10 kompakte Smartphones unter 5 Zoll – und knapp darüber

Die Auswahl an kompakten Smartphones unter 5 Zoll kann man an zwei Händen abzählen. Nur zwei Hersteller nehmen das Thema ernst. Wir sagen euch welche.

Dieser Artikel wurde zuerst am 31. Oktober 2017 veröffentlicht. Am 15. Mai 2020 haben wir ihn grundsätzlich überarbeitet und die Geräteauswahl an die aktuelle Marktsituation angepasst.

Viele Nutzer wünschen sich kompakte Smartphones, aber die Hersteller überbieten sich auf den ersten Blick mit immer größeren Geräten. Galten Bildschirmdiagonalen unter 5 Zoll lange als kompakt, so sind diese fast ausgestorben. In der Klasse bis 5,5 Zoll ist die Auswahl schon größer, wenngleich die Anzahl aktueller Smartphones auch dort kontinuierlich abnimmt.

Wir sind noch einmal auf die Pirsch gegangen und haben euch insgesamt 10 Geräte herausgesucht, von denen fünf unter 5,0 Zoll Display-Diagonale haben und die anderen fünf Telefone etwas darüber liegen.

Smartphones bis 5,0 Zoll:

Smartphones bis 5,5 Zoll:

Was ist eigentlich kompakt?

Für diesen aktualisierten Artikel sind wir abgerückt von der Prämisse, alles unter 5 Zoll Displaydiagonale sei kompakt. Stattdessen legen wir einen neuen Maßstab an: die Gehäusemaße. Dabei nehmen wir Apples iPhone SE 2020 als Blaupause und erweitern sie um ein paar Millimeter. Keines der hier vorgestellten Geräte ist größer als 150 mm mal 80 mm. Und damit noch so kompakt, dass ihr das Smartphone mit einer Hand bedienen könnt.

Im ersten Teil widmen wir uns der Geräteklasse bis einschließlich 5 Zoll.

Apple iPhone SE (2020) – Neuer Smartphone-Primus

iPhone SE 2020 - Farben

In drei Farben bietet Apple das neue iPhone SE an. Das Design stammt vom kompakten iPhone 8. (Foto: Apple)

Eigentlich könnte es so einfach sein: Kauft euch das neue iPhone SE. Ein fairer Preis, leistungsstarke Hardware und die kompakten Abmaße sind klare Kaufgründe für Apples Kompakt-Flaggschiff.

Insbesondere die Kombination aus hochauflösendem 4,7-Zoll-Bildschirm, A13-Bionic-Prozessor (der gleiche wie im Spitzenmodell iPhone 11) und ausdauerndem Akku ist nahezu unschlagbar.

Worauf ihr achten solltet? Auf die Speicherausstattung. Ihr findet die Größen 64 GB, 128 GB und 256 GB – und seid nach einem Kauf an diese Bestückung festgenagelt. Eine Speicherweiterung gibt es nämlich traditionell nicht. Möchtet ihr erfahren, was wir vom Apple iPhone SE 2020 halten, verraten wir euch ausführlich in diesem Beitrag.

Sony Xperia XZ2 Compact – Neue Konturen

Apples Ökosystem iOS ist nicht jedermanns Sache. Vielleicht seid ihr eingefleischte Android-Fans oder habt euch so sehr an Googles Betriebssystem gewöhnt, dass ein iPhone nicht in Frage kommt.

Wenngleich Android-Telefone den Trend mittragen immer größer zu werden, bieten einige Hersteller nach wie vor kompakte Smartphones an. Sonys Xperia XZ2 Compact gehört dazu und ist bei Höhe und Breite sogar kompakter als das oben vorgestellte iPhone SE 2020. Mit 12,1 mm ist es etwas dicker als das Apple-Pendant.

Sony nutzt den vorhandenen Platz effizient und verbaut ein 5,0 Zoll großes Full-HD-Display im 18:9-Format. Der Bildschirm reicht bis an den Rahmen, nur oben und unten ist etwas Platz, um wichtige Elektronik zu verstauen. Dazu gehören hochwertige Lautsprecher und ein hervorragendes Mikrofon.

