Mobile Gaming in all seinen Formen

Wenn ihr gerne zockt, seid ihr längst nicht mehr an die Konsole oder den PC zuhause gebunden. Mittlerweile habt ihr viele verschiedene Arten, auch unterwegs eure Lieblingsspiele zu zocken. Wir zeigen euch, wie ihr alles aus eurer Reise herausholt.

Mobile Gaming in all seinen Formen

In diesem Artikel

  1. Zocken im Zug mit dem Smartphone
    1. Hardwareanforderungen des Smartphones
    2. Zubehör für das Smartphone
  2. Zocken im Hotel mit dem Laptop
    1. Hardwareanforderungen des Gaming-Laptops
    2. Zubehör Gaming-Laptop
  3. Zocken im Flugzeug mit Handheld Konsolen
  4. Cloud Gaming

Gerade auf längeren Reisen oder bei längeren Aufenthalten weiß ich oft nicht, was ich mit meiner Zeit anfangen soll. Da ich passionierter Gamer bin, ist zocken immer eine Option. Egal ob Zug, Hotel, Ferienwohnung oder Flieger. Ihr habt verschiedenste Möglichkeiten, eure Lieblingsspiele zum Laufen zu bringen. Oftmals braucht ihr dafür sogar nicht einmal viel oder teures Equipment.

Im Zug, im Auto als Beifahrer oder im Bus: Das Smartphone

Im Zug, im Auto als Beifahrer oder im Bus haben wir ähnliche Bedingungen: wenig Platz, meist keinen Stromanschluss und mit dem Internet ist es auch oft schwierig. Darum ist das Smartphone hier euer bester Freund. Viele Hardcore-Gamer sind der Meinung, dass man mit Handys nicht richtig zocken könne. Allerdings denke ich, dass ihr euch auch mit dem kleinen Taschen-Computer ein solides Gaming-Setup bauen könnt.

Auch auf Reisen im Zug ist Zocken kein Problem

Am Anfang steht natürlich die Frage was das Smartphone überhaupt können muss, damit auch aktuelle, und grafisch aufwendigere Spiele auf dem Gerät laufen. Grundsätzlich kann man sagen, dass High-End- und Flaggschiff-Smartphones auf jeden Fall über die nötige Hardware verfügen. Das gleiche gilt für Gaming-Smartphones, die auf Spiele spezialisiert sind. Aber gehen wir die Hardware einmal Schritt für Schritt durch:

Prozessor

Der Prozessor ist das Herzstück des Smartphones, und bestimmt zu großen Teilen, welche Performance ihr in Videospielen bekommt. Bei neueren Modellen befinden sich Prozessor und Grafikchip oft auf der gleichen Platine, weshalb der Prozessor quasi CPU und GPU in einem ist.

Dadurch ist der Prozessor wahrscheinlich die wichtigste Komponente im Handy, wenn es um Gaming geht. Hervorragende Leistung bieten euch momentan die Qualcomm Snapdragon-800-Serie. Auch Apple-A-Prozessoren bieten sehr gute Leistung in Videospielen.

Speicher

Es gibt zwei Arten von Speicher in Smartphones. Zum einen habt ihr den Arbeitsspeicher und zum anderen den Datenspeicher. Der Datenspeicher wirkt sich nicht direkt auf die Performance in Videospielen aus. Er bestimmt lediglich, wie viele Bilder, Videos, Daten und eben auch Spiele ihr auf dem Handy speichern könnt.

Grafisch aufwendige Spiele benötigen oft viel Platz, weshalb es Sinn macht einen großen Datenspeicher zu haben, wenn ihr viele Spiele und andere Apps installieren möchtet. Aktuelle High-End-Modelle haben Speicher von 512 Gigabyte oder sogar mehr. Wie viel ihr tatsächlich braucht, hängt am Ende aber davon ab, wie ihr das Handy nutzt.

Das sind die diesjährigen Farben des Spitzen-Telefons von Samsung. (Foto: Samsung)
Das Galaxy S20 hat 12 GB Arbeitsspeicher. (Foto: Samsung)

Der Arbeitsspeicher, oder auch Zwischenspeicher genannt, wirkt sich auf die Performance in Videospielen aus. Wenn dieser voll ist, nutzt das System den deutlich langsameren internen Speicher, um die nötigen Daten zwischenzuspeichern, wodurch das Spiel nicht mehr flüssig läuft. Die Kapazität des Arbeitsspeichers, auch RAM genannt, schwank stark bei neueren Smartphones. So findet ihr alles von 4GB bis zu 12GB.

