Kontaktgrill Tefal Optigrill Elite mit Fleisch

Sicher grillen in der Wohnung

Vermeidet Feuer und Kohlenmonoxid, wenn ihr in der Wohnung grillt. Sicherheit geht immer vor. Auch beim Elektrogrill solltet ihr einiges beachten.

Wo steht der Grill, wenn es keinen Garten gibt? Auf den Balkon? Nur wenn ihr einen habt. Und dann ist das Grillen auf dem Balkon auch nicht immer erlaubt.

Doch ihr könnt auch in den eigenen vier Wänden richtig grillen. Elektro, Gas oder Kohle? Diese Frage stellt sich eigentlich gar nicht. Der Elektrogrill ist die richtige Wahl. Aber es gibt auch Gasgrills für den Tisch.

Einige Elektrogrills haben sogar ordentlich Power, um ein extrem gutes Steak abzuliefern. Bei niedrigen Temperaturen sind sie sogar im Vorteil. Für einen Test hier auf dem Trendblog habe ich schon ein leckeres Pulled Pork zubereitet.

Der Elektrogrill, die sichere Wahl

Mit einem Elektrogrill könnt ihr sowohl auf dem Balkon als auch in der Wohnung grillen. Wenn es zu regnen beginnt, stellt ihr ihn einfach rein. Kauft am besten direkt einen Tischgrill. Bei vielen Standgrills könnt ihr die Beine abschrauben bzw. den Untersatz abtrennen, sodass ihr diese drinnen ebenfalls auf den Tisch stellen könnt.

Elektrogrill Severin PG 8106 SEVO GT

Den Elektrogrill Severin PG SEVO gibt es mit und ohne Deckel, mit und ohne Unterbau. Ihr könnt aber immer einen Tischgrill daraus machen (Bild: Peter Giesecke)

Tischgrills haben oft nicht so große Flächen wie Draußengrills. 800 cm² sollen für vier Personen reichen. Allerdings können alle Gäste um einen Elektrogrill sitzen wie beim Fondue oder Raclette. Ihr könnt den ganzen Abend über nachlegen, bis ihr satt seid. Jeder kann sich sogar sein eigenes Stück Fleisch braten. Die Größe der Grillfläche ist dann nicht mehr wichtig.

Wer jedoch als Gastgeber das Grillen für seine Gäste selbst übernehmen möchte, sollte über einen Kontaktgrill nachdenken. Der bringt die Hitze von beiden Seiten ans Steak und arbeitet dadurch schneller. Die Gäste kommen dann nach und nach in die Küche und holen sich ihr Stück Fleisch ab.

Hier im Trendblog habe ich den Kontaktgrill Tefal Optigrill Elite für euch getestet und war sehr zufrieden damit.

Stolperfallen und Stichflammen

Noch ein Vorteil des Elektrogrills beim Grillen in der Wohnung: Die meisten Geräte verfügen über hitzeisolierte Griffe und Gehäuse. Wenn ihr das Gerät umsetzen wollt, zum Beispiel vom Wohnzimmer in die Küche, dann ist das kein Problem.

Einen Nachteil hat allerdings jeder Elektrogrill: das Kabel. Darauf müsst ihr achten. Mit Verlängerungskabel, aber auch ohne. Wenn ein Gast darüber stolpert, kommt der heiße Grill schnell ins Rutschen. Da hilft dann auch die beste Thermoisolierung nicht mehr.

Das Grillgut solltet ihr in eine Aluschale legen, wenn ein Grill mit Grillrost nicht über einen eigenen Auffangbehälter verfügt. Letztlich geht es darum zu verhindern, dass Fett oder Fleischsaft auf die Heizstäbe tropfen, denn das könnte einen Fettbrand auslösen.

Tefal Optigrill Elite mit Fettauffangschale

Dank Grillplatte läuft das Fett in die Auffangschale und kann nicht auf das Heizelement tropfen (Bild: Peter Giesecke)

Doch auch wenn keine Stichflamme entsteht, schon der Rauch allein ist giftig. In der Regel enthält er krebserregende Substanzen wie Benzpyren und Nitrosamine.

