Luftkühler: Wie ein Ventilator mit Wasser

Erfrischung bei Hitze – noch effektiver als ein Luftstrom aus dem Ventilator ist ein mit Wasser angereicherter Luftstrom aus dem Luftkühler.

Luftkühler: Wie ein Ventilator mit Wasser

Es ist Sommer und es ist heiß – draußen wie drinnen. Doch der Ventilator schafft es immer noch nicht, eine angenehme Kühlung in eure Wohnung zu bringen? Wie schon in all den letzten Jahren? Dann wird es Zeit für ein Upgrade!

Euer Ventilator verteilt wahrscheinlich nur die heiße Luft im Raum. Ein Luftkühler dagegen – ein Ventilator mit Wasser – bringt kühle Luft an eure Haut, indem er einen Sprühnebel im Raum verteilt und dadurch die Luftfeuchtigkeit erhöht.

Gerade bei hohen Temperaturen wird das Raumklima angenehmer.

Funktionsweise eines Luftkühlers

Ein Luftkühler ist auch ein Ventilator, der die Luft im Raum umwälzt und allein schon durch den Luftzug subjektiv für eine Abkühlung sorgt.

Das Gerät feuchtet die Luft allerdings vorher noch etwas an. Das führt zu einem angenehmeren Raumklima und zu einem subjektiv frischerem Gefühl auf eurer Haut.

Ein Luftkühler hat dafür einen Wassertank, in den ihr um die fünf Liter kaltes Leitungswasser füllen könnt. Einige Geräte verfügen zusätzlich über Kühlpacks, die das Wasser möglichst lange kühl halten sollen.

Luftkühler Domo DO153A mit Wassertank. Fünf Liter passen dort hinein (Bild: Domo)

Das Gerät befeuchtet die Luft, indem es das Wasser zu einem Sprühnebel verdunstet und per Gebläse im Raum verteilt. Ein optimaler Wert für die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 50 Prozent. Mit einem Raumklimasensor wie dem Airthings Wave Plus könnt ihr den Wert immer im Blick behalten.

Zulässige Werte liegen zwischen 23 und 70 Prozent. Da hängt ganz viel von eurem subjektiven Empfinden ab. Zu hoch sollte er allerdings nicht liegen, weil sich sonst in der Wohnung Schimmel bilden könnte.

Falls ihr im Winter nur die Luft befeuchten möchtet und die Luft nicht gleichzeitig kühlen, können auch das einige Geräte.

Größe und Gewicht eines Luftkühlers

Luftkühler sehen nicht wie klassische Tischventilatoren aus, sondern wie Turmventilatoren. Oft sind sie sogar etwas breiter. Ihr Höhe beträgt immer noch weniger als einen Meter. Die angefeuchtete Luft strömt über großen Lamellen an der Frontseite heraus.

In diesem Format ist es nicht sinnvoll, sie auf den Schreibtisch zu stellen, an dem ihr arbeitet. Sie brauchen Platz.

Wenn ihr sie verschieben wollt, achtet darauf, dass ihr einen Luftkühler auf Rollen kauft. Mit Wasser gefüllt, wiegen diese auch nur etwa zehn Kilo. Notfalls könntet ihr sie tragen, doch auf Rollen können sie leichter den Standort wechseln. Zum Beispiel morgens vom Schlaf- ins Wohnzimmer. Und abends wieder zurück.

Bedienung und Zusatzfunktionen eines Luftkühlers

Den Grad der Luftumwälzung könnt ihr in mehreren Stufen einstellen. Die Bedienung erfolgt über das Gerät, manchmal auch zusätzlich über eine Fernbedienung.

Mehr Luftdurchzug und mehr Luftbefeuchtung bedeuten auch mehr Betriebsgeräusch. Dieses beträgt auf maximaler Stufe zwischen 50 und 70 Dezibel. Das ist der Wert, den ihr aushalten müsst, wenn ihr im Home Office am Schreibtisch sitzt – und hoffentlich Kopfhörer mit Active Noise Cancelling aufhabt.

