Xiaomi Mi 11 Ultra vs. Oppo Find X3 Pro: Der Feature-Vergleich

Xiaomi und Oppo mischen derzeit die Spitze der Smartphone-Riege auf. Wir vergleichen ihre neuen Flaggschiffe Mi 11 Ultra und Find X3 Pro.

Xiaomi Mi 11 Ultra vs. Oppo Find X3 Pro: Der Feature-Vergleich

Immer größer, immer besser, immer mehr Geräte. Die beiden umtriebigen chinesischen Hersteller Xiaomi und Oppo greifen nach den Sternen im Smartphone-Himmel. Die beiden Flaggschiffe der Hersteller, Mi 11 Ultra und Find X3 Pro, gehören zu den derzeit besten auf den Markt. Wir vergleichen für euch, welches in welcher Kategorie triumphiert.

Xiaomi Mi 11 Ultra vs. Oppo Find X3 Pro

Xiaomi Mi 11 UltraOppo Find X3 Pro
6,81-Zoll-OLED-Display, 120 Hz adaptive Bildwiederholrate, HDR 10+, Dolby Vision, 1700 nits Maximalhelligkeit

Auflösung: 1440 x 3200 Pixel (QHD+, 515 ppi), Wide Gamut: DCI-P3-Farbraum, 1,07 Milliarden Farben, 91,4 Prozent Bildschirm-Gehäuse-Verhältnis, Corning Gorilla Glass 7 (Victus)

Zusätzliches 1,1-Zoll-Mini-Display auf der Rückseite
6,7-Zoll-OLED-Display, 120 Hz adaptive Bildwiederholrate, HDR10+, 1300 nits Maximalhelligkeit

Auflösung: 1440 x 3216 Pixel (QHD+, 525 ppi), Wide Gamut: DCI-P3-Farbraum, 1,07 Milliarden Farben, 89,6 Prozent Bildschirm-Gehäuse-Verhältnis, Corning Gorilla Glass 5

Octacore-Prozessor Qualcomm Snapdragon 888 (5nm), 256 GB Speicher, 12 GB RAM (LPDDR5)Octacore-Prozessor Qualcomm Snapdragon 888 (5nm), 256 GB Speicher, 12 GB RAM (LPDDR5)
Triplekamera-System:

Weitwinkelkamera mit 50 Megapixeln, f/1.95 (Sensorgröße, 1/1.2“, Pixelgröße 1,4µm)

Ultraweitwinkelkamera mit 48 MP, f/2.2 (Sensorgröße 1/2.0“, Pixelgröße: 0,8µm)

Periskop-Telekamera mit 48 MP, f/4.1, 5x optischer Zoom (Sensorgröße: 1/2,0“, Pixelgröße: 0,8 µm)
Quadkamera-System:

Weitwinkelkamera mit 50 Megapixeln, f/1.8 (Sensorgröße: 1/1.56“, Pixelgröße: 1,0 µm)

Ultraweitwinkel-Kamera mit 50 MP, f/2.2 (Sensorgröße: 1/1.56′‚, Pixelgröße: 1,0 µm)

Telekamera mit 13 MP, f/2.4, mit 2x optischem Zoom

Mikroskopkamera mit 3 MP, f/3.0
Videofunktion: bis zu 8K mit 24 fps mit allen drei KamerasVideofunktionen: 4K mit 30/60 fps jeweils in der Hauptkamera, 10-bit-Video mit allen Kameras
5G, WiFi 6E, Bluetooth 5.2, USB-C, Gehäuseschutz nach IP68, Keramik-Rückseite, Stereo-Lautsprecher 5G, WiFi 6E, Bluetooth 5.2, USB-C (3.1), Gehäuseschutz nach IP68, Rückseite aus Glas, Stereo-Lautsprecher
Akku mit 5.000 mAh, Schnelllademodus mit 67 Watt (auch kabellos). Akku komplett geladen in ca. 35 min.Akku mit 4.500 mAh, Schnelllademodus mit 65 Watt, SuperVOOC 2.0 (Akku komplett geladen in ca. 35 min), kabelloses Laden mit 30 Watt (AirVOOC)
Fingerabdrucksensor im Display, GesichtserkennungFingerabdrucksensor im Display
Android 11 mit Oberfläche MIUI 12.5Android 11 mit Oberfläche ColorOS 11.2
Gewicht: 234 Gramm, Maße: 164,3 x 74,6 x 8,38 mmGewicht: 193 Gramm, Maße:
163,6 x 74 x 8,26 mm, Ladegerät und Kabel im Lieferumfang
UVP: vorauss. 1.199 Euro UVP: 1.149 Euro (256 GB)

