Für Einsteiger und Anspruchsvolle: Die richtige Dashcam für jeden Geldbeutel

Das eigene Fahrverhalten immer im Blick behalten. Einen Oldtimer mit Fahrassistenten ausstatten. Bei einem Unfall einen Videobeweis vor Gericht verwenden können. Es gibt viele plausible Argumente, die für eine Dashcam sprechen. Doch welche ist die richtige für euch?

Wie in fast allen Lebenslagen gilt auch bei Dashcams: Für jeden Geschmack und in nahezu jeder Preisklasse ist ein passendes Modell erhältlich. Es geht bereits bei rund 50 Euro los, für um die 400 Euro bekommt ihr einen Highend-Allrounder für jede Lebenslage. Aber was ist wirklich wichtig für euch? Verschaffen wir uns mal einen Überblick…

Dashcam für Einsteiger: Für unter 50 Euro geht’s los

Ihr seht Dashcams eher als „Spielerei“, möchtet eure Videofahrten dokumentieren und besitzt keine großen Erwartungen? Dann seid ihr schon für deutlich unter 100 Euro dabei. Im Gegenzug verzichtet ihr auf praktische Funktionen wie ausschweifende Fahrassistent-Elemente oder Technologien, die auch Nachtfahrten visuell ansprechend darstellen können.

Eine Dashcam für Einsteiger muss nicht teuer sein. (Foto: iconbit)

Eine Dashcam für Einsteiger muss nicht teuer sein. (Foto: iconbit)

Möchtet ihr in den Bereich Dashcam nur einmal „hineinschnuppern“, liegt ihr bei der iconBIT DVR-FHD-10 vermutlich goldrichtig. Die Kamera nimmt Videos in Full-HD-Auflösung auf, das 120 Grad-Objektiv dürfte die Fahrbahn gut im Auge behalten. Die Bedienung erfolgt auf dem 2,7 Zoll großen LCD-Bildschirm, ein A/V-Ausgang erlaubt das Betrachten von Inhalten später am Fernseher. Vielleicht genügt euch das schon? Ähnlich günstig, technisch weitgehend vergleichbar und einfach gehalten ist auch die SVL-CARCAM10 Dashcam von Valueline.

Besser ausgestattete Dashcams für unter 100 Euro

Es könnten ruhig ein paar Euro mehr sein? Wie wäre es mit der SAS-Carcam11 von König? Die liegt bei nicht einmal 70 Euro und bietet sogar einen Fotomodus mit 12 Megapixel-Objektiv, eine Bewegungserkennung im Parkmodus und eine Infrarotlampe für Nachtaufnahmen. Gerade das Letztgenannte dürfte sich als praktisch erweisen. HDMI-Ausgang, 2,7 Zoll LCD-Screen und 120-Grad-Weitwinkel sowie 1080p-Videoaufnahme klingen ebenfalls ordentlich. Die SAS-Carcam20 des gleichen Herstellers setzt übrigens auf ein 140-Grad-Sichtfeld – ideal für etwas größere Fahrzeuge.

Für ein paar Euro mehr erhöht sich der Funktionsumfang. (Foto: Valueline)

Für ein paar Euro mehr erhöht sich der Funktionsumfang. (Foto: Valueline)

GPS für ein genaueres Tracking, eine SOS-Taste sowie eine einfache Bedienung verspricht die CarDVR-72 Dashcam von Rollei. Bei einer Vollbremsung wird der G-Sensor aktiv, der die aktuell laufende Aufnahme mit einem Schreibschutz versieht. So kann das Video nicht aus Versehen überschrieben werden.

Gute Dashcams bis 250 Euro

Wenn euch Qualität, Verarbeitung und intelligente Features wichtiger sind, investiert mehr! Die Rollei CarDVR-318 Dashcam liegt zwar bei um die 150 Euro, besitzt dafür aber auch eine Videoaufzeichnung mit 2K-Auflösung (30fps) bzw. Full-HD (60fps). G-Sensor, GPS, Weitwinkel-Objektiv, Parküberwachung und mitgelieferte Video-Software mit Routenanzeige klingen nach einem soliden Gesamtpaket.

