Eine Babycam besitzt in der Regel sehr hochwertige Infrarot-Sensoren für eine gute Nachtsicht. (Foto: Philips)

Das beste Babyphone: Mit diesen 5 Tipps findet ihr das richtige Gerät

Für den eigenen Nachwuchs möchten Eltern nur das Beste. Das gilt sicherlich auch für das Babyphone. Diese Tipps helfen euch bei der Auswahl.

Smartphone-Apps, Babyphones ohne Kamera, Alleskönner mit Schlafliedern und Wi-Fi – steht ihr vor dem Kauf eines entsprechenden Geräts, könnte euch das Angebot wahrlich überfordern. Schnell stellen sich Fragen wie: „Brauche ich das wirklich?“, „Ist das teuerste Babyphone auch das beste?“, „Genügt nicht womöglich ein Smartphone?“. Die Antworten sind – wie kann es anders sein – abhängig von euren individuellen Vorstellungen. Dennoch gibt’s ein paar grundsätzliche Aspekte, die ihr vor der Entscheidung berücksichtigen solltet.

1. Das beste Babyphone für euer Einsatzgebiet

Wofür braucht ihr ein Babyphone? Ja, klar – zum „Überwachen“ eurer Tochter oder eures Sohnes. Doch nicht immer benötigt ihr einen solchen Helfer. Beispielsweise in kleinen Wohnungen, in denen ihr euer Kind eh sofort hören oder gar sehen würdet.

Das „Haupt-Einsatzgebiet“ ist entscheidend: Müsst ihr größere Entfernungen zum Beispiel in Hotels überbrücken? Womöglich seid ihr dann mit einer Babyphone-App und zwei Mobiltelefonen am besten beraten. Seid ihr euch sicher, dass ihr das Babyphone (so gut wie) nie an einem anderen Ort aufstellen müsst, genügt ein wenig flexibles, dafür aber sehr günstiges Steckdosen-System wie das Motorola MBP8.

Vielleicht genügt ein Babyphone für um die 50 Euro, wie das Philips Avent SCD502/26? (Foto: Philips Avent)

Vielleicht genügt ein Babyphone für um die 50 Euro, wie das Philips Avent SCD502/26? (Foto: Philips Avent)

Reguläre Babyphones ab dem mittleren Preissegment (ab 50-60 Euro) bieten einen Akku im Elternteil und ausreichend lange Kabel zu Netzteilen, sodass ihr diese auf vielfältige Weise nutzen könnt. Das Philips Avent SCD502/26 (Shoplink) wäre hier ein exemplarisches Beispiel.

Abhängig von eurem Bedarf schließen sich im Vorfeld sehr viele Babyphones aus. Die meisten Lösungen bewerben die Hersteller allerdings als „Allrounder“, sodass ihr weiter filtern solltet…

2. Was braucht ihr wirklich?

Nicht erst seit dem Test drei völlig verschiedener Babyphones ist mir bewusst, dass viele Unternehmen teils seltsame Ideen in ihre Produkte integrieren. Ehrlich: Media-Player, Nachtlichter, Schlaflieder, Wi-Fi für Anbindung ans Internet, Gegensprechfunktion – all das braucht ihr in den seltensten Fällen. Luxus lässt den Preis für ein Babyphone nach oben schnellen, obwohl ihr diesen letztlich gar nicht oder kaum verwendet.

Jede Menge Spielereien. Auch nötig? (Foto: iBaby)

Jede Menge Spielereien. Auch nötig? (Foto: iBaby)

Daher der Tipp: Überlegt euch ganz genau, was euer Babyphone beherrschen muss. Ernsthaft relevant sind die Basis-Elemente. Gute Mikrofone, eine stabile Verbindung zwischen Eltern- und Babyeinheit, einfache Bedienung – das bieten eigentlich alle. Für Nachtlichter und Sternenhimmel solltet ihr Produkte nehmen, die darauf spezialisiert sind – und nicht ein Babyphone.

3. Digital ist besser

Nach wie vor tummeln sich gerade im Einsteiger-Segment Babyphones, die über analoge Funkfrequenzen Signale übertragen. Ihr könnt euch sicherlich denken, dass diese veraltete Methode störanfällig ist.

Entscheidet euch vorzugsweise für eine digitale und verschlüsselte Funkübertragung. Gute Erfahrung machte ich mit FHSS, aber andere Standards sind ebenso zuverlässig. Auch DECT.

Bei dem Kauf solltet ihr schauen, wie die Signalübertragung erfolgt. (Foto: Watch & Care)

Bei dem Kauf solltet ihr schauen, wie die Signalübertragung erfolgt. (Foto: Watch & Care)

Analog hat trotzdem eine Daseinsberechtigung, da solche Signale zumeist strahlungsärmer sind. Im digitalen Sektor findet ihr dagegen entsprechende Features, die euer Kind vor unnötiger Belastung schützen. Achtet konkret auf Modi wie „ECO“ oder „VOX“ (Voice Operated Exchange).

4. Spart nicht bei der Kamera

Wenn’s ein Babyphone mit Kamera sein soll, spart nicht am falschen Ende. Manche Netzwerk-Kameras bieten zwar die Möglichkeit, sie als Babyphone zu verwenden, verzichten aber zugleich auf ein ausreichend starkes Infrarot-Licht, sodass ihr bei Dunkelheit so gut wie nichts erkennen könnt. Andere Babycams setzen auf antiquierte Sensoren mit nur 0,3 Megapixeln, was zu entsprechend schlechten Ergebnissen führt.

Bei der Kamera eines Babyphones solltet ihr nicht sparen. (Foto: Sven Wernicke)

Bei der Kamera eines Babyphones solltet ihr nicht sparen. (Foto: Sven Wernicke)

Gute Babyphone wie das Philips Avent SCD843 sind dadurch entsprechend teuer: Hochwertige Sensoren und Infrarot-LEDs haben eben ihren Preis. Den solltet ihr einplanen, sonst könnt ihr auf die Kamera-Funktion gleich verzichten.

5. Lasst euch beim besten Babyphone nicht von Oberflächlichkeiten leiten

Preis und Aussehen spielen sicherlich immer eine Rolle beim Shoppen. Aber gerade bei Babyphones bin ich der Auffassung, dass ihr gerade das Design nicht überbewerten solltet. Besagtes Motorola MBP8 ist nicht hübsch und dazu noch billig – aber an und für sich ein wirklich gutes Phone.

Ansonsten steht die Babyeinheit im Zimmer des schlafenden Kindes, sodass die Optik zweitrangig ist. Wozu also beispielsweise für den spektakulären iBaby Monitor M7 (Shoplink) so viel Geld ausgeben, wenn ihr ihn in dieser Form gar nicht braucht oder zu Gesicht bekommt?

Babyphones im Vergleich: Günstige Geräte, Babycams, smarte Lösungen

Vielleicht findet ihr beim Suchen nach dem optimalen Babyphone heraus, dass 200 Euro für ein Highend-Alleskönner gut investiert sind. Vielleicht aber genügt euch auch eine Smartphone-App für ein paar Euro, da ihr ein Babyphone nur für den Urlaub braucht? Egal, was ihr auswählt – es geht letztlich um das Wohlbefinden eures Babys. Und das beste Babyphone ist nicht das teuerste oder am besten ausgestattete, sondern das, was am besten zum Kind und zu euch passt.

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