Highlights und Flops der Redaktion: Endlich, die Chinesen kommen!

Smartphone-Fan Jürgen Vielmeier ist enttäuscht vom Hightech-Jahr 2016 und fand ein wenig Glück schließlich in einem 150-Euro-Telefon aus China. Sein überraschendes Highlight des Jahres aber ist ein Apparat zum Saubermachen.

2016 war ein ironisches Jahr. Viel besser lässt sich das gar nicht beschreiben. Da erschafft Samsung das wahrscheinlich beste Smartphone der eigenen Karriere, das im Apple-freundlichen Techblog The Verge die Bestnote erhält – und dann geht es gleich darauf in Rauch auf. Da lassen Firmen wie Oculus und HTC für viele hundert Euro die virtuelle Realität wieder aufleben, für die dann erst noch Rucksack-PCs erfunden werden müssen – und dann könnte Google den beiden mit der eleganten 70-Euro-Lösung Daydream View den Rang ablaufen.

Aber eigentlich war ich doch nur auf der Suche nach einem neuen Smartphone. Ich sah ein starkes HTC 10, das formvollendete Samsung Galaxy S7 Edge, Googles allwissende Intelligenz in Telefonform (Pixel) und wurde schließlich bei einem 135-Euro-Gerät aus China fündig. Kein Zufall, wie ich rückblickend finde. Das Huawei P9 mit seiner Dualkamera von Leica wagte Mutigeres als so manch teurere Konkurrenz. Das OnePlus 3 wurde von Caschys Lesern zum Smartphone des Jahres gewählt – dabei wurde es schon ein paar Monate später vom technisch noch besseren OnePlus 3T ersetzt. Und meine Wahl fiel auf das scheinbar gesichtslose ZTE Blade A512.

160 Euro reichen auch

Jahrelang sah ich mich in der Pflicht, den jeweils neuesten Trends und schnellsten Prozessoren hinterher zu rennen. Das ging auch eine Weile für mich in Ordnung, aber seit einiger Zeit sind sich die etablierten Hersteller nicht mehr zu schade dafür, 800 oder gar 1.000 Euro (für mehr Speicher) für ein Smartphone zu verlangen. Dafür dass Prozessor und Kamera im Benchmark noch ein paar Punkte mehr erreichen. Nee, sorry, nicht mehr mit mir! Das ZTE Blade A512, das regulär rund 160 Euro kostet, stellt mich erstaunlich zufrieden und leistet all das, was ich will. Es verliert in jedem Benchmark mit teureren Geräten. Aber das ist mir egal, denn ich merke davon nichts. Die Chinesen haben’s kapiert: solide Technik geht längst auch zu einem vernünftigen Preis.

ZTE Blade A512: Zufrieden mit einem 160-Euro-Telefon aus China

ZTE Blade A512: Zufrieden mit einem 160-Euro-Telefon aus China

Es liegt aber nicht nur am Geld, muss ich gestehen. Die Spitze ist schon in Ordnung, aber irgendwie gefiel mir kaum ein Smartphone in diesem Jahr optisch. Mattes Metall ist jetzt plötzlich in, gerne auch in der unsäglichen Farbe Roségold.

Was wurde eigentlich aus Smartwatches?

Die eigentliche Enttäuschung für mich aber ist in diesem Jahr das Thema Smartwatches. Ich werde mich hüten, hier das Wort „Flop“ in den Mund zu nehmen, denn an den meisten Geräten habe ich technisch gar nichts auszusetzen. Was die Hersteller aber vergessen zu haben scheinen: Dass zu einer soliden Technik auch eine Killerapplikation gehört. Ein Anwendungsszenario, das die Nutzer so begeistert, dass sie nicht mehr ohne das Gerät leben wollen. Habe ich bei Smartwatches in den letzten beiden Jahren nicht entdeckt.

Und so überrascht es vielleicht nicht, dass mein ganz persönliches Topprodukt in diesem Jahr aus einer ganz anderen Richtung kommt: dem Bereich Haus & Haushalt. Als ich in diesem Jahr auf der IFA 2016 gedankenverloren durch Gänge voller roségoldener Smartphones und noch höher auflösenden Fernsehern schlenderte, blieb ich am Stand von Kärcher plötzlich bei diesem Saugwischer kleben. Der FC5 ist eine Wischmaschine und löst damit wirklich ein Problem, das Zeit meines Lebens bestand: Wischen ist mühselig und macht keinen Spaß. Der Kärcher FC5 beweist das Gegenteil. Trotz einiger kleiner Nachteile, auf die ich im Test des FC5 stieß, ist dieser Saugwischer damit mein Produkt des Jahres.

Saugt und wischt und ist deswegen mein Produkt des Jahres: der Kärcher FC5

Saugt und wischt und ist deswegen mein Produkt des Jahres: der Kärcher FC5

Ja, dieser Beitrag hier ist etwas launig geworden. Schlecht war das Jahr 2016 eigentlich nicht. Es hatte nur einfach zu wenige Ausreißer nach oben. Begeisterung kann ich euch deswegen keine vorheucheln, sorry. Vielleicht sieht es 2017 ja wieder anders aus.

Und was waren eure Highlights und Flops des Jahres? Sagt es uns in den Kommentaren!

Lest hier alle unsere Jahresendbeiträge 2016!

Tops und Flops der Redaktion:

Unsere Setups:

Und hier unser jährlicher Serien-Rückblick:

17 Serien, die mich 2016 wirklich beeindruckt haben (und alles, was ich mir sonst noch anschauen musste)

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