Sony brach außerdem einige Baustellen ab. Die Kamera-Software – Achillesferse vergangener Xperia-Telefone – ist nun auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Trotz kompaktem Akku (2.870 mAh) ist das Smartphone ein Dauerläufer. Gänzlich neu ist das Design. Hättet ihr euch mit den scharfkantigen Xperia-Smartphones noch rasieren können, schmeichelt das XZ2 Compact mit abgerundeten Kanten und einem handschmeichelnden Kunststoff.

Ursprünglich mit Android 8 ausgestattet, bietet Sony ein kostenfreies Upgrade auf Android 10 an. Damit bleibt das 2018 erschienene Smartphone aktuell. In diesem Beitrag stellen wir es euch ausführlich vor.

Alcatel 1 – Günstiger Minimalismus

Ihr wollt eigentlich nur ein klassisches Smartphone ohne großen Schnickschnack? Dann könnte das Alcatel 1 für euch infrage kommen. Das kompakte Telefon (137,6 mal 65,7 mal 9,8 mm) der französischen Marke, die mittlerweile zum finnischen Nokia gehört, kommt mit der Go-Edition von Android 8.1 Oreo daher.

In dieser sind die Basis-Apps wie GMail oder Chrome durch Speicher sparende Varianten ersetzt. GMail bringt nur gut 10 MB auf die Waage (statt bis zu 300 MB), Google Maps Go Navigation hat federleichte 15 MB.

Daher reichen dem Alcatel 1 auch schmale 1 GB an Arbeitsspeicher und 8 GB Festspeicher. Wollt ihr dennoch mehr Daten aufs Gerät packen, steckt ihr einfach eine microSD-Karte mit bis zu 32 GB rein. Zugegeben, keine der anderen Hardware-Eigenschaften ist herausragend. Das 5,0-Zoll-Display ist niedrig aufgelöst (960 x 480 Pixel), der Mediatek-Prozessor mit 1,28 GHz getaktet und die 5-MP-Kamera nur für Schnappschüsse ausreichend.

Die Pro-Argumente? Lange Akkulaufzeit und der extrem niedrige Anschaffungspreis. Billiger als hier gibt es ein aktuelles Smartphone kaum!

Palm „Pepito“ – Winziges Zweitgerät

Es wird winzig – und spezifisch. Ihr wollt nur mal schnell in die Stadt, aber keinen Smartphone-Klopper in der Handtasche verstauen? Ihr braucht für den Business-Trip ein unauffälliges Telefon? Dann werft einen Blick auf dieses Klugtelefon.

Die Firma Palm ist vor allem in den Büchern der Technikgeschichte zu finden. Vor zwei Jahrzehnten war sie es, die elektronische Notizbücher etablierte. Die Urahnen heutiger Smartphone setzten noch auf Stifteingabe und das eigene PalmOS. Seither versucht Palm, seinen Platz neu zu finden.

Das namenlose Palm-Gerät, das in Benchmarks als „Pepito“ auftaucht, ist vor allem eines: Winzig! Das 720p-Display mit 3,3 Zoll gehört zu den kleinsten, die ein Smartphone jemals hatte. Davon solltet ihr euch nicht beirren lassen. Denn bei Prozessorwahl (Snapdragon 435), Speicherausstattung (3 GB Arbeitsspeicher, 32 GB Festspeicher mit microSD-Kartenerweiterung) und 12-MP-Kamera steht es den „ausgewachsenen“ Smartphone-Modellen in kaum etwas nach.

Ausgestattet mit Android 8.1 dürfte es doch für den Alltag tauglich sein, oder? Nicht ganz, denn im Mini-Gehäuse brachten die Ingenieure einen nur 800 mAh fassenden Akku unter. Die Laufzeit liegt bei normaler Nutzung und gedimmtem Bildschirm bei ungefähr 12 Stunden. Wenn überhaupt. Rechenintensive Anwendungen ziehen die Kapazität auch mal in zwei Stunden leer. Das reicht fürs Musikhören während des Sports oder die erwähnten Kurzausflüge in die Stadt. Keineswegs verdrängt es das Erstgerät.

Dieser Malus war TCL als neuem Palm-Eigner bewusst, weshalb der Hersteller Apps anbietet, mit denen ihr Daten zwischen Android und iOS synchronisiert. So ausgestattet taugt das Palm „Pepito“ als unauffälliges Zweitgerät für den digitalen Detox.

Der Preis fürs Palm „Pepito“ liegt bei 360 Euro.

