JURA Z6: Puls-Extraktions-Verfahren soll Kaffeegenuss optimieren

Neulich wurde in geselliger Runde wieder einmal die Frage aufgeworfen, ob ein guter Kaffee aus einem Vollautomaten kommen muss und aus welchem. Dazu gereicht wurde ein Espresso, der mit einer JURA-Maschine zubereitet wurde. Dem ließ sich nicht viel entgegenhalten – vielleicht der hohe Preis. Doch mich machte es auch neugierig, was an den Geräten von JURA so besonders ist. Hier die Antwort.

Das Prinzip der Espressomaschinen ist eigentlich immer gleich: 90 Grad heißes Wasser wird mit einem Druck von 9 bar durch grob gemahlenen Kaffee gepresst. Diesen Prozess will JURA in seinen Maschinen veredelt haben. Die Spitzenmodelle verfügen über das Vorbrühsystem I.P.B.A.S. und den Puls-Extraktionsprozess P.E.P. Dadurch sollen sich die Kaffeearomen optimal entfalten. Das heiße Wasser wird dabei in einem Takt durch das Kaffeemehl gedrückt, der von der genauen Wassermenge abhängt. Ziel ist eine optimale Extraktionszeit und schließlich eine noch bessere Qualität des Getränks.

Diese Technik findet sich im aktuellen Spitzenmodell, der JURA Z6, aber auch schon in günstigeren Modellen wie der JURA E8. Trotz ihrer wuchtigen Maße (32 x 38 x 45 cm, 11,5 kg) sind alle wichtigen Elemente der JURA Z6 von vorne zu erreichen – der beleuchtete Wassertank genauso wie der Behälter für die Kaffeebohnen. Neben der Standardausführung in Satinsilber gibt es die Z6 als Jubiläumsmodell auch mit Partien aus Carbon.

Eine eigene Kaffeespezialität erfinden

Die einzelnen Kaffeespezialitäten lassen sich über ein Touchdisplay am Gerät auswählen, aber auch per JURA Coffee App von einem Tablet mit Android oder iOS. Dann muss allerdings der Vollautomat zuvor noch mit dem Bluetooth-Sender Smart Connect aufgerüstet werden. Es lassen sich auf diese Weise auch neue Kreationen zusammenstellen, die sich in Kaffeestärke, Temperatur, Füllmenge und Milchbeigabe unterscheiden.

Die Jura Z6 bietet zahlreiche Kaffeespezialitäten, die auch übers Tablet ausgewählt werden können (Bild: Jura)

Die JURA Z6 bietet zahlreiche Kaffeespezialitäten, die auch übers Tablet ausgewählt werden können (Bild: JURA)

Das frisch aufgebrühte Getränk wird in ein oder zwei Tassen ausgegeben, wobei sich die Kaffeestärke in zehn verschiedenen Stufen variieren lässt. In zehn Varianten kann auch die Milch zubereitet werden – mit unterschiedlicher Temperatur und Konsistenz. Ein Keramikventil reguliert dabei automatisch die Luftzufuhr, sodass die Milch entweder nur erhitzt oder fein aufgeschäumt wird. Voraussetzung ist eine gut gekühlte Milch, die in einem separaten Behältnis von JURA, dem Cool Control Wireless, konstant auf 4 Grad gehalten werden soll.

Auf das Wasser kommt es an

Neben einer guten Maschine hängt guter Kaffee aber auch von elementaren Faktoren ab. Das Wasser sollte frisch sein, Mineralien und Sauerstoff enthalten und keine zu hohe Wasserhärte aufweisen. Vor allem die Mineralien sorgen dafür, dass sich das Kaffeearoma voll entfalten kann. JURA gibt an, darauf Wert zu legen: In einer Z6 soll deshalb immer nur so viel Wasser gefiltert werden, wie für die Zubereitung notwendig ist. Die CLARIS-Filterpatronen sollen nicht nur eine gleichbleibende Qualität des Wassers sicherstellen, sondern auch vor einer Verkalkung der Maschine schützen. Das Intelligent Water System I.W.S. soll erkennen, ob eine CLARIS-Filterpatrone eingesetzt ist und wann diese gewechselt werden muss. Der Vollautomat und CLARIS Smart kommunizieren dafür per RFID.

Mit der Jura Z6 kann sich jeder seine eigene Kaffeekreation zusammenstellen (Bild: Jura)

Mit der JURA Z6 kann sich jeder seine eigene Kaffeekreation zusammenstellen (Bild: JURA)

Mit diesem Wissen bin ich mir allerdings immer noch nicht schlüssig, ob sich die Anschaffung einer JURA für mich lohnt, denn ich trinke zuhause wesentlich mehr Tee als Kaffee. Jedoch habe ich endlich verstanden, warum Kaffee aus einem professionellen Vollautomaten deutlich besser schmecken kann als der Kaffee, der aus meinem heimischen Espressokännchen kommt. Dort fehlt nicht nur Druck, sondern auch intelligente Technik. Ich freue mich daher jetzt schon auf die nächste Einladung. Neben einem Espresso wird dann hoffentlich auch wieder selbstgebackenes Cantuccini gereicht. Lecker.

Mit der JURA Z8 gibt es jetzt auch einen Nachfolger für die beliebte Z6. Dank zweier Thermoblöcke können nun Kaffee und Milch gleichzeitig zubereitet werden. Einsteiger sollten sich die JURA Ena 8 anschauen. Sie arbeitet ebenfalls mit den bewährten JURA-Verfahren I.P.B.A.S. und Puls-Extraktionsprozess, ist dabei aber schön kompakt und zumindest etwas günstiger.

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