Smartwatches: Was ist dein Kipppunkt?

Was ist der Grund, warum du dir eine Smartwatch gekauft hast oder warum du noch wartest? Jürgen Vielmeier fehlen noch drei Funktionen – mehr aber auch nicht.

Smartwatches: Was ist dein Kipppunkt?

Es ist ein gutes Jahr für Smartwatches. Apple positioniert die Watch Ultra als ultimatives Fitness-Gerät. Bei der Samsung Galaxy Watch5 überzeugen Akkulaufzeit und der Funktionsumfang. Die Fitbit Sense 2 kann dauerhaft deinen Stresslevel überwachen und selbst Google ist mit der Pixel Watch in das Rennen eingestiegen. Die schweigende Mehrheit der Bevölkerung trägt noch keine, auch ich nicht. Und es interessiert mich: Sagst du mir – unten in den Kommentaren – was die Gründe für deinen Kauf oder deine Zurückhaltung sind? Ich verrate dir hier, was mir noch fehlt:

  1. Zuverlässige Sprachsteuerung
  2. Kalorienzähler
  3. Sieben Tage Akkulaufzeit

1. Zuverlässige Sprachsteuerung

Ich musste lachen, als ich neulich mit zwei Freunden im Garten saß. Wir wollten in Erfahrung bringen, welcher Planet der Erde am nächsten ist. Beide zückten augenblicklich ihre Smartwatches und sprachen die Frage ein.

Die Apple Watch meiner Bekannten brauchte ein paar Sekunden, bis Siri „Ich habe das hier gefunden“ sagte und ein paar wenig hilfreiche Web-Vorschläge auf dem kleinen Display ausspielte.

Die Google-Wear-fähige Watch meines Bekannten verstand ihn erst falsch und verhedderte sich beim zweiten Versuch irgendwo auf dem Weg zwischen gekoppeltem Smartphone und dem Router. Es kam keine Antwort.

Google Pixel Watch
Smartwatches wie die Google Pixel Watch können wunderschön aussehen.

Apple hat Siri über die Jahre kaum verbessert. Das Verständnis der Sprachassistentin ist nicht wesentlich besser geworden. Google entwickelte den Assistenten zwar stetig weiter, dafür haperte es lange an der Wear-OS-Software früherer Systeme.

So oder so: Das muss besser werden – ist ja ein Hexenwerk. Ich möchte mein „Handgelenk“ fragen, welcher Planet uns am nächsten ist, und dann nur noch „Merkur“ (zusammen mit einer kurzen Begründung) hören, fertig.

Merkur? Ja, tatsächlich. Laut einer Berechnung von Science Today ist uns der schneller rotierende Sonnennachbar im Schnitt tatsächlich näher als die Venus, die häufig auf der gegenüberliegenden Seite der Sonne ihre Bahnen zieht. Ja, musste ich auf dem Laptop ergoogeln. Nein, hätte ich auch nicht gedacht.

2. Kalorienzähler

Moderne Smartwatches können ungefähr ausrechnen, wie viele Kalorien du am Tag verbrennst. Also Grundumsatz + Work-out. Sie können es aber nicht genau tracken, ebenso wenig wie die Kalorienaufnahme. Und genau das wäre ein Kipppunkt für mich: Eine Smartwatch die zuverlässig misst, dass meine letzte Mahlzeit 453 kcal schwer war und ich am Tag insgesamt 2.115 kcal zu mir genommen habe. Würde ich kaufen!

Kalorien zählen? Soll die Healbe GoBe 3 angeblich können.

Geht nicht? Na ja, doch, die Anfänge sind gemacht: Die recht unbekannte Smartwatch Healbe GoBe3 will genau das können. Laut Hersteller misst sie Flüssigkeitsdynamik in den Zellen über einen Bioimpedanzsensor und kann dadurch zumindest über einen längeren Zeitraum hinweg deine ungefähre Kalorienzufuhr messen. Vorausgesetzt, das Prinzip funktioniert wirklich – Tester sind sich da uneins – wäre das etwas, woran sich auch andere Hersteller versuchen und es im Laufe der Zeit verbessern könnten.

Und dann abends eine genauere Gegenüberstellung zu haben – „heute hast du 2145 Kalorien aufgenommen und 2456 verbrannt“ – das wär’s!

3. Sieben Tage Akkulaufzeit

Meine bisherigen Gehversuche mit Smartwatches waren frustrierend. Teilweise gab es feine Anwendungen auf den Uhren wie Apple Watch oder – ich mag auch – die Google Pixel Watch. Und vielleicht hätten mir die Extra-Funktionen im Vergleich zum Smartphone sogar schon gereicht. Wäre da nicht das Laster gewesen, die Geräte abends zwingend wieder an die Steckdose zu hängen. Bei einem – für mich wirklich notwendigen – Smartphone habe ich es mittlerweile akzeptiert. Meine letzten getesteten Phones wie Samsung Galaxy A53, Apples iPhone 14 Pro und Google Pixel 7 Pro hielten allerdings alle auch schon zwei Tage durch.

Eine Smartwatch sollte das auch können. Oder besser noch: so dezent im Hintergrund arbeiten, dass es reicht, mit Basisfunktionen eine ganze Woche durchzustehen. Ich nähme auch drei Tage, wenn ein gelegentlicher Workout da mit drin wäre. Aber jeden Abend laden? Für mich einfach zu viel.

Fitbit zeigt eigentlich seit Jahren, dass es zumindest ungefähr geht. Die Sense 2 etwa soll bis zu sieben Tage durchhalten. Mach damit Sport und schalte GPS ein, dann sind es nur noch drei – was immer noch deutlich über der Laufzeit anderer Watches liegt. Aber das erkauft Fitbit mit dem Verzicht auf einige beliebte Apps und Funktionen der Konkurrenz wie Apple Watch, Samsung Galaxy Watch5 oder der Google Pixel Watch.

Frage: Was ist es für dich?

Die meisten meiner Bekannten laufen längst mit einer Form von Smartwatch herum. Kollege Sven Wernicke ist Feuer und Flamme für das Thema, vor allem die Samsung Galaxy Watch5. Eine gute Freundin mag als „Smart Mom“ nicht mehr auf ihre Watch verzichten. Und auch Kollege Frank Müller hat sich nach langem Zögern kürzlich doch eine Apple Watch gekauft.

Was war es bei dir, was war dein Tipping Point? Was hat dazu geführt, dass du dir auch eine Smartwatch gekauft hast? Oder was ist der Grund, warum du noch wartest oder das alles nichts für dich ist? Sag es mir in den Kommentaren!

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2 Kommentare zu “Smartwatches: Was ist dein Kipppunkt?

  1. Ich hab mir eine von Amazfit geholt, ausschlaggebend war für mich die Akku Laufzeit von 14 Tagen, zudem hat diese SmartWatch in Verbindung mit der Zepp App alles was ich Brauche!

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