WLAN-Hotspots: So könnt ihr unterwegs Mobilfunk-Daten sparen

Die Kunden von Telekom und Vodafone können viele WLAN-Hotspots kostenlos nutzen. Das müsst ihr beachten, wenn ihr einen Mobilfunk- oder Kabelvertrag abschließt.

WLAN-Hotspots: So könnt ihr unterwegs Mobilfunk-Daten sparen

Wenn am Ende des Datenvolumens auf eurem Smartphone noch viel zu viel Monat übrig ist, braucht ihr eine andere Strategie. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr jeden Monat in die Bredouille kommt, weil euer Datenvolumen einfach zu knapp bemessen ist. Oder ob ihr nur ausnahmsweise mit dem Laptop online gehen wollt oder aus einem anderen Grund plötzlich viele Daten braucht. Zum Beispiel auf Reisen im Zug, wo wir für euch schon den WLAN-Zugang im Zweite-Klasse-ICE getestet haben.

Zwei Millionen Telekom-Hotspots

Mobilfunk-Kunden der Deutschen Telekom können in allen MagentaMobil-Tarifen die WLAN-Hotspots des Unternehmens mitbenutzen. In Deutschland sind das zwei Millionen. Sie finden sich vor allem an öffentlichen Plätzen: in Cafés und Restaurants, aber auch an Bahnhöfen und Flughäfen sowie open air an den verbliebenen öffentlichen Fernsprechern. Dabei gibt es weder eine Zeit- noch eine Volumenbegrenzung. Andere müssen im Tarif HotSpot Basic 9 Cent pro Minute zahlen, mit dem HotSpot Pass 4,95 Euro pro Tag, 19,95 Euro pro Woche oder 29,95 Euro pro Tag.

Die Telekom bietet in meinem Viertel weniger WLAN-Hotspots an, dafür aber drei gut zugängliche (Screenshot von telekom.de)
Die Telekom bietet in meinem Viertel weniger WLAN-Hotspots an, dafür aber drei gut zugängliche (Screenshot von telekom.de)

Festnetz-Kunden der Telekom mit der Option WLAN To Go dürfen ebenfalls alle Telekom-Hotspots in Deutschland nutzen und zusätzlich noch allen 20 Millionen Hotspots von Fon.com weltweit. Dafür ist ein besonderer WLAN-To-Go-Router erforderlich (Speedport W 724V, Speedport Hybrid, Speedport Neo), der etwas Bandbreite vom Anschluss abzweigt, den wiederum andere per WLAN Nutzen können. Ohne diesen Router zahlen auch Festnetzkunden 9 Cent pro Minute.

Vodafone mit Einschränkungen

Vodafone hat mit der Übernahme von Kabel Deutschland auch ein bestehendes Netz von WLAN-Hotspots erhalten. Aktuell gibt es 1,5 Millionen Vodafone-Hotspots, aber nur in den 13 Bundesländern, in denen auch Vodafone Kabel vertreten ist. Sie sind wie bei der Telekom in Cafés und Restaurants zu finden, aber auch an den HomeSpots zuhause sowie an vielen Verzweigern von Vodafone Kabel und damit mehr in den Wohngebieten. Kabelkunden von Vodafone können per Homespot-Service ebenfalls ihren Router anderen Vodafone-Kabel-Kunden freigeben und dafür diese woanders selbst mitnutzen.

Vodafone bietet mehr WLAN-Hotspots an, dafür meistens schlecht zu erreichen in Privatwohnungen (Screenshot von vodafone.de)
Vodafone bietet mehr WLAN-Hotspots an, dafür meistens schlecht zu erreichen in Privatwohnungen (Screenshot von vodafone.de)

Kunden mit Internet- und Telefonvertrag zahlen bei dauerhafter Nutzung 4,99 Euro pro Monat, Kunden mit nur einer Option (Internet, Telefon oder TV) 9,99 Euro pro Monat. Ohne eigenen Anschluss werden 19,99 Euro pro Monat fällig. Für den einmaligen Gebrauch lassen sich auch Hotspot-Tickets lösen, die 1,99 Euro für eine Stunde, 4,99 Euro für 24 Stunden, 9,99 Euro für sieben Tage oder 29,99 Euro für 30 Tage kosten. Der andere große Kabelnetzbetreiber bietet mit Unitymedia WifiSpot in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg ein ähnliches Angebot.

WLAN-Zugänge ohne Vertragszwang

Unabhängige WLAN-Anbieter haben dagegen an Bedeutung verloren. Hotsplots kommt bloß auf 12.000 Hotspots deutschlandweit, stattet nach wie vor Hotels, Pensionen und Geschäfte mit einem WLAN-Zugang aus, aber auch öffentliche Verkehrsmittel – zum Beispiel die Westfalenbahn, die durch Hannover fährt.

Hinter freifunk.net steht dagegen kein gewinnorientiertes Unternehmen, sondern ein Verein. Auch hier werden die Router so eingerichtet, dass neben dem privaten, passwortgeschützem WLAN-Zugang für den Anschlussinhaber ein zweiter entsteht. Dieser Zugang ist aber öffentlich und sowohl in Privathaushalten als auch in Cafés zu finden.

Die ursprüngliche Idee war allerdings, ein WLAN-Mesh-Netz zu bilden – nur nicht innerhalb einer Wohnung, sondern zwischen mehreren Wohnungen oder Häusern. Dabei verbinden sich die einzelnen Nutzer per Richtfunkantennen untereinander. Nicht jeder Knoten im Netz muss dann über einen eigenen Internetzugang per DSL oder Kabel verfügen. Und wenn bei einem Zugangsprovider die Daten nicht fließen, sind die Freifunknutzer im Mesh-Netz immer noch online.

Bild: Pixabay/kaboompics

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