Bier am Grill

Kühles Bier zapfen im Garten

Kompakte Bierzapfanlagen sorgen für ausreichend Druck und kühlen das Bier. Achtet nur auf die richtigen Anschlüsse.

Ein warmer Sommerabend und ein kühles Bier – was passt besser zusammen? Wenn ihr dann noch ein paar Freunde in euren Garten einladet (bei ausreichend Abstand und Frischluft), fehlt nur noch eine Zapfanlage, schon könnt ihr im Grünen frisches Bier genießen.

Bierzapfanlagen für den privaten Gebrauch sind so kompakt, dass ihr sie auch auf den Balkon stellen könnt, wenn ihr keinen eigenen Garten habt, oder sogar in eure Küche.

Wie groß soll denn das Fass sein?

Bei diesen kompakten Zapfanlagen steht das Fass nicht unter dem Tisch, sondern wird in das Gerät eingesetzt. Das spart euch Aufwand beim Anschluss, aber auch bei der Reinigung. Allerdings legt ihr euch damit auf eine Fassgröße fest.

Bierzapfanlage Ezetil EBCD BeerCooler

Trotz des eckigen Designs: In die Bierzapfanlage Ezetil EBCD BeerCooler passt ein 5 Liter großes Partyfass (Bild: Ezetil)

Meistens findet ihr Bierzapfanlagen mit 2, 5 oder 6 Litern Fassungsvermögen. Für den Hausgebrauch eignen sich die 2 Liter, wenn ihr also im Familienkreis frisch gezapftes Bier genießen wollt. 5 oder 6 Liter große Fässchen dagegen können schon eine kleine Party versorgen.

Wenn ihr mit vielen Gästen feiert, müsst ihr das Fass durchaus mehrmals wechseln. Das ist sogar ein Vorteil, denn ihr solltet es vermeiden, ein großes Fass langsam zu leeren. Denn auch im Fass kann das Bier schal werden.

Wenn ihr euch die Bierzapfanlage für eine größere Feier anschafft, denkt daran, dass ihr später auch mal kleiner feiern und dabei frisch gezapftes Bier genießen wollt.

Es gibt aber auch Gründe, die für ein Untertischgerät sprechen. Ihr könnt Fässer in unterschiedlicher Größe anschließen. Vielleicht gefällt euch auch einfach die Optik besser. In der Leistung unterscheiden sie sich jedenfalls nicht grundlegend.

Auf die Anschlüsse der Zapfanlage achten

Zuerst solltet ihr euch überlegen, welches Bier ihr zapfen wollt. Da die Fässer verschiedene Anschlüsse haben, unterscheiden sich auch die Zapfanlagen diesbezüglich.

Wenn ihr also euer Lieblingsbier direkt anschließen wollt, informiert euch vorher, welche Zapfanlagen dazu passen. Doch es gibt auch Adapter, um verschiedene Systeme miteinander kompatibel zu machen. Manchmal liegen diese Adapter sogar schon bei.

Warum der Druck beim Bierzapfen so wichtig ist

Vom Druck hängt ab, wie gut ihr die Reste aus dem Fass bekommt. Hier macht es keinen Unterschied, ob die Zapfanlage Luft oder Kohlendioxid (CO2) ins Fass pumpt, um den Druck zu erhöhen.

CO2-Kartusche

Diese CO2-Kartusche wird bei der Bierzapfanlage Clatronic BZ 3740 bereits mitgeliefert (Bild: Clatronic)

Der Druck beeinflusst aber auch, wie lange sich das Bier im Fass hält. Mit weniger Druck im Fass verliert das Bier schneller Kohlensäure, es schmeckt schal. Das passiert insbesondere dann, wenn das Fass zur Neige geht.

Bei Kohlendioxid tritt dieser Effekt nicht ganz so stark auf. Allerdings benötigt ihr CO2-Kapseln oder -Kartuschen für die Zapfanlage. Ihr müsst euch also regelmäßig um Ersatz kümmern und auch die Kosten dafür tragen.

Konstanter Druck im Fass nur mit Kompressor

Bei günstigen und einfachen Bierzapfanlagen müsst ihr den Druck im Fass manuell aufbauen. Komfortabler ist es bei Geräten mit einem eingebauten Kompressor. Der verbraucht zwar Energie, dafür bleibt der Druck aber auch konstant.

