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Cloud-Gaming: Die 4 wichtigsten Anbieter

Mit Cloud-Gaming könnt ihr selbst auf mäßiger Hardware zocken wie die Profis. Die Leistung kommt direkt über das Netz. Wir sagen euch, was die wichtigsten Anbieter wirklich leisten können.

Der Markt ist reif für Cloud-Gaming und wächst rasant. Die Anbieter vermieten euch dabei ihre Hardwarepower, und ihr erhaltet einen Gaming-PC in der Cloud. Im Prinzip mietet ihr hier einen Highend-Gaming-PC, der nur woanders steht und die Berechnungen für euer Lieblingsspiel über das Internet an euren PC, Fernseher, euer Tablet oder Smartphone sendet. Alles über diese Technik und ihre Vor- und Nachteile lest ihr in unserem Beitrag über Cloud-Gaming. Vier Anbieter dieser Technik sind aktuell am interessantesten.

GeForce Now

Das Cloud-Gaming-Angebot von Grafikkarten-Hersteller Nvidia nennt sich GeForce Now und ist momentan in der Beta-Phase. Noch gibt es Einschränkungen, wenn ihr GeForce Now nutzen möchtet. Der Service ist nur für Mac, Windows und Nvidias Hauseigene Shield-Konsole verfügbar. Trotzdem nutzt ihr selbstverständlich nicht die Hardware des PCs oder Macs selbst, sondern die von Nvidia in der Cloud.

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Geforce Now befindet sich momentan in der Beta-Phase. Quelle: Nvidia

Auch die Spieleauswahl bei GeForce Now ist eingeschränkt. Momentan unterstützt der Service über 400 Spiele. Welche das sind, erfahrt ihr in der offiziellen Liste. Ein Abo ersetzt der Service übrigens nicht. Euer Spiel müsst ihr selbst mitbringen und auf dem Rechner in der Ferne installieren. Für einen Teil der Spiele passt GeForce Now die Grafikeinstellungen für euch an.

Falls ihr Besitzer einer Nvidia Shield seid, bekommt ihr eine Auswahl an Spielen kostenlos dazu. Zusätzlich habt ihr die Vorteile, dass Spiele nicht installiert oder geupdatet werden müssen. Der sogenannte Ultra-Streaming-Modus soll die Latenz beim Zocken reduzieren. Wie hoch diese ist, hängt aber von eurer Internetverbindung und der Spielgrafik ab.

In der Beta-Phase ist GeForce Now kostenlos, mehr Informationen gibt es bislang noch nicht.

Blade Shadow

Auch das Unternehmen Blade bietet mit Shadow einen Cloud-Gaming-Service an. Dieser verspricht die neueste Hardware und automatische Aufrüstung der gemieteten PCs. Um Shadow nutzen zu können, benötigt ihr eine Internetverbindung von mindestens 15 Mbit pro Sekunde. Schnellere Verbindungen versprechen bessere Grafik und weniger Latenz.

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Mit Blade Shadow könnt ihr flexibel auf vielen Geräten zocken. Quelle: Blade

Eine Spielebibliothek sucht ihr auch bei Shadow vergebens. Mit den zur Verfügung gestellten Rechnern könnt ihr aber alle Spiele zocken, die ihr besitzt. Sei es auf Steam, Origin, Epic oder anderen Stores. Außerdem könnt ihr auf PC, Laptop, Tablet oder Smartphone spielen – hier seid ihr also sehr flexibel.

Für ein 12-Monats-Abo müsst ihr 29,95 Euro pro Monat auf den Tisch legen. Bei der monatlich kündbaren Option bezahlt ihr 39,95 Euro im Monat.

PlayStation Now

Bei PlayStation Now kommen vor allem PlayStation-Fans auf ihre Kosten. Mit dem Dienst könnt ihr PlayStation 4, 3 und 2-Spiele auf euren PC und die PlayStation 4 streamen. Alternativ könnt ihr auch viele der Titel auf die PlayStation 4 herunterladen und wie gewohnt zocken. Insgesamt bietet PlayStation Now seinen Nutzern eine Bibliothek von über 500 Spielen an, die ihr jederzeit spielen könnt, solange ihr ein Abo habt.

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Mit PlayStation Now stehen euch über 500 Spiele sofort zur Verfügung. Quelle: PlayStation

Das ist schon ein ganz schöner Batzen. Dazu gibt Sony an, dass ihr für das Cloud-Streaming lediglich eine Internetverbindung von 5 Mbit pro Sekunde braucht. Das ist weniger als bei der Konkurrenz, allerdings könnten langsame Verbindungen zu Lasten der Grafikqualität gehen.

Die große Bibliothek ist ein klarer Vorteil von PlayStation Now. Allerdings sind Abonnenten auch auf diese Bibliothek aus PlayStation-Spielen beschränkt. Wenn ihr also etwas anderes als die vorgegebenen Spiele zocken möchtet, könnt ihr Sonys Dienst dafür nicht nutzen.

PlayStation Now kostet 14,99 Euro pro Monat oder 8,34 Euro pro Monat für ein Jahres-Abo.

Stadia

Stadia ist das neue Gaming-Projekt von Google. Dabei ist es nicht nur ein Cloud-Streaming-Dienst, sondern auch eine Plattform für Entwickler. Ihr könnt es euch vorstellen wie eine neue Konsole, nur dass ihr euch keine physische Konsole kaufen müsst. Diesen Part übernimmt Cloud-Streaming.

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Der Stadia-Controller kommt ebenfalls von Google und funktioniert mit Wifi-Connection. Quelle: Google

Ihr nutzt euren PC, Tablet, TV, Smartphone oder Laptop als Endgerät. Entwickler können auf der Stadia-Plattform ihre eigenen Spiele erschaffen oder ihre bestehenden Spiele dorthin portieren. Der Dienst soll noch 2019 starten. Welche Spiele dann zur Verfügung stehen werden, ist noch nicht bekannt.

Eben so wenig wissen wir, was die Nutzung von Stadia kosten wird. Es könnte auf ein Abo-Modell inklusive Spiele-Bibliothek hinauslaufen – oder wir müssen pro Spiel bezahlen. Das ist aber alles Spekulation, in Kürze sollten wir mehr wissen.

Fazit

Der Cloud-Streaming-Markt steckt noch in seinen Kinderschuhen. Wenn ihr euch aber keinen Gaming-PC zulegen möchtet, sind GeForce Now oder Blade Shadow durchaus schon jetzt eine gute Option. Das lohnt sich vor allem, wenn ihr bereits eine große Spiele-Bibliothek besitzt.

Wer ohne Gaming-PC und ohne Spiele dasteht, sollte sich einmal PlayStation Now ansehen. Hier bekommt ihr nicht nur Rechenpower, sondern gleich über 500 Spiele mit dazu. Auf diese seid ihr zwar mit dem Abo beschränkt, dennoch sollte für jeden etwas dabei sein.

Cloud Gaming: Der nächste Schritt für Videospiele

Im Fall von Stadia müssen wir abwarten. Hier werden vor allem die Auswahl an Spielen, sowie das Bezahlmodell und die Kosten wichtige Faktoren für den Erfolg oder Misserfolg der Plattform sein.

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