Dynabooks ultraleichte Business-Notebooks getestet

Für euer Business sollen Notebooks nur das Beste bieten? Dann könnten die neuen Portégés von Dynabook die Geräte sein, die ihr gesucht habt. Wir haben sie getestet.

Dynabooks ultraleichte Business-Notebooks getestet

Denke ich an »Business-Notebooks«, kommen mir vor allem die Laptop-Brocken der frühen 2000er in den Sinn. Damals war Gewicht gleichbedeutend mit Leistung unter der Haube. Zwei Jahrzehnte später demonstriert Dynabook, wie mobiles Business in der Jetztwelt aussehen kann. Leicht, flexibel – und zugeschnitten auf viele Bürotätigkeiten und das Studium.

Wer oder was ist Dynabook?

Namen machen neugierig, vor allem dann, wenn sie neu sind. Dynabook ist als Marke frisch im Geschäft, dahinter steht der renommierte PC-Hersteller Sharp bzw. dessen Notebook-Sparte Toshiba. Deren Platz in der Technikgeschichte ist gesichert durch den ersten kommerziellen Laptop, den Toshiba T1100 von 1985.

Dynabook-Urahn: Der Toshiba T1100 gilt als erster kommerziell vertriebener Laptop – und erschien 1985. (Foto: Wikimedia)

Zwei Konzepte, eine Philosophie

36 Jahre später stehen die Ur-Ur-Enkel des Mobil-Pioniers auf meinem Schreibtisch und entzücken mich mit zwei zeitgemäßen Interpretationen des mobilen Arbeitens. Da wäre das Portégé X30-L als klassisches Notebook, dessen Design an die Lenovo ThinkPads erinnert. Einschließlich des (hier blauen) Mausgnubbels, den Dynabook in der Tastaturmitte unterbrachte. Eine Kopie ist es nicht. Lenovo setzt auf konkave Tastenoberflächen, während das QWERTY-Keyboard des X30L-J diese Einkerbung auf ein Minimum reduziert. Dazu aber später mehr.

Das X30W-J ist als Convertible mit 360-Grad-Scharnier und Touchscreen dem Zeitgeist unterworfen. So unterschiedlich die Dynabook-Konzepte sind, so teilen sie sich auch Gemeinsamkeiten: geringes Gewicht, hochwertiges Kunststoffgehäuse und die Intel-EVO-Zertifizierung.

Dynabook Portégé X30L-J: Das Layout erinnert an die Lenovo Thinkpads, einschließlich des Mausgnubbels, der als Alternative zum Touchpad fungiert.

Technische Spezifikationen

Dynabook Portégé X30L-J-134Dynabook Portégé X30W-J-10K
Geräteklasse: klassisches NotebookGeräteklasse: Convertible mit 360-Grad-Scharnier
Maße: 306 x 210x 17,9 mm / Gewicht: 906 GrammMaße: 303,9 x 197,4 x 17,9 mm / Gewicht: 990 Gramm
Prozessor: Intel Core i7-1165G7 (11. Gen) / Grafikeinheit: Iris Xe / Arbeitsspeicher: 16 GB (8 GB Onboard und 8 GB zusätzlich) / integrierter Speicher: NVMe M.2 mit 512 GB / Speicher erweiterbar: ja, via microSD Prozessor: Intel Core i7-1165G7 (11. Gen) / Grafikeinheit: Iris Xe / Arbeitsspeicher: 16 GB / integrierter Speicher: NVMe M.2 mit 1 TB / Speicher erweiterbar: ja, via microSD
Display: 13,3-Zoll-Panel mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln; entspiegelte Oberfläche / Kamera: 8 Megapixel mit SichtschutzblendeDisplay: 13,3 Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln; entspiegelte Oberfläche / Kamera: 8 Megapixel mit Sichtschutzblende
Schnittstellen: 2 x USB 3.1 Typ A; 2 x USB-C 3.1/Thunderbolt 4; 1 x HDMI-Buchse; 1 x 3,5-mm-Klinke; 1 x microSD-Slot; 1 x SIM-Karten-Slot (LTE); 1 x Gigabit-LANSchnittstellen: 1 x USB 3.1 Typ A; 2 x USB-C 3.1/Thunderbolt 4; 1 x HDMI-Buchse; 1 x 3,5-mm-Klinke; 1 x microSD-Slot
Besonderheiten: Fingerabdrucksensor, Advanced Encryption, Maus-Stick in der Tastaturmitte, hintergrundbeleuchtete TastaturBesonderheiten: Fingerabdrucksensor, Advanced Encryption, hintergrundbeleuchtete Tastatur
Konnektivität: Bluetooth 5.1; WiFi 6, LTEKonnektivität: Bluetooth 5.1; WiFi 6
Akku: Li-Ionen / Laufzeit: Bis zu 10 Stunden im Mixed ModeAkku: Li-Ionen / Laufzeit: Bis zu 10 Stunden im Mixed Mode
Lieferumfang: Kurzreferenz, LadegerätLieferumfang: Kurzreferenz, Ladegerät, AES-Eingabestift
Betriebssystem: Windows 10 Pro 64-BitBetriebssystem: Windows 10 Pro 64-Bit

