Knackige Fernsehbilder durch ULED 3.0 von Hisense

Sattere Farben, ein helleres Bild und hohen Kontrast – das bieten bereits die Hisense-Fernseher mit ULED 2.0. Mehr Details auch bei großen Unterschieden in der Helligkeit ermöglicht nun die zur IFA 2016 vorgestellte Version ULED 3.0.

Die ULED-Technik für Highend-TV-Geräte hat in diesem Sommer eine ungeahnte Aufmerksamkeit erfahren. Nein, ich meine nicht die neue Version ULED 3.0, die Hisense zur IFA 2016 vorgestellt hat. Zur Fußball-Europameisterschaft in Frankreich waren in jedem Spiel die Bande mit Werbung für diese Technik plakatiert – was uns im Trendblog hohe Zugriffe bescherte, da wir vorher schon der Frage nachgegangen haben, welche Fernsehtechnik denn nun das beste Bild liefert: OLED, ULED oder SUHD?

ULED als Alternative zu RGB-LED- und OLED-Fernseher

Die Abkürzung ULED steht für Ultra-LED. Komplett neu ist das Ganze nicht: In einem Fernsehgerät mit ULED-Technik steckt auch ein Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Auf einer Glasplatte oder Folie wird aber zusätzlich eine Schicht Nanokristalle aufgetragen (auch Nanohalbleiterkristalle genannt oder Quantum Dots), die das blaue, kurzwellige Licht in reines, schmalbandiges Blau, Grün und Rot umwandeln. Denn das ist das Problem: Das vermeintlich weiße LED-Backlight ist gar nicht so weiß und führt deshalb zu weniger kräftigen Farben.

Anders verhält es sich, wenn rote, grüne und blaue LEDs eingesetzt werden. Mit einer Kombination dieser drei Grundfarben entsteht eine optimal weiße Ausleuchtung des LCD-Panels. Doch die RGB-LED-Panels sind teuer und zwar teurer als ULED-Panels, bei denen Nanokristalle für eine dynamische Hintergrundbeleuchtung sorgen, die ihrerseits zu einem erweiterten Farbraum führt. Der Fernsehzuschauer kann sich freuen: Auf dem Display sollen sattere und natürliche Farben erscheinen – bei höherer Helligkeit und einem größeren Kontrast.

ULED von Hisense ist damit keine komplett neue Technik, wie sie in OLED-Fernsehern zu finden ist, sondern genauso eine Weiterentwicklung des LED-Panels wie die SUHD-Bildschirme von Samsung, wo ebenfalls Nanokristalle eingesetzt werden. Im Grunde handelt es sich hier um Marketing-Begriffe, die ein Alleinstellungsmerkmal vorgaukeln sollen, das es so aber nicht gibt. Vertrauen solltet ihr auf eure eigene Urteilskraft: Geht in einen Euronics-Shop und schaut euch die Bilder im direkten Vergleich an.

Update: Anfang 2018 hat Samsung dann aber doch eine Technik entwickelt, die keine reine Weiterentwicklung ist, sondern das Beste von LED-LCD und OLED vereint: Micro-LED bietet die Vorteile eines OLED-Fernsehers, zeigt aber ein helleres Bild.

Mehr Details bei großen Helligkeitsunterschieden

Und dann vergleicht ULED-Fernseher auch gleich mit OLED-Bildschirmen. Die dort verbauten organische Leuchtdioden leuchten selbst und brauchen deshalb keine Hintergrundbeleuchtung. Das führt zu einem tieferen Schwarz, satteren Farben und einem besseren Kontrast – und zwar auch im Vergleich mit der ULED-Technik. Zudem sind diese Displays dünner, allerdings auch teurer.

Kein dickes Ding: Der ULED-Fernseher Hisense H65M7000 (Bild: Hisense)

Kein dickes Ding: Der ULED-Fernseher Hisense H65M7000 (Bild: Hisense)

Zur IFA 2016 hat Hisense nun auch 4K-Fernseher mit ULED 3.0 vorgestellt – eine rasante Entwicklung im Jahrestakt, denn erst zur letztjährigen IFA wurden TV-Geräte mit ULED 2.0 vorgestellt, zum Beispiel der Hisense LED(65)XT910X3DU. Die Versionsnummer 3.0 ist eigentlich eine Mogelpackung, denn nicht die ULED-Technik wurde weiterentwickelt, es ist eine neue hinzugekommen. Die Hisense-Geräte der H10-Serie mit dem Label ULED 3.0 können nun auch HDR-Inhalte wiedergeben.

Die Technik High Dynamic Range hebt die Details in besonders hellen oder dunklen Bereiche eines Bildes durch besondere Algorithmen hervor. Dadurch soll das Fernsehbild noch lebendiger, plastischer und vor allem kontrastreicher und heller werden. So ein Hochkontrastbild wirkt vor allem wenn die Helligkeitsunterschiede sehr groß sind. Die ersten Geräte der H10-Serie von Hisense sollen noch im Laufe des Jahres 2016 erscheinen.

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