Gaming-Smartphones sind oft sogar mit 16GB RAM ausgestattet, was mehr ist, als viele PCs besitzen. Um aufwendigere Mobile-Spiele flüssig zum Laufen zu bringen, sollten es mindestens 6GB RAM sein. Mit 4GB oder weniger könnt ihr die meisten Spiele zwar auch zocken, aber bei Spielen wie Fortnite solltet ihr mit Framerateeinbrüchen und Lags rechnen.

Dabei spielt es auch eine Rolle, wie das Betriebssystem sowie Prozessor und GPU mit dem vorhandenen RAM umgehen. Vor allem iPhones nutzen ihren RAM sehr effektiv, wodurch ihr auch mit geringerem Speicher gute Leistung erreichen könnt.

Display

Das Display selbst wirkt sich nicht direkt auf die Performance im Spiel aus. Allerdings kann ein gutes Display euer Spiel um einiges schöner und auch flüssiger aussehen lassen. Ein wichtiger Faktor ist hier die Größe des Displays. Auch wenn Smartphones mit riesigen Displays nicht so gut in die Tasche passen, ist ein großes Display fürs Gaming immer von Vorteil.

Hier sollten es meiner Meinung nach mindestens sechs Zoll sein, größer geht natürlich immer. Neben der Größe sind aber auch andere Faktoren entscheidend. Zum Beispiel die Auflösung. Diese bestimmt nämlich, wie viele Pixel das Display gleichzeitig darstellt. Umso mehr Pixel, umso schärfer wirkt das Bild.

ZTE Axon 20 5G: Eine Frontkamera seht ihr in diesem 5G-Smartphone nicht. ZTE hat sie unter dem Display versteckt.
Auf einem großen, randlosen Display habt ihr mehr vom Spiel.

Ab einer Full-HD-Auflösung, das entspricht 1.080 x 1.920 Pixel, seid ihr gut bedient. Vor allem da ein Smartphone-Bildschirm immer vergleichsweise klein ist, bekommt ihr damit ein sehr scharfes Bild. Wenn euch das nicht ausreichen sollte, könnt ihr euch auch nach einem Display mit einer QHD-Auflösung umschauen. Das wären 1.440 x 2.560 Pixel.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Displayauswahl ist die Bildwiederholrate. Diese gibt an, wie viele Frames pro Sekunde das Display darstellen kann. Oft bekommt ihr Displays mit 60 Hertz. Das ist eine gute Bildwiederholrate, mit der das Spiel flüssig aussieht. Wer allerdings schon einmal ein Display mit 120 Hertz genutzt hat, weiß dass mit der erhöhten Bildwiederholrate das Geschehen nochmal um einiges flüssiger und sanfter wirkt. Das ist übrigens nicht nur in Spielen der Fall. Auch im Menü und in anderen Apps könnt ihr eine klare Verbesserung erkennen.

Akku

Als letztes Merkmal haben wir den Akku. Eine größere Akkukapazität bedeutet natürlich eine längere Spielzeit pro Aufladung. Als Richtwert darf der Akku schon 4.000 mAh Nennladung oder mehr haben. Ihr wollt ja schließlich auch so lange wie möglich zocken können. Wie lange der Akku tatsächlich hält, ist dabei aber auch von eurem Display und dem Prozessor abhängig. Allgemein gilt: Umso mehr Leistung ihr habt, umso schneller leert sich der Akku.

Darum würde ich, gerade für längere Reisen, eine gute, alte Powerbank empfehlen, mit der ihr den Akku auch unterwegs aufladen könnt. Zwar ist es in Bahn, Auto oder im Bus nicht auszuschließen, dass ihr das Handy auch an einer Steckdose oder dem Zigarettenanzünder aufladen könnt, ein Notfall-Akku ist dennoch keine schlechte Idee.

HardwareEmpfohlen
ProzessorSnapdragon 865 Plus oder A13
Akku Mindestens 4.000 mAh
Arbeitsspeicher6GB oder mehr
DisplayFull-HD, 60 Hertz

Mit einem gut ausgerüsteten Smartphone könnt ihr in Bus, Bahn und Auto schon eine ganze Reihe an Games spielen. Aber damit seid ihr noch nicht am Höhepunkt des mobilen Gaming angekommen. Neben dem Smartphone selbst könnt ihr das Erlebnis nämlich noch mit dem einen oder anderen Zubehörteil verbessern.