Vorteile von Mi 11 Ultra und Find X3 Pro

Sowohl das Mi 11 Ultra als auch das Find X3 Pro spielen im Vergleich der im April 2021 best ausgestatteten Smartphones ganz vorne mit. Das dürft ihr für einen Einstiegspreis von jeweils über 1.100 Euro aber auch erwarten. Den größten Unterschied seht ihr tatsächlich im Äußeren – im jeweils sehr markanten Kameramodul.

Mi 11 Ultra und Find X3 Pro

Beide Geräte verfügen über ein 120-Hertz-OLED-Display mit QHD+-Auflösung und über 1 Milliarde Farben. Beide Geräte sind jeweils nach IP68 gegen dauerhaftes Untertauchen in Süßwasser geschützt. Und beide Kameras verfügen über ein Mehrfachkamera-System, das mehrere Brennweiten abdeckt. Hierbei setzen beide Hersteller große Sensoren ein.

Egal ob 5G, Bluetooth 5.2, WiFi 6E oder Stereo-Lautsprecher – alles ist drin. Beide Geräte verwenden die derzeit aktuellste Android-Version 11 mit jeweils eigener Benutzeroberfläche. Und beide Hersteller setzen in ihre Flaggschiffe einen Schnelllademodus ein, der die ohnehin durchaus üppig bemessenen Akkus in kaum mehr als einer halben Stunde wieder voll auflädt.

So müssen das Mi 11 Ultra und das Find X3 Pro den Vergleich etwa mit einem Samsung Galaxy S21 Ultra nicht scheuen. Im Gegenteil: In einigen Belangen wie dem Schnelllademodus liegen die beiden chinesischen Hersteller sogar vor dem Flaggschiff der Koreaner.

Was Xiaomi im Mi 11 Ultra besser macht

So ähnlich sich das Mi 11 Ultra und das Find X3 Pro sind, es gibt einige Unterschiede, angefangen beim Kamerasystem.

So setzt Xiaomi auf eine Triplekamera statt einer Quadkamera. Trotzdem sind die wichtigsten drei Brennweitenbereiche Ultraweitwinkel, Normal/Weitwinkel und Tele abgedeckt. In diesem Falle sogar sehr gut mit einer Periskopkamera, die einen optischen 5x-Zoom ermöglicht und dabei mit 1/2.0“ noch einen vergleichsweise großen Sensor einsetzt.

Das Mi 11 Ultra in schwarz oder weiß

A propos großer Sensor: 1/1.2“ misst der Sensor der Hauptkamera im Mi 11 Ultra. Das ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der größte Sensor, der je in einem Smartphone zum Einsatz kam (einmal abgesehen vielleicht vom Komptaktkamera-Smartphone-Hybriden Panasonic CM1 anno 2014). Nicht umsonst vergleicht ihn Xiaomi mit tatsächlich nur unwesentlich größeren 1-Zoll-Sensoren in Edel-Kompaktkameras.

Xiaomi setzt in der Hauptkamera mit 1,4µm auch vergleichsweise große Pixel ein. Und auch die Ultraweitwinkelkamera ist mit 48 Megapixeln und einem 1/2,0“-Sensor nicht wesentlich schlechter ausgestattet. Schön ist auch, dass Xiaomi 8K- und 4K-Video nicht nur für die Hauptkamera erlaubt, sondern auch für die beiden anderen.

Auch kabelloses Laden mit 67 Watt

1,07 Milliarden Farben im Display – das haben tatsächlich beide Smartphones. Das Mi 11 Ultra schützt dieses noch durch den etwas neueren Standard Gorilla Glass 7. Es bietet mit bis zu 1.700 nits das noch etwas hellere Display als das Find X3 Pro – und ganz nebenbei mit dem rückwärtigen Selfie-Display noch einen Bildschirm mehr als der Konkurrent.

