Eine mächtige Maschine. (Foto: Acer)

Die teuersten Laptops: Was gibt’s für so viel Geld?

Wieso solltet ihr euch ein Notebook für über 5000 Euro (!) kaufen? Die teuersten Laptops der Gegenwart sind wirklich happig. Wieso eigentlich? Und wer braucht die? Sagen wir euch.

Glaubt nicht, dass Hersteller nur große Desktop-Rechner mit der neuesten Technik vollstopfen. Ein Blick auf die teuersten Laptops 2018 (und 2017) verdeutlicht: Nach oben hin scheinen preislich kaum Grenzen gesetzt zu sein. Sicherlich werden nicht viele Leute das nötige Kleingeld für den vergangenes Jahr für 10.000 US-Dollar vorgestellten Acer Predator 21X besitzen. Trotzdem gibt es Argumente, wieso die kostspieligen Notebooks eine Daseinsberechtigung haben.

Ich habe unter anderem im Angebot von Euronics gestöbert. Der dort aktuell teuerste Laptop liegt bei über 5100 Euro. Dafür bekommt man ja schon fast einen (halben) Kleinwagen. Völlig verrückt, so viel Geld auszugeben? Nun. Ja und nein.

Der aktuell teuerste Laptop  im Euronics-Sortiment

Der MSI GT83VR 7RF-206 Titan steht derzeit als teuerster Laptop 2018 im Euronics-Shop ganz oben in der Liste. Und um es gleich zu sagen: Das 5,5 Kilogramm schwere Monstrum mit seinem 18,4 Zoll großen Full-HD-Display hat nicht ohne Grund diesen Preis. Denn hier werden gleich zwei Nvidia GeForce GTX 1080 Grafikkarten mit jeweils 8GB Speicher verbaut. Unterstützt werden diese von 64GB RAM und einem Intel Core i7-7920 HQ Prozessor.

Über 5000 Euro? Das ist der teuerste Laptop aus dem Euronics-Sortiment. (Foto: MSI)

Über 5000 Euro? Das ist der teuerste Laptop aus dem Euronics-Sortiment. (Foto: MSI)

Ihr könnt es euch sicher denken: Wir reden in diesem Fall über einen Highend-Gaminglaptop, der beim Büroalltag völlig unterfordert wäre. Die zwei Grafikkarten in Kombination mit den weiteren Luxusklasse-Komponenten dürften die über 5000 Euro rechtfertigen.

Wieso, weshalb, warum?

Der Rechner von MSI ist ein gutes Beispiel um zu zeigen, für wen solche höllisch potenten Maschinen gebaut wurden. Die Profigamer werden mit solchen Laptops vermutlich die nächsten Jahre keine Kompromisse eingehen müssen. Für Virtual Reality und künftige Spiele-Blockbuster sind sie ausgelegt. Wer sie ausschließlich für Office verwendet, wirft Perlen vor die Säue.

Der Predator 21X durchbrach 2017 sogar die 10.000 Euro-Grenze. (Foto: Acer)

Der Predator 21X durchbrach 2017 sogar die 10.000 Euro-Grenze. (Foto: Acer)

Wie sich die dennoch imposanten Preise zusammensetzen können, zeigt der Hersteller Schenker auf seiner Webseite. Konfigurationen jenseits der 5000 Euro sind auch hier möglich – wenn man weitere Elemente wie 4K-Display oder große SSDs und Zweitfestplatten wünscht.

Und da ist noch ein weiterer Aspekt: Der beschränkte Platz in einem Laptop ist zugleich eine Herausforderung für Hardware-Designer: Auf kleinstem Raum wird neueste Technologie untergebracht, was auch hohe Ansprüche an Gehäuse und Kühlsystem stellt.

Die teuersten Laptops 2018: Es gibt auch bezahlbare Alternativen

So verlockend ein 5000-Euro-Ungetüm sein mag – benötigt wird dieser Laptop nur von den wenigsten. Auch Profis dürften zum Beispiel mit dem MSI GT73VR 7RF-490DE Titan nicht minder schlecht beraten sein. Der ist technisch sogar recht ähnlich, zum Einsatz kommen jedoch „nur“ eine Nvidia GeForce GTX 1080, 16GB und ein Intel Core i7-7700 HQ. Bezogen auf die Performance mag das etwas weniger sein, ist aber dennoch über nahezu jeden Zweifel erhaben.

