Mark Zuckerberg erklärt Augmented Reality (Bild: Facebook)

Facebook mit eigener Hardware: Was soll das eigentlich?

Facebook arbeitet verschiedenen Berichten zufolge an eigener Hardware, wie einem modularen Smartphone oder einem intelligenten Lautsprecher. Was auf den ersten Blick unpassend wirkt, könnte dem Social Network einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Selig sind die, die einen smarten Lautsprecher verkaufen. Denn sie werden die Kundenströme der Zukunft verwalten.

Nicht ohne Grund gibt es derzeit (oder zumindest in naher Zukunft) smarte Lautsprecher von den großen Herstellern da draußen. Amazon hat einen, Google auch, der von Apple kommt später, Samsung arbeitet angeblich an einem mit Bixby, Microsoft lässt Dritthersteller den Sprachassistenten Cortana für smarte Lautsprecher verwenden, wie den Harman Kardon Invoke.

Wer fehlt noch? Facebook. Dem sozialen Netzwerk wird nun auch nachgesagt, es würde an einem schlauen Lautsprecher arbeiten. Und ein bisschen mehr noch: Dieser solle mit einem 15-Zoll-Touchscreen ausgestattet sein. Ein aufgeblasenes Tablet mit sattem Sound also. Gut möglich außerdem, dass Facebook trotzdem etwas „smartes“ darin unterbringt. Einen Chatbot vielleicht oder bald auch einen eigenen Sprachassistenten. Wenn das ganze denn stimmt, denn das Gerücht stammt von der DigiTimes, die in der Vergangenheit schon sehr oft Märchen erzählt hat.

Facebook überall

Andererseits: warum nicht? Smarte Lautsprecher könnten schon bald den Mittelpunkt des eigenen Zuhauses ausmachen. Man entscheidet sich dann für einen Dienst, der zur Schnittstelle fürs Web, zu privaten Informationen und zum Smart Home wird. Die Art der Anwendung ist dabei erst einmal zweitrangig. Wichtig ist, welcher Dienst eingebaut ist, welcher Anbieter also die Datenströme dahinter kontrolliert. Denn das ist das, womit die Daten vermarktet werden können. Oder positiver ausgedrückt: Womit die Anbieter lernen, ihre Dienste für uns noch besser zu machen.

Dass auch Facebook da mitmischen will, ist logisch. Denn das soziale Netzwerk hat es lange nicht mehr so leicht, wie noch vor ein paar Jahren. Der Spaß an der Sache ist raus. Facebook hat noch den Vorteil, breit aufgestellt zu sein. Neben dem mittlerweile etwas in die Jahre gekommenen, gleichnamigen sozialen Netzwerk gehören Facebook unter anderem noch Instagram, WhatsApp und der Messenger.

Alles von Facebook? Warum nicht, wenn die Hardware gut ist

Mit diesen Diensten muss Facebook seinen Nutzern immer etwas Neues bieten und in allen Lebenslagen präsent sein. Einmal unterwegs – und das kann durchaus auf einem gemunkelten, modularen Smartphone sein. Und zuhause. Und da wird der Gang zum heimischen Rechner oder Laptop, ja selbst zum Tablet immer seltener. Gefragt ist ein schlauer Assistent, der immer und überall da ist, Dinge steuert und weiß. Und hier könnte sich Facebook mit seinem sozialen Layer, also dem Wissen, was die Freunde gerade machen, gegenüber den Google Assistants, Cortanas und Siris dieser Welt sogar noch einen Vorteil erspielen.

Facebook und Hardware also? Ein Mittel zum Zweck, viel mehr eigentlich nicht. Aber wer gerne auf den Diensten des Unternehmens unterwegs ist, für den könnte attraktive Hardware ein Entscheidungsgrund für das Gesamtpaket des Unternehmens mit dem kleinen f sein.

Beitragsbild: Facebook

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