Ob Hue so viel Spaß wie auf dem Foto macht? Es liegt auch an einem selbst. (Foto: Philips)

Philips Hue: Welche smarten Alternativen gibt es?

Philips Hue ist klasse. Das smarte Lampensystem lässt sich vielseitig nutzen und bereitet auch jede Menge Freude. Aber gibt’s eigentlich Alternativen, die ebenfalls einen Blick wert sind?

Mit Hue bietet Philips bereits seit einigen Jahren ein mächtiges Lichtkonzept an, das nach und nach durch neue Leuchtmittel und Ideen erweitert wird. Längst sind die LEDs mit Apple HomeKit und anderen Smart-Home-Plattformen kompatibel, sodass sie sich flexibel verwenden lassen. Man könnte meinen, es gäbe gar keine Konkurrenten mehr – aber das stimmt so nicht. Möbelhändler Ikea und die Hersteller Belkin sowie Elgato dürften die namentlich bekanntesten Mitbewerber sein. Und es gibt auch kleinere Unternehmen. So manche Lampen lassen sich sogar mit Hue kombinieren. Dadurch spart ihr unter Umständen Geld.

Gibt es Hue-Alternativen? (Foto: Philips)

Gibt es Hue-Alternativen? (Foto: Philips)

Verschaffen wir uns einen Überblick….

Osram Lightify

Lightify von Osram ist Philips Hue schon sehr ähnlich. Auch hier benötigt ihr erst einmal eine Art Basisstation, über die ihr zahlreiche Geräte bzw. Lampen ansteuert. Mit der App bedient und konfiguriert ihr alles so, wie ihr es wünscht.

Gartenlampen hat Osram im Angebot. (Foto: Osram)

Gartenlampen hat Osram im Angebot. (Foto: Osram)

Oftmals ist Lightify ein klein wenig günstiger als der prominentere Mitbewerber. Und trotzdem seid ihr zu keiner Zeit eingeschränkt. Bewegungsmelder, Wandschalter, diverse Lampen-Arten (GU10, LED-Band, Deckenleuchten und vieles mehr) – was will man mehr? Vielleicht LED-Gartenspots? Die hat Philips nicht im Angebot, dürften aber auf der Terasse des modernen Smart Homes eine prima Figur machen.

Interessant: Dank Zigbee Light Link-Standard könnt ihr euer womöglich schon vorhandenes Hue-System mit Lightify-Lampen erweitern.

Ikea Tradfri – Home Smart Beleuchtung

Sozusagen ein Newcomer im Smart-Home-Sektor ist Ikea. Das schwedische Unternehmen möchte nicht nur Möbel verkaufen, sondern auch „intelligente“ Lampen für die eigenen vier Wände. Bewegungsmelder, Dimmer und normale LED-Leuchten gehören zum Grundsortiment. Erweiterungen für Schränke und LED-Lichtpaneele gibt’s ebenfalls. Oder wie wäre es mit LED-Türen für den Küchenschrank?

Eine Steuerung erfolgt ebenso über die dazugehörige App, für Tradfri ist außerdem eine Fernbedienung erhältlich.

Was an Tradfri spannend sein dürfte: Ikea möchte das Sortiment fortlaufend vergrößern und eng mit anderen Produkten aus dem Portfolio verbinden. Sehr einfach lassen sich also Möbel mit smarten LEDs ausstatten, was Fans wohl gefallen dürfte. Bedauerlich dagegen: Obwohl Tradfri auch auf Zigbee Light-Link basiert, lassen sich die Lampen nicht mit Philips Hue oder Lightify kombinieren. Dafür aber wird die Beleuchtung bald mit Alexa, Google Assistant und HomeKit kommunizieren.

Belkin WeMo

WeMo von Belkin besitzt keine allzu umfangreichreiches Auswahl, aber reguläre LED-Lampen und Sensoren sind auch hier verfügbar. Außerdem lassen sich die Leuchtmittel in Osram Lightify integrieren sowie mit Alexa und Google Home steuern. IFTTT wird ferner unterstützt, was sehr viel Spielraum für Experimente bieten dürfte.

