Kleine Mikrowellen: Praktische Helfer für Singles, Studenten und kleine Wohnungen

Die Küche ist kaum größer als ein Schuhkarton, aber eine kleine Mikrowelle wäre schön? Dann solltet ihr Folgendes beim Kauf beachten.

Mikrowellen sind toll! Viele Menschen stellen sich zwar Faulpelze und Alleinstehende vor, die aus Bequemlichkeit und fehlender Notwendigkeit heraus ihre Fertigspeisen in diesen erhitzen. Doch solche Vorurteile sind unangebracht. Denn eine Mikrowelle kann eine echte Bereicherung für den Alltag sein und beglückt euch ohne zu zögern, wenn’s mal schnell gehen muss. Kleine Mikrowellen richten sich nicht explizit an Single-Haushalte oder Studenten, denn oftmals fehlt auch Familien für ein solches Stück Technik einfach der Platz. Zum Beispiel in der winzigen Wohnung oder gar in der eigenen Laube in der Gartensparte.

Was macht kleine Mikrowellen aus?

Bei der Recherche nach kleinen Mikrowellen fiel auf: Die gerne auch Solo-Mikrowellen genannten Geräte reduzieren sich oftmals auf ein Minimum an Funktionalität, was ich persönlich sehr bedauerlich finde. Selbst besitze ich zwar eine größere Lösung, doch gerade Funktionen wie Heißluft und Grill sind eine enorme Bereicherung – gerade dann, wenn’s euch eben nicht nur ums schnöde Aufwärmen geht, sondern ihr auch knusprige Pommes, aufgebackene Brötchen oder eine (Fertig-)Pizza mit schön gebräuntem Käse wünscht.

Kleine Mikrowelle heißt auch kleiner Garraum. Aber mindestens 20 Liter sollten es schon sein. (Foto: Severin)

Kleine Mikrowelle heißt auch kleiner Garraum. Aber mindestens 20 Liter sollten es schon sein. (Foto: Severin)

Mein Tipp daher: Achtet vorrangig auf einen Garraum, der bei um die 20 Liter liegt. Abhängig von eurem zur Verfügung stehenden Platz lohnt ein Blick auf etwas größere Modelle bis 25 Liter. Unter 20 Liter dagegen sind keine praktikablen Produkte erhältlich. Mein Maßstab ist stets, dass mindestens eine Fertigpizza reinpassen sollte. Das ist bei Drehteller-Ausmaßen von (mindestens) 24,5cm gegeben.

Empfehlungen für gute Solo-Mikrowellen

Bevor ihr euch zur erstbesten, aber immerhin kleinen Mikrowelle greift, ein paar konkrete Empfehlungen. Diese Features empfinde ich als besonders praktisch….

  1. Inverter-Technologie: Gleichmäßiges, energiesparenderes und schnelleres Erhitzen von Speisen sprechen dafür, unter Umständen ein paar Euro mehr zu investieren.
  2. Grill-Funktion: Zum Glück ist ein Grill heutzutage fast schon Standard in einer qualitativ guten Mikrowelle. Das Toast Hawaii soll schließlich auch einen auch optisch schön überbackenen Käse erhalten.
  3. Heißluft: Sicherlich kein Standard und nicht in allen Fällen nötig, doch Heißluft ermöglicht das fettarme, sehr viel gesündere Frittieren. Hersteller bewerben dies mit Bezeichnungen wie „Slim Fry“ oder „Heißluftfrittieren“. Meist seid ihr dann aber schon bei Garräumen ab 25 Litern angekommen.
  4. Drehteller ein/ausschalten: Wozu solltet ihr einen Drehteller ausschalten? Nun, damit ihr eckige Formen im Innenraum verwenden könnt. Ein Auflauf in der Mikrowelle? Möglich!

Ob eure neue, kleine Mikrowelle nun 700 Watt oder 800 Watt besitzt und der Grill 900 Watt oder 1000 – das ist letztlich nicht entscheidend. Am Schluss reden wir über einige Sekunden Unterschied, die höhere Zahlen machen können. Klasse dagegen sind weitere Elemente wie Dampfgaren oder Ober- und Unterhitze. Das ersetzt fast vollständig einen herkömmlichen Ofen, ist aber häufig in eher größeren bis großen Mikrowellen zu finden. An anderer Stelle erklärte ich bereits, was moderne Mikrowellen bieten.

