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Alexa-Stimmerkennung: Darum solltet ihr euch Sprachprofile einrichten

Alexa kann jetzt zwischen verschiedenen Personen in eurem Haushalt unterscheiden. Doch was bringen unterschiedliche Sprachprofile? Und wie richtet ihr sie ein? Sagen wir euch.

In den USA ist die Stimmerkennung bereits seit geraumer Zeit verfügbar, nun schafft es die interessante Funktion auch in den deutschsprachigen Bereich. Ohne euer Zutun ist die Aktualisierung für alle Geräte mit Alexa verfügbar, also für Echo, Echo Dot, Echo Spot, Echo Show und Lösungen vieler anderer Hersteller. Nach der Einrichtung nimmt die Assistentin wahr, ob ihr oder gar euer Partner bzw. eure Partnerin mit Alexa spricht.

So richtet ihr die Alexa-Stimmerkennung ein

Es ist nicht die größte Stärke von Amazon, neue Features so zu gestalten, dass sie ohne Erklärung eingerichtet werden können. Zuletzt wurde dies wieder beim Einführen von Skype für Alexa und dem neuen Aufmerksamkeitsmodus deutlich. Auch bei der Stimmerkennung und dem Stimmprofil ist das nicht anders. Doch es ist nicht kompliziert:

  1. Startet die Alexa-App auf eurem mobilen Gerät.
  2. Wechselt zu „Einstellungen“ und scrollt ganz runter zu „Abmelden“ und meldet euch ab.
  3. Meldet euch wieder mit euren Daten an. Die App fragt euch nach der Einrichtung eures Hauptprofils beziehungsweise eures Standard-Stimmprofils.
  4. Folgt den Anweisungen und sagt: „Alexa, meine Stimme lernen.“ Nun müsst ihr in Ruhe vor einem Alexa-Gerät eurer Wahl zehn Sätze nachsprechen.
  5. Ist das erledigt, könnt ihr mit „Alexa, wer bin ich?“ herausfinden, ob alles geklappt hat und eure Sprache erkannt wird.
  6. Bei Problemen: Geht zu Einstellungen -> Alexa-Konto -> Registrierte Stimmen -> Ihre Stimme und löscht ggf. euer Profil und versucht es noch einmal.
Einrichtung in wenigen Schritten. (Foto: Screenshot)

Einrichtung in wenigen Schritten. (Foto: Screenshot)

Erst sinnvoll mit einem zweiten Stimmprofil

Schön und gut, aber die Alexa-Stimmerkennung ist nur dann wirklich ein Mehrwert, wenn ihr mindestens eine weitere Person mit ihrer Stimme hinzufügt. Und hier wird’s dann doch etwas schwieriger.

Es geht los. (Foto: Screenshot)

Es geht los. (Foto: Screenshot)

Andere Erwachsene in eurem Haushalt benötigen ebenfalls die Alexa-App auf ihrem Smartphone, dort müssen sie mit dem Amazon-Hauptkonto, dem eure Alexa-Geräte zugeordnet sind, angemeldet werden. Danach richten sie ein persönliches Profil und ihre eigenen Stimmenprofil ein. Alternativ ist das Konfigurieren eines sogenannten Haushalts auch direkt auf Amazon.de möglich.

Eure Stimme könnt ihr natürlich auch löschen. (Foto: Screenshot)

Eure Stimme könnt ihr natürlich auch löschen. (Foto: Screenshot)

Single-Haushalte müssen sich gar nicht erst an der Stimmerkennung versuchen, denn es geht schließlich darum, individuelle Inhalte passend zur sprechenden Person zu erhalten. Seid ihr allein, lohnt es nicht, mehrere Profile anzulegen.

Wozu brauche ich die Alexa-Stimmerkennung?

Die Sprachprofile wurden erst frisch eingeführt. Vermutlich in den kommenden Monaten und Jahren dürften diese an Relevanz gewinnen. Und ich sehe hier großes Potential für Eltern mit Nachwuchs. Die Kleinen können mit ihrer Stimme eben nichts einkaufen, die Große dagegen schon. Diese Differenzierung zwischen Erwachsenen und Kindern wird perspektivisch sicher bei Skills, Smart-Home-Steuerung und eben beim Shopping weitergesponnen. Den Anfang machen aber verhältnismäßig banale Dinge.

Was könnt ihr mit Alexa-Stimmerkennung anstellen? (Foto: Screenshot)

Was könnt ihr mit Alexa-Stimmerkennung anstellen? (Foto: Screenshot)

Die täglichen Nachrichten-Zusammenfassungen werden abhängig von dem Sprachprofil gestaltet. Alexa erkennt nun, was sie einer Person bereits gesagt hat und der anderen noch nicht. Bei meinem ersten Test klappte dies schon sehr gut – nett!

Persönliche Playlists passend zum eigenen Musikgeschmack? Eine super Sache, die leider nur Abonnenten von Amazon Music Unlimited (Familien-Abo) vorbehalten bleibt. Spotify und andere Streamingdienste werden (vorerst?) nicht berücksichtigt.

Anrufe und Nachrichten können sich jetzt an andere in eurem Haushalt richten, die sie nur mit ihrer Stimme abrufen dürfen. Theoretisch könnt ihr auch innerhalb einer Wohnung eurer besseren Hälfte Nachrichten für sie hinterlassen.

Und da wäre noch das Shopping-Element, das über den Sprachbefehl ausgelöst wird. Zuvor muss der Spracheinkauf in den Alexa-Einstellungen konfiguriert sein. Der vierstellige Sprachcode wird damit überfällig. Praktisch.

Einschränkungen

Seit etwas über einem Jahr ist die Stimmerkennung in den USA am Start. Eine lange Zeit, die die Entwickler ruhig in weitere Verbesserungen hätten stecken können. So fühlt sich das Feature noch arg eingeschränkt an. Für mich praktisch sind die Neuigkeiten und die Sprachnachrichten. Zweitgenanntes nutze ich mit Alexa häufiger, nun kann auch meine Freundin besser davon Gebrauch machen.

Und sonst so? Kalender, Einkaufslisten, andere Streamingangebote abseits von Amazon Music Unlimited, perfekt auf das aktuelle Profil zugeschnittene Inhalte – fehlt bisher alles. Ich bin andererseits guter Dinge, dass meiner Tochter, wenn sie in ein paar Jahren mit Alexa kommuniziert, passend zu ihrer Stimme die richtigen Skills, Altersfreigaben und Funktionen präsentiert werden. Und genau darauf läuft es hinaus.

Alexa: Befehle und Tipps, die ihr kennen solltet

Gegenwärtig gibt’s meiner Auffassung nach noch keinen dringenden Grund, sofort unterschiedliche Sprachprofile anzulegen. So viel Mehrwert wird euch noch nicht geboten. Aber warten wir mal ab, was Amazon da nach und nach in Updates noch nachreicht!

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