Mikrowellen mit Grill und Heißluft: Kompakte Allrounder für eure Küche

Zum Erhitzen und Grillen eignen sich die meisten – aber wie wäre es mit Mikrowellen mit Grill und Heißluft? Die können mehr, als ihr glaubt.

Mikrowellen mit Grill und Heißluft: Kompakte Allrounder für eure Küche

Es ist schön, wie sich die Zeiten ändern: Früher konnten Mikrowellen höchstens Speisen erhitzen – meist unregelmäßig, was nicht selten zu einer verbrannten Zunge führte. Doch heutzutage gibt’s Highend für die Küche mit Inverter-Technologie, Sensor-Programmen und punktgenauer Erhitzung von Lebensmitteln. Die meisten Geräte verfügen längst über einen integrierten Grill zum Überbacken. Und wenn ihr etwas mehr wollt: Wie wäre es mit Mikrowellen mit Grill UND Heißluft?

Wozu brauche ich eine Mikrowelle mit Grill und Heißluft?

Ich selbst besitze eine Mikrowelle, die über Grill und Heißluft gleichermaßen verfügt. Und gerade beim Leben mit Kleinkind ist das gute Stück ein treuer Begleiter geworden. Dabei geht’s gar nicht mal alleine um heiße Luft, die in das Innere der Mikrowelle strömt. Häufig sind es die sogenannten Kombi-Programme, bei denen auch Mikrowelle und Grill gleichzeitig oder im Wechsel zum Einsatz kommen.

Mikrowellen mit Grill und Heißluft bereichern die Küche. (Foto: Samsung)
Mikrowellen mit Grill und Heißluft bereichern die Küche. (Foto: Samsung)

Mein Favorit: Mikrowellen mit Grill und Heißluft können durchaus Heißluft-Fritteusen ersetzen. Ofen-Kartoffeln liebt meine Tochter total, aber auch ähnliche Dinge wie Pommes oder klassisches Ofengemüse lassen sich recht schnell zubereiten. Innerhalb von deutlich weniger als 20 Minuten könnt ihr eine Portion für eine (kleine) Familie bekommen – in der Zeit ist so manch klassischer Ofen gerade erst vorgeheizt.

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Besagte Kombi-Programme bringen euch weitere Vorteile: Beim Brutzeln von Braten beschleunigt die Mikrowelle das Erhitzen, den Rest übernimmt die Heißluft. Das spart neben Zeit auch Energie. Ähnlich hilfreich ist Heißluft bei Tiefkühl-Produkten oder gar bei Brathähnchen.

Worauf muss ich beim Kauf achten? Die Fachbegriffe der Hersteller

Manche Hersteller werten Mikrowellen mit Grill und Heißluft zusätzlich mit besonderen Elementen auf. Samsung setzt auf eine sogenannte „Hot Blast“-Technologie, bei der Heißluft durch viele Luftlöcher direkt zu den Speisen gelangt. Das beschleunigt die Zubereitung eigenen Aussagen um bis zu 50 Prozent. Ihr kommt also schneller an außen knusprigere und innen saftigere Leckereien.

Samsung verbessert Heißluft mit dem Hot Blast genannten Feature. (Foto: Samsung)
Samsung verbessert Heißluft mit dem Hot Blast genannten Feature. (Foto: Samsung)

Die Heißluft-Fritteusen-Funktionen nennt Samsung zum Beispiel „Slim Fry“, Bauknecht dagegen „CrispFry“. Gemeint sind die gleichen Kombinationen aus Heißluft, Grill und etwas Mikrowelle. Wer Pommes kann, hat in der Regel Heißluft.

Gerade bei den Watt- und Temperatur-Angaben geht es bei den Anbietern von Mikrowellen mit Grill und Heißluft weit auseinander: Während die verbauten Grills meist um die 900-1200 Watt besitzen, gehen die Angaben bei Heißluft von 900-2500 Watt. Entscheidend gerade hier ist die Maximaltemperatur. 200 Grad sollte euer favorisiertes Gerät schon schaffen. Bei 2000 Watt seid ihr auf der sicheren Seite. Das eigentlich Mikrowellen-Element gerät hier fast in den Hintergrund: Ob dieses 700 oder 900 Watt schafft, ist letztlich zweitrangig.

Ein Aspekt sei auch erwähnt: Während ein Grill meist von oben auf eine Speise „strahlt“, sorgt Heißluft für eine gleichmäßigere Erhitzung – wie ihr es von einem Ofen gewohnt seid. Aber gerade die „Zusammenarbeit“ aus beiden Methoden plus Mikrowelle ist schlicht eines: überaus praktisch.

Ihr braucht ein paar Beispiele für umfangreich ausgestattete Mikrowellen mit Grill und Heißluft? Bitteschön…

Severin MW 7865: Eine der günstigen Mikrowellen mit Grill und Heißluft

Eine Mikrowelle mit Heißluft muss nicht zwangsläufig kostspielig sein, wie die Severin MW 7865 beweist. Für etwas über 100 Euro bekommt ihr zwar kein Hochleistungsgerät, aber eine ideale Mikrowelle für Singles und kleine Haushalte. Mit 1350 Watt (für Grill und Heißluft, maximal 200 Grad) erhitzt ihr Gerichte wie gewünscht.