ZTE Blade A3 (2019) – Ä Schnäppsche

Ein gutes Zeichen für Erfolg ist, wenn ein Hersteller bewährte Modelle im Jahresrhythmus updatet. Das heißt, bewährte Designphilosophien beizubehalten und behutsam weiterzuentwickeln. Samsung tut es. Huawei tut es. Und auch ZTE upgradet beliebte Mittelklasse-Handys im Jahresrhythmus.

Jährliche Upgrades? Kann ZTE mit dem Blade A3. (Foto: ZTE)

Das Blade A3 ist mit etwa 60 Euro ein Schnäppchen. Den niedrigen Preis erreicht ZTE durch eine aufs Wesentliche reduzierte Hardware-Software-Kombination. 16 GB interner Speicher und 1 GB Arbeitsspeicher? Kein Problem, weil ZTE das ressourcenschonende Android 9.0 Go installiert. Als Rechenknecht verpflichtet das chinesische Unternehmen den SC9832e von Unisoc. Ein wenig bekannter, aufstrebender CPU-Hersteller, der sich aber die Mali-Grafikeinheiten sichern konnte.

So ausgestattet laufen Inhalte flüssig übers 5,0 Zoll großes 720p-Display. Fotos mit 8 Megapixeln und die 5-MP-Selfieknipse rangieren auf der unteren Skala, dafür ist der 3,5-mm-Klinkenanschluss für Radiohörer interessant.

Die 2.000 mAh große Batterie garantiert eine lange Laufzeit. Die ist auch nötig, weil es dem A3 2019 an einer Schnelllade-Funktion mangelt. Ein auf die Basics reduziertes Telefon also, das aber kompakt und günstig ist.

Das Einsteigermodell ZTE Blade A3 (2019) ist für etwa 60 Euro erhältlich. Beachten solltet ihr aber auch, dass euch an all zu günstigen Smartphone in der Regel schnell die Freude vergeht.

Goodbye, geschätztes Billig-Smartphone, ich mache mit dir Schluss!

Unsere Empfehlungen bis 5 Zoll: iPhone SE oder Sony Xperia XZ2 Compact

Ihr seht, Smartphones mit kompakten Abmaßen gibt es schon noch. Allerdings vermarkten nur Apple und Sony ihre Kompakt-Telefone als Spitzenmodelle. Zurecht, denn die nur das iPhone SE 2020 und das Xperia XZ2 Compact in unserer Auflistung kommen nahe an die meist größere Spitzenklasse heran. Zwei Smartphones übrigens, deren Vorgänger wir schon empfohlen haben. Es bleibt also dabei: Richtig gut ausgestattete, kompakte Smartphones gibt es nur von diesen beiden Herstellern.

Wollt ihr neben der Größe auch den Software-Umfang reduzieren, erweitern sich die Möglichkeiten. Alcatel, Palm oder ZTE sind gangbare Alternativen. Trotzdem wäre es schön, würden weitere Hersteller dieses Segment bedienen.

Da geht noch was! Warum auch 5,5 Zoll noch kompakt sind

Ihr seht: Von 3,3 Zoll bis 5 Zoll ist die Auswahl an aktuellen Smartphones recht dürftig. Einige Billigsmartphones haben wir hier geflissentlich ignoriert, denn die Technik sollte mindestens für den Alltagseinsatz taugen.

Wie oben erwähnt, sind die Displays weiter an den Rahmen gerückt. Ein klein wenig größer als 5 Zoll kann es also durchaus sein. Vorhang auf für die zweite Runde mit vier aktuellen Smartphones bis 5,5 Zoll Display-Diagonale.

Xiaomi Redmi 7A – Großes Display, kleiner Preis

Für unter 100 Euro ein 5,5-Zoll-Smartphone? Fast. Die Bildschirmdiagonale des Xiaomi Redmi 7A misst ungewöhnliche 5,45 Zoll bei einer Auflösung von 1.440 mal 720 Bildpunkten. Der Hersteller bietet eine 7A-Version mit 2 GB Arbeitsspeicher und 16 GB internen Speicher.