Ein Headset verbessert den Sound und schont Mitmenschen

Wenn ihr mit anderen Menschen in einem Gefährt seid, wollt ihr diese selbstverständlich nicht nerven. Gerade in Bus und Bahn sind Lautsprecher nicht angebracht. Darum ist ein Headset hier euer Freund. Ihr könnt euer Spiel voll und ganz genießen und tiefer in die Materie eintauchen. Vor allem ein ohrumschließendes Headset blendet Geräusche aus der Außenwelt effektiv aus.

Dazu habt ihr mit Kopfhörern in der Regel eine bessere Soundqualität als mit eurem Smartphone-Lautsprecher. Vor dem Kauf solltet ihr euch überlegen, ob ihr lieber ein Bluetooth-Headset oder ein kabelgebundenes möchtet. Sollte euer Smartphone über keinen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss verfügen, erübrigt sich die Frage natürlich.

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Das TUF Gaming H5 Headset könnt ihr auch draußen verwenden

Allen, die so einen Anschluss haben, würde ich ein kabelgebundenes Headset empfehlen, da ihr bei einer Bluetooth-Verbindung immer einen kleinen Delay habt. Bei einer Kabelverbindung ist dieser nicht vorhanden.

Ein Controller verbessert die Eingabemethode

Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, sollte über die Anschaffung eines Controllers für das Smartphone nachdenken. Ein großes Manko der Smartphones ist nämlich die Touch-Steuerung. Die wird oft als schwammig und ungenau beschrieben. Das liegt daran, dass ihr keine physischen Knöpfe oder Joysticks habt, wodurch das Feedback zu wünschen übrig lässt.

Ein Controller kann dieses Problem beheben. Außerdem habt ihr die Finger nicht mehr auf dem Bildschirm, wodurch ihr eine bessere Übersicht über das Spielgeschehen bekommt. Bei den meisten Gamepads für Smartphones ist ebenfalls eine Halterung integriert, sodass ihr euch keine Sorgen über die Platzierung des Handys machen müsst. So ein Controller ist eine sinnvolle Anschaffung für Vielzocker, gerade da es sie oft schon für einen relativ kleinen Preis gibt.

Im Hotel oder in der Ferienwohnung: Der Gaming-Laptop

Wenn ihr nach der langen Reise endlich im Hotel oder in der Ferienwohnung angekommen seid, geht es erst richtig los. Hier habt ihr endlich Platz, eine konstante Stromversorgung und in den meisten Fällen eine gute Internetverbindung. Beste Voraussetzungen, um den Gaming-Laptop aus dem Reisegepäck zu holen und zu zocken.

Das sollte ein Gaming-Laptop können

Wo Gaming-Laptop draufsteht, ist in der Regel auch Gaming drin. Laptops dieser Art zeichnen sich durch schnelle Prozessoren, leistungsstarke Grafikkarten und gute Displays aus. Trotzdem ist Gaming-Laptop natürlich nicht gleich Gaming-Laptop. Wir schauen uns an, welche Mindestanforderungen er haben sollte und was es noch zu beachten gibt.

Attraktiv, aber auch recht teuer. (Foto: Alienware)
Mit einem Gaming-Laptop läuft alles etwas schneller. (Foto: Alienware)

Um die Systemanforderungen für einen guten Gaming-Laptop zu bestimmen, habe ich mir die Systemanforderungen von aktuellen, grafisch aufwendigen Spielen wie Assassins Creed: Valhalla, Call of Duty: Black Ops Cold War und Godfall angesehen und diese als Grundlage genommen. Schließlich solltet ihr mit einem teuren Laptop auch aktuelle Spiele ohne Probleme zocken können.

Prozessor

Der Prozessor im Laptop übernimmt alle Aufgaben, die nicht mit der Grafik zu tun haben. Dazu gehören zum Beispiel physikalische Berechnungen oder das Verhalten der Umwelt im Spiel. Außerdem berechnet er alle Prozesse auf eurem PC, die außerhalb des Spiels stattfinden, wie das Betriebssystem, euren Browser, Photoshop und mehr. Ein starker Prozessor ist wichtig, damit euer Spiel auch auf hohen Grafikeinstellungen flüssig läuft.

