Apple iPad Pro und MacBook Air

Apple: Das neue MacBook Air und sein Nebenbuhler iPad Pro

Apple hat gleich zwei neue Notebooks vorgestellt: Ein MacBook Air mit neuer Hardware und das neue iPad Pro, das dank vollumfänglicher Mausunterstützung eine interessante Alternative dazu werden könnte.

Mitten in der Corona-Krise hat Apple ohne viel Tamtam ein neues MacBook Air vorgestellt. Während das Design unverändert bleibt, hat Apple vor allem die Komponenten darin ausgetauscht. Größte Neuerung ist das erwartete Magic Keyboard, das die anfällige Butterfly-Tastatur ersetzt. Das Standardmodell bringt nun aber auch mehr Speicher mit: Mindestens 256 GB Massenspeicher sind drin, bis zu 2 TB auf Wunsch wählbar.

Neues Apple MacBook Air 2020

Neues Apple MacBook Air 2020

Zeitgleich hat Apple ein neues iPad Pro vorgestellt. Der A12Z-Chip soll das Premium-Tablet noch schneller machen, laut Apple „schneller als die meisten PC-Laptops, die es heute gibt“. Neu ist auch die rückwärtige Dualkamera, die auf Wunsch 4K-Videos aufnehmen kann. Interessant ist aber vor das allem Magic Keyboard, das es nun auch als Zubehör für das iPad Pro gibt. Da dieses ein Trackpad integriert und iPad OS 13.4 ab Mitte kommender Woche standardmäßig Mausgesten unterstützen soll, wird das iPad Pro auf Wunsch viel mehr als vorher zu einem Notebook.

iPad Pro (2020 / 4. Generation) mit Magic Keyboard

iPad Pro (2020 / 4. Generation) mit Magic Keyboard

Was einen Vergleich der beiden neuen Geräte nahe legt.

MacBook Air (2020) vs. iPad Pro (2020)

 MacBook Air (2020)iPad Pro (2020) 12,9 Zoll
Display13,3 Zoll Retina, Auflösung 2.560 x 1600 px, True Tone12,9 Zoll Liquid Retina Multitouch, Auflösung 2.732 x 2.048px, True Tone, 600 nits
ProzessorIntel 10. Gen. Core i3 (bis Core i7) 64 bitApple A12Z Bionic 64 bit
Massenspeicher (Mindestgröße)256 GB (bis 2 TB)128 GB (bis 1 TB)
Arbeitsspeicher (Mindestgröße)8 GB RAM6 GB RAM
TastaturMagic Keyboard mit TrackpadMagic Keyboard mit Trackpad (optional als Zubehör)
Betriebssystem (aktuell)macOS CatalinaiPad OS 13.4
KonnektivitätWi-Fi 5 (WLAN ac), Bluetooth 5.0, 2x USB-CWi-Fi 6 (WLAN ax), 4G-LTE und eSIM (bei Version mit Mobilfunkchip), Bluetooth 5.0, 1x USB-C
Akkulaufzeit (laut Apple)Bis zu 12 StundenBis zu 10 Stunden
Kamera720p FrontkameraDualkamera mit 12-MP-Weitwinkel und 10-MP-Ultraweitwinkel, 4K-Video-Aufnahmen bis 60 fps, 7-MP-Frontkamera mit 1080p-Video
Audio2-Lautsprecher-System4-Lautsprecher-System
Dicke und Gewicht16,1 mm, 1,29 kg5,9 mm, ab 641 Gramm (plus Magic Keyboard)
Preisab 1.199 Euro (UVP)ab 1.099 Euro (UVP, WLAN-Version ohne LTE) + 399 Euro für Magic Keyboard

Die Unterstützung für Mausgesten oder einen neuartigen Cursor ist in der Tat das, was dem iPad Pro noch zu einem Notebook gefehlt hat. Unser Test mit dem Vorgänger iPad Pro und dem damals neuen iPad OS 13 im vergangenen Sommer attestierte dem Gerät tolle Fähigkeiten. Die damals aber noch rudimentäre und insgesamt enttäuschende Unterstützung für eine Maus brachten nicht den gleichen Komfort eines Notebooks mit. Das könnte sich nun ändern.

Das iPad Pro wird zum Notebook

Nutzer des neuen iPad Pro werden künftig also gleich mehrere Möglichkeiten der Steuerung haben: Maus, Trackpad, Apple Pencil und natürlich weiterhin der Touchscreen. Viele Fans vermissen letzteren gerade bei MacBooks – sie können nun alternativ ein iPad wählen. Erwähnt sei aber auch, dass die neuen Mausgesten auch für einige ältere iPads zur Verfügung stehen, sobald ihr sie auf iPad OS 13.4 updatet. Das sind alle bisherigen iPad Pro, das iPad ab der Generation 5, das iPad Air ab Generation 2 und das iPad Mini ab der 4. Generation. Laut Apple soll das Update am 24. März ausrollen. Das neue Magic Keyboard passt derweil auch auf die iPad-Pro-Vorgängergeneration (3. Generation).

