Osram Lightify: Smart-Home-Plattform wird eingestellt. Das müsst ihr beachten

Alles hat mal ein Ende – auch Osram Lightify. Der Hersteller stellt die Plattform ein. Das solltet ihr wissen und beachten.

Osram Lightify startete als Konkurrenz zu Philips Hue, war letztlich aber nicht außergewöhnlich erfolgreich. Dennoch fanden sich viele Käufer, denn es erschien reichlich Zubehör in Form smarter Lampen und Steckdosen wie der Smart Plug. Ebenso entstand mit Ledvance eine Osram-Ausgründung, die viele Produkte übernahm und das Portfolio mit Unterstützung des chinesischen Lichtunternehmens MLS Co., LTD. unter dem Label Smart+ gewissermaßen fortsetzte. Während es bei Ledvance wie gewohnt weitergeht, ist bei Lightify Schluss.

Wieso stellt Osram Lightify ein?

Osram zog sich bereits 2016 aus dem Endkunden-Geschäft für Allgemeinbeleuchtung zurück, auch um Platz für Ledvance und Smart+ zu machen. Mittlerweile ist das gesamte System, allen voran der Gateway, technisch veraltet. Die Performance entspricht nicht mehr dem heute gewohnten Komfort. Problematischer ist sicherlich, dass die Hardware nicht in der Lage ist, aktuelle Standards wie ZigBee 3.0 und ZigBee Home Automation zu unterstützen. Für Osram lohnt es sich schlicht nicht mehr, Osram Lightify weiter zu betreiben und womöglich zu aktualisieren. Das überlässt man anderen Herstellern wie eben Ledvance oder dem Mitbewerber Signify mit Philips Hue.

Der Gateway - praktisch mit WLAN und Steckdosen-Anschluss - funktioniert bald nicht mehr. (Foto: Osram)

Der Gateway – praktisch mit WLAN und Steckdosen-Anschluss – funktioniert bald nicht mehr. (Foto: Osram)

Kann ich meine Lightify-Produkte nicht mehr benutzen?

Erst einmal die kleine Beruhigung: Euch bleibt bis zum 31. August 2021 Zeit, um euer smartes Lichtsystem neu zu gestalten. Denn nach diesem Tag schaltet Osram den Serverbetrieb für Lightify und die damit verbundene Cloud-Anbindung ab. Auch der Support endet an diesem Tag.

Updates sind dann nicht mehr vorgesehen, auch funktioniert die Sprachsteuerung via Amazon Alexa und Google Assistant ab dem 1. September 2021 nicht mehr. Mit Aktualisierungen für die iOS- und Android-Apps solltet ihr auch nicht mehr rechnen.

Konkret bedeutet das: Ihr könnt euer Osram Lightify nicht einfach weiterverwenden, da sehr viele Funktionen Cloud-basiert sind und somit nicht mehr zur Verfügung stehen. Eine Liste, was ab dem 1. September noch geht und was nicht, findet ihr direkt auf der Osram-Webseite. Ihr seid also gezwungen, zu reagieren.

Was muss ich tun?

Auch hier ist alles womöglich halb so wild. Eure Lampen und smarten Steckdosen könnt ihr weiterhin benutzen, ihr benötigt für eine smarte Kontrolle und Steuerung via App „nur“ einen neuen Gateway. Diese sollte das ZigBee-Protokoll unterstützen, damit ihr eure Peripherie wieder zusammenbringen könnt.

Die alten Lightify-Lampen könnt ihr weiterhin nutzen. (Foto: Osram)

Die alten Lightify-Lampen könnt ihr weiterhin nutzen. (Foto: Osram)

Wichtig: Bevor ihr eure Lightify-LEDs und smarte Steckdosen von Osram in das neue System integriert, setzt eure alte Plattform mitsamt Gateway auf den Werkzustand zurück. Das sollte VOR dem 1. September 2021 geschehen.

Welche neuen Gateways eignen sich für Osram Lightify?

Wie gesagt: Es sollte ein ZigBee-Gateway sein, den ihr mittlerweile auch für recht wenig Geld bekommt. Der prominenteste Kandidat ist die Philips Hue Bridge, aber auch der Amazon Echo Plus oder der Amazon Echo Show ab der 2. Generation sind geeignet.

Die auch von offizieller Seite genannten Gateways (Stand März 2020):

  • Amazon Echo Plus
  • Amazon Echo Show (2. Gen.)
  • Amazon Echo Studio
  • Philips Hue Bridge
  • Deutsche Telekom Qivicon
  • Smart Hub
  • Schwaiger Gateway
  • Samsung SmartThings
  • SMART HOME by Hornbach
  • homee
  • Cozify
  • Rexel Energy Easy

Gerade dann, wenn ihr ausschließlich LED-Lampen und Steckdosen von Osram Lightify besitzt, empfehle ich persönlich die Hue Bridge. Philips Hue ist ein ausgereiftes System mit hervorragender App und sehr viel Spielraum beim Individualisieren des eigenen Licht-Systems. Aber auch hier eignen sich andere Gateways – die teils mehr Flexibilität bieten. Beispielsweise, wenn ihr auch smarte Thermostate oder Überwachungskameras integrieren wollt.

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