Um aktuelle Spiele in voller Pracht spielen zu können, sollte es mindestens ein Intel Core i7 der sechsten Generation oder höher sein. Bei Intel erkennt ihr die Generation an der nachfolgenden Nummer. Ein Core i7 6700 wäre zum Beispiel aus der sechsten Generation, ein Core i7 7820 stammt aus der siebten Generation. Wenn es ein AMD-Prozessor sein soll, sollte es mindestens ein AMD Ryzen 5 3600 oder stärker sein.

Allerdings sind Prozessoren, die für Desktop-PCs gebaut sind, nicht gleich Laptop-Prozessoren. Bei Intel erkennt ihr mobile Prozessoren an den Kennungen H, HK oder HQ. Das H steht dabei für einen einfachen Prozessor für Mobilgeräte, bei einer HK-Kennung bekommt ihr einen Mobile-Prozessor, der übertaktet werden kann, und bei der Kennung HQ bekommt ihr einen mobilen Quad-Core-Prozessor. Die Kennungen von Intel stehen stets hinter der letzten Zahl, zum Beispiel Core i7 7820 HK.

Auch bei den AMD Ryzen-Prozessoren könnt ihr die mobilen Varianten schnell ausfindig machen. Hier steht ein H hinter der Prozessorbezeichnung für eine leistungsstarke Laptop-Variante, während ein U für einen energieeffizienten und damit eher leistungsschwächeren mobilen Prozessor steht.

Grafikkarte

Wenn wir von Gaming-Laptops reden, kommen wir an Grafikkarten nicht vorbei. Sie kümmern sich um alle grafischen Elemente in Videospielen. Darum sind sie ein entscheidender Faktor dafür, ob eure Spiele flüssig laufen oder nicht und mit welcher Auflösung ihr das Spiel angenehm zum Laufen bringen könnt. Umso mehr Rechenpower die Grafikkarte besitzt, umso besser kann euer Spiel aussehen.

Die RTX 2080 Ti eignet sich sehr gut für aktuelle Gaming-PCs. (Foto: Nvidia)

Um aktuelle Spiele mit hohen Grafikeinstellungen flüssig zum Laufen zu bringen, sollte euer Gaming-Laptop mindestens über eine Geforce GTX 1080 mit 8 Gigabyte Speicher verfügen. Das ist nicht mehr eine der neueren Grafikkarten, kann sich momentan aber noch behaupten. Wenn ihr etwas zukunftssicherer planen möchtet, solltet ihr zu einer Nvidia RTX-Karte greifen.

Diese Karten unterstützten zum einen das Ray-Tracing-Feature und bieten zum anderen mehr Rechenpower, wodurch ihr auch für kommende Titel gut gerüstet sein solltet. Die Karten der RTX 2000er-Reihe, vor allem die RTX 2080, bieten ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, weswegen ich mich für eine RTX 2080 oder RTX 2080 Ti entscheiden würde. Gerade wenn ihr den Rechner über mehrere Jahre hinweg nutzen möchtet, lohnt sich die Investition.

Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher oder auch RAM genannt, ist der dritte entscheidende Faktor für ein flüssiges Spielerlebnis. Hier kann das System Daten zwischenspeichern, die zum Beispiel für die grafische Darstellung des Spiels benötigt werden. Wenn ihr nicht genügend RAM zur Verfügung habt, speichert das System die Daten auf euerer Festplatte zwischen, welche um ein Vielfaches langsamer ist als der Arbeitsspeicher. Das führt dazu, dass das Spiel ruckelt.

In einigen Gaming-Laptops könnt ihr euer RAM sogar upgraden.

Die Frage ist natürlich: Wie viel Arbeitsspeicher ist genug? Neue Systeme sollten mindestens über 16 Gigabyte DDR4 RAM verfügen. Viele Spiele begnügen sich auch mit 8 Gigabyte, aber mit 16 seid ihr auf der sicheren Seite. Vor allem wenn ihr neben dem Spiel noch Musik, einen Stream, Discord oder andere Apps laufen habt, zahlt sich extra Speicher aus.

Ihr könnt für Gaming-Laptops auch DDR3 RAM in Betracht ziehen. Das ist die Vorgänger-Variante des DDR4 RAMs. Sie hat eine andere Speicherdichte, Spannung und Taktung. DDR4 RAM kann durch eine höhere Anzahl an Kontaktstellen mehr GB übertragen und außerdem eine höhere Taktfrequenz erreichen. Aber auch die Timings des DDR4 RAMs sind höher, wodurch er negativ auffällt.

