Euronics Trendcast #2: Streaming vs BluRay

BluRay, UHD in 4K oder 8K – eingefleischten Filmfans kann die Qualität nicht gut genug sein. Selbst wenn Netflix, Disney+ oder Apple+ ihre audiovisuelle Ausgabe hochdrehen, ziehen die Streaming-Dienste gegenüber physischen Medien den Kürzeren. Warum, ist schnell erklärt.

Euronics Trendcast #2: Streaming vs BluRay

Im zweiten Euronics Trendcast reden die Trendblogger Jürgen Vielmeier und Daniel Wendorf über ihren eigenen Medien-Konsum. Muss es immer noch BluRay sein? Warum ist Streaming eine gute Alternative?

Und warum haben beide Formate ihre Daseinsberechtigung? Darüber reden wir im Trendcast.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die meisten Streams und BluRay nicht voneinander. Eine Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Bildpunkte) und Surround-Sound bieten alle Online-Videoplattformen, sofern das Ausgangsmaterial dafür aufbereitet ist.

Unterschiede fallen zunächst bei den Datenraten auf. Eine BluRay- oder 4K-Disc liefert Bild und Ton mit bis zu 100 Megabits pro Sekunde (Mbps). Die Datengewalt kommt dem 10-bit-Farbraum (und damit der gleichen Farbtreue wie im Kino), Dynamikumfang und dem HiFi-Sound zugute.

Kompression
Was Kompression bedeutet, sieht man schon im Standbild. Oben der unkomprimierte Verlauf, unten das auf 50% zusammengeschrumpfte Bild. Die Abstufungen sind klar erkennbar.

Die verschiedenen Streamingdienste deckeln die Ausgabe häufig bei 10Mbps und passen sie während der Wiedergabe an die schwankenden Durchsatzraten an. Die Portale quetschen viele Informationen in kleine Datenpakete.

Die so erfolgte Komprimierung ist hör- und sichtbar. Dem Sound fehlt der letzte Wumms und die Klangtreue der Vorlage. Die Bilder verpixeln oft, lassen Konturen vermissen oder wirken ausgewaschen. In den meisten Serien, Filmen und Szenen fällt das im Bewegtbild nicht weiter auf.

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Zunächst unterscheidet die linke nicht von der rechten Bildhälfte. Zoomt ihr rein, erkennt ihr die Kompressionsartefakte im rechten Bildteil, der nur 40 Prozent des Datenvolumens auf die Waage bringt.

Allerdings gibt es hier Ausnahmen. Vor allem Material, das auf feinste Farbnuancen und -verläufe setzt, sticht heraus. Die erwähnte Komprimierung entfernt unweigerlich Informationen. Ein Paradebeispiel für dieses Phänomen ist die letzte Staffel Game of Thrones. Eine wichtige Nachtszene ging in einem Grau-in-Grau auf schwarzem Untergrund verloren. Auf Netflix und Co. nicht ansehnlich, ist die gleiche Episode auf BluRay und UHD um ein Vielfaches detaillierter und feiner gezeichnet.

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Die Qualitäten der Streaming-Portale liegen woanders

Sind die Streaming-Platzhirsche deshalb zu meiden? Das kommt drauf an. 4K-Disc schlägt BluRay, und die schlägt Streams qualitativ. Film-Enthusiasten geben sich nur mit dem bestmöglichen Material zufrieden.

Als Durchschnittszuschauer profitiert ihr vom günstigen Monatsbeitrag für Netflix, Disney+ oder Apple+. Dafür stehen euch unzählige Spielfilme, Serien und Dokus zur Auswahl. Auf aktuellen Fernsehern sind die dazugehörigen Apps meist vorinstalliert, was den Zugang erleichtert. Zum BluRay-Killer könnten die Streaming-Dienste avancieren, wenn sie Filme zum temporären Download anböten. Dann kämen bequemer Zugriff und hohe Qualität zusammen.

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