Was ist HDMI 2.0? Das müsst ihr über den Anschluss am Fernseher wissen!

HDMI 2.0 bringt 4K mit 50/60Hz, 32 Kanal-Audio, 1536 kHz Audio-Signale, 1080p 3D HFR, 21:9 und mehrere Audio- und Videokanäle.

Solltet ihr einen aktuellen Monitor oder einen HDTV besitzen, dürfe euch HDMI längst ein Begriff sein. Im Alltag werden HDMI-Kabel benötigt, um DVD- sowie Blu-ray-Player, Spielkonsolen, Mediaplayer oder gar Videokameras mit einem TV-Gerät zu verbinden, möchtet ihr auf diesen Bild und Ton erleben. Doch was bedeutet der aktuelle HDMI 2.0-Standard genau? Und ist das überhaupt wichtig für euch?

Fortlaufende Entwicklung

Bereits seit 2003 existiert der HDMI-Standard, der die digitale Bild- und Ton- Übertragung in der Unterhaltungselektronik gewissermaßen vereinheitlicht. Dank des „High Definition Multimedia Interface“ dürft ihr in der Regel ohne Probleme Geräte unterschiedlicher Hersteller zusammenbringen. Und ihr müsst euch nicht zwangsläufig um eine aufwändige Verkabelung kümmern. Ein Kabel für Audio und Video genügt.

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Im Lauf der letzten Jahre entwickelte sich der HDMI-Standard fortlaufend weiter, um für die Gegenwart und Zukunft gerüstet zu sein. Technologien entwickeln sich und die Ansprüche der Menschen steigen. Mittlerweile ist HDMI bei Version 2.0 angelangt. Dies bringt diverse Vorzüge mit, die aber nicht zwangsläufig für alle Besitzer eines Fernsehers oder Monitors relevant sind. Denn in erster Linie richtet sich HDMI 2.0 an diejenigen, die hohe Bildauflösungen in 4K darstellen möchten.

Das kann HDMI 2.0

Wurde bei HDMI 1.3 beispielsweise 3D-Wiedergabe eingeführt, existiert seit Version 1.4 der grundlegende Support für 4K-Auflösungen. Doch erst mit HDMI 2.0, das seit September 2013 von Bedeutung ist, wird klar geregelt, welche Inhalte konkret mittels eines unscheinbaren HDMI-Kabels übertragen werden können. 4K mit 50 bzw. 60Hz, 4K 3D, 32 Kanal-Audio, 1536 kHz Audio-Signale, 1080p 3D HFR, 21:9-Bildauflösungen und paralleles Streamen mehrerer Audio- und Videokanäle sind nun technisch keine Herausforderung. Möglich wird dies durch die Erhöhung der Übertragungsrate von 10,2 (seit HDMI 1.3) auf 18 Gigabit pro Sekunde.

Ist das für mich relevant?

Alles schön und gut, aber: Solltet ihr bisher noch gar nicht in den Kontakt mit 4K- bzw. Ultra-HD- (UHD)-Fernsehgeräten gekommen sein und gar nicht darüber nachdenken, einen neuen HDTV zuzulegen, dürfte HDMI 2.0 für euch keinerlei Thema sein. Das ändert sich, sobald ihr eigenen geeigneten Fernseher oder Monitor euer Eigen nennt, denn dann möchtet ihr 4K genießen. Produktbeschreibungen und Aufkleber auf den Geräten deuten schnell an, dass ein Player zum Beispiel UHD-Auflösungen dank HDMI 2.0 ausgeben kann. Wichtig ist hierbei zu wissen: Dieser Standard muss explizit erwähnt werden, sonst kann es zu Problemen beim Betrieb kommen.