Denn kleinere Timings sorgen für eine bessere Latenz, welche sich aus Taktfrequenz und Timings berechnen. Da beide RAM-Generationen in einer Kategorie punkten können, sind sie ähnlich schnell. In einigen Fällen kann es daher auch vorkommen, dass DDR3 RAM schneller arbeitet als DDR4 RAM.

Festplatte

Auch bei der Festplatte gibt es einiges zu beachten. Sie sollte natürlich genügend Platz für eure Spiele, das Betriebssystem und andere Dateien bieten. Wie groß sie dazu genau sein sollte, hängt davon ab, wie viele Spiele ihr auf einmal installiert haben möchtet, denn sie sind wahrscheinlich die größten Anwendungen auf dem PC. Mit einem Terabyte solltet ihr aber genügend Platz für Spiele und andere Apps haben.

Der zweite Faktor ist die Geschwindigkeit der Festplatte. Diese bestimmt nämlich, wie lang eure Ladenzeiten in den Spielen sind. Je schneller die Festplatte, desto kürzer die Ladenzeiten. Eine HDD-Festplatte wäre hier die langsamere Variante und deshalb nicht empfehlenswert. Besser zum Zocken eignet sich eine sogenannte SSD-Festplatte, die schneller arbeitet und somit eure Ladezeiten verkürzt.

Display

Laptops werden oft recht klein gehalten, da ihr sie so besser transportieren könnt. Bei Gaming-Laptops haben große Geräte aber entscheidende Vorteile. Zum einen haben große Laptops eine besser Luftzirkulation, wodurch sie besser gekühlt werden können und darum nicht so schnell Gefahr laufen zu überhitzen. Zum anderen haben größere Laptops ein größeres Display, was zum Zocken tendenziell besser ist.

Daher würde ich für Gaming-Laptops mindestens 17 Zoll Displaygröße empfehlen. Bei der Art des Panels habt ihr die Wahl zwischen TN-, IPS,- oder VA-Panel. Welches ihr letzten Endes wählt, hängt davon ab, welche Spiele ihr damit spielen möchtet und auf welche Faktoren ihr Wert legt.

Beim Display ist vor allem die Größe und Art des Panels entscheidend.

Das Twisted Nematic, oder TN-Panel bietet die niedrigste Reaktionszeit und erlaubt hohe Wiederholfrequenzen. Deshalb eignet es sich besonders für kompetitive Spiele, und Games in denen Reaktionszeit gefragt ist. Leider bieten TN-Panels keine guten Kontraste und einen eingeschränkten Blickwinkel.

Das In-Plane Switching, oder IPS-Panel hingegen kann mit guten Kontrasten, einer hohen Farbtreue und einem guten Blickwinkel glänzen. Dazu schafft es Bildwiederholraten von bis zu 165 Hertz. Dafür ist aber auch die Reaktionszeit höher und der Preis steigt ebenfalls.

Das dritte Panel im Rennen ist das Vertical Alignment oder VA-Panel. Dies bietet noch bessere Kontraste und Wiederholfrequenzen von bis zu 200 Hertz. Allerdings steigen Reaktionszeit und Preis damit auch weiter im Vergleich zum IPS-Panel.

Wenn ihr euch für ein Panel entschieden habt, müsst ihr euch auch für eine Auflösung entscheiden. Je höher die Auflösung, umso schärfer das Bild. Allerdings braucht ihr auch sehr starke Hardware, um hohe Auflösungen darstellen zu können. Da Laptop-Bildschirme vergleichsweise klein sind, seid ihr mit einer Full-HD Auflösung oft schon gut bedient. Wenn ihr unbedingt knackig scharfe Bilder möchtet, kann es auch eine QHD-Auflösung sein, welche 2560 x 1440 Pixel entspricht.

Der letzte Aspekt des Bildschirm ist die Bildwiederholrate. Die gibt an wie viele Frames pro Sekunde ein Bildschirm maximal darstellen kann. Für ein flüssiges Gaming-Erlebnis dürfen das gut und gerne 120 Hertz oder sogar mehr sein.

