Bald kein Skype mehr? Das könnt ihr jetzt schon tun!

Microsoft verabschiedet sich langsam von Skype. Bei Windows 11 fehlt die Videochat-Software komplett. Das solltet ihr jetzt schon unternehmen.

Bald kein Skype mehr? Das könnt ihr jetzt schon tun!

Skype fliegt aus dem bald erscheinenden Windows 11 raus. Wenn ihr die Videotelefonie-Software bisher häufig und gern genutzt habt, müsst ihr euch womöglich bald nach Alternativen umschauen. Aber es gibt auch eine gute Nachricht.

Ist es mit Skype bald vorbei?

Die Corona-Pandemie verdeutlichte, wie wichtig gute Videokonferenz-Systeme und Videochat-Lösungen für Privatpersonen sind. Überraschenderweise erfreute sich in Zeiten des Homeoffice neben Zoom eine weitere Software großer Beliebtheit: Microsoft Teams. Skype dagegen stellte viele nicht so recht zufrieden. Und darauf scheint Microsoft jetzt zu reagieren.

Vor etlichen Jahren war Skype noch das Maß aller Dinge - sogar auf Smart TVs. Heute dagegen... (Foto: Microsoft)
Vor etlichen Jahren war Skype noch das Maß aller Dinge – sogar auf Smart TVs. Heute dagegen… (Foto: Microsoft)

Wer sich künftig einen neuen Rechner oder Laptop mit einem vorinstallierten Windows 11 zulegt, findet standardmäßig kein Skype mehr vor. Auch Skype MeetNow, das Microsoft erst Anfang 2021 zum beschleunigten Start von Skype über die Taskleiste von Windows 10 einführte, verschwindet wieder. Und das zugunsten von Microsoft Teams, das fester Bestandteil von Windows 11 wird. Das verdeutlichen bereits frühe Versionen des neuen Betriebssystems. Übrigens: Windows 11 könnt ihr jetzt schon kostenlos testen.

Begräbt Microsoft jetzt Skype?

Immer mit der Ruhe: Skype bleibt (vorerst)

Diejenigen, die von Windows 10 auf Windows 11 upgraden, müssen sich nicht sorgen: Bei der Aktualisierung des Betriebssystems bleibt Skype als separate App bestehen. Auch heißt es, dass ihr bei einer Neuinstallation von Windows 11 oder einem neuen Gerät ohne weiteres die Skype-Anwendung aus dem Microsoft Store herunterladen könnt. Das heißt: Ihr müsst also vorerst nicht auf Videochats über das von euch gewohnte System verzichten.

Skype bleibt auch künftig - als separate App. (Foto: Microsoft)
Skype bleibt auch künftig – als separate App. (Foto: Microsoft)

Anders sieht es bei Skype MeetNow aus, das Microsoft tatsächlich beerdigt. Der Konzern ersetzt dies durch das neue Windows Chat.

Microsoft Teams ersetzt Skype

Worauf ihr euch perspektivisch einstellen müsst: Auch wenn Microsoft damals über 8 Milliarden US-Dollar für den Kauf von Skype zahlte, so dürfte Teams die Zukunft gehören. Microsoft Teams ist ab Windows 11 und vielleicht auch schon mit einer späteren Version von Windows 10 fest ins Betriebssystem integriert. Ähnlich wie bei Apple Facetime sollt ihr künftig auf simple Weise und plattformübergreifend chatten sowie Videotelefonate führen – nur eben nicht über Skype.

Teams ist Teil von Windows 11. (Foto: Microsoft)
Teams ist Teil von Windows 11. (Foto: Microsoft)

Die Verzahnung von Betriebssystem und Teams sorgt dafür, dass das Programm in der Taskleiste auf Abruf bereitsteht. Von dort aus könnt ihr sogar SMS (mit 2-Wege-Kommunikation) an mobile Geräte versenden. Sollte jemand zum Beispiel nicht über die Teams-App verfügen. Und: Komfortfunktionen wie verbessertes Screen-Sharing, Streaming von Twitch- und YouTube-Inhalten, simplere Videokonferenzen mit vielen Teilnehmern und private Chats außerhalb von Konferenzen dürften Skype schnell in Vergessenheit geraten lassen.

Jetzt schon umsteigen? Kostet ja nichts!

Bis zum offiziellen Start von Windows 11 Ende 2021 bleibt noch viel Zeit, zumal das Upgrade aufs neue Windows-OS sogar noch bis Mitte 2022 dauern könnte. Dennoch ist es durchaus ratsam, sich langsam vom geliebten Skype zu verabschieden, auch wenn Microsoft den Support vermutlich frühestens im Winter 2022, wahrscheinlich viel später, einstellt.

Schon jetzt könnt ihr euch Microsoft Teams unter Windows 10 herunterladen und erste Gehversuche wagen. In der Basis ist der Video-Messenger kostenfrei und bietet zahlreiche Mehrwerte wie Konferenzen bis zu 100 Teilnehmern und eine komfortable Anbindung an die Office-Anwendungen von Microsoft. Gut möglich und wahrscheinlich, dass euch Teams tatsächlich besser als Skype gefällt.

Alternativen zu Skype und Meet

Microsoft betont, dass die Integration von Teams in kommende Windows-Builds nicht zu weiteren Einschränkungen führt. Ihr habt also auch künftig die Wahl, welchen Messenger bzw. welche Videokonferenz-Software ihr nutzen wollt. Eine eingängige und bewusst simple Alternative ist Google Duo, das ihr sogar im Browser verwenden könnt.

Etliche weitere, sichere Skype-Alternativen findet ihr an anderer Stelle hier im Trendblog.

Ist das Ende ein Verlust?

Ehrlich gesagt ist es nicht so, als würde ich Skype vermissen, wenn es die App in Zukunft nicht mehr gäbe. Früher, noch bevor sich Microsoft den Dienst einverleibte, stellte das Angebot das Maß aller Dinge dar. Doch erste Konkurrenten kamen auf, zugleich blähte sich Skype mehr und mehr zu einer langsam startenden, überladenen und häufig mit schlechter Bildqualität störenden Anwendung auf, die mich eigentlich nur nervte. Ich stieg irgendwann um – während Corona zu Google Duo und Alexa-Videotelefonie.

Viele Mitbewerber von Skype sind längst komfortabler zu bedienen. Sogar Google Duo zum Beispiel. (Foto: Google)
Viele Mitbewerber von Skype sind längst komfortabler zu bedienen. Sogar Google Duo zum Beispiel. (Foto: Google)

Dass Microsoft langsam und unauffällig bei Skype zugunsten von Meet die Reißleine zieht, verwundert mich nicht. Und machen wir uns nichts vor: Die Konkurrenten sind längst besser und ich selbst weiß nicht, welche Vorzüge das Videokonferenz-Urgestein noch bietet. Es gibt vermutlich keine mehr.

Mein Tipp lautet daher: Steigt langsam um, wenn ihr bisher noch Skype einsetzt. Es dürfte euch überraschen, was Duo, Zoom und auch Meet so bieten….

close

Neue Beiträge abonnieren!

Täglich frisch um 17 Uhr im Postfach

Änderungen jederzeit über die Abo-Verwaltung möglich – weitere Themen verfügbar

Jetzt kommentieren!

Schreibe einen Kommentar

*
*
Bitte nimm Kenntnis von unseren Datenschutzhinweisen.