Auch Philips gibt 3D-Fernseher auf – und plant stattdessen seinen ersten OLED-TV

Jetzt also auch Philips! Wie der Hersteller bekannt gegeben hat, will man sich mit den TV-Geräten des Modelljahres 2016 von 3D verabschieden. Statt dessen setzt Philips künftig ganz auf die OLED-Technologie.

Die Luft für 3D im Heimkino wird immer dünner. Wie wir euch bereits berichtet hatten, will sich Samsung komplett aus dem Geschäft mit 3D-Fernsehern zurückziehen. LG Electronics wird im laufenden Jahr deutlich weniger 3D-fähige TVs auf den Markt bringen als bislang. Jetzt hat auch TP Vision im Rahmen einer Präsentation bekannt gegeben, bei neuen Philips-Fernsehern kein 3D mehr einsetzen zu wollen. Man werde sich von der stereoskopischen Bilddarstellung bei Fernsehern komplett verabschieden und stattdessen mehr auf TV-Geräte mit High Dynamic Range setzen, so der Anbieter.

Außerdem präferiert man auch bei Philips künftig die OLED-Technik. Der Hersteller hat die Öffentlichkeit darüber informiert, dass an der Entwicklung eines ersten OLED-TVs bereits gearbeitet werde. Man sei aktuell mit der Produktion eines 55-Zoll-Prototypen beschäftigt, könne derzeit aber noch keinen genauen Zeitplan für eine Markteinführung nennen, lässt Philips weiter verkünden. Ohnehin wird Philips, genau wie auch Panasonic, OLED-Panels von LG einsetzen. Man hoffe aber, „den ersten OLED-Fernseher von Philips mit eigenem Know-how sowie der Ambilight-Technik noch weiter optimieren zu können.“

OLED statt 3D – warum nur?

HDR und OLED sollen 3D ersetzen – es bleibt ein Rätsel, wieso das eine fortan das andere ausschließen soll. Insgesamt hat sich der 3D-Markt für die Home Entertainment-Anwendung natürlich bei weitem nicht so positiv entwickelt, wie das seitens der Hersteller noch vor ein paar Jahren während der Zeit des großen 3D-Hypes erwartet wurde. Und obwohl im Kino viele Blockbuster nach wie vor fast schon ganz selbstverständlich in 3D angeboten werden, hat der Geschäftsbereich im Heimkino immer hinterhergehinkt.

Es scheint, dass die meisten Zuschauer zwar im Kino kein Problem damit haben, sich für den dreidimensionalen Filmgenuss eine Brille aufzusetzen, daheim aber eher weniger mit einer 3D-Brille vor dem Fernseher sitzen möchten. Auch sind 3D-Blu-rays nach wie vor deutlich teurer als ihre 2D-Pendants, die Auswahl ist zudem eher überschaubar geblieben. Die nächste BD-Generation, die Ultra HD Blu-ray Disc, hat 3D in ihren Spezifikationen erst gar nicht mehr vorgesehen.

3D-Zukunft in der virtuellen Realität?

Als zusätzliches Standard-Feature hätte ich mir die 3D-Option auch bei kommenden UHD-Fernsehern jedoch trotzdem weiterhin gewünscht. Bei den Usern bleibt in jedem Fall die bange Frage, ob sie ihre teuer gekauften 3D-Abspielgeräte und ihre 3D-Blu-ray-Sammlung künftig dann gar nicht mehr nutzen können. Die Zeiten für 3D-Fans werden jedenfalls schlechter – zumindest bei Filmen, denn auf dem Mobile World Congress sind dreidimensionale Welten, vor allem in Verbindung mit Virtual Reality, durchaus noch ein relevantes Thema.

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Ein Kommentar zu “Auch Philips gibt 3D-Fernseher auf – und plant stattdessen seinen ersten OLED-TV
  1. Der Grund für den Rückzug der großen TV-Hersteller von der 3D-Technik war zu erwarten, denn es fehlt immer noch an geeigneten gesendeten Fernsehsendungen (3D-Filme).
    Um für 3D-Fans weiter 3D-Fernsehen möglich zu machen, ist die von mir entwickelte und patentierte 3D-Folie, die jedes zweidimensionale Bild in ein Bild mit dreidimensionalem Raumeindruck umwandelt, eine willkommene Alternative.

    In der Fachzeitschrift für Fernsehen, Film und Elektronische Medien FKT Ausgabe 7/2016 ist ein Artikel von mir über „Dreidimensionales Fernsehen ohne Brille mit Hilfe einer Folie“ erschienen. In diesem Artikel beschreibe ich den Aufbau und die Wirkungsweise dieser Folie.
    Von der Wirkungsweise der Folie ist ein Betrachter dermaßen überrascht und darüber erstaunt, wie man mit einer Folie, so eine derartig gute dreidimensionale Darstellung ermöglichen kann. Die weiteren Vorteile sind: 3D-Bilder können ohne 3D-Brille gleichzeitig von beliebig vielen Betrachtern in einem großen Winkel angesehen werden.

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