Neben dem Fingerabdrucksensor im Display könnt ihr das 11 Ultra auch mit eurem Gesicht entsperren – etwas, was der Konkurrent derzeit nicht bietet.

Besonderes Schmankerl dürfte aber sein, dass ihr das Mi 11 Ultra in 36 Minuten – also kaum mehr als einer halben Stunde – wieder aufladen könnt. Nicht nur kabelgebunden, sondern auch kabellos, weil Xiaomi für beide Möglichkeiten einen Schnelllademodus mit 67 Watt anbietet. Ohnehin ist der Akku mit 5.000 mAh großzügig portioniert. Besonders große Akkuprobleme dürftet ihr so allenfalls bekommen, wenn ihr das Display stets voll aufdreht.

Was Oppo im Find X3 Pro besser macht

Insgesamt muss sich Oppo beim Find X3 Pro beim Display, der Hauptkamera und der Ausstattung dem Konkurrenten ganz knapp geschlagen geben. So ist der Akku mit 4.500 mAh etwas geringer bemessen, der Schnelllademodus aber nur genauso schnell: etwa Minuten bis zum vollständigen Aufladen. Kabellos bei „nur“ 30 Watt sogar deutlich länger.

Gerade wenn ihr das Find X3 Pro mit einem Kabel aufladet, werdet ihr davon aber kaum etwas merken. Nie mehr Akkuprobleme – das gilt für beide Smartphones gleichermaßen.

Oppo hat derweil ein mindestens ebenso interessantes Kamerasystem verbaut. Dass der Hersteller Weitwinkel- und Ultraweitwinkel gleichrangig behandelt, sorgt dafür, dass der Ultraweitwinkel mit 1,56 Zoll einen vergleichsweise großen Sensor spendiert bekommen hat. Die Telekamera dürfte dafür lichtstärker sein, auch wenn sie sich mit einem optischen 2x-Zoom begnügt.

Mikroskopkamera: Ein Hingucker

Großes Highlight dürfte aber ohnehin die zusätzliche Mikroskopkamera sein. Eine völlig neue Art des Fotografierens, die der Konkurrent so erst einmal nicht vorgesehen hat.

Das Bild eines Schmetterlings – aufgenommen mit der Mikroskopkamera im Find X3 Pro. Bild: Oppo

Und wenn die Optik eines Geräts meistens Geschmackssache ist: Einen Vorteil hat der Kamera-„Knautsch“ des Find X3 Pro im Vergleich zum Buckel des Mi 11 Ultra: Es wird sich dort weniger Staub ansammeln und ihr könnt das Gerät einfacher in der Hosentasche verstauen. Außerdem ist das X3 Pro noch etwas handlicher und leichter als der Konkurrent – was sich im Nutzeralltag durchaus bezahlt machen könnte.

Fazit: Mi 11 Ultra vs. Find X3 Pro

Eigentlich müßig eine Quintessenz zu ziehen, welches der beiden Geräte im Feature-Vergleich vorne liegt. Aufgrund des etwas besseren Displays, der schnelleren kabellosen Ladetechnik und des größeren Sensors der Hauptkamera sehen wir insgesamt leichte Vorteile beim Mi 11 Ultra. Das Find X3 Pro tut sich derweil mit der Mikroskopkamera und dem größeren Sensor für die Ultraweitwinkelkamera hervor. Am Ende aber kommt es auf Praxistests an, die zeigen werden, welches Gerät sich besser schlägt.

Fakt ist allerdings auch, dass beide Geräte an sich sehr stark ausgestattet sind und den Vergleich zu anderen Herstellern nicht scheuen müssen. Samsung, Huawei und auch Apple – die alte Riege muss sich mächtig ins Zeug legen, da mitzuhalten.

Falls ihr euch noch nicht entscheiden könnt: Wir haben auch Oppo Find X3 Pro und OnePlus 9 Pro in einem Vergleich gegeneinander antreten lassen.

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