Philips Hue: Mit diesem Apps holt ihr mehr aus euren smarten Leuchten heraus

Philips Hue ist ein großartiges, bereits von Haus aus sehr vielfältiges Lichtsystem. Doch mit Apps diverser Dritthersteller könnt ihr noch mehr aus euren smarten Leuchten herausholen. Es ist ganz einfach.

Um es vorweg zu sagen: Ihr schadet euren Lampen nicht, wenn ihr andere Apps als die originale verwendet. Philips unterstützt sogar die Bestrebungen unabhängiger Entwickler, individuelle Anwendungen zur Verfügung zu stellen. In der offiziellen Hue-App findet ihr im Reiter „Entdecken“ sogar den Menüpunkt „Empfohlene Apps“. Doch die Auswahl ist mittlerweile riesig, viel ist zugegeben ziemlicher Quatsch. Nur welche Programme lohnen sich wirklich?

All 4 Hue – mehr Möglichkeiten und Flexibilität

Der Entwickler René Wahl schmiedete mit All 4 hue eine mächtige App, die den Standard-Funktionsumfang von Hue deutlich erweitert. So könnt ihr beispielsweise bis zu fünf Hue Bridges ohne Einschränkungen verwalten – ideal für große Wohnungen und eine gewaltige Anzahl an Lampen, Dimmern, Sensoren. Apropos: Auch Generic Status Sensoren werden bei Bedarf unterstützt. Und wenn ihr wollt, dürft ihr sogar Szenen durch das mehrfache Drücken von Tap-Tasten verändern.

Nicht hübsch, aber vielseitig. (Foto: René Wahl)

Nicht hübsch, aber vielseitig. (Foto: René Wahl)

Speichert Szenen auf NFC-Tags, erfreut euch an Disko- oder Lagerfeuer-Effekten und generiert mit simplen Befehlen komplexe Regeln für eure eigenen vier Wände. Und dazu ist die App auch noch kostenlos für iOS und Android. Erstaunlich!

Hue TV & Matcher: Ambilight-Effekte ohne Amiblight

TV-Geräte von Philips, die über Ambilight verfügen, können einfach mit Hue gekoppelt werden, um so ein regelrechtes Farbenmeer beim Schauen von Filmen im Wohnzimmer zu erzeugen. Dafür nutzt ihr Ambilight+ hue für iOS oder Android. Besitzt ihr dagegen keinen geeigneten Fernseher, könnt ihr euch mit anderen Apps aushelfen.

Ambilight ohne Ambilight. (Foto: Flaming Pear Software)

Ambilight ohne Ambilight. (Foto: Flaming Pear Software)

Für iOS ist Hue TV mit seinem cleveren Ansatz erhältlich: So wird die Kamera des iPhone oder iPad genutzt, um die Farben des aktuell laufenden TV-Bildes festzustellen. Und diese werden als Basis verwendet, um die LEDs der Hue-Lampen anzupassen. Das lässt im besten Fall einen ähnlichen Effekt wie bei Ambilight entstehen, nur funktioniert das Tool auch mit LIFX und Lightify sowie mit Elgato Avea. Kostenpunkt: 3,29 Euro.

Für Android ist Hue TV nicht verfügbar, dafür aber Matcher. Im Play Store wird die App, die 30 Tage kostenlos ausprobiert werden kann und eine fast identische Funktion bietet, angeboten. Perfekt ist diese Software zwar nicht, aber testen könnt ihr Matcher durchaus einmal.

Sleep Cycle – Aufwachen mit Licht

Eigentlich ist Sleep Cycle Alarm Clock für iOS und Android ein Programm zum Analysieren eurer Schlafgewohnheiten. Das Mikrofon des Smartphones nimmt sogar das Schnarchen auf und stellt fest, wann der optimale Moment zum Aufwachen ist. In der kostenpflichtigen Premium-Version, die via In-App-Erwerb freigeschaltet wird, kommen die Hue-Lampen ins Spiel. So lasst ihr euch durch Licht angenehm wecken, indem dieses nach und nach heller wird, sowie der Sonne nachempfunden ist.

Es geht nicht nur ums Schlafen. (Foto: Northcube)

Es geht nicht nur ums Schlafen. (Foto: Northcube)

Die sehr viel teurere Alternative wäre das Philips Wake-up Light, das eine ähnliche Funktion bietet. Und ja – auch die offizielle Hue-App verfügt über ein solches Element, aber eben ohne Berücksichtigung der Tiefschlafphasen und des individuellen Rhythmus‘ des Nutzers.

IFTTT – Macht alles vielfältiger

Der Dienst IFTTT, der als App für iOS und Android erhältlich ist, darf natürlich nicht fehlen. Mit „If This Then That“-Anwendungen programmiert ihr auf simple Weise Ereignisse und Aktionen, wie ihr sie euch wünscht. Und da sind schon ein paar sehr coole Ideen dabei: So fangen die Hue-Lampen an zu blinken, wenn der zuvor mit Amazon Echo programmierte Timer abgelaufen ist. Oder ihr verwandelt euer Smartphone in einen Schalter. Gerade das Kombinieren mit anderen Smart-Home-Komponenten (Nest, Google Home..) ist verlockend. IFTTT erlaubt das lustige Experimentieren, was eine Menge Spaß bereiten kann.

Kreativität mit IFTTT. (Foto: Screenshot)

Kreativität mit IFTTT. (Foto: Screenshot)

iConnectHue – die eierlegende Wollmilchsau

Seit jeher gehört iConnectHue zu den wohl beliebtesten Hue-Apps – leider nur für iOS. Ähnlich wie All 4 Hue schaltet die App weitere Features frei und erhöht die Vielfalt der Optionen gravierend. Ein paar intelligente Ideen sind sehr praktisch. Unter anderem bekommt ihr intelligente Timer, diverse Familien-Elemente (Geofencing), eine Anbindung an die Apple Watch und die Unterstützung weiterer Lampen-Systeme. Ihr dürft also Hue mit Leuchten anderer Hersteller kombinieren.

Kann einfach alles. (Foto: Crossfire Designs)

Kann einfach alles. (Foto: Crossfire Designs)

Ein paar Premium-Elemente schaltet ihr über In-App-Käufe frei. Sowieso ist iConnectHue nicht gratis: Knapp 5 Euro müsst ihr für die App investieren.

Welche Apps nutzt ihr für Philips Hue? Habt ihr noch eigene Favoriten?

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