Dyson Lightcycle

Dyson Lightcycle: Diese smarte Lampe leuchtet euch bis zur Rente

Die Arbeitsplatzlampe Dyson Lightcycle ist unter Umständen teurer als der Rechner, der auf dem Schreibtisch steht. Aber dieses smarte Gerät leuchtet intelligent und 60 Jahre lang.

Fangen wir mit einem Schreck an: Dyson Lightcycle kostet als Schreibtischlampe zirka 500 Euro. Die Stehlampe liegt sogar bei 750 Euro. Man könnte meinen: „Typisch für Dyson, Luxus also!“ Doch diese neuen Produkte aus dem für den Hersteller noch relativ jungen Bereich Lighting sind in vielerlei Hinsicht spannend. Denn im Inneren steckt Technologie, die neugierig macht. Und das ist in heutigen Zeiten überraschend, in denen wir doch ziemlich reizüberflutet von zahllosen Neuankündigungen und Vorstellungen sind.

Die Besonderheit von Dyson Lightcycle

Was ist denn nun Dyson Lightcycle? Eigenen Aussagen zufolge handelt es sich um eine Arbeitsplatz- bzw. Stehlampe, die in der Lage ist, quasi perfekt das Tageslicht zu imitieren. Farbtemperatur und Helligkeit werden kontinuierlich den aktuellen Bedingungen angepasst. Möglich macht dies ein 32-Bit-Mikroprozessor, der Tageslichtdaten auswertet und die nötigen Informationen an den optischen Treiber zur dynamischen Farbanpassung sendet. Drei warme und drei kalte LEDs können Farbtemperaturen zwischen 2.700 und 6.500 Kelvin und Helligkeiten zwischen 100 und 1000 Lux erzeugen.

Eine moderne Lampe. Nicht nur bezogen auf die Optik. (Foto: Dyson)

Eine moderne Lampe. Nicht nur bezogen auf die Optik. (Foto: Dyson)

Die Daten stammen übrigens „von mehr als einer Million satellitengestützten Messungen der Lichtbedingungen in der Erdatmosphäre zu verschiedenen Tageszeiten“, heißt es. Dyson Lightcycle versucht, die Lichtfarbe und Intensität am Arbeitsplatz mit dem natürlichen Tageslicht draußen in Einklang zu bringen, um so eine optimale Melatoninproduktion im Körper zu gewährleisten und damit das Befinden sowie die Leistungsfähigkeit positiv zu beeinflussen. Oder anders gesagt: Euch erwartet das ideale Licht zu jeder Tageszeit.

Weitere Erstaunlichkeiten

Was mich auch fasziniert, ist die Tatsache dass Dyson Lightcycle das Alter des Anwenders berücksichtigen kann. Denn ältere Semester benötigen für ein angenehmes Empfinden mehr Licht als jüngere Menschen. Dyson zufolge braucht eine 65-jährige Person bis zu viermal mehr Illumination als eine 20-jährige. Gehe ich von meinem subjektiven Empfinden aus, würde ich durchaus zustimmen. Ich zumindest kann mittlerweile bei schlechteren Lichtverhältnissen nicht mehr gut lesen.

Für den Nachttisch? (Foto: Dyson)

Für den Nachttisch? (Foto: Dyson)

Und da ist noch der gesamte Aufbau von Lightcycle. Durch eine Heat Pipe, genauer ein vakuumversiegeltes Kupferrohr, wird entstehende Wärme abgeleitet. Im Inneren verdampft ein Wassertropfen, der kondensiert und durch die Kapillarwirkung zu den LEDs zurückkehrt. Von einem energiefreien Kühlkreislauf ist die Rede, der dazu führt, dass Helligkeit und Qualität des Lichts für 60 Jahre (8h pro Tag) gleichbleiben und nicht nachlassen soll.

Das soll zugleich Abfall verringern, da ihr in der Zeit nicht regelmäßig neue Lampen kaufen müsst. Mit großer Wahrscheinlichkeit könnte sie also bis zu meiner Rente und über meinen Tod hinaus strahlen. Eine fast schon lustige Vorstellung.

Sonst noch was? Ladet über die integrierte USB-C-Ladevorrichtung zum Beispiel Smartphones auf. Und dank eines Infrarot-Sensors wird das Licht erst dann eingeschaltet, wenn jemand anwesend ist. Sie schaltet sich nach zwei Minuten ohne Bewegung wieder aus. Vertikal, horizontal und um 360 Grad lässt sich Lightcycle leicht und ohne Kraftaufwand bewegen.