Der Luftkühler Be Cool BC9ACHL2001F bietet viele Funktionen, die einfach zu erreichen sind (Bild: Be Cool)

Achtet auch auf die Werte bei kleinster Stufe. Viele Geräte verfügen sogar über einen Schlafmodus, damit ihr nachts gut schlafen könnt. Einige Modelle haben auch einen Timer, sodass sie sich nach einiger Zeit ausschalten – bestenfalls nachdem ihr eingeschlafen seid.

Daneben könnt ihr meist noch die Windrichtung bestimmen oder einen Winkel, in dem sich der Luftkühler kontinuierlich dreht. Seltener ist ein Ionisator eingebaut, der die duchströmende Luft reinigt.

Generell lässt sich sagen: Luftkühler sind für kleine und mittelgroße Räume geeignet. Für große Wohnzimmer und riesige Büros braucht ihr andere Kühlkonzepte: mobile Klimaanlagen zum Beispiel oder einfach mehrere Luftkühler.

Drei Luftkühler vorgestellt

Ein einfacher und günstiger Luftkühler ist der SHE SHE5AC2005. Mit einem 4,5 Liter großen Wassertank, drei Geschwindigkeiten und einer Schwenkfunktion deckt er die Grundfunktionen ab.

Der Be Cool BC9ACHL2001F dagegen ist ein Premium-Luftkühler, aber auch schon 100 Euro teurer. Als 4-in-1-Gerät bietet er einiges mehr: Er kann die Luft nicht nur kühlen, sondern auch heizen. Darüber hinaus befeuchtet der die Luft nicht nur, sondern reinigt sie auch per integriertem Ionisator.

Der Luftkühler ProfiCare PC-VL 3069 LB erinnert an einen klassischen Ventilator, dennoch ist er auch ein Luftbefeuchter (Bild: ProfiCare)

Ein eher ungewöhnlicher Luftkühler ist der ProfiCare PC-VL 3069 LB. Er sieht nicht aus wie die beiden oben genannten Modelle, sondern wie ein klassischer Ventilator, der per Strohhalm an einer Cola-Dose saugt, die auf dem Boden steht. Das ist aber der 3 Liter fassende Wassertank.

Luft kühlen ohne Luftkühler

Geht es auch ohne neues Gerät, wenn ihr bereits einen klassischen Ventilator habt? Einen ähnlichen Effekt könnt ihr erzeugen, wenn ihr eine Schüssel mit kaltem Wasser hinter das Gebläse stellt. Einfach ein paar Eiswürfel hinzugeben.

Das kalte Wasser in der Schüssel kühlt die Luft, die der Ventilator einsaugt, etwas ab. Der sorgt schließlich dafür, dass die kalte Luft in eure Richtung geblasen oder im Raum verteilt wird. Probiert es einfach mal aus.

Der Luftkühler, der bessere Ventilator

Also: Ein Luftkühler ist auch nur ein Ventilator, aber er ist zusätzlich ein Luftbefeuchter. Beide Funktionen sind in einem Gerät vereint.

Der Luftkühler kühlt nicht den gesamten Raum herunter, wie eine (mobile) Klimaanlage. Aber der Luftstrom, der zu einem subjektiv frischen Empfinden führt, ist angenehmer, weil die Luftfeuchtigkeit höher ist.

Zwei Dinge müsst ihr selbst herausfinden: Braucht ihr diesen Effekt, weil zum Beispiel der Ventilator in eurer Wohnung nicht genügend Abkühlung verschafft? Und ist euch dieser Effekt angesichts des höheren Preises wirklich wert?

Falls ja, achtet auf die Geräuschentwicklung auf höchster Stufe wie auch im Schlafmodus, auf die Größe des Wassertanks, den Winkel der Drehfunktion und das Gewicht bzw. Rollen.

Kommt gut durch den Sommer!

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