Kommt nach Deutschland: der kleine Google Nest Hub

Hello Display My Old Friend, I’ve Come To Talk With You Again

Smarte Lautsprecher wirkten jüngst viel moderner als Smartphones. Mit Googles Assistenten der nächsten Generation zeigt sich: Beides ist wichtig – und mit einem Sprachassistenten und einem tollen Display wächst zusammen, was zusammen gehört.

Tage nach Googles medienwirksamer Keynote auf der Google I/O 2019 seht ihr mich immer noch geflasht von diesem kleinen Ausblick auf den neuen Assistenten. Rasend schnell, hochintelligent, lokal verfügbar. Beeindruckend, diese Geschwindigkeit, mit der die Google-Mitarbeiterin hier Apps aufruft, Funktionen verknüpft und in wenigen Augenblicken erledigt, was sonst Minuten dauern würde:

Aber vor allem eins fiel mir dabei auf: Das alles erledigte sie am Smartphone, nicht an einem smarten Lautsprecher. Ein Display ist notwendig, um mit diesen Aktionen sekundenschnell zu arbeiten, die Aktionen zu überprüfen, teils zu bestätigen. Dieser neue Assistent ist die Symbiose aus Sprachassistent und Display. Das eine kann nicht ohne das andere.

Smarte Displays sind mehr als nur eine Ergänzung

Was Google auf der Bühne mit einem Smartphone und der Beta des „Next Generation Assistant“ vorführte, wirkte fast schon wie ein neuartiges Betriebssystem. Die Google-Mitarbeiterin startete Apps und sprang von einer zur nächsten, ohne einmal den Umweg über den Startbildschirm zu gehen. Schlicht nicht notwendig. Dafür aber für Bestätigungen und Ansichten sehr wohl notwendig: ein Display.

Dass der Trend hin zu smarten Displays geht, ist spätestens seit vergangenem Herbst sonnenklar, als Google, Amazon und selbst Facebook mit smarten Displays um die Ecke kamen. Bei Amazons erstem Echo Show und dem minikleinen Echo Spot hatte man anfangs noch den Eindruck, hier sollte der neue Liebling Sprachassistent um ein paar Funktionen erweitert werden, um noch mehr Kunden dafür zu begeistern.

Amazon Echo Show: kleines Display, große Wirkung?

Amazon Echo Show: kleines Display, große Wirkung?

Mittlerweile haben Hardware-Hersteller erkannt, dass dieses Display im Zusammenspiel mit einem Sprachassistenten der eigentliche Durchbruch ist. So vieles, was auf einem Sprachlautsprecher eben doch nicht geht, zunächst eine Bestätigung benötigte, angesehen werden sollte oder viel schneller eingetippt wäre. Auf der anderen Seite geht es bei einigen Dingen auch auf dem Smartphone schneller, sie eben per Sprachbefehl zu erledigen, wo Tippen viel länger dauern würde. Hier wächst also etwas zusammen, was gut zusammen passt.

Renaissance des Smartphones

Googles Sprachassistent der nächsten Generation könnte nun den Durchbruch für smarte Lautsprecher bringen. Er lässt sich lokal auf dem Smartphone oder Nest Hub ausführen, versteht Kontext, kann Funktionen mehrerer Apps verknüpfen. Nutzer können beispielsweise per Sprachbefehl erst ein Foto aus der Galerie auswählen und dieses dann mit einer Messenger-App verschicken. Gesteuert per Sprache, bestätigt per Toucheingabe.

Smartphone oder Smart Speaker: Beides dank besserer Sprachsteuerung auch in Zukunft interessant.

Smartphone oder Smart Speaker: Beides dank besserer Sprachsteuerung auch in Zukunft interessant.

Zwei Dinge würden mit dem neuen Assistenten hochinteressant: ein smarter Lautsprecher, wie der neue Google Nest Hub Max. Und dann noch ein weiteres Gerät, das sich zuletzt vermeintlich kaum noch verkaufen ließ: das Smartphone. Was Google auf der I/O-Keynote vorführte, war ein ganz normales Pixel-Smartphone, das Apps in Sekundenschnelle öffnete. Mit dem Pixel 3a will Google den Nutzern dieses Erlebnis für vergleichsweise schmale 399 Euro ermöglichen. Funktioniert also auch auf Mittelklasse-Geräten.

Die Freude an einem schönen Display

Und so wird das Smartphone plötzlich wieder interessant. Und kleine Details werden wieder wichtig. Für mich persönlich etwa, dass mein Galaxy S10 zwar viel hat, was ich daran kritisieren würde. Aber dafür ein wunderschönes OLED-Display, das ich kaum noch missen möchte. Und offenbar auch so schnell nicht missen muss.

Sprachlautsprecher mit Bildschirm im Vergleich: Amazon, Facebook, Google

Displays werden in absehbarer Zeit also wieder gefragt sein. Unterwegs sowieso, aber auch zuhause. Smarte Displays sind die logische Weiterentwicklung von smarten Lautsprechern, nicht nur eine nette Ergänzung. Hier dürfte ein neuer Markt gerade erst entstehen, und so mancher reiner Sprachlautsprecher dürfte schon bald etwas altmodisch wirken.

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