Smarte Elemente

Freilich lässt sich Dyson Lightcycle mittels einer Smartphone-App individualisieren. In dieser gebt ihr euer Alter für die passende Lichtintensität an, genauso gibt’s voreingestellte Modi wie Study, Relax, Precision, Boost, Wake-Up oder Sleep – das ist dann wohl ähnlich wie bei Philips Hue.

Eine App muss heutzutage sein. (Foto: Dyson)

Eine App muss heutzutage sein. (Foto: Dyson)

Wer möchte, nutzt eine manuelle Bedienung mit Slide-Touch-Dimmung und Auswahl der Farbtemperatur. Persönliche Lichteinstellungen lassen sich hinzufügen und schnell auswählen.

Was für ein Aufwand

Ein enormer Aufwand muss bei der Entwicklung von Dyson Lightcycle betrieben worden sein. Innerhalb von zwei Jahren wurde das Lampensystem entwickelt, dabei entstanden über 892 Prototypen. Mehr als 90 Ingenieure waren an der Umsetzung beteiligt. Herausgekommen ist schon ein imposantes „Gadget“, das auch optisch auffällt.

Ich bin zwar beeindruckt, doch wirkt die Konstruktion doch recht kühl und „technisch“. Würdet ihr sie euch so ins Schlafzimmer stellen? Auf dem weiter oben eingebundenen Foto sieht das eher nach Krankenhaus-Look aus. Für meinen Schreibtisch wäre die Arbeitsplatzleuchte dagegen ein kleiner Traum…

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7 Kommentare zu “Dyson Lightcycle: Diese smarte Lampe leuchtet euch bis zur Rente
  1. Wieviel Energie benötigt die Dyson Lightcycle? Schließlich befindet sich nicht nur eine LED darin, sondern auch ein Mikroprozessor. Für den ist dann wohl auch die Heatpipe primär gedacht, oder?

    Und ein USB-C-Port für eine Lampe, die 60 Jahre halten soll? Darf ich mich dann 55 Jahre lang über diese nutzlose Aussparung ärgern, in der sich immer der Staub festsetzt?

    Gibt es eine Update-Garantie für die Smartphone-App über die gesamte Laufzeit? Fragen über Fragen.

    Schick ist sie trotzdem!

    • Seit 1996 oder so gibt’s USB (1.0) – das sind doch schon ein paar Jahre, die da mittlerweile zusammengekommen sind. Brauchst dann halt einen Adapter für einen Adapter für einen Adapter, damit du dein Retro-Smartphone an der Lampe aufladen kannst. 🙂

      Es sind freilich nur Durchschnittswerte. Lässt du die Lampe 16h am Tag laufen, sind es dann rein rechnerisch auch nur noch 30 Jahre. Nur dann wird die Smartphone-App auch nicht mehr funktionieren. Na gut..vielleicht auf dem Retro-Smartphone schon. 🙂 Aber im Zweifel kann man die Lampe auch am Gerät bedienen (nur wohl das mit dem Alter und den Szenen nicht)…

    • Schick finde ich sie ja schon Kann mir gut vorstellen, dass diese Form ein Designklassiker wird.

      Mir persönlich ist das aber zu viel Technik in der Lampe. Meiner Meinung nach müsste die außerhalb der Lampe liegen im Smart-Home-System (soweit möglich).

    • Witzigerweise seh ich das genau anders herum: Das Design ist mir etwas zu „clean“ und doch arg technisiert. Ich hatte es im Text ja auch schon gesagt … auf dem einen Foto sieht das eher nach Krankenhaus aus. Etwas mehr Richtung skandinavisches Design hätte mir schon gefallen. Dafür find ich gerade die Smart-Home-Funktionen und das richtige Dosieren des Lichts für Alter und Umgebung schon toll.

      Aber es stimmt schon…die Smart-Home-Elemente sollten im besten Fall nicht direkt in der Lampe stecken. Aber wer weiß…vielleicht kommt da von Dyson ja noch was? Sie haben Staubsauger (inkl. Roboter), Lampen und Raumklima-Sensoren – eigentlich schon gute Elemente für ein eigenes Smart-Home-System.

    • Jede Jeck is anders.

      Design ist vor allem eine Kompositon. Bei mir gibt es schon viel skandinavisch und Design der 20er/30er. Da würde die Dyson Lightcycle als Einzelstück einen Punkt setzen, vor allem auf dem Schreibtisch.

      Spannend finde ich die Gestaltung des Gelenks. Auf den ersten Blick etwas klobig, vermutlich aber sehr präzise da von Dyson. Und wohl besser, als einen Arm mit der Schraube zu fixieren.

      Gelungen finde ich auch, dass es keinen großen Schirm braucht, um das Licht zielgerichtet wirken zu lassen. Das ist schon alles sehr klein und fein.

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