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So findet ihr den richtigen Gaming-Laptop

Den passenden Gaming-Laptop zu finden ist immer eine schwierige Aufgabe, gerade wenn man von der Technik nicht so viel Ahnung hat und einfach nur zocken will. Dieser Guide soll euch bei der Suche helfen.

Bevor ihr euch einen neuen Gaming-Laptop zulegt, müsst ihr erst einmal herausfinden, was er können soll und für welche Zwecke ihr ihn einsetzen möchtet. Dabei kann das P-Dreieck Preis, Performance und Portabilität sehr hilfreich sein. Ihr müsst euch für zwei der drei Eigenschaften entscheiden, denn alle drei zusammen, also niedriger Preis, hohe Performance und gute Portabilität, werdet ihr nicht finden.

Ich möchte das Dreieck noch kurz an ein paar Beispielen erklären: Wenn ihr starke Performance und gute Portabilität wünscht, wird der Preis in die Höhe steigen. Wenn ihr einen guten Preis und starke Performance wollt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Laptop etwas mehr Gewicht hat. Und wollt ihr einen guten Preis und leichtes Gewicht, wird die Performance darunter leiden müssen. Sich darüber klar zu werden, was ihr braucht, ist der erste Schritt. Kommen wir nun zu den Details.

Die wichtigsten Hardware-Komponenten

Die Hardware ist was euren neuen Gaming-Laptop definiert und ausschlaggebend für die Performance in den Spielen. Da es ein entscheidender Faktor bei der Kaufentscheidung ist, möchte ich euch hier ein paar Richtlinien geben, auf was bei den einzelnen Komponenten zu achten ist, ohne Einsteiger zu überfordern.

Grafikkarte – Das Herz des Gaming-Laptops

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Grafikkarte und Innenleben eines Gaming-PCs

Die Grafikkarte ist eine der wichtigsten Komponenten, wenn es um Videospiele geht. Sie verarbeitet die Daten in Bilder, welche dann an den Monitor weitergeleitet werden. Das ist ein Prozess, der einiges an Speicher benötigt, darum solltet ihr darauf achten, dass eure Grafikkarte seinen eigenen Arbeitsspeicher besitzt. Dieser nennt sich VRAM und sollte mindestens 4 GB groß sein, für anspruchsvollere Spiele dürfen auch gerne 8 GB her.

Das absolute Minimum für Gamer ist hier eine Nvidia GeForce GTX 1060. Sie erlaubt es euch aktuelle Spiele zu zocken, allerdings müsst ihr hier Abstriche bei der Grafikqualität machen, um akzeptable Framerates zu erreichen. Wenn ihr etwas mehr Wert auf Performance legt, ist die GeForce GTX 1070 vielleicht schon eher etwas für euch. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass damit aktuelle Titel wie PlayerUnknown’s Battlegrounds oder Frostpunk auf maximalen Grafikeinstellungen butterweich laufen. Wer nicht nur aktuelle Spiele zocken möchte, sondern sich auch für die Zukunft rüsten, ist mit der GeForce GTX 1080 bestens versorgt. Sie ist zurzeit die Grafikkarte mit der besten Performance, was sich allerdings auch im Preis niederschlägt.

Prozessor – Steuert alle wichtigen Elemente

Der Prozessor übernimmt alle Aufgaben, die nicht mit der Grafik des Spiels zu tun haben. Das sind zum Beispiel die physikalischen Berechnungen oder die Aktionen der Charaktere, die nicht vom Spieler gesteuert werden. Außerdem werden Prozesse, wie euer Browser, das Betriebssystem, Spotify, Skype und andere vom Prozessor bearbeitet. Umso stärker der Prozessor, umso mehr Applikationen kann der Laptop gleichzeitig handlen.

Fast alle Gaming-Laptops haben heutzutage einen Intel-Prozessor, wobei zum Gaming die Core i5, Core i7 und Core i9-Modelle interessant sind. Ein Intel Core i5-Prozessor ist darunter der langsamste, aber auch günstigste der Familie. Er erlaubt es nicht, alle aktuellen Spiele flüssig zum Laufen zu bringen und ich kann ihn deshalb auch nur eingeschränkt empfehlen. Eine bessere Wahl ist hier ein solider Core i7-Prozessor mit vier Kernen. Dieser kann auch prozessorlastige Spiele mit guten Framerates meistern. Die neuesten und leistungsstärksten Prozessoren von Intel sind die der Core i9-Reihe, die starke Leistung und einen hohen Preis versprechen.

