Hue Sync: Synchronisiert eure Philips Hue-Lampen mit Filmen, Musik und Spielen

Nutzt vorhandene Hue-Lampen, um eure Wohnung bei Musik, Filmen und Spielen in ein Farbenmeer zu tauchen. Hue Sync ist sozusagen Ambilight zum Nachrüsten. Und einfach einzurichten ist das auch.

Hue Entertainment vor einigen Monaten war der Anfang, nun geht’s mit der jetzt veröffentlichten Software Hue Sync weiter. Diese ist auf der extra eingerichteten Webseite für Windows 10 und macOS erhältlich. Was sie verspricht? Die Synchronisation eurer Beleuchtung mit Medieninhalten, die ihr auf eurem Rechner verwendet. Und ja – das ist schon ganz cool.

Vor dem Start von Hue Sync

Ich probierte bereits Hue Entertainment mit der Software von Razer aus. Letztlich baut Hue Sync auf diesem Ansatz auf. Das heißt auch: Bevor ihr loslegen könnt, sollt ihr in der aktuellen Hue 3.0 App auf eurem Smartphone oder Tablet einen Entertainment-Bereich erstellen. Dies erledigt ihr unter Einstellungen -> Entertainment-Bereiche.

Erst einmal müsst ihr Entertainment-Bereiche in der Hue-App einrichten. (Foto: Screenshot)

Erst einmal müsst ihr Entertainment-Bereiche in der Hue-App einrichten. (Foto: Screenshot)

Wozu das gut ist? Ihr müsst eurem gesamten Hue-System mitteilen, welche Lampen passend zu Musik und Co. leuchten sollen. Zum Testen wählte ich meine Hue Go aus, die sich sonst im Schlafzimmer befindet, nun aber am Rechner ihren Zweck erfüllen sollte. Die Hue 3.0 App erkennt selbstständig geeignete farbige LEDs. Meine alten im Wohnzimmer sind zwar verwendbar, aber besitzen nicht die optimale Leuchtkraft. Dagegen würde auch mein Lighstrip Plus (in der Küche) funktionieren. Kurz: Für eure Einsatzzwecke finden sich die korrekten Leuchtmittel, um eingangs erwähntes Ambilight nachzuempfinden.

Wie gesagt: Meine Hue Go wanderte ins Arbeitszimmer, für dieses richtete ich einen neuen Entertainment-Bereich ein. Und los konnte die „Spielerei“ beginnen…

Philips Hue Sync installieren

Die Software für Windows 10 und macOS ist schnell installiert, die Vorgehensweisen sind selbsterklärend. Euer PC sollte sich im gleichen Netzwerk wie Philips Hue befinden, einmalig betätigt ihr für die Erkennung den Button auf eurer (eckigen, also neueren) Hue Bridge. Danach lassen sich die zuvor generierten Entertainment-Bereiche aufrufen und den eigenen Vorstellungen anpassen. Spätestens hier wird’s interessant.

Es kann gleich losgehen. (Foto: Screenshot)

Es kann gleich losgehen. (Foto: Screenshot)

Für den Alltag oder einfach so könnt ihr im Bereich „Szenen“ schlicht typische Szenen auswählen – zum Lesen, Entspannen oder Konzentrieren. Sehr viel spannender sind die Optionen „Musik“ und „Video“. Denn in diesen startet ihr eine Synchronisation der Lampen mit Medieninhalten, die auf eurem Computer abgespielt werden (sollen). Wählt die Intensität, entscheidet euch, ob ihr bei Videos auch Audio mit einbeziehen möchtet und entscheidet euch für eine favorisierte Farbpalette (bei Musik).

Einfacher geht's kaum. (Foto: Screenshot)

Einfacher geht’s kaum. (Foto: Screenshot)

Ganz ehrlich: Schon bei meinen ersten Versuchen mit Spotify und ein paar Youtube-Videos wurde ich überrascht. Tatsächlich klappt das ganz hervorragend, gerade bei der Synchronisation auf „Hoch“ und „Intensiv“. Hue Sync kommt Ambilight schon sehr nahe.