Apples eigenes Marketing: Das Tablet, das mehr sein soll als nur ein Tablet

Apples eigenes Marketing: Das Tablet, das mehr sein soll als nur ein Tablet

Apple selbst schreibt auf der Produktseite zum neuen iPad Pro: „Dein nächster Computer ist kein Computer“. Nein? Nun, kein klassischer. Aber ich habe das Gefühl, dass sich damit sehr gut wie mit einem Computer arbeiten lässt.

MacBook Air mit mindestens 256 GB Speicher

Was die Qualitäten des neuen MacBook Air natürlich nicht schmälern soll. Apple lässt Design und Größe an dem Notebook unverändert (ein 14-Zoll-MacBook Pro könnte allerdings weiterhin in Arbeit sein). Der notwendige Austausch der anfälligen Butterfly-Tastatur dürfte der Hauptgrund für den Refresh gewesen sein. Schön auch, dass es nun mindestens 256 GB Speicher gibt, das war überfällig. Noch schöner wäre es gewesen, Apple hätte auch den Arbeitsspeicher standardmäßig auf 16 GB erweitert. Die Grundversion kommt allerdings weiterhin mit 8 GB aus; 16 GB kosten UVP 250 Euro Aufpreis.

Apple MacBook Air (2020)

Apple MacBook Air (2020)

Dafür fällt der Aufpreis für einen Core-i5- statt einem Core-i3-Prozessor mit 50 Euro vergleichsweise niedrig aus. Hier stimme ich meinem Kollegen Peter Giesecke und seiner Notebook-Auswahl zu: Der Sprung von einem Core i3 zu einem Core i5 lohnt sich eigentlich fast immer. Mehr zumindest als von einem i5 zu einem (ebenfalls erhältlichen) i7.

Apple: Wahl zwischen zwei 1.500-Euro-Notebooks

Für mich persönlich gibt es nun einen weiteren Kandidaten, der als Nachfolger für mein bald 7 Jahre altes MacBook Air in Betracht kommt. Nach Experimenten mit Windows 10, mehreren macOS-ähnlichen Linux-Versionen, darunter auch Deepin, war ich eigentlich schon drauf und dran, zu macOS zurückzukehren. Nun würde ich lieber erst einmal testen, wie gut sich mit Magic Keyboard, Trackpad und Maus auf dem iPad Pro arbeiten lässt.

Das Magic Keyboard für das iPad Pro ist Hülle, Tastatur, Trackpad und Ständer in einem. Kostenpunkt für das 12,9-Zoll-Modell: UVP 399 Euro

Das Magic Keyboard für das iPad Pro ist Hülle, Tastatur, Trackpad und Ständer in einem. Kostenpunkt für das 12,9-Zoll-Modell: UVP 399 Euro

Das alles in einer Welt, in der Geld keine Rolle spielt. Denn mit einer für mich interessanten Ausstattung würden beide Geräte um die 1.500 Euro kosten. Ganze 399 Euro soll das Magic Keyboard mit integrierten Ständer, Hülle und Trackpad für das iPad Pro 12,9 Zoll kosten. Ein echtes Multitalent wäre dieses Magic Keyboard also – viel Geld kostet es trotzdem. Etwas mehr hätte ich mir auch von den Prozessoren beider Geräte erwartet. Dass Apple im MacBook Air die 10. Intel-Core-Generation verwendet, ist löblich. Aber die Variante mit 1,1 GHz liegt unter der Taktung, die die meisten Mitbewerber verwenden. Für das iPad Pro ist es ein angepasster Chip der A12-Generation geworden, also nicht der bereits verfügbaren, neueren A13-Generation.

Apple-Geräte online kaufen

Bisher nicht vorgestellt hat Apple übrigens einen Nachfolger für das iPhone SE. Die Gerüchteküche für ein iPhone 9 und iPhone 9 Plus lief in den vergangenen Wochen heiß. Selbe Quellen orakelten allerdings auch, dass es aufgrund der Corona-Pandemie zu Fertigungsschwierigkeiten gekommen sein könnte, weswegen sich eine Vorstellung wohl verschiebe. In wenigen Tagen könnte Apple Informationen über die beiden neuen Smartphones dann nachreichen.

Bliebe zuletzt zu klären, wo ihr Apple-Geräte derzeit überhaupt kaufen könnt, während Apple-Stores ebenso schließen müssen wie der Einzelhandel und damit auch Euronics-Fachmärkte. Die Antwort ist einfach: online! Auf Euronics.de könnt ihr nach wie vor Apple-Produkte bestellen. Auch die derzeit noch nicht verfügbaren neuen iPad Pro und MacBook Air werdet ihr in Kürze dort ordern können.

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