Klein, mit Heißluft und günstig - die Severin MW 7865. (Foto: Severin)
Klein, mit Heißluft und günstig – die Severin MW 7865. (Foto: Severin)

Mikrowelle, Grill und Heißluft lassen sich getrennt oder manuell zusammen sowie in diversen Automatik-Programmen kombiniert einsetzen. Allzu viele Spielereien gibt’s hier zwar nicht, aber ihr erhaltet einen preisgünstigen Allrounder mit allen relevanten Funktionen.

Severin MW 7825: Darf’s ein bisschen mehr sein?

Gegenüber der Severin MW 7865 bekommt ihr bei der MW 7825 eine von der Heißluft (2500 Watt) getrennten Grilleinrichtung (1100 Watt). Der Vorteil: Ihr könnt Grill und Heißluft miteinander kombinieren, was zu einer optimalen Wärmeverteilung führt.

Die Severin MW 7825 bietet mehr Leistung durch einen eigenen Heißluft-Grill. (Foto: Severin)
Die Severin MW 7825 bietet mehr Leistung durch einen eigenen Heißluft-Grill. (Foto: Severin)

Automatik-Kochprogramme inklusive Pizzafunktion, 30 Liter Garraum, programmierbare Startzeit, Vorheiz-Option – sehr viel Komfort zum fairen Preis warten hier auf euch.

Caso MCG 30: Alles in einer

Die Caso MCG 30 ist mit einem Innenraum von 28 Litern relativ groß, aber Grill (1100 Watt), Heißluft (2100 Watt) und Mikrowelle (900 Watt) erhitzen das Gewünschte ganz sicher flott. Praktisch für Backfreunde ist die Vorheizfunktion, mit der ihr zügig die gewünschte Temperatur erreicht, bevor ihr zum Beispiel den Kuchen in das Gerät schiebt.

Schickes Design und ohne Drehteller. (Foto: Caso)
Schickes Design und ohne Drehteller. (Foto: Caso)

Möchtet ihr tatsächlich mehr mit dieser Mikrowelle backen, wisst ihr die 10 Heißlufttemperaturen (von 110 Watt bis 200 Watt) gewiss schnell zu schätzen. Und schön minimalistisch aber zugleich stylisch sieht sie auch aus. Was mir aber am meisten zusagt: Der Glasdrehteller ist Geschichte, die MCG 30 verfügt über einen flachen Keramikboden.

Panasonic NN-CT56JBGPG: Viel Mikrowelle mit geringer Bautiefe

Im Vergleich zu Mikrowellen mit Grill und Heißluft, die nur die Hälfte kosten, seht ihr, was ihr für um die 300 Euro bekommt. Die Kombi-Mikrowelle mit ihrer 20 Prozent geringeren Bautiefe (27 Liter Garraum) verfügt beispielsweise über die Inverter-Technologie für ein schnelleres, sanfteres und energiesparenderes Erwärmen.

Auffällig an dieser Mikrowelle ist die geringe Bautiefe. (Foto: Panasonic)
Auffällig an dieser Mikrowelle ist die geringe Bautiefe. (Foto: Panasonic)

Doch lange nicht genug: Quarzgrill und Heißluft erlauben Temperaturen bis 220 Grad, die Mikrowelle selbst kommt auf 1000 Watt. Zig Automatikprogramme erleichtern die Bedienung der Panasonic NN-CT56JBGPG ungemein. Und sehr nützlich dürfte die sogenannte „Zeit Plus“-Funktion sein, bei der ihr während des Garens noch schnell den Kochvorgang verlängert. Persönlich gefällt mir der extragroße Bildschirm mit Laufschrift.

Samsung MC 32 J 7055: Kleiner Backofen oder Kombo-Mikrowelle?

Die Samsung MC 32 J 7055 (bzw. MW7000J) kommt einem Ofen schon sehr nah: Mit einem Garraum von 32 Litern ist er im Vergleich zu anderen Mikrowellen mit Grill und Heißluft zwar recht groß, aber dafür gibt’s jede Menge „Power“. 51 Automatikprogramme, 6 Leistungsstufen, eine gegenüber Mitbewerbern verbesserte Grill-Leistung aufgrund einer optimierten Grill-Form, intelligenter Feuchtigkeitssensor, Joghurt/Hefeteig-Zubereiter, abschaltbarer Drehteller – hier fehlt es an nichts.

Das ist dann schon mehr Ofen als Mikrowelle... (Foto: Samsung)
Das ist dann schon mehr Ofen als Mikrowelle… (Foto: Samsung)

Bezogen auf die technischen Daten ist die Samsung MC 32 J 7055 über jeden Zweifel erhaben: Der Grill besitzt eine Leistung von 1500 Watt. Der Heißluft-Grill kommt auf 2100 Watt. Interessant: Temperaturen zwischen 40 bis 200 Watt könnt ihr einstellen. Und wenn’s mal schnell gehen soll: Mit Slim Fry gibt’s flott und mit wenig Öl euer Lieblings-Ofengemüse.

Eine Mikrowelle, die neben einem Grill auch über Heißluft verfügt, ist im Alltag eine große Bereicherung. Gerade dann, wenn ihr nicht ständig euren „großen“ Ofen einschalten wollt, um eine Pizza oder Pommes zuzubereiten. Und das Beste: Teuer sind geeignete Mikrowellen schon lange nicht mehr.

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