Mein smartes Zuhause: So habe ich meine Wohnung komplett automatisiert

Euronics-Mitarbeiterin Corina Maly hat ihr Zuhause komplett automatisiert. Hier stellt sie vor, wie sie verschiedene Smart-Home-Systeme vereint hat, wie das ihren Alltag ungemein bereichert und wie sie damit sogar Geld spart.

Angefangen hatte alles mit einem Telekom Smart Home Angebot und einen Sicherheitsgefühl das ich befriedigen wollte. Außerdem fand ich den Heizkosten-Spareffekt auch sehr spannend: Geld sparen mit Hilfe des Smart Home? Eine Herausforderung!

Die ersten Geräte waren Heizthermostate, ein Sensor für die Wohnungstür und ein Rauchmelder. Auf Reisen ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass zuhause alles ok ist. Sobald der Rauchmelder losgeht oder in Abwesenheit eine Tür geöffnet wird, bekomme ich eine Info aufs Handy.

Qivicon-SmartHome-System

Qivicon-SmartHome-System

Wenn ich nicht zuhause bin, fahren die Heizungen automatisch runter. Unter der Woche wird morgens mein Bad schon schön vorgeheizt. Alles einmal eingestellt, läuft es von alleine. Mittlerweile wurde das System um Philips Hue-Lampen und eine Logitech Harmony-Fernbedienung mit Hub erweitert. Komme ich nach Hause, wird über GPS automatisch die Anwesenheit erkannt, das Alarmsystem geht aus, die Heizungen werden hochgefahren, nach Sonnenuntergang werden die Lampen im Flur, im Wohnzimmer und in der Küche automatisch eingeschaltet.

Alexa, schalte den Fernseher ein und alles andere bitte aus!

Sage ich Alexa, dass sie den Fernseher einschalten soll, stellt sie den Receiver und die Soundbar gleich mit an. Steuerbar ist jetzt alles per Smartphone oder mit nur einer Fernbedienung. Alle blinkenden Kästen vom Router bis zur Basistation konnte ich dank dem Logitech Harmony Hub jetzt in den Schrank verbannen. Die Steuerung funktioniert einwandfrei.

Wenn ich lieber Radio hören, einen Film über Fire TV oder eine Blu-ray schauen will, sag ich einfach Alexa Bescheid und alle benötigten Geräte werden per Sprachbefehl eingeschaltet. Und das ist toll: Die nicht benötigten Geräte werden gleichzeitig ausgeschaltet. Auch meine Philips Hue-Lampen und die Qivicon-Geräte werden ohne Probleme von der Harmony-Fernbedienung erkannt und können in alle Aktionen integriert werden.

Aktuell funktioniert die Steuerung mit der Harmony und Alexa nur über die kostenlose App Yonomi. Aber in der USA ist der Skill für Alexa schon fertig und es wird mit Hochdruck an der Umsetzung für die deutsche Sprache gearbeitet. Bald ist dann auch Lauter, Leiser, Umschalten und Stop kein Problem mehr.

Logitech Harmony Hub: einer für (fast) alle.

Logitech Harmony Hub: einer für (fast) alle.

Aus dem Haus und die Heizung schaltet sich aus

Meine Lieblingsaktion mit Magenta Smart Home ist „Schlafenszeit“. Hier werden alle Lampen und Schalter in der Küche und im Wohnzimmer ausgeschaltet, der Strom im Schlafzimmer inklusive Licht eingeschaltet. Alles mit nur einem Sprachbefehl. Auch das Wecken mit Hue ist eine tolle Sache. Unter der Woche wird mein Schlafzimmer langsam beleuchtet, wie bei einem Sonnenaufgang. So ist entspanntes Aufstehen kein Problem.

Wenn ich dann die Funktion „Schlafenszeit“ beende, werden automatisch Strom und Licht im Schlafzimmer ausgeschaltet. Im Flur, im Wohnzimmer und in der Küche werden Licht und Strom aktiviert. Das Radio geht auf Sprachbefehl an und das Bad ist bereits vorgeheizt. Lüfte ich Wohnzimmer und Schlafzimmer, wird automatisch die Heizung abgeschaltet. Sobald der Sensor erkennt, dass die Balkontür wieder geschlossen ist, geht die Heizung wieder an.

Als nächstes dann die Rollläden

Wenn ich morgens fertig bin und zur Arbeit gehe, sage ich Alexa nur das sie das Radio abschalten soll und auf Wiedersehen. Das System fährt dann die Heizung herunter, Strom und Licht werden ausgeschaltet und der Alarm aktiviert. Einfacher kann es kaum sein, Heiz- und Stromkosten zu sparen. Und aktuell ist Smart Home erst am Anfang. Irgendwann wird es aus dem Haushalt nicht mehr wegzudenken sein.