Moderne Mikrowellen: 5 praktische Funktionen, die ihr (vielleicht) noch nicht kanntet

Nur welche kleine Mikrowelle eignet sich für euch? Schauen wir uns einige Kandidaten genauer an…

Severin MW 7875: Kleine Mikrowelle ohne Schnickschnack

Zu viel Text, ihr braucht schnell eine Mikrowelle, die einfach ihren Dienst verrichtet? Hier kommt die Severin MW 7875, die sicherlich exemplarisch für sehr viele attraktive, kompakte Mikrowellen steht, ins Spiel. 700 Watt Leistung, separater Grill, diverse (Kombi-)Programme, attraktives Design, guter Preis – passt.

Attraktiv sieht die Severin MW 7875 auch aus. Sie ist eine von vielen kleinen Mikrowellen. (Foto: Severin)

Attraktiv sieht die Severin MW 7875 auch aus. Sie ist eine von vielen kleinen Mikrowellen. (Foto: Severin)

Die MW 7875 ist auf das Wesentliche reduziert, was wohl für diejenigen genügt, die zum Beispiel selten daheim sind. Die stört es dann wenig, dass zum Beispiel der Garraum lackiert ist statt aus Emaille oder mit antibakterieller Beschichtung.

LG MS2535GIB: Kompakt, aber viele Funktionen

Darf’s ein bisschen mehr sein? Die LG MS2535GIB ist nur geringfügig größer als eine typische 20-Liter-Mikrowelle, bietet aber stolze 25 Liter Garraum. Trotz der kompakten Ausmaße bekommt ihr erstaunlich viel Komfort geboten. Durch die LG-eigene Smart Inverter Technologie erwärmen sich Speisen schnell und gleichmäßig. Hinzu gesellen sich ein antibakterieller Innenraum, ein Energiesparmodus, diverse Garprogramme und eine Kindersicherung.

Die LG MS2535GIB ist eine etwas größere Solo-Mikrowelle. (Foto: LG)

Die LG MS2535GIB ist eine etwas größere Solo-Mikrowelle. (Foto: LG)

28 Automatikprogramme stehen ebenso zur Verfügung. Dank bis zu 1200 Watt ist das schnelle Kochen und zügige, aber schonende Auftauen keine Herausforderung für die LG MS2535GIB. Was mir auch gefällt, das ist der Drehring, der durch einen hexagonalen Rollenkranz stabilisiert ist. Oder anders gesagt: Er liegt zentral auf und kann nicht kippen oder verrutschen. Genau das nervt mich immer bei nahezu allen Standard-Mikrowellen.

Panasonic NN-DF 383 BGPG: Nicht klein, aber oho

Die Panasonic NN-DF 383 BGPG ist zwar nicht mehr klein und bietet 23 Liter Garraum. Aber sie könnte unter Umständen euren regulären Herd überflüssig machen – wenn ihr in der Küche Platz sparen wollt und einen großen Ofen nicht benötigt. Denn die Mikrowelle ist zusätzlich mit einem Grill ausgestattet, der über Ober/Unterhitze verfügt. Oben 1000 Watt, unten 600 Watt – der Quartzgrill eignet sich also auch zum Backen bei bis zu 200 Grad. Ein Backblech liegt nicht zufällig dem Lieferumfang bei.

Diese Mikrowelle ersetzt auch einen Ofen. (Foto: Panasonic)

Diese Mikrowelle ersetzt auch einen Ofen. (Foto: Panasonic)

Auch der Rest überzeugt: Sensorautomatik-Programme, 1000 Watt Mikrowellen-Leistung, Kindersicherung und kompletter Verzicht auf einen Drehteller zeigen: Die Panasonic NN-DF 383 BGPG ist auf der Höhe der Zeit. Und gut sieht sie ebenfalls aus.

Severin MW 7865: Kleine Mikrowelle mit Grill und Heißluft

Es gibt kaum eine Solo-Mikrowelle, die auch über Heißluft verfügt. Daher ist die Severin MW 7865 eine Ausnahme: Trotz 20 Liter Garraum verfügt sie über einen Grill und eine Heißluft-Funktion. Dank einer Pizzataste bekommt ihr so schnell zu einem gewünschten Ergebnis, das mit dem eines großen Ofens vergleichbar ist.

Kleine Mikrowelle mit Heißluft? Ja, gibt es auch. (Foto: Severin)

Kleine Mikrowelle mit Heißluft? Ja, gibt es auch. (Foto: Severin)

10 Leistungsstufen (inklusive Auftauen und Grillen) sowie 9 Automatik-Kochprogramme sollten für den Alltag mehr als genügen. Und trotzdem ist und bleibt die MW 7865 preislich attraktiv und angenehm klein.

Was ist euch an einer kleinen Mikrowelle wichtig? Und welche habt ihr euch zugelegt? Ich freue mich über Kommentare unter diesen Zeilen.

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