiten wie den Sperrbildschirm-Widgets, dem 2x-Zoom, dem schnellen Prozessor oder der guten Lautsprecherqualität. Es ist auch wieder einmal das Gesamterlebnis. Ich habe in diesem Jahr auch andere Flaggschiffe wie das Samsung Galaxy S22 Ultra oder das Xiaomi 12X getestet. Und beide haben nicht diesen insgesamt hervorragenden Gesamteindruck bei mir hinterlassen.

Also kurz gesagt: Apple verlangt viel Geld für das iPhone 14 Pro, liefert aber auch ein beinahe tadelloses Smartphone ab. Ich bin glücklich.

Ob du das auch bist, hängt natürlich von deinen Vorlieben ab. Und ich sage auch ganz klar: Apple muss aufpassen. Denn die Konkurrenz bietet mittlerweile ein ähnlich gutes Gesamterlebnis zu einem oft deutlich niedrigeren Preis; allen voran Google im neuen Pixel 7 Pro, das mit toller Software aufwarten kann und das in der 256-GB-Version für 999 Euro zu haben ist – für Vorbesteller übrigens inklusive einer Pixel Watch. Oha!

Das iPhone 14 Pro findest du auch bei EURONICS.

Unsere Bewertung
  • Rundum stimmiges Gesamterlebnis
  • Lichstarke Kamera mit High-Res-Modus
  • Nie wieder verwackelte Videos
  • Sehr helles, hochauflösendes Display
  • Starke Akkulaufzeit
  • Vorbildliche Soundqualität von Lautsprechern und Mikros
  • Noch immer kein echter Schnelllademodus
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