Mit Smart Home Energie sparen: 5 Tipps, wie’s geht

Smart Home macht Spaß, entsprechende Geräte sind aber nicht immer ganz billig. Doch das relativiert sich, wenn ihr Smart Home clever einsetzt, um Energie zu sparen. Unsere Autorin verrät, wie das geht.

Mit Smart Home Energie sparen: 5 Tipps, wie’s geht

Schon wieder flatterte eine höhere Stromrechnung in den Briefkasten. Aber warum? Es gab dieses Jahr keine großen Veränderungen in unserer Wohnung, nicht mal neue Geräte haben wir angeschafft. Die erhöhten Kosten sind vermutlich nur aufgrund hoher Nachlässigkeit im Umgang mit Licht, Heizungen und Geräten entstanden. Aber wie wirken wir dem entgegen, fragten wir uns. Die Lösung kann Spaß machen: Smart Home.

Als ich das erste Mal davon hörte, wurde ich stutzig. Smart Home? Das bedeutet doch, dass ich erstmal noch mehr Geräte anschaffen muss. Und mehr Geräte bedeuten wiederum erhöhten Stromverbrauch. Stimmt aber nur dann, wenn ihr ausschließlich an Unterhaltungselektronik denkt. Vernetzt ihr euer Zuhause clever, reagiert es dort “smart”, wo ihr in Eile mal wieder vergessen habt, das Licht abzuschalten oder die Heizung runter zu drehen. Für eine niedrigere Heizkosten- und Stromrechnung gibt es hier meine fünf liebsten Tipps zum Energiesparen mit Smart Home.

Tipp 1: Heizungssteuerung

Eine Heizungssteuerung, wie hier von Tado, hilft, Heizkosten zu senken.
Eine Heizungssteuerung, wie hier von Tado, hilft, Heizkosten zu senken.

70-80 Prozent aller Energiekosten fallen für Heizungen und warmes Wasser an. Eine smarte Heizungssteuerung kann dabei bis zu 40 Prozent Energieersparnis bewirken, so eine Studie des Fraunhofer Instituts. Die tatsächliche Ersparnis ist dabei sicherlich abhängig von Art und Beschaffenheit des Gebäudes. Ihr benötigt dafür nur wenige Geräte.

Startet doch einfach mit einem Heizkörperthermostat! Einfach an die Heizung anbringen, ins Smart-Home-System integrieren und bequem per Fernbedienung oder per App regulieren. Für automatisches Heizen könnt ihr sogar Heizprofile für die einzelnen Räume einstellen. Das Thermostat „lernt“ dann etwa, dass ihr meistens morgens um 7 und abends um 22 Uhr im Bad seid. Im nächsten Schritt könnt ihr dann mit Hilfe von Raumthermostaten mehrere Heizkörperthermostate und sogar die Fußbodenheizung auf einmal steuern.

Tipp 2: Rollladen runter!

Klingt banal, ist aber äußerst wirkungsvoll. Vor allem in älteren Bauten mit schlecht gedämmten Fenstern wirken Rollladen wie eine Extra-Dämmung. Im Sommer wird der Wohnraum tagsüber so vor eindringender Hitze geschützt und ersetzt die Klimaanlage. Währenddessen kann im Winter so weniger Wärme durch die Fenster entweichen. Dadurch müsst ihr weniger heizen und spart wertvolle Energie! Habt ihr dann doch mal vergessen, die Rollläden herunter zu lassen? Kein Problem – per App könnt ihr das ganz bequem von unterwegs nachholen oder durch eine Zeitschaltung ganz automatisieren. Über eine vernetzte Rollladen-Steuerung, zum Beispiel von Bosch, nachzudenken, lohnt sich also.

Tipp 3: Weg mit dem Standby-Betrieb!