Hue Sync und Spiele

Ähnlich wie bei Videos funktioniert auch die Synchronisation mit Spielen. Das, was auf dem Bildschirm dargestellt wird, kann durch Hue-Lampen in der Nähe des Monitors farblich untermalt werden. Letztlich gilt das nicht nur für Games, sondern für alles, was auf dem Desktop präsentiert wird. Fotos mit grünem Hintergrund? Die LEDs zeigen grüne Farbtöne an. Ein helles Office-Dokument? Ihr könnt es euch denken.

Auch die Razer-Integration könnt ihr nutzen. (Foto: Screenshot)

Auch die Razer-Integration könnt ihr nutzen. (Foto: Screenshot)

Aber: Auch hier bin ich zufrieden mit den Resultaten, eben weil es sich bei Hue Sync um eine kostenfreie Erweiterung des Herstellers handelt. Nicht immer klappt die Immersion perfekt, was sich bei schnellen Spielen mit sich entsprechend häufig ändernden Szenarien bemerkbar macht. Dennoch sind die Ergebnisse wirklich gut – trotz der dezenten Verzögerung.

Interessant ist außerdem, dass sich Hue Sync nicht mit der Razer Synapse-Software beißt. Ganz im Gegenteil. In den Sync-Optionen erhaltet ihr unter „Allgemeine Einstellungen“ einen Schalter zum Synchronisieren mit euren Zubehörprodukten von Razer. Somit könnt ihr eure kompatiblen Tastaturen oder Mäuse in das Lichtspektakel einbinden.

Die Grenzen von Hue Sync

Nutzt ihr euren Rechner als Multimedia-Zentrale, um euch Mediatheken, Netflix und Co. zum Beispiel am HDTV anzuschauen, kommt ihr im besten Fall einem Ambilight-System schon recht nahe. Ein paar Hue Go-Lampen, vielleicht noch ein Lightstrip als indirekte Beleuchtung und farblige LEDs für die Decken- sowie Steh-Lampen – mit dieser kleinen Software erlebt ihr eindrucksvoller Filme, Videos und Musik in den heimischen vier Wänden. Doch genau hier sehe ich ein Problem…

Ein einfacher Test mit einer Hue Go erzeugt schon erstaunliche Ergebnisse. (Foto: Sven Wernicke)

Ein einfacher Test mit einer Hue Go erzeugt schon erstaunliche Ergebnisse. (Foto: Sven Wernicke)

Spätestens dann, wenn ihr Apple TV, Fire TV, Xbox One, PS4 und ähnliche Geräte sowie Streamingplayer benutzt, ist Hue Sync für euch kaum eine Bereicherung. Dort, wo sich dieses Synchronisationstool am wohlsten fühlen würde, steht meist kein PC herum. Und machen wir uns nichts vor – für die wenigsten ist es eine schöne Lösung, einen Laptop an den Fernseher anzuschließen. Vor allem nicht, wenn es „nur“ um eine solche Lichtsteuerung geht.

Für die Zukunft wünsche ich mir einen Ausbau von Hue Entertainment auf andere Plattformen, die für das namensgebende Entertainment im Wohnzimmer besser ausgelegt sind. Der Anfang ist gemacht, die Umsetzung ist stimmig und erstaunlich, die Möglichkeiten sind facettenreich. Schaut ihr viel am Rechner oder habt ihr einen (Mini-)PC als Streaming-System am Start, werdet ihr mit Hue Sync eure Freude haben.

Ein genereller Tipp zum Abschluss: Möchtet ihr euren Monitor mit visuellen Effekten durch Hue-Lampen erweitern, entscheidet euch immer für eine indirekte Beleuchtung. LEDs bringt ihr am besten hinter dem Display an, mobile Lampen wie Hue Go sollten euch nicht frontal anstrahlen. Ein Lightstrip Plus an die Rückseite des Monitors geklebt – ich könnte mir gut vorstellen, dass das hervorragend aussieht.

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