Mit dem Perfect Draft System hat Philips sich etwas Besonderes ausgedacht. Im Fass steckt noch ein Kunststoffbeutel. Erst darin befindet sich das Bier. Der Kompressor erzeugt einen Druck im Fass. Der drückt den Kunststoffbeutel soweit zusammen, dass sich keine Luft darin befindet. Auf diese Weise soll das Bier 30 Tage lang frisch bleiben. Beim Zapfen erhöht ihr den Druck leicht und das Bier fließt heraus.

Nur kühles Bier schmeckt richtig gut

Das Bier soll nicht nur fließen, sondern auch schön kühl bleiben. Am besten gelingt dies mit einer elektrischen Kühlung. Ihr könnt dann die Temperatur wählen, meist zwischen 2 und 12 Grad.

Bei einer passiven Kühlung bettet ihr das Fass in Kühlakkus. Es gibt unterschiedliche Konstruktionen. Das Ziel ist immer das gleiche: Die aktuelle Temperatur soll gehalten werden. Bevor ihr ein Fass an die Zapfanlage anschließt, solltet ihr es bereits heruntergekühlt haben.

Es gibt auch Bierzapfanlagen ohne Kühlung. Dann heißt es ebenfalls: das Fass gut kühlen, bevor ihr es anschließt. Dann aber: schnell trinken.

Wenn ihr keine Möglichkeit habt, mehrere Bierfässer herunterzukühlen und kühl zu halten, dann ist eine Bierzapfanlage mit elektrischer Kühlung die richtige Wahl.

Wie die Zapfanlage das Bier kühlt

Die elektrische Kühlung erfolgt über einen Durchlaufkühler. Es darf natürlich schon kalt aus dem Fass kommen, doch erst beim Zapfen wird es auf die exakte Temperatur gebracht, die ihr bestimmt.

Bei einem Trockenkühler läuft das Bier durch einen Kälteüberträger, der meist aus Aluminium besteht. Dadurch nimmt er nicht viel Platz weg, was kompakte Bierzapfanlagen für Zuhause ermöglicht. Er braucht lediglich ein paar Minuten Vorlaufzeit, um auf die gewünschte Temperatur zu kommen.

Nasskühler dagegen eignen sich auch dafür, Bier zu kühlen, das in großen Mengen gezapft wird. Dafür wird das Bier nicht nur auf einem kurzen Teilstück gekühlt, sondern gleich der ganze Schlauch. Der befindet sich dann in einem flüssigen Kältemittel, das die gewünschte Temperatur hält. Meist handelt es sich dabei um Wasser.

Diese Konstruktion benötigt aber etwas mehr Platz und ist deshalb nicht ganz so kompakt. Zudem müsst ihr das Wasser einfüllen und anschließend wieder ablassen, wenn ihr die Anlage nur für eine bestimmte Zeit aufbaut. Ihr müsst dann bis zu zwei Stunden warten, bis das erste kühle Bier fließt.

Stromverbrauch von Bierzapfanlagen

Kompakte Bierzapfanlagen für Zuhause arbeiten im Schnitt mit 65 Watt. Eine elektrische Kühlung oder ein Kompressor für die Erzeugung des Drucks erhöhen den tatsächlichen Energiebedarf.

Bierzapfanlage Bomann BZ 6029 CB

Die Bierzapfanlage Bomann BZ 6029 CB arbeitet an einer ganz normalen Steckdose (Bild: Bomann)

Einfache Zapfanlagen kommen auch mit weniger Energie aus. In der Regel benötigen sie eine Steckdose. Einige Modelle könnt ihr auch unterwegs am Zigarettenanzünder im Auto verwenden.

Bierzapfanlage kaufen. Oder doch selber brauen?

Auch bei Euronics könnt ihr kompakte Bierzapfanlagen kaufen:

Wenn ihr das Bier nicht nur genießen wollt, sondern euch auch selbst mit Hopfen und Malz beschäftigen: Hier im Trendblog haben wir euch schon den LG Homebrew, den Artbrew sowie den Whirlpool Vessi vorgestellt. Mit diesen Geräten könnt ihr selbst Bier brauen.

Und wenn es einfach nur darum geht, dass ihr immer perfekt gekühltes Bier in der Wohnung habt: Dafür gibt es Kühlschränke mit Kellerfach.

Fazit

Eine eigene kleine Bierzapfanlage statt einem Stapel Bierkisten im Keller? Es lohnt sich, denn selbstgezapftes Bier ist immer gut gekühlt. Vor allem schmeckt es besser als aus der Flasche.

Bierzapfanlagen für Zuhause sind kompakt, sie bieten genug Druck und sind für Fässer in mehreren Größen erhältlich – und damit auch für jeden Bedarf.

Beitragsbild: Unsplash/@papra

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