Was Intel Evo garantiert

Intel Evo ist eine Notebook-Homologisierung. Prangt dieses Logo auf Gerät und Verpackung, stecken ein Core-Prozessor der (aktuell) 11. Generation, Iris-Grafikeinheit, WiFi 6 und Thunderbolt 4 drin. Die Akkulaufzeit muss mindestens 9 Stunden im Mixed-Mode und bei FullHD-Auflösung betragen. Hohe Leistung und lange Laufzeit gehen Hand in Hand.

Intel Evo ist ein Quasi-Standard für mobile Rechner und bei vielen Herstellern etabliert. (Bild: Intel)

Ausdauernde Kraftpakete

In den zurückliegenden Wochen begleiteten mich die beiden Dynabooks abwechselnd auf Zugfahrten durch Sachsen, in der Bibliothek, der heimischen Küche oder auf dem Sofa. Schnell lernte ich die Ausdauer der Geräte zu schätzen, die minimal über den angegebenen 9 Stunden lag.

Die meiste Zeit davon verbrachte ich in der Autorensoftware Papyrus 11 (in der dieser Bericht entstand), Adobe Photoshop CS6 oder Affinity Photo und hörte nebenher Musik. Ist das schon Business? Es kommt drauf an.

Die Stärken der Dynabooks

Eine gute Akkulaufzeit weisen auch andere Notebook-Hersteller auf. Ein Alleinstellungsmerkmal besitzt Dynabook weder in diesem, noch einem anderen Bereich der Hardware. Statt die einzelnen Komponenten zu bewerten, soll daher das große Ganze im Fokus stehen. Und da sind die Portégé-Geräte nah an der Idealvorstellung mobilen Arbeitens.

Das fängt bei den Panels an die in unserem Fall 13,3 Zoll (33,8 cm) in der Diagonale messen. Beide Geräte lösen mit Full HD auf, sind kontrastreich und leuchtstark. Für den Einsatz unterwegs qualifizieren sich die Bildschirme durch die mattierte Oberfläche. Einen knappen Punktsieg holt in diesem Vergleich das X30W-L mit Touchscreen, das nicht umrahmt ist, sondern sich unter der planen Displayoberfläche befindet.

Anschlüsse und Tastatur

Bei den physischen Anschlüssen ist das Duo nahezu gleichauf. Linkerseits sind zwei USB-C-Ports verbaut, die in ihrer Zweitfunktion als Ladeanschluss dienen. Auf der gleichen Seite findet ihr eine HDMI-Buchse und einen 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kabelheadsets. Rechterseits sind in ein Port mit USB-A und ein microSD-Karteneinschub zu finden. Das klassischer angehauchte X30L-J wartet außerdem mit Gigabit-LAN und SIM-Karten-Slot auf.

Hervorheben möchte ich die grundlegend exzellenten Tastaturen beider Geräte. Sie unterscheiden sich – vielleicht auch nur subjektiv empfunden – minimal im Anschlagverhalten. Der Hubweg ist kurz, das Druckgefühl gut und Texte daher sehr flott getippt. Zu monieren habe ich nur zweierlei: Mir fehlt ein separater Nummernblock, wobei ihr per Funktionstaste einen Teil des Keyboards als Numpad umwidmen könnt.

Das Portégé-Convertible gibt außerdem bei starken Tastenanschlägen in der Gerätemitte etwas nach, was hin und wieder irritiert. Ein stabilerer Kunststoff oder eine Aluminiumverschalung hätten hier abgeholfen. Das aber ist meckern auf ganz, ganz hohem Niveau.