Auch für deutlich weniger Geld gibt es gute Gaminglaptops. (Foto: MSI)

Auch für deutlich weniger Geld gibt es gute Gaminglaptops. (Foto: MSI)

Beim MSI GT72VR-6RDAC16H21 Dominiator geht’s preislich noch weiter in den Keller, wobei wir uns bei diesem Notebook noch immer in der 2000-Euro-Klasse befinden. Die GeForce GTX 1060, die 16GB RAM und der Intel Core i7-6700HQ sind aber auch für anspruchsvollste Anwendungen wie VR vollkommen ausreichend bemessen. Für Bild- und Videobearbeitung sowieso.

Die teuersten Laptops stammen auch von Apple

Wenn es um komplexe Businessanwendungen und Produktivität geht, kann ein Laptop auch sehr teuer werden. Und: Ein Gaming-Laptop sieht sicherlich nicht immer total „seriös“ aus. So cool LEDs am Gehäuse und in der Tastatur auch sein mögen – bei einem Bankgespräch über Finanzen könnte der konservative Berater skeptisch werden.

So ein Macbook Pro ist schön. Und teuer. (Foto: Apple)

So ein Macbook Pro ist schön. Und teuer. (Foto: Apple)

Im Ernst: Es gibt auch Gründe, die für Experten-Laptops der Oberklasse sprechen. Hier finden sich nicht nur im Euronic-Angebot allerlei Vertreter von Apple. Ein MacBook Pro mit 15 Zoll Display, Intel Core i7-Prozessor und ordentlicher Grafikeinheit sowie großer SSD kann gut und gerne schon einmal mehr als 2500 Euro verschlingen. Geboten wird vom Hersteller die gewohnte Qualität und eine zweifelsohne hervorragende Optik.

Sparen könnt ihr, sofern ein MacBook Pro gewünscht ist, bei dem kleineren 13-Zoll-Modell. Oder ihr liebäugelt mit Windows 10-basierten Systemen. Das Lenovo IdeaPad 720S (Shoplink) ist technisch dem MacBook Pro sehr ähnlich – aber eine ganze Ecke günstiger.

Teure Laptops für unter 2000 Euro

Persönlich bin ich der Auffassung, dass auch wählerische Gamer nicht mehr als 2000 Euro für einen sehr guten Gaminglaptop ausgeben müssen. Schönes Beispiel ist der Asus G752VS, der – abgesehen vielleicht vom später noch erweiterbaren Arbeitsspeicher – keine Wünsche offen lässt und sogar noch für das Filmchen zwischendurch über ein Blu-ray-Laufwerk verfügt.

Manche Gaminglaptops wie der Asus G752VS eignen sich auch fürs Business und Profi-Anwendungen. (Foto: Asus)

Manche Gaminglaptops wie der Asus G752VS eignen sich auch fürs Business und Profi-Anwendungen. (Foto: Asus)

In ähnliche Richtungen schielen der Acer Predator G9-791 (Shoplink) oder der HP Omen 17-w104ng. Viel Power zu einem meiner Meinung nach fairen Preis – auch über Gaming hinaus.

Fazit: Wozu teure Laptops?!

Und das ist vielleicht auch die einfachste Erkenntnis: Teuer sind Laptops vorrangig dann, wenn es um eine möglichst perfekte Gaming-Erfahrung und/oder Design, Verarbeitung, Prestige und Qualität geht.

Möchtet ihr einfach „nur“ einen Laptop für Internet, Office, Bildbearbeitung und das Streamen von Filmen, sind diese hier erwähnten Geräte in der Regel „too much“. Starke Allrounder erhaltet ihr auch schon unterhalb der 1000 Euro. Und diese versprühen durchaus Charme und Wertigkeit. Nur eben in einer niedrigeren Preisklasse und einem anderen Fokus bzw. Anspruch. Am besten ist es, sich vor dem Kauf erst einmal klar darüber zu werden, welcher Laptop-Typ sinnvoll erscheint.

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3 Kommentare zu “Die teuersten Laptops: Was gibt’s für so viel Geld?
  1. Auch Office-Rechner können 2.000 Euro kosten. Dann steckt die Leistung nur in anderen Komponenten. Lenovos X- und T-Serien zum Beispiel bieten eine ausgezeichnete Tastatur, einen matten Bildschirm, ein LTE-Modem und eine große SSD. Alles zusammen kann das Arbeiten unterwegs mehr erleichtern als der Sprung von einem i5- zu einem i7-Prozessor. Gerade die Tastatur dieser beiden Serien ist für mich ein Grund, nicht zu einem Macbook und auch nicht zu einem Ideapad von Lenovo zu greifen.

    • Ja, die Office-Rechner hab ich auch erwähnt. Also neben dem MacBook gibt’s eben auch die hochpreisigen Windows-Laptops. Schön, leistungsstark und auch teuer. 🙂

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