Xiaomi Redmi 7A

Knallige Farben, ein etwas altbackenes Design. Das Redmi 7A überzeugt mit guter Hardware zum fairen Preis. (Fotos: Xiaomi)

Zwei 32-GB-Modelle mit 2 GB oder 3 GB RAM vervollständigen das Trio, das ihr über microSD-Karten erweitern könnt. Abgesehen von diesen Details sind die Redmi 7A identisch ausgestattet und auf einen niedrigen Preis ausgerichtet. Das Gehäuse ist daher aus stabilem Kunststoff gefertigt, die Glasoberfläche des Bildschirms ohne Gorilla-Glass-Zertifizierung. Staub- oder vollständig wassergeschützt sind die 7A nicht, immerhin hält die Rückseite Spritzwasser ab.

Die Hauptkamera löst mit 12 Megapixeln auf und bietet eine für diese Preisklasse gute Bildqualität und 1080p-Videoaufnahmen bei 30 Bildern/s. Pferdefuß der Hardware-Zusammenstellung dürfte der ältere Snapdragon 435 aus dem Jahr 2016 sein. Mit maximal 1,4 GHz Takt ist er vergleichsweise langsam. Optimierungen im Software-Bereich nahmen die Xiaomi-Ingenieure vor allem an der hauseigenen Grafikoberfläche MIUI 11 vor. Als Betriebssystem dient Android 9.

Das gute Gewicht von 165 Gramm, kompakte Maße (146,3 x 70,4 x 9,6 mm) als auch der riesige 4.000-mAh-Akku sind klare Pro-Argumente für ein Günstig-Smartphone, das genügsame Nutzer als Publikum hat.

Das Xiaomi Redmi 7A mit 16 GB kostet etwas unter 100 Euro. Die 32-GB-Fassungen liegen knapp darüber.

Sony Xperia XA2 – Bewährtes Design, bewährte Technik

Anders als das gestalterisch neuartige Xperia XZ2 Compact zitiert das XA2 die markante Designsprache früherer Sony-Telefone. Scharfe Kanten, glatte Oberflächen, helle Farben. Mit 142 mm mal 70 mm ist es minimal größer als die XZ2-Iteration. Dafür hat es ein 5,2 Zoll großen Bildschirm in FullHD-Auflösung (1.920 mal 1.080 Pixel).

Für den Preispunkt unter 200 Euro kann sich die Technik sehen lassen. Der etwas ältere Snapdragon-630-Prozessor erledigt die meisten Aufgaben zuverlässig, die 3 GB Arbeitsspeicher sind großzügig bemessen. Die 32 GB interner Speicher wirken etwas aus der Zeit gefallen, sind aber mit einer microSDXC-Karte zu erweitern.

Der 3,5-mm-Klinkenanschluss dürfte HiFi- und Radiofans freuen. Die Hauptkamera mit 23 Megapixeln ist hardwareseitig top. Im Praxistest bleibt die Kamera im Zusammenspiel mit den Bordmitteln unter ihren Möglichkeiten. Wenig Schärfe, wenig Kontrast, blasse Farben. Dabei kann es die Linse besser. Für eine durchweg bessere Bildqualität sorgen Alternativ-Apps wie Open Camera.

Sony bietet für das standardmäßig mit Android 8.0 Oreo bestückte Smartphone ein Upgrade auf Android 10 an.

Google Pixel 3 – Unschlagbare Kombination

Googles Gastspiele als Hardwarehersteller fliegen unter dem Radar. Schade, denn die Pixel genannten Smartphones des Suchmaschinenkonzerns bieten feinste Hardware. Das 2018 erschienene Google Pixel 3 macht da keine Ausnahme.

Das 148 Gramm leichte Smartphone mit kompakten Maßen (146,6 x 68,2 x 7,9 mm) meistert dank kraftvoller Snapdragon-845-CPU und 4 GB Arbeitsspeicher auch anspruchsvolle Apps. Das 5,5 Zoll große FullHD-Panel überzeugt durch HDR und die Always-on-Funktion. Für Fotos steht euch ein 12,2-MP-Sensor zur Verfügung. Die nominell geringe Auflösung sollte aber nicht über die Brillanz der damit geschossenen Bilder hinwegtäuschen. Die Lichtstärke liegt bei f/1.8, das Objektiv beherrscht Weitwinkelaufnahmen ebenso wie die Porträt-Fotografie. Der 2.915 mAh große Akku ist dank Energspiesparoptionen in der Lage, das Google Pixel 3 bei normalem Gebrauch für zwei Tage mit Strom zu versorgen. Dank Fast-Charging mit 18 W ist er in Windeseile wieder zu 100 Prozent aufgeladen.