HardwareEmpfohlen
ProzessorIntel Core i7 6700 oder AMD Ryzen 5 3600
GrafikkarteGeForce RTX 2080
Arbeitsspeicher16 GB DDR4
FestplatteSSD mit 1TB Speicher
Display17 Zoll, Full-HD

Wie Gaming-Laptops sich im letzten Jahr entwickelt haben, erzählt mein Kollege Sven euch an dieser Stelle:

Zubehör für den Gaming-Laptop

Auch wenn ein Gaming-Laptop eigentlich schon ein vollwertiges Gaming-System ist, könnt ihr es mit ein paar Zubehörteilen noch weiter aufpeppen. Eines der wichtigsten davon ist das sogenannte Cooling Pad.

Ich hatte vorher schon erwähnt, dass Laptops relativ schnell Probleme mit hohen Temperaturen bekommen können. Bei meinem eigenen Gaming-Laptop, ein Alienware 17 R4, hatte ich das Problem, dass der Prozessor und die Grafikkarte bei aufwendigeren Spielen 95 Grad Celsius und mehr erreicht haben. Das ist ein Problem, da es die Hardware auf Dauer schädigen kann. Außerdem fährt der Laptop die Leistung runter, wodurch eure Spiele oft ins Stottern geraten.

Geholfen hat mir dabei ein Cooling Pad. Das ist ein Pad, in dem sich Extra-Lüfter befinden. Meins versorgt sich durch einen USB-Anschluss mit Strom. Den Laptop stellt ihr einfach auf das Pad, sodass das Pad ihm von unten die kühle Luft der Ventilatoren zutragen kann. In meinem Fall habe ich so beim Zocken einen Temperaturabfall von 20 Grad und mehr verzeichnet. So kann ich wieder ruhigen Gewissens spielen.

Maus und Tastatur

Mit dem Touchpad eines Laptops lässt es sich nicht sehr gut zocken. Darum ist eine externe Maus beim mobilen Gaming mit dem Laptop fast schon Pflicht. Es sei denn ihr spielt mit einem Gamepad. Bei der Wahl der Maus empfehle ich eine kabellose Maus, da ihr sie einfacher transportieren und überall ohne Kabelsalat anschließen könnt. Auch um die Latenz müsst ihr euch keine Sorgen machen. Kabellose Gaming-Mäuse sind heutzutage so weit entwickelt, dass der Delay, wie bei einer kabelgebundenen Maus, kaum vorhanden ist.

Bei der Tastatur haben unserer Kollegen von Gamers Gear erst vor kurzem ein passendes Modell getestet. Und zwar handelt es sich um die Keychron K2. Das ist eine kompakte, kabellose Gaming-Tastatur für unterwegs. Sie arbeitet mit den roten Switches von Cherry, wodurch die Tastenanschläge butterweich werden.

Der kleine Tipper ist hochwertig verbaut und passt in jeden Reiserucksack. Dank der Bluetooth-5.1-Verbindung bekommt ihr einen nur sehr kleinen Delay bei euren Eingaben. Einziges Manko: Der Hersteller liefert keinen Dongle mit, den müsstet ihr euch unter Umständen also selbst besorgen.

Alle Details erklärt Dansen euch im Video:

Damit solltet ihr alles haben, um im Hotelzimmer oder in der Ferienwohnung nach Lust und Laune zu zocken.

Im Flugzeug: Handheld-Konsolen

Nachdem ihr euch im Hotelzimmer ausgetobt habt, ist die Reise noch nicht vorbei. Es geht nämlich mit dem Flieger weiter. Hier habt ihr sehr wenig Platz. Außerdem ist das Internet relativ teuer und die Verbindung nicht die beste. Die Auswahl an Filmen und Serien ist zwar okay, aber so ganz das Richtige ist auch nicht dabei.

In dieser Umgebung ist eine Handheld-Konsole die richtige Wahl. Sie ist kompakt, fürs Gaming gebaut und benötigt kaum Zusatzausstattung. Zugegeben, die Hochzeit der kleinen Daddelmaschinen ist lange vorbei. Trotzdem gibt es noch ein paar würdige Vertreter in dieser Kategorie.

Nintendo Switch und Switch Lite

Nintendo bietet momentan mit der Switch und der Switch Lite die besten Handhelds auf dem Markt. Die Switch ist eine Hybrid-Konsole. Ihr könnt sie wie eine normale Konsole mit dem Fernseher verbinden oder auch wie ein Handheld nutzen. Die Controller könnt ihr im Handheld-Modus am 6,2 Zoll großen Display anbringen und eure Lieblingsspiele genau wie im Konsolen-Modus zocken.