Auch die Anzahl der Kerne ist bei Prozessoren entscheidend. Für Videospiele sind Quad-Core-Prozessoren, also Prozessoren mit vier Kernen, am besten geeignet. Diese erkennt man an den Endungen HQ oder HK (z.B. Core i7-7820HK), dabei sind die HK-Chips noch einen Tick schneller und erlauben es, den Prozessor zu übertakten (ja, auch bei Laptops). Der letzte wichtige Punkt ist die Taktfrequenz, hier gilt: je höher, je schneller. Zum sorgenfreien Zocken empfehle ich mindestens 3.0 GHz. Alles drüber ist natürlich herzlich willkommen.

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CPU Einheit eines PCs

Festplatte – für schnelle Ladezeiten

Die Geschwindigkeit der Festplatte legt hauptsächlich die Ladezeit der Spiele fest und bestimmt wie schnell Objekte ins Spiel geladen werden können. Für optimale Geschwindigkeiten solltet ihr hier auf eine Solid-State-Festplatte zurückgreifen, da diese deutlich schneller arbeitet als gewöhnliche Festplattenlaufwerke. Ideal für Gaming ist die Kombination aus einer Solid-State-Festplatte und einem gewöhnlichen Festplattenlaufwerk, da die Solid-State-Festplatte sich so einzig und allein um das Spiel kümmern kann, währen das Festplattenlaufwerk eure Daten speichert.

Display – Für knackig scharfe Bilder

Beim Laptop-Display gibt es auch einige Faktoren zu beachten, die später Einfluss auf das Spielerlebnis haben können. Als allererstes solltet ihr euch darüber klar werden, wie groß der Laptop und damit auch das Display sein sollen. In der Regel müsst ihr euch zwischen 13, 15 und 17 Zoll entscheiden und hier hängt alles von eurer persönlichen Präferenz ab. Ich persönlich besitze einen 17 Zoll Gaming-Laptop und finde diesen fast schon zu klein. (Zum Glück kann man auch externe Monitore anschließen).

Ein weiterer Knackpunkt ist die Auflösung eures Displays. Um vernünftig zocken zu können, sollte der Bildschirm mindestens eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln darstellen. Je höher die Auflösung, desto schärfer wird das Bild. Allerdings muss eure Hardware auch härter arbeiten, um schärfere Bilder darzustellen. High-End Gaming-Laptops kommen heutzutage oft mit einer 4K-Auflösung daher, wodurch ihr ultimative Schärfe erhaltet. Das ist ein Plus aber definitiv kein Muss, da Spiele auch auf niedrigeren Auflösungen bereits sehr gut aussehen können.

Der letzte wichtige Aspekt für euren Gaming-Laptop-Display ist die Bildwiederholrate des Displays, gemessen in Hertz (Hz). Sie bestimmt, wie viele Frames pro Sekunde vom Display dargestellt werden können. Grundlegend habt ihr hier die Wahl zwischen 60Hz, 120Hz, 144Hz oder 240Hz. Ab 60 Frames pro Sekunde (also 60Hz-Monitor) gilt ein Videospiel als flüssig, man sollte also keine Ruckler oder Hakler mehr sehen.