Fehlt da was? Schon. 3,5-mm-Klinkenkopfhörer könnt ihr nur mit (beiliegendem) USB-C-Adapter anschließen. Außerdem seid ihr auf die 64 GB oder 128 GB internen Speicher festgenagelt, da Google auf einen microSD-Einschub verzichtet.

Seit seinem Erscheinen 2018 liegt das Google Pixel 3 preisstabil bei etwa 400 Euro. Eine nach wie vor gute Investition, da der Hersteller nach wie vor die System-Aktualisierungen aufspielt. Ein Update auf Android 10 ist also verfügbar. Viel entscheidender: Das Zusammenspiel aus Hard- und Software funktioniert reibungslos und bietet eine der besten Android-Erfahrungen überhaupt.

BlackBerry KEY2 LE – Echte Tasten für Business-Anwender

BlackBerry? War da nicht was? Natürlich. Vor einer Dekade galten die kanadischen BlackBerry-Handys von RIM als attraktive Alternative zum aufkeimenden Trend der Wischtelefone. Denn BlackBerry stattete alle Telefone mit einer echten Tastatur aus.

Den Trend zum rein Touchscreen-basierten Telefon verpasste das Unternehmen. Aus RIM wurde BlackBerry, das sich zu großen Teilen an die Konkurrenz verkaufte und mit einem Rumpf-Unternehmen versuchte, als Hardwarehersteller neuzustarten. Das BlackBerry KEY2 LE vereint das Beste aus den Welten kultiger RIM-Technologie und moderner Android-Software.

Aber, Moment mal! Ein Blick aufs Datenblatt zeigt ein lediglich 4,5 Zoll großes Display. Und dann sortieren wir es bei den Geräten über 5,0 Zoll ein? Ganz richtig. Denn die Abmaße von 150,3 x 71,8 x 8,4 mm kommen nicht von ungefähr. Anders als die Konkurrenz verbaut BlackBerry eine vollwerte QWERTY-Tastatur. Tippen wie am Rechner? Nicht ganz. Aber über die Hardwaretasten tippt ihr Mails, Memos oder Nachrichten schneller, bequemer und mit haptischem Feedback.

Das Smartphone ist für Business-Kunden konzipiert. Neben der auf diese Klientel abgestimmten Tastatur sprechen auch die Software-Dreingaben dafür. Echtzeit-Risikoüberwachung mit Blackberry DTEK, die Locker APP als separater Speicher für sensible Daten und die Firefox-Focus-Technologie für privates Browsen adeln das KEY2 LE zum Fort Knox unter den Android-Phones.

Die etwas kürzere Akku-Laufzeit von 22 Stunden geht in Ordnung, Quick Charge 3.0 gleicht diesen kleinen Nachteil aus. Kamera (13 MP f/2.2), Prozessor (Snapdragon 636) oder interner Speicher (32 GB oder 64 GB) sind gute Mittelklasse.

Für ungefähr 330 Euro erhaltet ihr das BlackBerry KEY2 LE im Handel.

Nokia 6.1 – Finnisches Understatement

200 Euro günstig, schnelle Sicherheitsupdates von Google, gute Technik. Kritik könnte am Nokia 6.1 abperlen. Es ist, als hätten die Finnen den größtmöglichen Kompromiss in ein Gehäuse gepackt und in den Markt gedrückt. Highend-Nutzer dürften den Einsatz der CPU Snapdragon 630, maximal 64 GB interner Speicher oder FullHD-Auflösung im 5,5-Zoll-Panel nicht goutieren.

Nokia 6.1

Nicht täuschen lassen! Hinter der biederen Schale versteckt sich sehr gute Technik. (Foto: Nokia)

Die meisten Android-Nutzer wertschätzen das exzellente Preis-Leistungsverhältnis umso mehr. Zumal Nokia bei bestimmten Hardware-Spezifikationen mit preisintensiven Geräten mithalten kann. 16-MP-Kamera, 3 GB bzw. 4 GB Arbeitsspeicher und das Aluminium-Gehäuse veredeln das Nokia 6.1.