Etwas teurer, dafür wird viel geboten. (Foto: Rollei)

Etwas teurer, dafür wird viel geboten. (Foto: Rollei)

Mir persönlich gefällt die etwas teurere Gamin Dash Cam 55: Videoaufnahme in 1440p und bei schwachem Licht, Kollisionswarnung, Spurhalteassistent, GPS, G-Sensor und Sprachsteuerung zeigen deutlich, dass es für mehr Geld auch mehr Leistung gibt. Integriert ist übrigens eine Go!-Alarm-Anwendung, die auf Verkehrsbehinderungen hinweist und euch verrät, wenn sich der Vordermann an einer Ampel in Bewegung setzt.

Dashcams für Profis

Und was gibt’s so in der Dashcam-Oberklasse? Hersteller Garmin beispielsweise nennt die hauseigenen Profigeräte vermutlich bewusst nicht Dashcam, da diese auch europaweit verwendet werden sollen – und hier kann es unter Umständen zu Problemen kommen. Stattdessen ist zum Beispiel beim Garmin DriveAssist 51 LMT-S EU von einem mobilen Navigationsgerät die Rede. Ein Feature von diesem ist der Dashcam-Modus mit Kollisionswarnung, Spurassistenz und kontinuierlicher Videoaufnahme.

Mehr als nur eine Dashcam. (Foto: Garmin)

Mehr als nur eine Dashcam. (Foto: Garmin)

In Kombination mit ausschweifenden Navi-Elementen, Verkehrinfos dank Smartphone-Anbindung und Sicherheit-Aspekten für ein entspanntes Fahren erhaltet ihr hier ein eindrucksvolles Rundum-Sorglospaket.

Noch eine Ecke imposanter ist das Garmin nüviCam LMT-D, das auch als Navi bezeichnet wird. Ein Highlight ist sicherlich das 6 Zoll große Multitouch-Glasdisplay, auf dem im Dashcam-Modus die Straße präsentiert wird. Der Fahrverlauf wird stets aufgenommen, Kollisionswarner und Spurhalteassistent gehören standardmäßig dazu. Via DAB+ werden Staus rechtzeitig gemeldet, 1,5 Millionen spannende Locations liefert die Anbindung zu Foursquare. Bluetooth-Freisprecheinrichtung? Natürlich gibt’s die auch.

Was ihr fast immer brauchen werdet…

Egal, für welche Dashcam ihr euch entscheidet: Fast immer benötigt ihr auch eine microSD-Speicherkarte. Eine mit 32GB, zum Beispiel die von Sandisk, genügt völlig. Denn solche Cams nehmen Fahrten stets im „Loop“ auf, sie überschreiben also vorhandenes und zu altes Material selbständig. Vor dem Kauf einer Dashcam solltet ihr schauen, ob eine Speicherkarte mitgeliefert wird. Gerade bei den günstigen ist das nicht der Fall, bei den teureren gehören kleine Karten (4GB) zum Standard. Für den Anfang genügen sicherlich auch diese.

Vergesst nicht die Speicherkarte für eure Dashcam. (Foto: Sandisk)

Vergesst nicht die Speicherkarte für eure Dashcam. (Foto: Sandisk)

Worüber ihr euch nicht kümmern müsst, das ist die Energieversorgung. Manche Systeme verfügen über einen integrierten Akku, quasi alle dagegen werden über den Zigarettenanzünder mit Energie versorgt. Rechnet also im „schlimmsten Fall“ mit einer Kabelei im Innenraum eures Autos.

Mein Tipp zum Schluss: Kauft euch eine Dashcam, die mit einem Saugnapf an der Frontscheiben-Innenseite befestigt wird. Ein paar Geräte bieten nur ein doppelseitiges Klebeband. Das hält zwar auch, ist allerdings alles andere als flexibel und kann ggf. beim Entfernen unangenehme Rückstände hinterlassen.

Wie gefällt Dir dieser Beitrag?
Bewertung wird geladen …
Nichts mehr verpassen!

Bleib immer auf dem neuesten Stand mit unserem Newsletter! Täglich um 17:00 Uhr frisch in deinem Postfach.

Newsletter abonnierenRSS-Feed abonnieren
Schreibe einen Kommentar

Hinterlasse hier deinen persönlichen Kommentar. Wir freuen uns über deine Meinung.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*