WeMo von Belkin. (Foto: Belkin)

WeMo von Belkin. (Foto: Belkin)

Über eine spezielle Bridge soll WeMo bald mit HomeKit funktionieren, sonst fehlen dem System nennenswerten Alleinstellungsmerkmale. Oder anders gesagt: Gegenüber den Mitbewerbern bekommt ihr keine noch nie dagewesenen Funktionen. Dafür aber sind die Sets im Vergleich etwas günstiger als die der Konkurrenz.

Elgato Avea

Elgato möchte es Kunden mit Alvea einfach machen. Eine aufwändige Installation ist nicht nötig, um bis zu 20 Lampen miteinander zu verbinden. Über Bluetooth LE steuert ihr die Avea Bulb (E27-Fassung) oder die attraktiven Stimmungsleuchten Avea Sphere und Avea Flare am Smartphone. Die sorgen für eine angenehme Atmosphäre, doch kommt Alvea schnell an die Grenzen. Eine Anbindung zu Alexa, Google Home oder HomeKit existiert nicht, auch dürft ihr sie nicht mit Lightify, Hue oder anderen Systemen vereinen.

Für den smarten Einstieg ist der Ansatz durchaus geeignet – wenn es eben zum Beispiel eine schöne Nachttisch- oder Wohnzimmer- Lampe sein soll, die ihr via App kontrollieren wollt.

Innr

Billiger als Hue und Co., aber mit fast identischen Features. Spots, LED-„Glühbirnen“, Strips, Deckenlampen, Fernbedienung – darauf beschränkt sich Innr (derzeit). Ihr könnt die Leuchtmittel sogar problemlos mit der Philips Hue-Bridge verbinden, wenn ihr eine solche bereits besitzt.

Das Starterkit von Innr. (Foto: Innr)

Das Starterkit von Innr. (Foto: Innr)

Vor allem der Preisvorteil und die Kompatibilität zu Hue dürften für einige reizvoll sein. Ansonsten bekommt ihr auch bei Innr eine App-Kontrolle, ansprechender Starter-Kits mit Dimmern und eine leichte Installation.

Weitere Anbieter

Das Angebot an Hue-Alternativen wächst kontinuierlich, einige Unternehmen sind noch gar nicht in Deutschland vertreten. Dabei hat beispielsweise LIFX ansprechende LED-Lampen mit Nachtsicht-Funktion parat, die sich unauffällig überall integrieren lassen. Xiaomi Yeelight richtet sich an preisbewusste Nutzer, allerdings ist das System des chinesischen Konzerns nur als Import erhältlich. Auch nicht in Deutschland verfügbar ist Emberlight, das jede noch so alte Glühlampe in ein „Smart Light“ verwandelt. Möglich wird dies durch eine entsprechende Fassung.

Einen echten Favoriten kann ich persönlich gar nicht auswählen, da fast jeder Anbieter seine Vor- und Nachteile besitzt. Clever ist zweifelsohne die Idee von Ikea, da man smarte LEDs passend zur Wohnung verkauft. Aber auch Lightify und Innr halte ich für gute Systeme, weil sie sich im Zweifel mit Philips Hue kombinieren lassen und von Haus aus flexibel zu gebrauchen sind.

Dennoch muss man dem Platzhirsch lassen, dass er Vorreiter ist. Nur hier erhaltet ihr bereits jetzt volle Kompatibilität zu sämtlichen Sprachassistenten wie Google Home, HomeKit/Siri und Alexa. Zudem ist die Plattform (recht) offen für Entwickler, was eine echte Vielfalt an erhältlichen Apps zur Folge hat.

Ein Kommentar zu “Philips Hue: Welche smarten Alternativen gibt es?

  1. Alles Dreck, ich warte darauf dass ein Hersteller nicht annimmt, dass jeder ein Handyjunkie ist und sich 24/7 mit Wlan vertrahlen möchte und ein System herstellt, was sich über LAN an den Computer verbinden und von da steuern lässt oder gleich eine gescheite Fernbedienung entwickeln die auch nur dann Steuerimpulse sendet, wenn sie gebraucht wird, ohne dass man dauerhaft WLAN aktivieren muss.

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