Technik im Porträt: Damit arbeitet Trendblog-Redakteur Frank Müller

Im vergangenen Jahr um diese Zeit stellten alle Trendblog-Redakteure schon einmal ihr Setup vor. Hier kommt das Update. Frank Müller hat es dabei vor allem eine Tastatur mit mechanischen Schaltern angetan.

Mein Set-up hat sich seit dem letzten Bericht nur in Teilen verändert. Es ist eher noch minimalistischer geworden. Bewährte Bestandteile wie die kompakte Tastatur mit mechanischen Cherry MX-Schaltern sind unverzichtbar für mich geworden. Wer das noch nicht ausprobiert hat, sollte es unbedingt tun. Bluetooth-Tastaturen sind zwar äußerst praktisch, um am Smartphone oder Tablet zu tippen, aber nichts geht über das Tippgefühl einer Tastatur mit mechanischen Schaltern, auch wenn diese oft als Gamertastaturen vermarktet werden.

Der externe Monitor verrichtet seinen Dienst jetzt am Arbeitsplatz meiner Frau, so dass ich zum Laptop-Bildschirm zurückgekehrt bin. Darum habe ich meinen morgendlichen Arbeitsplatz auch ins Wohnzimmer verlegt, auf ein billiges Ikeatischchen, das gerade genug Platz für den Rechner auf einem Laptopständer plus Tastatur und Trackpad bietet. Daneben liegt links ein Magic Trackpad oder steht rechts eine Vertikalmaus, um meiner Epicondylitis Herr zu werden.

Minimalistisches Schreibwerkzeug

Ich schreibe nach Möglichkeit schon lange nicht mehr mit Word, sondern nutze entweder Ulysses oder iA Writer, beides fantastische Markdown-Editoren, wobei Ulysses schon eher eine Schreibumgebung ist, die man gar nicht mehr verlassen muss. Aber auch iA Writer hat mit dem letzten Update auf Version 4 dazugelernt und kann jetzt kann einfach lokale Bilder, Tabellen oder andere Markdown-Dateien einbinden. Auf jeden Fall kann ich mit beiden gut lesbare, winzig kleine reine Textdateien erzeugen und bei Bedarf zum Beispiel nach PDF, HTML oder DOCX exportieren. Passenderweise sind beide Programm auch für iOS verfügbar. Der Dateiabgleich läuft deshalb bei mir meist über Apples iCloud Drive.

Auch wenn Ulysses und iA Writer für iOS verfügbar sind, habe ich in den letzten Jahren festgestellt, dass ich zum richtigen Arbeiten einen Rechner brauche. Beim Recherchieren sind immer einige Tabs offen und ich springe ständig zwischen iTunes, Safari und Schreibprogramm hin und her. Selbst mit einem Tablet und Tastatur würde ich etwas vermissen, wenn es nicht um das reine Schreiben geht.

Wenn keine Recherche nötig ist, lässt es sich auch auf dem iPhone 5S, das ich nutze, erstaunlich gut arbeiten, Allerdings braucht es nach meinem Gefühl schon eine Tastatur dazu. Ohne fühle ich mich gehandicapt. Selbst eine Zagg Pocket Stand ist besser als die Softtastatur. Beim Tippen auf der Softtastatur unterlaufen mir einfach zu viele Fehler. Kürzere Texte diktiere ich darum am liebsten ins iPhone, was manchmal erstaunlich gut klappt und manchmal gar nicht.

Die passende Musik zum Arbeiten

Musik zur Untermalung liefern je nach Laune die The Be Good Tanyas, beziehungsweise Frazey Ford oder Eilen Jewell, Ludovico Einaudi, manchmal auch Ben Harper oder Eels. In der Vorweihnachtszeit kann es dann mit The Tudor Consort manchmal auch etwas sakraler werden.

Beim Arbeiten trage ich in der Regel ein Jabra Evolve Headset mit aktiver Geräuschunterdrückung, das sich per USB am Rechner und über Klinkenstecker an MP3-Player verwenden lässt. Allerdings würde ich gerne einmal die hochgelobten Bose Quiet 35 ausprobieren, über die mein Kollege Peter Giesecke hier auch schon berichtet hat.

Wenn Geld keine Rolle spielen würde

Da ich zum reinen Schreiben keine aufwändige Software brauche, bin ich mit meinem über vier Jahre alten MacBook Pro eigentlich ganz glücklich. Bei den neuen MacBook Pros stört mich neben dem hohen Preis vor allem die mangelnde Anzahl an Schnittstellen. Auch die Tatsache, dass beim MacBook Pro mit TouchBar nicht mal der Austausch der SSD möglich ist, würde mich vom Kauf abhalten.

Wahrscheinlich wäre ein aktueller iMac und ergänzend ein iPad Pro oder iPad Mini 4 momentan für mich der attraktivere Weg. Allerdings würde das iPad wahrscheinlich gleich wieder in die Hände der Familie übergehen. Und für den iMac bräuchte ich einen festen Arbeitsplatz und nicht mein kleines Klapptischchen.

Auch ein iPhone 7 Plus würde mich schon reizen, mein iPhone 5S ist doch schon etwas verzögert in den Reaktionen.

Außerdem fände ich ein Freewrite (früher Hemingwrite) sehr reizvoll, auch wenn es wohl eher etwas für die Romanautoren ist. Das Gerät lässt sich wirklich nur zum reinen Schreiben einsetzen, besitzt eine Tastatur mit mechanischen Schaltern und bietet keine Ablenkungsmöglichkeiten. Mein Kollege Sven Wernicke hat es im Trendblog schon einmal vorgestellt.

Da ich aber in der nächsten Zeit nicht vorhabe, den großen deutschen Roman zu schreiben, wäre Freewrite wohl nichts für mich. Aber vielleicht würde ein Test ja meine Meinung ändern.

Zum Schluss wäre ein Synology-NAS noch eine Anschaffung, dann könnte meine beiden Raspberry Pi (einer mit LibreElec als Mediencenter und einer mit Resilio Sync als private Cloud) in Rente gehen. Andererseits: wenn diese minimalistische Lösung funktioniert, warum Geld ausgeben und Ressourcen verschwenden?

Und was ist euer Setup? Stellt uns in den Kommentaren eure Lieblingsgeräte 2016 vor!

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17 Serien, die mich 2016 wirklich beeindruckt haben (und alles, was ich mir sonst noch anschauen musste)

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