Samsung Galaxy A7 2018

Samsung Galaxy A7 (2018): Was fehlt denn noch zur Spitzenklasse?

Das Samsung Galaxy A7 (2018) hat eine Dreilinsenkamera, ein fast randloses OLED-Display, künstliche Intelligenz und einen Fingerabdrucksensor in der Powertaste. Samsung selbst nennt es „Mittelklasse“, aber was fehlt überhaupt noch zur Spitze?

„Neue Perspektiven in der Smartphone-Mittelklasse“ überschreibt Samsung selbst die Pressemeldung zum neuen Galaxy A7 (2018). Das Gerät soll noch Ende September für 349 Euro auf den Markt kommen und dann eine Dreifachkamera mitbringen, einen Fingerabdrucksensor integriert in die Standby-Taste. Daneben ein rahmenloses AMOLED-Display, künstliche Intelligenz und Wasser- und Staubdichtheit nach IP68. Wir schauen uns mal an, was da überhaupt noch zu einem Spitzensmartphone fehlt.

Was kann das Galaxy A7 (2018)?

Schauen wir uns kurz die Eigenschaften des Galaxy A7 (2018) an:

  • Prozessor: 64-bit Octa-Core (2,2 GHz + 1,6 GHz), Samsung benennt das Modell nicht genau.
  • Display: Super AMOLED 6,0 Zoll im 18,5:9-Verhältnis, Auflösung 2.220 x 1080 (Full HD+)
  • Gehäuse: Mit Glas- und Metallelementen und abgerundeten Ecken
  • Speicher: 64 GB (aufrüstbar bis 512 GB)/ 4 GB RAM (außerhalb Deutschlands soll es auch eine Version mit 128 GB Speicher und 6 GB RAM geben).
  • Kamera: Dreifachkamera mit 1x Weitwinkel: 24 Megapixel f/1,7, 1x „Bokeh“-Linse mit 5 MP, f/2.2 und 1x Ultra-Weitwinkel mit 8 MP und f/2.4
  • Frontkamera: 24 Megapixel, f/2.0, Selfie-Licht
  • Konnektivität: LTE, WLAN 802.11 a/b/g/n/ac (2,4 GHz + 5 GHz), Bluetooth 5.0, NFC, USB 2.0
  • Akku: 3.300 mAh
  • Android: 8.0 Oreo
  • Sonstiges: Fingerabdrucksensor im Powerbutton, Gesichtsentsperrung, einzelne KI-Funktionen wie Szenenoptimierung und Bilderkennung (Bixby Vision), wasser- und staubdicht nach IP68

Die Ausstattung klingt für ein Mittelklasse-Smartphone wirklich gut. Gerade, wenn dieses nicht mehr als 349 Euro kosten soll. Für Mittelklasse sind 64 GB Speicher und 4 GB RAM nicht selbstverständlich, moderne WLAN-Verbindungen werden unterstützt, das AMOLED-Display ist zwar Samsung-Standard, löst aber mit Full HD+ sehr ordentlich auf. Der Fingerabdrucksensor im Powerbutton klingt praktisch, die Gesichtsentsperrung natürlich auch, ein paar hübsche KI-Elemente für bessere Fotos nimmt man natürlich auch immer gerne mit.

Was kann das Galaxy A7 (2018) nicht?

Bei genauerer Betrachtung fallen natürlich ein paar Abstriche auf. So könnte ein modernes Smartphone auch schon das neue Android 9.0 (statt 8.0) unterstützen. Bei den Kameras verrät Samsung leider nicht, ob diese auch zusammenarbeiten. So war eins der Killerfeatures der Dreifachkamera des Huawei P20 Pro, dass sich hiermit auch ein verlustfreier 3-fach Zoom einsetzen ließ. Ob das Galaxy A7 (2018) das auch bietet, erfahren wir zumindest nicht.

Samsung Galaxy A7 2018

Samsung Galaxy A7 2018

Auch über die Art des Prozessors im Galaxy A7 (2018) verrät Samsung erst einmal nichts. In den letzten Tagen brandeten zwar Gerüchte auf, es könnte ein Snapdragon 845 werden, also die momentane Königsklasse. Das wäre für den Verkaufspreis aber eine Sensation, und deswegen gehe ich eher von einem deutlich langsameren Chipsatz aus.

Gespart hat Samsung auch beim Anschlussstecker. Es scheint sich noch um Micro-USB und USB 2.0 zu handeln, also nicht USB-C. Auch kabellos kann man den eigentlich reichlich bemessenen 3.300-mAh-Akku nicht laden. Was wir nicht von Samsung selbst aber hinter den Kulissen erfahren, kann das Kamerasystem maximal 2K-Videos aufnehmen, nicht 4K. Und LTE? Ist zwar drin, aber in welcher Geschwindigkeit, erfahren wir ebenfalls nicht.

Unterschiede zwischen Galaxy A7 (2018) und Galaxy Note 9

Manchmal deuten Bildschirmfotos der Pressbilder ja schon die Gemeinsamkeiten an. Und so drängt sich auch hier der Verdacht auf, dass das Galaxy A7 (2018) eine Art Lite-Version des kürzlich vorgestellten Galaxy Note 9 sein soll. Die ähnliche Optik spräche dafür.

Nicht ganz unähnlich: Galaxy Note 9 und Galaxy A7 (2018)

Nicht ganz unähnlich: Galaxy Note 9 und Galaxy A7 (2018)

Samsung ginge hier einen ähnlichen Weg wie Huawei mit seinen Lite-Smartphones. Das jeweilige Spitzenmodell ist natürlich besser ausgestattet, aber die Lite-Version bekommt eine besondere Funktion. Beim Galaxy A7 (2018) ist es die Dreilinsenkamera. Das bringt das Galaxy Note 9 nicht mit. Ansonsten gewinnt das fast dreimal so teure Flaggschiff natürlich gegenüber dem Galaxy A7: höhere Auflösung, mehr Akku, mehr Speicher, ein neu entworfener S-Pen, eine recht revolutionäres Wasser-Carbon-Kühlsystem, kabelloses Laden und – höchstwahrscheinlich – der schnellere Prozessor.

Fazit zum Galaxy A7 (2018)

Das Samsung Galaxy A7 (2018) klingt wie das Lite-Modell des Galaxy Note 9. Es wird einen langsameren Prozessor haben, ein weniger wertig anmutendes Gehäuse und alles in allem dürfte sogar die Kamera nicht so gute Fotos schießen – Dreilinsenkamera hin oder her.

Samsung hat sich aber bei vielen Dingen wirklich nicht lumpen lassen. Mit 64/4GB endlich einmal ordentlich Speicher für ein Mittelklasse-Gerät, ein Fingerabdrucksensor im Powerbutton, zusätzlich Gesichtsentsperrung, ein hoch genug auflösendes Display, Wasser- und Staubdichtheit nach IP68. Echte Ausreißer nach unten findet man nicht, vom fehlenden 4K-Video und dem Micro-USB einmal abgesehen. Für 349 Euro klingt das Galaxy A7 (2018) nach einem ziemlich guten Deal!

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