Jelly: Dieses winzige Smartphone passt endlich wieder in die Hosentasche

Der Trend geht zu größeren Smartphones. Telefone mit 5,5 Zoll Displays? Heutzutage fast schon ein Minimum. Jelly, das kleinste LTE-Smartphone, schwimmt gegen den Strom und ist damit auch noch erfolgreich.

Jelly: Dieses winzige Smartphone passt endlich wieder in die Hosentasche

Displays müssen heute möglichst groß sein, abgesehen vielleicht bei einfachsten Feature Phones, die nur zum Telefonieren gedacht sind. Ein modernes Smartphone dagegen passt mittlerweile kaum noch in die Hosentasche. Vielleicht wirkt die Idee des chinesischen Herstellers Unihertz daher fast schon erfrischend und reizvoll. Denn das Ziel der Verantwortlichen war es, das kleinste Smartphone mit LTE zu erschaffen.

Das Ergebnis sieht ziemlich niedlich aus. Zum Einsatz kommt ein 2,45 Zoll großer TFT LCD-Screen (240 x 432 Pixel), der von einem Quadcore-Prozessor mit 1,1GHz befeuert wird. Hinzu gesellen sich mindestens 1GB RAM, 8GB Flash-Speicher, zwei NANO-SIM-Slots, Bluetooth 4.0, zwei Kameras (2 Megapixel Front, 8 Megapixel Rückseite), GPS und ein Gyroskop. Ein microSD-Kartenslot passte auch noch ins Gehäuse. Und der 950 mAh Akku soll sogar bis zu sieben Tage im Standby-Betrieb durchhalten.

Hui, ist das klein. (Foto: Unihertz)
Hui, ist das klein. (Foto: Unihertz)

Jelly besitzt eine lange Akkulaufzeit

Das kleine Display soll dazu führen, dass die Laufzeit von Jelly recht hoch ausfällt – bis zu drei Tage bei normaler Verwendung. Und sicherlich ist die eigentliche Hardware nicht gerade sensationell. Allerdings ist sie leistungsstark genug für die aktuelle Version von Android, Version 7 ist vorinstalliert. Ein Zugriff zum Google Play Store ist eine Selbstverständlichkeit. Und: Ihr erhaltet ein Smartphone, das LTE dank aller relevanten Bänder (1,2,3,4,5,7,8,12,17,19,20,40) besitzt.

So groß wie ein Feature Phone. (Foto: Unihertz)
So groß wie ein Feature Phone. (Foto: Unihertz)

Etablierte Smartphone-Hersteller sind offenbar der Auffassung, dass wir keine Winzig-Smartphones wünschen. Und dann kommt eine unbekannte Firma wie Unihertz, die das Gegenteil beweist. Bei Kickstarter wollten die Schöpfer 30.000 US-Dollar einsammeln, innerhalb kürzester Zeit kamen schon weit über 120.000 US-Dollar zusammen. Dabei läuft die Crowdfunding-Kampagne noch über einen Monat. Wenn das Telefon am Schluss die Millionengrenze knackt, würde mich das nicht wundern. Schießt ihr Geld vor, könnt ihr euch ein Exemplar für 69 US-Dollar sichern – das geht ja noch.

Nicht ganz günstig

Die Pro-Variante des Handys wird übrigens 2GB RAM und 16GB Flash-Speicher bieten, dafür aber knapp 100 US-Dollar kosten. Das wäre mir persönlich etwas zu viel, eben weil ich das Jelly nicht als potentielles Haupt-Smartphone sehe, sondern eher als (etwas teurere) Alternative zu einem Feature Phone. So oder so ist anscheinend ein Bedarf an solchen Winzlingen vorhanden. Und die handlichen Ausmaße sind in der Tat verlockend. Nur ob die Bedienung überzeugen kann? Etwas Skepsis bleibt.

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Weitere Details zu Jelly erhaltet ihr bei Kickstarter. Übrigens: Im Euronics Online-Shop könnt ihr Smartphones nach ihrer Größe filtern. Auch einige Vertreter mit weniger als 4,0-Zoll-Display findet ihr dort noch, auch wenn dies allesamt keine aktuellen Geräte mehr sind. Unser Tipp für ein handliches und doch leistungsstarkes Smartphones bleibt das modern ausgestattete Apple iPhone SE mit 4,0-Zoll-Retina-Display, dessen eigentlich ausgemusterte Variante mit 64 GB noch im Shop verfügbar bleibt.

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3 Kommentare zu “Jelly: Dieses winzige Smartphone passt endlich wieder in die Hosentasche

  1. Ich habe mein Xperia Mini mit viel Aufwand in die aktuellen Zeiten gerettet und es gibt nicht wenige, die auch sowas „handliches“ wollen („oh geiil, das ist ein Smartphone? Was kann es?!?“). Ich glaube, die Entwicklung rennt seit Jahren in die falsche Richtung. Ich wäre heilfroh über eine zeitgenössische Technik, und dann aber gerne auch im Format des Xperia Minis, vielleicht bei größerem Monitor und kleinerem Rahmen. Ach ja: und bitte mit einer richtig guten Dual-Linse, Leica oder so.
    Ich wäre sofort dabei beim Crowdfoundig.

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