Am besten besorgt ihr euch einen Elektrogrill mit Grillplatte statt Grillrost, einen Kontaktgrill zum Beispiel. Das Fett kann dann nicht auf das Heizelement tropfen, sondern läuft über eine Rinne ab. Grillplatten sind meist aus Stein oder mit einer Antihaftbeschichtung versehen.

Vor der Reinigung solltet ihr das Gerät komplett auskühlen lassen. Achtet beim Kauf darauf, dass ihr möglichst viele Teile entfernen und in den Geschirrspüler stellen könnt.

Kohle bedeutet Lebensgefahr

Lebensgefahr droht, wenn ihr eure mit Kohle oder Gas betriebene Grillstation vom Balkon in die Wohnung zieht. Nicht nur dass Tischdecken und Gardinen Feuer fangen und ihr das Haus abfackeln könntet – abgesehen von der akuten Brandgefahr droht ihr euch auch mit Kohlenmonoxid (CO) zu vergiften.

Innerhalb weniger Minuten kann das giftige Gas zum Tod führen. So selten passiert das nicht einmal: 3.000 Menschen in Deutschland haben sich im Jahr 2017 mit Kohlenmonoxid vergiftet, weil sie in geschlossenen Räumen gegrillt haben. Dazu zählen natürlich auch Grillhütten.

GOURMETmaxx Holzkohlegrill mit Aktivbelüftung

Auch ein Holzkohlegrill mit Aktivbelüftung gehört nicht in die Wohnung (Bild: GOURMETmaxx)

Kohlenmonoxid entsteht, wenn etwas verbrennt, das Kohlenstoff enthält: Benzin, Öl, Gas, Kohle, Holz, Papier, aber auch Kunststoffe. Das Kohlenmonoxid entsteht, wenn diese nicht komplett verbrennen. Das passiert, wenn nicht genug Sauerstoff zugeführt wird. Also wenn ihr zu Silvester mit mehreren Gästen bei Kaminfeuer im Wohnzimmer feiert und die Fenster geschlossen bleiben, weil es draußen kalt ist.

Die Gefahr besteht ganz offensichtlich, wenn ihr einen Kohlegrill mit Holzkohle oder Grillbriketts befeuert. Diese Verbrennung läuft nie gleichmäßig ab. Ihr gefährdet euer Leben, wenn ihr dies in der Wohnung oder einer Campinghütte macht. Das Kohlenmonoxid reichert sich in der Atemluft sehr schnell an.

Dafür muss die Grillkohle nicht einmal richtig brennen. Das Kohlenmonoxid entsteht bereits, wenn sie vor sich hinglüht und dabei nicht viel Rauch entsteht. Deshalb solltet ihr auch nie einen Grill zum Abkühlen in einen geschlossenen Raum ziehen. Nicht in eine Garage und erst recht nicht in den Keller.

Tischgasgrill als Alternative?

Die Vergiftungsgefahr besteht nicht nur bei Kohle, sondern auch beim Verbrennen von Gas. Auf keinen Fall dürft ihr einen kraftvollen Tischgasgrill in der Wohnung betreiben – zum Beispiel von Weber. Das Tisch in Tischgrill steht nicht für euren Esstisch, sondern für eine kompakte Bauweise ohne Unterbau. Die Brennleistung ist gut fürs Fleisch, aber nicht für Innenräume geeignet.

Dennoch gehen die Meinungen beim Einsatz eines Gasgrills in der Wohnung auseinander. Kleine Tischgasgrille, die mit einer Gaskartusche arbeiten, erzeugen letztlich auch nur eine Flamme wie ein Gasherd. Beim Einsatz wären aber einige Sicherheitsregeln streng zu beachten.

Gasgrill Weber Q 2200

Der Tischgasgrill Weber Q 2200 gehört ebenfalls nicht in die Wohnung (Bild: Weber)

Wichtig ist, dass ihr ihn jederzeit unter Kontrolle behaltet. So sollte er nicht in die Nähe von leicht Entzündbarem stehen. Zudem solltet ihr den Gasdruck regulieren können, sodass ihr eine kleine Flamme einstellen könnt.

