Mini-Backöfen: Diese kompakten Geräte ersetzen einen klassischen Backofen

Können Mini-Backöfen den guten, alten, riesigen Backofen ersetzen? Durchaus, wie diese Geräte zeigen. Und teuer sind sie auch nicht.

Gerade in kleinen Küchen oder gar im Gartenhaus fehlt oft der Platz für einen vollwertigen Herd mit Backofen. Wer allerdings gerne Brötchen oder Kuchen bäckt, muss auf dieses Hobby nicht verzichten. Heutige Mini-Backöfen sind flexibler und praktischer, als ihr vielleicht glaubt. Sie besitzen nur die Größe einer Mikrowelle – und verfügen nicht selten über ausgewählte Funktionen einer solchen.

Großer Vorteil: Mini-Backöfen brauchen keinen Starkstrom

Neben den kompakten Ausmaßen ist ein wirklicher Vorzug eines Mini-Backofens die Tatsache, dass ihr keinen Starkstromanschluss benötigt. Einzig eine reguläre Steckdose braucht ihr.

Praktisch: Mini-Backöfen brauchen nur eine Steckdose und wenig Platz. (Foto: Gastroback)

Praktisch: Mini-Backöfen brauchen nur eine Steckdose und wenig Platz. (Foto: Gastroback)

Aber wie die Bezeichnung für die sehr kompakten Haushaltsgeräte verdeutlicht: Meist fehlt einem Mini-Backofen der Raum für große Gefäße für Braten oder reguläre Kuchenbleche. Für kleinere Familien, Singles, Zwei-Personen-Haushalte oder Leute, die nur sporadisch etwas (auf-)backen wollen, genügen sie dagegen vollkommen.

Der Unterschied zwischen Mikrowelle und Mini-Backofen

Mittlerweile ist das Angebot an Mikrowellen groß, die neben einem Grill auch Heißluft sowie Ober- und Unterhitze-Elemente besitzen. Ihr könnt diese also durchaus als Backofen einsetzen. Sie setzen allerdings auch auf die namensgebenden Mikrowellen zum schnellen Erhitzen. Ein Mini-Backofen dagegen ist auf das Backen fokussiert und ähnlich aufgebaut wie ein Elektroherd. Mit ihm erwärmt ihr also nicht mal schnell Milch oder macht Butter flüssig.

Mikrowellen mit Grill und Heißluft bereichern die Küche ebenfalls. (Foto: Samsung)

Mikrowellen mit Grill und Heißluft bereichern die Küche ebenfalls. (Foto: Samsung)

Dagegen verfügen die meisten Mini-Backöfen ab dem mittleren Preissegment über allerlei Komfort-Elemente wie Drehspieß, Grillrost, Backblech oder gar Pizzastein. Konstante Temperaturen bis 230 Grad sind kein Problem, was eine reguläre Mikrowelle fürs Backen so nicht liefern kann.

Und: Ein Mini-Backofen ist preislich oftmals schon günstiger als eine Mikrowelle für den Einstieg. Könnt ihr auf die Stärken einer Mikrowelle verzichten, seid ihr mit einem Schrumpf-Ofen besser beraten.

Schauen wir uns einige Mini-Backöfen mit ihren individuellen Eigenschaften genauer an….

Eltac RG 9: Einer der günstigsten Mini-Backöfen

Für weit unter 50 Euro bekommt ihr den Eltac RG 9. Der eignet sich mit seinem 9 Liter kleinen Backraum zwar nicht für Großfamilien, sehr wohl aber für das sporadische Backen von Pizza, Toast, Auflauf oder Brötchen.

Sehr klein, aber völlig ausreichend für viele Zwecke. (Foto: Eltac)

Sehr klein, aber völlig ausreichend für viele Zwecke. (Foto: Eltac)

Für den schmalen Taler erhaltet ihr dennoch einiges: Die Temperatur lässt sich bis 230 Grad stufenlos regeln, die zwei Quarz-Heizelemente sorgen für eine flotte Ober-/Unterhitze-Aufheizung. Backblech, Grillrost und Krümelblech liegen dem Lieferumfang bei.

Könnt ihr auf euer Toast Hawaii nicht verzichten, braucht ihr eigentlich nicht mehr als den Eltac RG 9.

Kalorik TKG MBO 1000: Mini-Backofen für Pizza-Freaks

Für Pizza-Liebhaber mit Platzproblemen kommt der Kalorik TKG MBO 1000 gerade recht: Der Ofen ist sogar niedriger als eine Mikrowelle und entfaltet sein volles Potenzial besonders bei der beliebten italienischen Speise.

Ideal für Pizza-Liebhaber - dieser Mini-Backofen von Kalorik. (Foto: Kalorik)

Ideal für Pizza-Liebhaber – dieser Mini-Backofen von Kalorik. (Foto: Kalorik)

In den 13 Liter großen Innenraum passt jede handelsübliche Pizza. Aber auch selbstgemachte Alternativen platziert ihr auf dem mitgelieferten Pizzastein. Zusätzlich ist ein emailliertes Backblech dabei, solltet ihr für die Familie eine größere Blechpizza zubereiten wollen.