Darstellungen in 120Hz wirken auf das menschliche Auge „knackiger“ und bewegte Bilder werden schärfer dargestellt. Gerade bei schnelleren Bildsequenzen entstehen so weniger Schlieren, wodurch man beim Zocken die entscheidende Sekunde gewinnt, um sich zu orientieren und auf den Gegner zu reagieren. Um die Unterschiede der verschiedenen Frequenzen deutlich zu sehen, schaut euch am besten dieses Video an:

Ihr könnt euch auch vor dem Kauf ein paar Monitore in einem Elektrogeschäft ansehen, gucken, wie ihr die Unterschiede wahrnehmt, und daraufhin entscheiden, welche Aktualisierungsrate für euch am besten geeignet ist.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen

Als Faustregel gilt: Umso mehr ihr in euren neuen Gaming-Laptop investiert, desto mehr Performance bekommt ihr. Dabei ist es wichtig zu wissen, was ihr von eurem neuen Laptop erwartet und was er können soll. Denn nur so ist es möglich, die richtige Balance zu finden. Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Artikel helfen, den richtigen Gaming-Laptop für euch zu finden. Solltet ihr noch Fragen zu dem Thema haben, schreibt uns gerne einen Kommentar!

Wenn ihr interessante Gaming-Laptops sucht, schaut euch doch mal die Geräte von Alienware, Asus ROG oder Razer an.

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3 Kommentare zu “So findet ihr den richtigen Gaming-Laptop
  1. Wie meist, ist die „gefreute Meinung“ von mir nicht unbedingt die des Autors…den ich erst einmal zitiere:

    „Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen“ – wohl war, das ist oft so. Wenn jemand ernsthaft zocken will,bedeutet das m.E.:

    – zweitbeste Lösung: ein Laptop, der preislich bis an/über die Schmerzgrenze get – egal, was der wiegt. Selbst ich – nicht sehr kräftig und fast 67 – traue mir zu. ein 5 kg „Teil“von a nach b zu transportieren. Man wird ja nicht eine laaange Strecke zu Fuß gehen, sondern Auto, Bus, Bahn oder sonstwas benutzen

    – beste Lösung: kein Laptop, sondern ein Desktop mit passendem Monitor(en) – ebenfalls preislich bis an/über die Schmerzgrenze

    Wenn es um die Performance geht, gibt es nix besseres als so einen Desktop. Gut, den kann man nicht rumtragen – aber ieinen Kompromiß muß man immer eingehen. So einen, wie ich z.B. jetzt gerade auch – zuerst zwei Möglichkeiten:

    – a) jemand liest diesen Artikel im Bus (oder sonstwo) auf einem Smartphone und kommentiert ihn. Das geht überall, wo der gute Mann/Frau ein Netz hat. Aber auch das größte Smartphone ist ziemlich klein und so´n mobiler Browser ist nicht wirklich toll

    – b) jemand anderes (ich) sitzt vor 3 Monitoren (1x 30″, 2x 24“), liest den Artikel im „richtigen“ Browser, hat auf den anderen Monitoren noch dieses/jenes auf und sitzt auf einem recht bequemen Chefsessel mit zusätzlichem Kissen – das kann ich nur hier, das ist ebem „mein“ Kompromiß, ich kann nicht weg – aber damit kann ich leben.

    Für wenige mit ordentlich Geld gibt es noch bessere Kompromisse: den stärksten Desktop plus den stärksten Desktop, die für „Geld und gute Worte“ überhaupt zu kriegen sind. Zum Schluß noch ein Zitat:

    „Ich persönlich besitze einen 17 Zoll Gaming-Laptop und finde diesen fast schon zu klein. (Zum Glück kann man auch externe Monitore anschließen).“

    Tja, du sagst es selber: „fast schon zu klein“. Und den externen Monitor? Sicher, das geht: wenn man zu Hause ist oder irgendwo anders, wo zufällig so´n externer Monitor rumsteht, grins. Die wenigstens werden wohl den Laptop UND den externen Monitor mitschleppen, oder?
    ———————————-
    PS: wenn jemand nun UNbedingt überall gamen möchte (und noch nicht so viel weiß), dem gibt der Artikel gute Hinweise.

  2. Super informativ! 🙂 Vielen Dank. Ich spiele zwar nur Sims und Minecraft auf meinem Laptop, aber trotzdem brauche ich da einen guten Laptop. Da helfen mir deine Tipps enorm weiter 🙂

    • Hallo Alice,
      Freut mich, dass mein Artikel dir weiterhelfen konnte 🙂 Auch bei nicht so anspruchsvollen Spielen sollte es nicht die lahmste Gurke sein. Gerade bei den Sims können die Ladezeiten da etwas nervig werden.

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