Smartes Kochfeld Grundig VUX

Smarte Kochfelder können das Fleisch auf den Punkt garen

Bislang musste sich der Koch entscheiden: viel oder wenig Hitze? Zukünftig entscheiden smarte Kochfelder selbst, wie das Fleisch gebraten wird.

Wenn das Steak auf dem Teller liegt, soll es außen von einer schönen Kruste umgeben, innen aber noch saftig sein. Das ist gar nicht so einfach. Dazu gehört erst einmal ein gutes Stück Fleisch, aber auch die richtige Pfanne und das passende Fett. Vor allem wird ein geübtes Händchen benötigt, um die Temperatur nicht zu früh oder zu spät zu regeln. Nur dann bilden sich außen die leckeren Röstaromen, ohne dass es innen trocken und ledrig wird. Ein wenig Intelligenz im Kochfeld kann dabei helfen.

Temperatur im Fleisch messen

Wie jede Steuerung im Smart Home oder in der Smart Kitchen benötigt das smarte Kochfeld Sensoren, um beispielsweise mitzubekommen, was im Fleisch vor sich geht. Das Kochfeld Cuciniale wird deshalb mit einem Thermometer gekoppelt, das die Temperatur im Fleisch erfasst. Nur so kann dem Koch signalisiert werden, wie weit der Garvorgang ist. Oder die Hitze selbst weggenommen werden. Bei der Pfanne Tefal My Cooking Guide sitzt der Sensor dagegen im Boden und nicht im Fleisch. Doch in Zukunft werden die Temperaturfühler wohl auch in den Kochfeldern zu finden sein. Bei einem Gas- oder Induktionsherd kann die Hitze dann sofort heruntergeregelt werden. Auf diese Weise lässt sich auch effizienter kochen und Energie sparen.

Smarte Kochfelder, die bereits jetzt erhältlich sind, erkennen, wie groß Topf und Pfanne sind, die sich darauf befinden. Das Kochgeschirr muss dann nicht mehr passend zur freien Kochplatte gewählt werden, das Kochfeld passt sich dem Kochen an. Die einzelnen Kochzonen werden jedes Mal mittels automatischer Topferkennung neu bestimmt, so dass auch ein großer Bräter auf das Kochfeld passt – vorne wie hinten, links wie rechts. Dafür befinden sich viele kleine Mikro-Induktoren unter der Herdplatte, die variabel zusammengeschaltet werden. Die schlaue Technik reagiert auch, wenn ein riesiger Topf einfach nur nach hinten geschoben wird, weil der Inhalt ein paar Stunden vor sich hinköcheln muss.

Kommunikation mit der Dunstabzugshaube

Smart ist es nicht nur, darauf zu reagieren, was die Sensoren melden. Auch die Kommunikation mit anderen Geräten führt zu intelligenten Lösungen. So weiß der Herd zuerst, wenn es schiefläuft in der Küche. Wenn man mal kurz nebenan ist oder schlimmer noch: vergessen hat, den Herd auszustellen, bevor man die Wohnung verließ. Der smarte Rauchmelder Inirv React stellt den Herd aus, bevor es anfängt zu brennen. Hier steckt die Intelligenz allerdings nicht im Kochfeld. Bei der Hob2Hood-Funktion jedoch teilt das AEG-Kochfeld der Dunstabzugshaube per Funk mit, mit wieviel Dampf zu rechnen ist. Die Leistung des Dunstabzugs wird dann automatisch angepasst.

Ob der Dunstabzug im Kochfeld nur bei flachen Pfannen funktioniert oder auch bei hohen Töpfen, darüber lässt sich sicherlich streiten. Doch auch hier ist mit einer intelligenten Verknüpfung zu rechnen. Bei der Steuerung hat Grundig Vux bereits eine smarte Lösung präsentiert: Die Bedienelemente werden dort auf das Kochfeld projiziert wo sie gerade benötigt werden. Dafür wird ein kleiner Beamer in der Dunstabzugshaube untergebracht. Die Schalter lassen sich dann wie ein Touchscreen bedienen. Ein haptisches Feedback gibt es allerdings nicht. Eine einfache Steuerung des Kochfelds per Tablet oder Smartphone wäre allerdings nicht smart, sondern bloß eine Fernbedienung.

Moley Robotics

Moley Robotics

Smarte Kochfelder können dem Koch eine kleine Hilfe sein und mit einem Themometer im Fleisch sogar eine große. Es wird auch an der Vision gearbeitet, den Koch gleich ganz überflüssig zu machen. Moley liefert zwei Robotorarme, die vollautomatisiert über dem Kochfeld wirbeln. Sie sollen sogar nachkochen können, was ihnen Sterneköche vorgekocht haben. Momentan gelingt dies allerdings nur bei einfachen Gerichten und mit reichlich Unterstützung einer Küchenhilfe. Ambitionierten Köchen wird das sicherlich zu weit gehen. Letztlich ist aber nur wichtig, dass es schmeckt.

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5 Kommentare zu “Smarte Kochfelder können das Fleisch auf den Punkt garen
  1. Bin zwar ein Freund von technischen sachen, aber das ist doch nur eine große Spielerei ! Obwohl en Rauhmelder nicht schlecht ist.

  2. In der Küche ist vieles Spielerei. Das stimmt schon.

    Aber wenn das Fleisch dann so wird, wie man es gerne hätte, finde ich den Einsatz eines Steak-Thermometers doch interessant. Für Backofen gibt es das ja auch als Braten-Thermometer. Warum also nicht auch für die Pfanne?

    • Gut jedem das seine 🙂 Es gibt gute Hilfsmittel ! Aber kochen ist halt eine Fähigkeit wo man nicht verlernen oder lernen sollte 🙂

    • Avatar

      Jep, sehe ich auch so.

      Aber wenn ich gefragt werde, wie am besten ein Steak gebraten wird, erzähle ich, dass es viel Hitze für die Maillard-Reaktion braucht, dass sie aber auch rechtzeitig heruntergeregelt werden muss, damit das Fleisch innen nicht austrocknet. Doch ein Blick in die Gesichter sagt mir dann meist, dass sich das kaum einer zutraut.

      Die kleinen Hilfsmittel sind meiner Meinung nach nicht nur gut, um das Fleisch auf den Punkt zu bekommen, sondern auch um das Lernen zu erleichtern. Schließlich erzähle ich das ja meinen Gästen, bei denen ich auch mal eingeladen werde. 😉

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