Business findet auch unter der Haube statt

Sucht ihr ein Notebook für den tagtäglichen Arbeitseinsatz, kommt ihr um das Thema Sicherheit nicht herum. Dynabook hat daher eine Reihe sichtbarer und unsichtbarer Mechanismen verbaut, um den Zugriff aufs Gerät einzuschränken, unliebsamen Datenabfluss zu verhindern und anonymes Netzsurfen zu gewährleisten.

Beide Portégé-Testgeräte verfügen über einen Fingerabdrucksensor auf dem Maus-Trackpad. Zusätzlich könnt ihr unter Windows eine biometrische Authentifizierung via Webcam einrichten. Gegen Aufpreis bietet Dynabook einen Displaysichtschutz, der auf Knopfdruck den Blickwinkel auf 90 Grad einschränkt. Eine Webcam-Schiebeblende ist integriert und verhindert unbefugte Blicke.

Bequem vom Desktop aus erreichbar ist das Dynabook-Serviceportal. (Mit Material von Dynabook)

Daten verschlüsseln die Geräte im laufenden Betrieb, via vorinstalliertem VPN surft ihr anonym. Dem Ganzen setzt der Hersteller mit „Dynabook Services“ die Krone auf. Klickt ihr auf den Link, kommt ihr umgehend zum Serviceangebot, ausgerichtet auf Businesskunden. Garantieerweiterungen, Reparaturservices oder Austauschgeräte ordert ihr darüber, um das Geschäft am Laufen zu halten. Sollte eines der Portégés der Defekt drohen, sichert ihr euch also einfach und unkompliziert ab.

Als Zocker-Laptop ungeeignet

Gäbe es wirklich etwas zu kritisieren, so wäre dies die mangelnde Spiele-Kompatibilität. Trotz Core-Prozessor der 11. Generation, Iris-GPU und ausreichend Speicher auf dem Mainboard, verweigerten beide Geräte den Dienst bei einer Reihe von Spielen. Darunter Hellblade: Senua’s Sacrifice (GOG), GTA V (Rockstar Launcher) und Elite: Dangerous Odyssey (Steam).

Warum und weshalb das der Fall war und ist, ist nicht eindeutig zu identifizieren. Vielleicht ist es eine ungünstige Hardware-Software-Kombination, vielleicht eines der zurückliegenden Windows-Updates. Im Testbetrieb ging aber wenig. Am ehesten klappte noch das Cloud-Gaming über Stadia und GeForce Now.

Während der funktionierenden Sessions störte der schwachbrüstige Sound, obwohl die Speaker des Convertible beispielsweise von Harman/Kardon zertifiziert sind. Um ordentliche Kopfhörer kommt ihr also kaum herum. Aber Dynabooks – und das war mir nach vielen Sitzungen im Zug, daheim und unterwegs klar – sind eben Arbeits- und keine Zirkuspferde.

Fazit: Neuer Name, alte Qualitäten und zwei klare Empfehlungen fürs Business

Dynabooks sind keine Spielzeuge. Legt ihr auf ausdauernde, potente und ergonomische wie schlanke Mobilrechner wert, sind die Portégé-Geräte X30L-J-134 und X30W-J-10K einen Blick wert. Vom Display über die Tastatur und ausdauernde Akkulaufzeit bis zu den vielen Sicherheitsmerkmalen überzeugen sie. Wenig überraschend, denn die Expertise hat Dynabook trotz neuem Namen von Toshiba geerbt. Für Businesskunden vielleicht ausschlaggebend sind die vielen Services, mit denen Dynabook glänzt.

Kurzfristiger Austausch, schnelle Garantieerweiterung oder On-Site-Repair sichern euch und euer Unternehmen gegen unerwartete, plötzliche Defekte ab und garantieren das, was ihr von einem Business-Modell erwarten würdet: das Geschäft am Laufen zu halten.

Das Dynabook Portégé X30L-J-134 kostet in der UVP 2.339 Euro. Das Convertible X30W-J-10K gibt es ab 2.579 Euro (UVP)

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Ein Kommentar zu “Dynabooks ultraleichte Business-Notebooks getestet

  1. Sehr interessanter Beitrag. Ich bin neugierig, ob es auch für die Gestaltung meines eigenen zukünftigen Hauses gut wäre? Ich frage mich, ob Programme für die Gestaltung von Wohnungen in dieses Notebook passen würden.

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