Softwareseitig bietet Nokia ein Upgrade von Andrid 8.0 Oreo auf das zeitgemäße Android 10. Konsequenterweise nutzen die Finnen eine Vanilla-Variante ohne eigene Oberfläche oder App-Zugaben. Viel mehr gibt es zum Nokia 6.1. nicht zu erzählen.

Das grundsolide Nokia 6.1 ist ab 200 Euro im Fachhandel erhältlich.

Unsere Empfehlungen bis 5,5 Zoll: Sony Xperia XA2, Nokia 6.1 und Google Pixel 3

Bis zu einer Bildschirmgröße von 5,5 Zoll empfehlen wir aktuell das Sony Xperia XA2 oder Nokia 6.1. Trotz des geringen Preises von 200 Euro bieten beide Telefone eine gute Technik und zeitgemäße Software-Ausstattung. Sony punktet bei Verarbeitung und Design, das Nokia 6.1 begeistert mit Aluminium-Gehäuse und direkten Google-Updates.

Wo wir schon dabei sind: Googles Pixel 3 rangiert trotz seines Alters noch in der Spitzenklasse, ist mit gut 400 Euro aber weiterhin etwas teurer. Das BlackBerry KEY2 LE ist dank seiner Verschlüsselungstechnologie für Business-Kunden attraktiv. Sparfüchse sollten sich das Xiaomi Redmi 7A für knapp 100 Euro anschauen.

Von sehr günstig bis zu ein paar hundert Euro reicht die Preisskala der kompakten Smartphones. Unsere 10 Geräte-Vorstellungen sind eine erste Orientierung, um den Smartphone-Wald zu lichten. Wollt ihr eine intensivere Beratung? Dann schaut doch bei eurem Euronics-Fachhändler um die Ecke vorbei und nehmt die verschiedenen Geräte selbst in die Hand.

23 Smartphones mit Riesen-Akku: Das gibt es jenseits der 4.000 mAh

Alle Smartphones in der Übersicht

Euch ist die Größe am wichtigsten? Dann haben wir zum Abschluss noch alle vorgestellten Telefone in einer kompakten Tabelle zusammengetragen:

SmartphoneHöhe (mm)Breite (mm)Tiefe (mm)Display
iPhone SE (2020)138,467,37,34,7''
Sony Xperia XZ2 Compact1356512,15,0''
Alcatel 1137,665,79,85,0''
Palm Pepito96,650,67,43,3''
ZTE Blade A3137,467,510,55,0''
Xiaomi Redmi 7A146,370,49,65,45''
Sony Xperia XA2142709,75,2''
Google Pixel 3145,668,27,95,5''
BlackBerry KEY2 LE150,371,88,44,5''
Nokia 6.1148,875,88,25,5''

Bilder: Hersteller

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4 Kommentare zu “10 kompakte Smartphones unter 5 Zoll – und knapp darüber
  1. Endlich mal ein super einfacher verständlicher Vergleichsbericht.
    Und ohne nervende Werbung.
    War für mich gerade richtig! Danke!

  2. Das ist sehr bedauerlich diese Handy-Gigantomanie. Ich finde auch, dass sich die Herrsteller wieder darauf besinnen wieder normale und handlichere Geräte zu bauen. Ich möchte nicht mit „ausgebeulten“ Hosentaschen rumlaufen oder fürs Handy eine extra Tasche zulegen zu müssen. Deshalb war für mich das Sony Xperia xz1 Compact die erste und letzte Wahl. Mit Appla habe ich es nicht so….

  3. Das „Nokia 1″ fehlt in dieser Auflistung mit seinem 4,5“ Bildschirm. Leistungstechnisch jedoch auf unteren Niveau (unterdurchschnittliche Kamera, nur 1GB Ram). Dafür deutlich unter 100 Euro zu bekommen. Habe ca. 60 Euro bezahlt. Und es kommt mit einem aktuellen Android 8 Go. Mal sehen ob das Upgrade auf Android 9 bald kommt. Wurde vom Hersteller wohl schon angekündigt.

  4. In den Berichten wird das Sony „Xperia X Compact“ gut dargestellt. Hatte ich nach Empfehlung des Verkäufers im Dezember 2019 gekauft. War bis jetzt sehr zufrieden. Nun nach nur 26 Monaten ging es von einem Tag auf den nächsten Tag nicht mehr.
    Das sollte nicht sein!!! Einzelfall ????

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