Mit HomeMatic lassen sich auch Rolläden und Garagentore in die Smart-Home-Steuerung einbinden.

Mit HomeMatic lassen sich auch Rolläden und Garagentore in die Smart-Home-Steuerung einbinden.

Übrigens ist Alexa auch im Alltag ein praktischer Helfer. Sie dimmt per Sprachbefehl das Licht, stellt den Timer für die Nudeln und den Wecker, man kann To-Do-Listen erstellen, das Wetter und die aktuellen Nachrichten abfragen oder sich auch mal einen Witz erzählen lassen.

Mein nächstes Projekt wird dann die Umrüstung auf elektronische Rollläden sein. Diese lassen sich mit Homematic-Aktoren ebenfalls in das System einbinden. Interessant ist hier auch die Haushüter-Funktion, die Magenta Smart Home anbietet. Per Zufallssystem wird hier die Anwesenheit durch die Lichter in unterschiedlichen Räumen simuliert. Für mich eine tolle Funktion, wenn ich im Urlaub bin.

Alles, was blinkt, in den Schrank verbannt. Clever – und möglich dank Smartphone-Steuerung. Bild: privat

Alles, was blinkt, in den Schrank verbannt. Clever – und möglich dank Smartphone-Steuerung. Bild: privat

Hier noch ein paar Smart-Home-„Rezepte“

  1. Für alle, die, wie ich, einen Philips Ambilight TV haben, gibt es die App Ambilight + Hue. Hier wird meine TV-Beleuchtung mit den Hue Leuchten verbunden. In meinem Fall sind dann die Lichteffekte am TV und hinter meinem Sofa dieselben. Das ist ein super Effekt für spannende Actionfilme.
  2. Wer E14-Lampenfassungen zuhause hat, dem empfehle ich die Osram Lightify E14-Lampen. Alle Lightify-Lampen können durch den Zigbee-Standard mit der Hue-Bridge gekoppelt werden und funktionieren anschließend wie Hue-Lampen. Es sind keine Osram-Bridge oder eine weitere App notwendig. Wer lieber Hue-Lampen möchte, kann sich aber auch einen Adapter von E14 auf E27 besorgen. Dieser wird einfach reingedreht und schon passen die Hue Lampen.
  3. Wer bereits elektrische Rollläden hat, kann einfach mit dem Homematic Rollladenaktor auf Smart Home umrüsten. Dann werden die Rollläden bei Sonnenaufgang automatisch hochgefahren und bei Sonnenuntergang gehen Sie automatisch wieder runter. Selbstverständlich kann man auch eine bestimmte Zeit und die Wochentage festlegen, wenn man das möchte. Außerdem kann das System mit einem Bewegungsmelder gekoppelt werden. Sobald es im Garten eine Bewegung in Abwesenheit gibt, fahren die Rollläden automatisch runter.
  4. Bewegungsmelder sind auch ideal für den Flur. Sie schalten Ihr Licht automatisch an und nach einer festgelegten Zeit wieder ab. Auch eine WLAN-Kamera kann in das System integriert werden. So wird automatisch aufgezeichnet wenn der Alarm ausgelöst wird. Die Bilder werden gespeichert und sind über eine App abrufbar.
Steuerung für das vernetzte Haus auch von der Telekom: Magenta Smart Home

Steuerung für das vernetzte Haus auch von der Telekom: Magenta Smart Home

Die „Zutatenliste“

Corina Maly arbeitet bei Euronics im Bereich Einkauf Unterhaltungselektronik. Zum Thema Smart Home kam sie über ein günstiges Angebot. Seitdem ist es zu einem Hobby geworden.

Bilder: Hersteller, Beitragsbild: privat

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2 Kommentare zu “Mein smartes Zuhause: So habe ich meine Wohnung komplett automatisiert
  1. Vielen Dank für den Artikel. Es ist erstaunlich was man im Haus mit Technologie mittlerweile machen kann. Bei einer Freundin habe ich vor kurzem Alexa ausprobiert und war begeistert. Ich überlege mir das zuzulegen und mit meinen Rollläden zu verbinden.

    • Hallo,
      für Rolladen würde ich unbedingt das Shelly System in Verbindung mit Alexa empfehlen!
      Das shelly System wird unterputz hinter dem regulären Schalter montiert.
      Vorteil ist, dass die Schalter zusätzlich regulär weiterverwendet werden können. da die schalter nicht mehr den rolladen, sondern den shelly schalten und der shelly das signal an den rolladen weitergibt.

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