Notebooks mit 5G wie das Lenovo Flex 5G

Notebooks mit 5G: Das sind die ersten

Die ersten Smartphones mit 5G sind bereits auf dem Markt, nun ziehen die ersten Notebook-Hersteller nach. Die ersten marktreifen Notebooks mit 5G kommen von Lenovo und Dell.

Ob der Nutzen derzeit groß ist, darum geht es erst einmal nicht. Aber es ist auf dem Markt, das erste Notebook mit 5G. Es ist das Lenovo Flex 5G (das in manchen Märkten Yoga 5G heißen wird). Der Mobilfunkprovider Sprint vertreibt es ab heute exklusiv in den USA. Kostenpunkt: 1.399 US-Dollar. Wann es nach Deutschland kommt und ob überhaupt, ist derzeit noch unklar. Lenovo gibt für Europa aber einen Start noch 2020 im Vereinigten Königreich (Koperation mit EE) und in der Schweiz (Sunrise) an.

Mit Snapdragon 8cx und X55-Modem

Das Lenovo Flex 5G ist damit auch eins der ersten mit einem Snapdragon-8cx-Prozessor – und dem Qualcomm X55-5G-Modem. Das schafft in verfügbaren 5G-Netzen theoretisch bis zu 7 GBit/s. Reell wird es vom Angebot der Mobilfunkprovider abhängen und davon wie viel der Bandbreite unterwegs verloren geht. Ihr solltet mit deutlich weniger rechnen, auch weil die 5G-Technik mmWave, auf die auch das Flex 5G setzt, Mauern schlecht durchdringt.

Lenovo Flex 5G (Yoga 5G), eins der ersten Notebooks mit 5G

Lenovo Flex 5G (Yoga 5G)

Das Flex 5G ist ansonsten ein ganz normales Notebook: 14-Zoll IPS-Display mit Touch und Full-HD-Auflösung, 360-Grad-Modus, 256 GB Speicher und 8 GB RAM (beides für den Preis fast schon etwas wenig), Windows 10 Pro, 2x USB-C und – ganz altmodisch – noch mit einem 3,5-mm-Audioanschluss. Die Akkulaufzeit solle bis zu 24 Stunden lang sein, sagt Lenovo, aber solche Angaben solltet ihr mit größter Vorsicht genießen.

Bei der Tastatur hat Lenovo offenbar zur gleichen gegriffen wie in aktuellen Yoga-Notebooks wie dem Yoga C640 und Yoga C940. Die Tastatur gefiel uns in Tests sehr gut.

Dell zieht gleich

Verizons 5G-Netz in den USA beschränkt sich derzeit hauptsächlich auf Teile einzelner Großstädte. Ende Mai gab der Provider etwa bekannt, einzelne Stadtgebiete der kalifornischen Metropole San Diego als 35. Stadt in den USA ans eigene 5G-Netz anzuschließen. Auch in Deutschland wird es zumindest mittelfristig bei 5G-Insellösungen bleiben.

Immer her mit den guten Notebooks!

Interessanterweise greifen auch andere Hersteller in aktuellen Windows-Notebooks auf den Snapdragon 8cx zurück, sparen dabei allerdings das 5G-Modem aus. Samsung setzt im neuen Galaxy Book S mit dem 8cx etwa „nur“ auf 4G/LTE. Das Qualcomm-X55-Modem kommt derweil bislang vor allem in 5G-Smartphones zum Einsatz, etwa dem Motorola Edge Plus oder dem Galaxy S20 5G. Mit einer weiteren Verbreitung von Notebook-Modems mit 5G könnt ihr im Laufe des Jahres rechnen.

Dell Latitude 9510

Dell Latitude 9510

Auch Dell hat bereits Anfang Juni ein Notebook mit 5G-Option angekündigt. Das Latitude 9510 soll ein „intelligenter Business-Laptop“ sein und mit einer X55-Variante im Juli auf den Markt kommen. Auch dies wirkt mit einem Intel Core i5 der 10. Generation, mit einem 360-Grad-Modus und 8 oder 16 GB RAM wie ein ganz normales Business-Notebook. Der Preis der 5G-Variante dürfte bei um die 2.000 Euro liegen. Es wird noch spannend, welches der Notebooks mit 5G wir als erstes auf dem deutschen Markt sehen werden.

5G in Deutschland: Es tut sich was

Auch in Deutschland tut sich etwas in Sachen 5G. Die Telekom und Vodafone sind hier vor allem aktiv. Die Telekom möchte schon bis Juli 40 Millionen Menschen in Deutschland mit 5G versorgt haben, also fast die Hälfte der Bevölkerung. Bis 2025, so das ambitionierte Ziel, sollen es gar 99 Prozent der Bevölkerung und 90 Prozent der Fläche sein. Vodafone gibt an, bis Ende 2020 immerhin 10 Millionen Menschen in Deutschland mit 5G erreichen zu wollen. Wer jetzt Notebooks mit 5G kauft, investiert also auch ein wenig in die Zukunft.

Wer heute ein Notebook mit Mobilfunk-Option möchte, für den bleibt 4G (LTE) allerdings nach wie vor interessant, alleine schon wegen der besseren Netzabdeckung. Notebooks mit WWAN (so die offizielle Bezeichnung) sind allerdings tatsächlich gar nicht so häufig. Aktuell gibt es neben den bereits genannten Samsung Galaxy Book S mit Snapdragon und dem Lenovo Yoga C640 auch noch das Dynabook X40F in einer LTE-Variante.

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Unsere Einschätzung: Vielleicht gut, dass es das Lenovo Flex 5G in Deutschland erst einmal nicht zu kaufen geben wird, denn das Netz hierzulande scheint noch nicht so weit und die Technik noch fehleranfällig. Wer Notebooks mit 5G jetzt noch nicht unbedingt braucht, der kann gut und gerne noch ein Weilchen warten. Wer das nötige Kleingeld hat und die Technik testen möchte: Unbedingt vorher beim Provider eures Vertrauens nach der 5G-Netzabdeckung schauen!

Lenovo hatte das Flex 5G/Yoga 5G mit dem damals bereits verfügbaren X55-Modem schon vor einem Jahr zum ersten Mal gezeigt. Tatsächlich ist den Chinesen also in der Zwischenzeit kein anderer Hersteller zuvorgekommen.

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