Was, wenn die Lampen mal nicht wollen? (Foto: Philips)

Smart Home als Mieter: Mit dieser Technik wird eure Wohnung intelligent

Smarte Leuchten, Sprachsteuerung, intelligentes Raumklima – als Mieter einer Wohnung geht ihr das Thema Smart Home ganz anders an als ein Hausbesitzer. Wir sagen euch wie.

Keine aufwändigen Installationen, keine Unterbau-Lösungen: Dass ihr in einer Mietwohnung weniger Möglichkeiten habt, euer Smart Home einzurichten als im Eigenheim, kann auch ein Vorteil sein. Was könnt ihr tun, um eure Wohnung smart zu machen?

Der einfachste Einstieg ins Smart Home: Beleuchtung

Hier und da erwähnte ich sicherlich, wie sehr ich Philips Hue mag. Und auch an dieser Stelle sei das Lichtsystem empfohlen. Denn mit einem Starter Kit erhaltet ihr für verhältnismäßig wenig Geld bereits alles, um eure Wohnung nach und nach smarter zu gestalten. Bis zu 50 Hue-Leuchtmittel könnt ihr über die App, batteriebetriebene Schalter, Dimmer oder Sensoren ansteuern – auf eine facettenreiche Art und Weise.

Fangt ihr zu Beginn mit zwei, drei LEDs an, wollt ihr im Laufe der Monate und Jahre vermutlich alle Zimmer mit Hue versehen – und das ist in einer Wohnung überhaupt kein Problem. LightStrip im Flur, bald auch noch Hue Entertainment fürs Heimkino und eine Anbindung an HomeKit sowie Google Home und Alexa – so einfach kann es komfortabel werden. Und: Unterschätzt nicht den Spaß, den solche Lichtspielereien bieten!

Günstiger Einstieg in Smart Home: Philips Hue. (Foto: Philips)

Günstiger Einstieg in Smart Home: Philips Hue. (Foto: Philips)

Wer es nüchterner mag, muss auf smarte Ansätze natürlich nicht verzichten. Zum einen sind diverse Hue-Alternativen erhältlich, zum anderen ist auch Philips bemüht, die eigene Plattform unauffällig zu integrieren. Diverse LED-Deckenleuchten oder Tischlampen wie White Ambiance Felicity verfügen über eine erstaunliche Flexibilität.

Und was wirklich nicht vergessen werden sollte: Philips Hue ist leicht einzurichten und setzt keine tiefgreifendes Fachwissen voraus. Ideal für neugierige, aufgeschlossene Smart-Home-Einsteiger. Mein Tipp lautet daher stets: Interessiert euch das Segment, fangt mit der Beleuchtung an.

Sprachassistenten sind ebenfalls smart

Sprachassistenten werden längst als Teil eines modernen Zuhauses angesehen. Der Vorteil ist, dass ihr Google Home oder Amazon Echo bzw. Echo Dot als Lautsprecher zum Streamen von Musik verwenden könnt. Auch hier ist die Installation meist leicht erledigt, iPhone- und iPad-Besitzer können mit Siri und HomeKit sogar schon einen smarten Ausflug unternehmen, ohne sich zusätzliche Hardware kaufen zu müssen.

Echo Dot ist auch bei Euronics erhältlich. (Foto: Amazon)

Echo Dot ist auch bei Euronics erhältlich. (Foto: Amazon)

Sprachassistenten sagen euch das Wetter, spielen euren favorisierten Radiosender ab, beantworten Fragen und dienen als Eingabe für andere smarte Geräte, beispielsweise Philips Hue. Die Anschaffungskosten sind nicht allzu hoch, für deutlich unter 100 Euro bekommt ihr einen Echo Dot, mit dem sogar herkömmliche, ältere HIFI-Anlagen durch Sprachsteuerung erweitert werden.

Smartes Zubehör für die eigene Wohnung

Eine niedrige Einstiegshürde besitzen smarte Steckdosen. Durch diese lassen sich nicht nur Geräte via Smartphone-App ein- und ausschalten. Zudem erhaltet ihr eine Echtzeitanzeige eures Energieverbrauchs, eine praktische Fernsteuerung (Urlaub, Arbeit, unterwegs) und meist auch reguläre Features wie eine Zeitschaltuhr. Die HD110 WIFI Smart Plug von TP-Link wäre ein gutes und exemplarisches Beispiel.