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Gut zu wissen ist außerdem: Für HDMI 2.0 werden keine neuen HDMI-Kabel verlangt. Sowohl die Ports als auch die eigentlichen Belegungen haben sich nicht geändert. Möchte euch jemand explizit HDMI 2.0-Kabel verkaufen, solltet ihr dies nicht für bare Münze nehmen. Generell wichtig ist es, qualitativ hochwertige Kabel zu erwerben, um eine professionelle Abschirmung und optimal Bild- sowie Tonübertragung sicherzustellen. Und ebenfalls sollte euch bewusst sein: Für den 4K-Spaß braucht es neben einem geeigneten HDTV auch über Abspielgeräte, die 4K-Inhalte beispielsweise aus dem Internet streamen können. Die extrem hohe Auflösung wird bisher nur von wenigen Anbietern unterstützt, die ersten 4K-fähigen Blu-ray-Playere, die auf das passende Ultra HD Blu-ray-Format setzen, werden in Europa ohnehin erst Anfang 2016 erwartet. Es dauert also noch eine Weile, bis der Standard aus den meisten Haushalten hierzulande nicht mehr wegzudenken ist.

Update von HDMI 2.0

Obwohl HDMI 2.0 praktisch noch nicht allzu sehr verbreitet ist, steht schon die nächste Version an: Im April 2015 wurde HDMI 2.0a vorgestellt. Das Update bringt ein paar Verbesserungen mit. HDR (feinere Abstufungen in besonders hellen und dunklen Bereichen des Bildes) wird unterstützt, genauso verspricht man generell bessere Kontraste. Aber auch hier ist klar: HDMI 2.0a müssen die Fernseher und Player zur Verfügung stellen, Samsungs SUHD-Geräte der 9500er-Reihe kommen hier infrage. Nur die sind preislich noch weit entfernt von einem erschwinglich. Davon abgesehen sind 4K-Filme mit HDR und damit einer noch besseren visuellen Qualität aktuell sehr rar gesät und noch lange keine Selbsterständlichkeit. Erwähnenswert wäre hier beispielsweise „Marco Polo“, die Anbieter Netflix in UHD auch so ausstrahlt.

Fazit: Immer mit der Ruhe

Wir können euch nur den Tipp geben: Lasst euch nicht in die Irre führen oder verwirren. HDMI 2.0 setzt keine neuen Kabel voraus, sofern ihr ohnehin auf qualitativ hochwertige Verbindungen achtet. Und solltet ihr noch keinen 4K-fähigen Fernseher besitzen, könnt ihr den Standard zwar wahrnehmen, aber getrost ignorieren.

Alles ändert sich freilich, spielt ihr mit dem Gedanken, euch einen 4K-fähigen Fernseher zu kaufen. Abgesehen vom Streaming direkt am neuen Fernseher müssen die verbundenen Player ebenfalls über HDMI 2.0 verfügen, möchte man im besten Fall in den kompletten Genuss der hohen Auflösung kommen. Sicher ist eine vollständige Abwärtskompatibilität gegeben, was bedeutet: Ihr könnt an einem UHD-TV auch einen alten DVD-Player anschließen – nur dann profitiert ihr nicht von den Vorzügen, die theoretisch möglich sind.

Mit Blick auf die Zukunft könnt ihr darauf achten, ob zum Beispiel ein HDTV mit HDMI 2.0a versehen ist. Doch in der Realität sind die Unterschiede gegenwärtig und ganz sicher in den nächsten Jahren so unerheblich, dass dies kein Kaufargument für einen neuen Ferseher sein sollte. HDMI 2.0 bei 4K-Fernseher und Ultra-HD-fähigen Playern sollte dagegen Pflicht sein.

Bei weiteren Fragen – stellt sie uns gerne im Kommentarbereich.

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2 Kommentare zu “Was ist HDMI 2.0? Das müsst ihr über den Anschluss am Fernseher wissen!
  1. Danke für den Informativen Beitrag. Genau das hatte ich gesucht. werde mir also einen HDMI 2.0 für mein 4K TV zulegen.

    Gruß
    Micha

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