Auf jeden Fall sollte der Tischgasgrill über eine Sicherheitsabschaltung verfügen, damit kein Gas ausströmt, wenn das Gasventil geöffnet ist, aber die Flamme aus. In der Beschreibung findet ihr diese Sicherheitsfunktion auch manchmal als Zündsicherung.

Ratsam ist auch, den Gasgrill unter die Dunstabzugshaube in der Küche zu stellen. Dabei sollte er auf einer nicht brennbaren Platte stehen, mit der ihr das Kochfeld abdeckt. Auf diese Weise könnt ihr nichts entzünden, und giftige Dämpfe werden sofort vom Abzug erfasst – genauso wie fettige Grilldünste.

Ich persönlich würde keinen Tischgasgrill in der Wohnung betreiben, auch wenn ich in der Küche gerne mit einem Gas-Kochfeld koche.

CO-Sensor aufstellen

Kohlenmonoxid ist deshalb so gefährlich, weil ihr es weder riechen, noch schmecken oder sehen könnt. Es verteilt sich unbemerkt in der Wohnung. Ihr bemerkt nicht, dass ihr vergiftet werdet, sondern verliert das Bewusstsein.

Erst neulich habe ich im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie von CO2-Sensoren geschrieben, die aber eigentlich alle auch den CO-Wert anzeigen.

Netatmo Smartes Innenmodul

Diesen CO-Sensor von Netatmo könnt ihr direkt neben dem Tischgrill aufstellen (Bild: Netatmo)

Für euren Grillabend in der eigenen Wohnung benötigt ihr keine teure Klimaanlage mit HEPA-Filter. Es reicht ein einfacher CO-Sensor, der euch sagt, wenn Kohlenmonoxid ensteht und über einen schädlichen Wert gestiegen ist. Das ist dann das Signal, die Fenster aufzureißen und frische Luft hereinzulassen. Diese Geräte, über die ich geschrieben habe, werden deshalb auch gerne als CO2-Ampel bezeichnet.

Checkliste für sicheres Grillen in der Wohnung

Ein Elektrogrill ist die sichere Wahl, wenn ihr in der Wohnung grillen wollt.

  1. Schaut zuerst in den Mietvertrag.
  2. Stellt den Grill so auf, dass er nicht wackelt oder umkippen kann.
  3. Stellt den Tischgrill auf eine feuerfeste Unterlage.
  4. Entfernt alle brennbaren Gegenstände aus der unmittelbaren Nähe.
  5. Sorgt für genug Sauerstoff im Raum, lüftet regelmäßig.
  6. Platziert das Kabel so, dass keiner drüber stolpert.
  7. Lasst den Grill nicht allein.
  8. Löscht einen Fettbrand nicht mit Wasser, sondern mit einer Löschdecke.
Noch ein Tipp: Wählt als Grillgut ein Fleisch mit weniger Fett, dann stinkt es nicht so in der Wohnung.

Fazit: In einen guten Elektrogrill investieren

Ihr könnt durchaus in der Wohnung grillen, aber nicht mit jedem Grill. Kohle bringt euch in Lebensgefahr. Der richtige Grill für drinnen ist der Elektrogrill. Den gibt es als Flächengrill, den ihr auch auf den Tisch stellen könnt. Wenn ihr in der Küche grillt, ist der Kontaktgrill eine gute Alternative.

Wenn ihr richtig Spaß haben wollt, holt euch einen Elektrogrill mit viel Power und Deckel wie den Severin PG 8106 Sevo GT. Der schafft 500 Grad.

Dennoch: Sicherheit ist beim Grillen in der Wohnung das A und O. Seid auf alles vorbereitet. Beachtet alle Warnungen im Text oben und die Checkliste.

Wenn ihr möglichst wenig Gerüche in der Wohnung haben wollt, grillt Fleisch mit einem geringen Fettanteil und/oder stellt den Grill in der Küche unter die Dunstabzugshaube.

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