Die Temperatur lässt sich bis 250 Grad (Ober- und Unterhitze) regeln – dafür sorgen die 1050 Watt und die vier Edelstahl-Heizelemente. Mehr braucht ihr nicht für die perfekte Pizza.

Rommelsbacher BG 1805/EE: Darf’s ein bisschen größer sein?

Dank 42 Liter Volumen passt in den Rommelsbacher BG 1805/EE ohne weiteres eine größere Auflaufform. Oder bis zu zwei Brathähnchen gleichzeitig. Ein motorisierter Drehspieß ist mit dabei. Genauso übrigens ein Pizzastein.

Hier ist Platz für Aufläufe oder Brathähnchen. (Foto: Rommelsbacher)

Hier ist Platz für Aufläufe oder Brathähnchen. (Foto: Rommelsbacher)

Temperaturen lassen sich von 80 bis 230 Grad regeln, ein ununterbrochener Betrieb ist für 120 Minuten möglich. Dank diverser Umluftfunktionen klappt es auch hervorragend mit Kuchen oder Pizza. Der Back & Grill Ofen verfügt sogar über eine Auftaufunktion – ganz ohne Mikrowelle.

Caso MCG 30: Mikrowelle oder doch schon Mini-Backofen?

Mikrowellen mit Grill und Heißluft können unter Umständen einen (Mini-)Backofen vollständig ersetzen, wenn ihr vorwiegend Ofengemüse, Pizza oder Aufläufe zubereitet. Der Caso MCG 30 Ceramic Chef beherrscht alles – dank 900 Watt Mikrowelle, 1100 Watt Grill und 2100 Watt Heißluft.

Der MCG 30 funktioniert ähnlich wie ein Mini-Backofen, ist aber streng genommen eine Mikrowelle. (Foto: Caso)

Der MCG 30 funktioniert ähnlich wie ein Mini-Backofen, ist aber streng genommen eine Mikrowelle. (Foto: Caso)

Temperaturen zwischen 110 und 200 Grad sind vorgesehen. Dank Kombiprogramme taut ihr sehr schnell Gefrorenes auf oder überbackt euch ein Toast. Im Gegensatz zu vielen Mini-Backöfen sieht der Caso MCG 30 auch optisch sehr ansprechend aus. Und: Ihr könnt mit dem guten Stück auch kochen – ganz ohne Herdplatte.

Rommelsbacher KML 3001: Kleinküche mit Kochfläche

Ein Mini-Backofen mit Glaskeramik-Kochfläche? Der Rommelsbacher KML 3001 zeigt, dass es auch so etwas gibt. Im Backraum (22 Liter) bereitet ihr bei bis zu 250 Grad mit Oberhitze, Unterhitze, Ober-/Unterhitze oder Grill Speisen zu. Und auf den beiden Kochflächen auf der Oberseite platziert ihr Töpfe zum Kochen.

Auf dem Backofen befinden sich zwei Kochplatten. (Foto: Rommelsbacher)

Auf dem Backofen befinden sich zwei Kochplatten. (Foto: Rommelsbacher)

Der KML 3001 ist ein guter Kandidat für das Freizeitgrundstück oder wirklich enge Küchen. Doch gerade eine Keramik-Kochfläche hat ihren Preis. Wenn’s günstiger sein soll, lohnt ein Blick auf ähnlich geartete Alternativen wie die Unold 68885 Kleinküche.

Sage the Smart Oven Pro: Auch mit Schongar-Funktion

Bis zu 10 Stunden lang könnt ihr mit dem Sage the Smart Oven Pro im Schongar-Programm zum Beispiel Fleisch langsam und sanft garen. Ein weiteres Highlight ist das sogenannte Smart Element iQ-System. Mittels intelligenter Wärme erhitzen sich die fünf Quarzelemente so, wie ihr es braucht. Und die 2400 Watt erlauben ein sehr zügiges Vorheizen.

Dieser Mini-Backofen ist auch noch smart. (Foto: Sage)

Dieser Mini-Backofen ist auch noch smart. (Foto: Sage)

Ein eingebauter Ventilator führt zu Konvektionswärme, also eine optimale Zirkulation der heißen Luft. Aber: Der clevere Mini-Backofen hat dadurch auch seinen Preis…

Mini-Backöfen solltet ihr in Betracht ziehen, wenn euch der Platz für einen „großen“ Herd fehlt oder ihr den Raum für anderes nutzen wollt. Für diejenigen, die wenig backen, kann sogar ein günstiges Einstiegsgerät ausreichen. Aber: Auch die höherpreisigen Mikrowellen mit Grill und Heißluft solltet ihr euch ggf. näher anschauen. Sie können eine Alternative sein – aber eben auch nicht immer.

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