Smarte Steckdosen. (Foto: TP Link)

Smarte Steckdosen. (Foto: TP-Link)

Beliebt sind ferner Heizkörperthermostate. Die intelligenten Zubehörartikel werden anstelle klassischer Thermostate angebracht, mittels App erfolgt eine intelligente Steuerung und Regelung. Wer einzelne Thermostate wünscht, wird unter anderem beim HomeMatic eQ-3 fündig, nützlich ist das Starter Set Raumklima vom gleichen Hersteller. Diesem Paket liegt ein Access Point für die Ansteuerung mehrerer Thermostate, ein Thermostat und ein Fenster- bzw. Türkontakt bei. Letztgenannte Peripherie sendet beim Öffnen von Fenstern und Türen Informationen zum Access Point, der wiederum das Herabsenken der Heizung veranlasst.

Die Heizung intelligent steuern. (Foto: HomeMatic)

Die Heizung intelligent steuern. (Foto: HomeMatic)

Unabhängig davon, ob smart oder nicht: ein Rauchmelder kann nie schaden – und ist mittlerweile in nahezu jedem Bundesland Pflicht. Der smarte von Devolo lässt sich sogar in das eigene Home Control Smart-Home-System integrieren. Dadurch erfolgt ein Alarm via SMS, Email und App.

Ideal fürs Smart Home: Wetterstation oder schlaues Thermostat

Ein Hauch von Smart-Home versprüht die Wetterstation von Netatmo. Diese stellt Innen- und Außenwetter-Daten sowie die Luftqualität direkt auf Tablets und Smartphones dar. Ebenso berücksichtigt das Gadget Luftdruck, Luftfeuchtigkeit und CO2-Konzentration. Bei zu schlechten Sauerstoff-Werten werden Nutzer sogar alarmiert.

Vielleicht etwas überdimensioniert für eine Wohnung. (Foto: Netgear)

Vielleicht etwas überdimensioniert für eine Wohnung. (Foto: Netgear)

Subjektiv betrachtet bin ich zwar nicht der Auffassung, dass man dringend eine Indoor-Überwachungskamera benötigt, aber auch hier haben diverse Firmen Produkte im Angebot. Eine Arlo Smart Home Video-Überwachungsanlage von Netgear halte ich für etwas überdimensioniert für eine Wohnung, die Netatmo Welcome SmartHome-Kamera dagegen ist für einzelne Räume gut geeignet und mit cleveren Elementen ausgestattet. Und ich würde meinen, dass eine Kamera, die auch aus der Ferne angesprochen werden kann, völlig genügt.

Smart Home in der Wohnung: Was ihr nicht benötigt

In einer typischen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus sind diverse Smart-Home-Elemente schlicht nicht erlaubt. Ihr müsstet euren Vermieter fragen, ob ihr smarte Klingelsysteme überhaupt installieren dürftet. Auch Sicherheitskameras für den Außeneinsatz lassen sich nicht ohne weiteres anbringen. Bewässerungssysteme für den Vorgarten, Alarmanlagen mit Sirenen- und Leuchtensystem oder smarte Schalter bzw. Wandtaster, die herkömmliche Lösungen ersetzen – all das könnt ihr nicht ohne Genehmigung oder Bestätigung einrichten. Zwangsläufig fallen somit ein paar Smart-Home-Geräte weg, andere dagegen erscheinen plötzlich sehr viel attraktiver und interessanter.

Zweifelsohne sinnvoll, aber nicht für Mieter einer Wohnung. (Foto: Bosch)

Zweifelsohne sinnvoll, aber nicht für Mieter einer Wohnung. (Foto: Bosch)

Smart Home als Mieter: Was wirklich nötig ist

Es ist freilich ganz klar: Ihr bestimmt, was ihr für sinnvoll haltet und gebrauchen könntet. Vielleicht benötigt ihr einen Wasser- oder Luftfeuchtemelder in eurem Badezimmer oder digitale Türspione? Vieles ist abhängig von den räumlichen Gegebenheiten und Vorstellungen. Sehr viele Anbieter berücksichtigen die Tatsache, dass eben nicht jeder ein großes Haus besitzen kann. Vor allem smarte Lichtkonzepte, Sprachsteuerung und Heizungsthermostate sind ideal für kleinere Räumlichkeiten und Wohnungen – also vielleicht auch bald für eure?

Smart-Home für jede Lebenslage erhaltet ihr bei Euronics.de.

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2 Kommentare zu “Smart Home als Mieter: Mit dieser Technik wird eure Wohnung intelligent
  1. Dass auch in der Mietwohnung so viele Möglichkeiten zum Smart Home bestehen, hätte ich nicht gedacht. Danke für die vielen Empfehlungen, vor allem auch die Infos zu den Gadgets, die in Mietshäusern verboten sind. Ich werde die Installation smarter Heizthermostate mit meinem Vermieter besprechen.

  2. Gibt es denn für uns Mieter auch die Möglichkeit zu sagen, dass wir das nicht möchten? Unser Vermieter lässt uns zum Glück die Wahl und ich freue mich auch auf die Smart Home Einrichtung. Es gibt bei uns im Haus aber auch kritische Stimmen.

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