Wiedersehen macht Freude: Statt vier einzelner Knöpfe spendiert Nintendo der Switch Lite ein vollwertiges Digitalsteuerkreuz.

Natürlich hat Nintendo für euch die neuesten Ableger beliebter Nintendo-Helden am Start. Dazu zählen unter anderem Zelda: Breath of the Wild, Animal Crossing: New Horizons, Mario Kart 8 Deluxe, Super Smash Bros. Ulitmate und mehr.

Die Nintendo Switch Lite ist mit 5,5 Zoll etwas kleiner, ist aber eine exklusive Handheld-Konsole. Ihr könnt sie also nicht an den Fernseher anschließen. Darum sind die Controller hier auch nicht abnehmbar. Die Switch Lite unterstützt alle Nintendo-Switch-Titel, die den Handheld-Modus unterstützten. Für alle, die Nintendo-Spiele mögen und viel unterwegs sind, also ein guter Kompromiss.

Handhelds für Retro-Freunde

Für alle Retro-Handheld-Freunde war 2020 ein gutes Jahr. Einige der alten Konsolen haben mit einer Neuauflage in diesem Jahr ein Comeback gefeiert. Eine dieser Konsolen ist der Evercade. Die überarbeitete Version bringt dabei neueste Technik wie einen HDMI-Ausgang, fünf Stunden Akku sowie ein 4,3-Zoll-Display mit. Die Spiele bekommt ihr auf guten alten Cartridges in Form von Kollektionen.

Eher ungewöhnlich dagegen ist der Sega Game Gear Micro. Dessen Display ist mickrige 1 Zoll klein. Damit könnt ihr ein paar Sega-Klassiker aus den 1990ern spielen. Allerdings ist pro Konsole nur ein einziges Spiel vorprogrammiert. Falls ihr weitere Spiele zocken wollt, müsst ihr euch eine neue Konsole zulegen.

Vielleicht doch etwas zu klein? (Foto: Sega)
Vielleicht doch etwas zu klein? (Foto: Sega)

Mein Kollege Sven Wernicke stellt euch hier noch weitere Retro-Handhelds vor, die eine Neuauflage in 2020 spendiert bekommen haben:

Endlich daheim

Nach dem Flug sind wir endlich wieder Zuhause angekommen. Hier stehen euch wieder alle Möglichkeiten des Gaming offen, da ihr in der Regel keine Einschränkungen habt, die ihr auf Reisen erfahrt. Die Couch oder der Bürostuhl sind bequem, das Internet annehmbar und ihr müsst keine Hardware mit euch herumschleppen.

Trotzdem habe ich noch einen Tipp für eure nächste Reise:

Cloud-Gaming

Beim Cloud-Gaming finden die Berechnungen für die Spiele auf den Servern und Rechnern der Anbieter statt. Diese werden dann via Internet auf einen Bildschirm eurer Wahl übertragen. Das kann ein Smartphone, Tablet, Laptop oder auch ein Fernseher sein.

Allerdings hat die Technik noch ein kleines Problem namens Input-Lag. Das bedeutet, eure Eingaben werden leicht verzögert auf dem Bildschirm wiedergegeben. Aber solche Dienste haben auch enorme Vorteile. Ihr könnt Spiele in höchster Grafikqualität auf so gut wie allen Endgeräten mit einem Bildschirm zocken, ihr müsst sie nicht installieren, herunterladen oder updaten.

Mit GeForce Now streamt ihr 225 unterstützte Titel – und eure gesamte Steam-Bibliothek. (Bild: Nvidia)

Für unterwegs ist das eine hervorragende Lösung, wenn ihr über den Input-Lag hinwegsehen könnt. Die einzige Voraussetzung: Ihr braucht eine konstante und gute Internetverbindung. Die empfohlene Internetgeschwindigkeit unterscheidet sich hier von Anbieter zu Anbieter. PlayStation Now zum Beispiel setzt eine Geschwindigkeit von nur 5 Mbps voraus, während es bei GeForce Now 15 Mbps sind. Als Faustregel gilt: Umso schneller eure Verbindung, umso besser die Grafikqualität.

Außerdem bieten die meisten Cloud-Gaming-Anbieter eine eigene Spielebibliothek im Abo an. So zahlt ihr eine monatliche Gebühr und habt Zugriff auf hunderte Videospiele. Nachfolgend habe ich euch einige der größten Anbieter in diesem Bereich kurz und knapp zusammengefasst:

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