Smarte Steckdosen sind nicht nur praktisch, sondern helfen auch, Kosten zu sparen. Grafik: TP-Link
Smarte Steckdosen sind nicht nur praktisch, sondern helfen auch, Kosten zu sparen. Grafik: TP-Link

Fernseher, Kaffeeautomat, WLAN-Router, Apple Home Pod oder Alexa, Laptops und Drucker – all diese Geräte verwenden wir nur wenige Stunden am Tag und dennoch ziehen sie dauerhaft Strom im Standby-Modus. Doch jedes Mal nach Verwendung alle Stecker zu ziehen, spart weder Zeit noch ist es besonders praktisch. Mit einem smarten Zwischenstecker, der leicht in jede Haushaltssteckdose passt, könnt ihr einfach die Stromverbindung kappen. Steuern könnt ihr das von Unterwegs per App und ganz bequem sogar per Zeitschalter. Noch besser ist es, wenn der Zwischenstecker beim nächsten Tipp gleich mithilft.

Tipp 4: Heimliche Stromfresser enttarnen

Im Stand-by verbrauchen die meisten Geräte Strom. Aber wer die wahren Stromfresser sind, entdeckt ihr oft nicht auf den ersten Blick. Hier hilft ein Zwischenstecker mit integrierter Verbrauchsanzeige, wie der TP-Link HS110 Wifi. Zwischen das passende Gerät geschaltet, erfahrt ihr so die Wahrheit über den Verbraucher. Und so enttarnt ihr, welche Geräte ihr öfter in den Stand-by-Modus schalten solltet. Und, für welche Geräte eventuell ein Ersatz ökonomischer und ökologischer wäre. Habt ihr etwa eine alte Waschmaschine, die richtig viel Strom zieht? Dann könnte der Neukauf eines energiesparenden Modells sinnvoll sein.

Schönes Licht und dabei noch Energiesparen. Systeme wie Philips Hue helfen. Foto: Signify
Schönes Licht und dabei noch Energiesparen. Systeme wie Philips Hue helfen. Foto: Signify

Tipp 5: Intelligente Lichtschaltung mit Bewegungssensor

Stell dir vor, du gehst in einen Raum und das Licht geht an. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht. Mit Hilfe von Bewegungssensoren, die ihr einfacherweise direkt an die Steckdose anbringt, schaltet sich eine Lampe nur dann ein, wenn sie eine Bewegung im Raum wahrnimmt. Nach einer vorgegebenen Zeit schaltet sie sich automatisch wieder aus. In Zukunft kann es also nicht mehr passieren, dass ihr in Eile vergesst das Licht auszuschalten. Unnötiger Stromverbrauch adé!

Okay. Das ist ein kleiner Punkt. Aber zusammen mit energiesparenden LEDs oder Smart Filament (habt ihr vielleicht noch irgendwo Glühbirnen im Einsatz?) könnt ihr pro Birne ein paar Euro im Jahr sparen.

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Diese Tricks zeigen: Energie- und Stromsparen kann mehr Spaß machen als gedacht! Ihr braucht nur wenige Anschaffungen, um euer Zuhause clever und effizient zu vernetzen. Ein weiteres Plus: Nicht nur wirken sich die Ergebnisse ökonomisch auf euren Geldbeutel aus, auch auf unsere Umwelt hat ein verringerter Energieverbrauch einen positiven Effekt, denn unnötiger CO2-Ausstoß wird vermieden. Smart Home macht dein Zuhause startklar für eine nachhaltige Zukunft. Denn vergessen solltet ihr nie: Das beste Zuhause der Welt ist die Welt.

Autorin: Janina Bauer

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Ein Kommentar zu “Mit Smart Home Energie sparen: 5 Tipps, wie’s geht

  1. Hab auch mal vor einiger Zeit alle Verbraucher im Haushalt durchgemessen. Wobei ich sagen muss, dass die größten Stromfresser alte Kühlschränke & Tiefkühls sind. Einfach mal Messgerät dazwischenklemmen, nen Monat laufen lassen und dann aufs Jahr hochrechnen – da ist der neue Billig-Kühlschrank A++ quasi schon bezahlt

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