Flair Espresso: Handmaschine für den reisenden Kaffee-Connaisseur

Eine Espressomaschine ganz ohne Elektrik? Das will die Flair Espresso bieten, die sich derzeit auf Kickstarter präsentiert. Den notwendigen Druck erzeugt man per Muskelkraft.

Espressomaschinen gibt es jede Menge, schließlich gehört Kaffee zu den Lieblingsgetränken der Deutschen. Aber eine Espressomaschine ganz ohne Elektronik? Flair Espresso sucht gerade auf Kickstarter Unterstützung für eben eine solche Maschine, die nur dazu gedacht ist, das heiße Wasser per Hand durch das Kaffeemehl zu drücken. Das folgende Video stellt die Hand-Espressomaschine Flair Espresso vor:

Im praktischen kleinen Reisekoffer befindet sich die Flair Espressomaschine, die laut Kickstarter in den letzten sechs Jahren so weit perfektioniert wurde, bis wirklich alle unnötigen Teile weggelassen werden konnten. Das Ergebnis ist die Flair Espresso – eine Maschine, die auf das Minimum reduziert wurde.

Minimalistisch, stabil und schnell aufgebaut

Der Koffer misst 32cm x 23cm x 8cm, die aufgebaute Maschine ist circa 25 cm hoch und benötigt 30cm x 15cm Standfläche. Sie wiegt knapp 2 kg.

Die Maschine ist mit ein paar Handgriffen ohne Werkzeug in weniger Zeit aufgebaut, als eine klassische elektrische Espressomaschine zum Vorheizen braucht. Eigentlich muss nur die Hebeleinheit auf die Bodenplatte gesetzt werden, dazu kommt noch eine Abstellplatte für die Espressotasse.

flair-espresso-koffer

Hauptsächlich besteht die Flair Espresso aus Edelstahl und Aluminium, und das ist auch gut so. Schließlich muss das System eine Menge Druck aushalten. Denn das heiße Wasser wird nicht mittels einer Pumpe durch das Kaffeemehl gedrückt, sondern mit Muskelkraft.

Die Flair Espresso mahlt nicht und erhitzt kein Wasser

Mit dem Aufbau der Flair Espresso ist es allerdings noch nicht getan. Die Bohnen müssen mit einer Mühle gemahlen werden, das Wasser wird in einem Kessel oder Wasserkocher auf die gewünschte Temperatur gebracht. Erst jetzt kommt die Flair Espresso zum Einsatz.

Der Messbecher für das Kaffeepulver dient auch als Tamper (Stempel), mit dem man das Pulver im Edelstahlfilter ganz nach Wunsch festdrückt. Je grober das Pulver, desto fester muss man es zusammendrücken.

Der Behälter mit dem Pulver kommt auf die Flair Espressomaschine, dann wird noch der Wasserbehälter daraufgesetzt. Wer es ganz genau nimmt, temperiert den Metallbehälter schon vor, damit er nicht das perfekt temperierte Wasser abkühlt, das dann bis zur Markierung eingefüllt wird. Dazu sollte man heißes Wasser durch ihn laufen lassen. Zum Aufkochen nutzt man am besten einen Wasserkocher mit Temperaturanzeige, um das Wasser auf genau die gewünschte Temperatur aufzuheizen.

Jetzt wird noch ein Kolben eingesetzt und das Wasser per Hebel und Muskelkraft durch das Kaffeemehl gedrückt.

Welcher Druck dabei entsteht (in der Regel zwischen 8 Bar und 16 Bar) wird durch den Mahlgrad des Kaffeepulvers bestimmt, und dadurch, wie fest man das Pulver zusammengedrückt hat. Auch die Geschwindigkeit und Kraft, mit der man den Hebel herunterdrückt, spielen einen Rolle.

Flair hat eine ausführliche Videoanleitung ins Netz gestellt, bei der man die Zubereitung vom Aufbau der Flair Espresso bis zum fertigen Espresso verfolgen kann:

Flair Espresso bietet viele Möglichkeiten, mit seinem Kaffee zu experimentieren

Obwohl die Flair Espressomaschine so minimalistisch ist, kann man also an vielen Stellschrauben drehen, um schließlich den Kaffee herauszubekommen, der einem am besten schmeckt. Den letzten Ausschlag gibt dann immer das das Gefühl, mit dem man den Hebel der Flair Espressomaschine betätigt.

Nach zwei bis fünf Versuchen soll man den Dreh (oder vielmehr den Druck) laut einem Kommentar auf Kickstarter raushaben und dann jedes Mal den perfekten Espresso erhalten. Idealerweise sollte eine Extraktion zwischen 25 und 45 Sekunden dauern. Braucht man mehr oder weniger Zeit, muss man den Mahlgrad oder den Druck variieren, mit dem man das Kaffeemehl im Träger zusammenpresst.

Finanzierung soll durch Kickstarter gesichert werden.

Noch bis zum 24.11.2016 läuft die Finanzierung auf Kickstarter. Momentan liegt der günstigste Preis bei umgerechnet 91 Euro für eine Flair Espresso. Kommt die benötigte Summe für eine Produktion zusammen, sollen die Maschinen noch im Dezember 2016 verschickt werden. Die kurze Zeit zwischen erfolgreicher Finanzierung und Versand erklärt sich wahrscheinlich aus der langen Vorlauf- und Optimierungsphase und aus der Tatsachen, dass eben keine komplizierte Elektronik in der Flair Espresso steckt.

Flair Espresso mit Zubehör

Flair Espresso mit Zubehör

Flair Espresso: Echter Espresso mit Crema in Handarbeit

Bei aller Begeisterung für Minimalismus und Handarbeit sollte man aber nicht vergessen, dass die Flair Espressomaschine allein nicht genügt, um einen Espresso zuzubereiten. Eine verstellbare Kaffeemühle und ein Wasserkocher braucht man außerdem. Hat man aber diese Dinge bereits, ist die Flair Espresso durchaus eine interessante Alternative zur klassischen Mokkakanne, die auf den Herd gestellt wird. Schließlich erhält man bei der Flair Espressokanne einen echten, mit viel Druck erzeugten Espresso, auf dem eine richtige Crema schwimmt. Die gibt es bei Mokkakannen nicht. Dafür sind die aber auch ein ganzes Stück günstiger.

Hier im Blog haben wir euch unlängst 7 Möglichkeiten vorgestellt um schwarzen Kaffee zuzubereiten und dazu alle notwendigen Maschinen für leckeren Kaffee. Die findet ihr zahlreich natürlich auch bei Euronics.

Bildquelle: Kickstarter

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