Fitbit Ionic adidas Edition mit neuem Watchface, das wie eine Startnummer beim Lauf wirkt (Bild: Peter Giesecke)

Fitbit Ionic adidas Edition im Test: Die Smartwatch als Personal Trainer

Fitbit trackt mit der Ionic den Lauf. Adidas liefert mit der Train-App eine Anleitung für das Workout drumherum. Eine gute Arbeitsteilung, wie unser Erfahrungsbericht zeigt.

Eine Sport-Smartwatch namens Fitbit Ionic gibt es bereits. Was bringt also die neue adidas Edition? Die Uhr ist noch die gleiche, an der Hardware wurden keine Veränderungen vorgenommen. Der Unterschied zur normalen Ionic ist ein besonderes Sportarmband, ein neues Watchface mit Adidas-Branding und die exklusive App adidas Train.

Fitbit Ionic adidas Edition beim Unboxing (Bild: Peter Giesecke)

Fitbit Ionic adidas Edition beim Unboxing (Bild: Peter Giesecke)

Das hört sich erst einmal nicht nach viel an. Doch wenn man sich anschaut, wie Apple und Nike das gemacht haben: Bei der Apple Watch Nike+ Edition verhält es sich nicht viel anders. Davon abgesehen gibt es immer noch gute Gründe, die für die Adidas-Version der Fitbit Ionic sprechen. Aber schaut selbst!

Ein Sportarmband, das besser sitzt

Beim Auspacken fällt zuerst das neue Armband auf. Es ist stark perforiert und dadurch sehr flexibel, so dass die Uhr auch beim Sport angenehm zu tragen ist. Für einen sicheren Sitz sorgt die doppelte Dornschließe. Die vielen Löcher ermöglichen es, die Uhr sehr eng zu tragen, so dass die Sensoren direkt auf der Haut liegen.

Das Sportarmband der Fitbit Ionic adidas Edition ist wesentlich flexibler (Bild: Peter Giesecke)

Das Sportarmband der Fitbit Ionic adidas Edition ist wesentlich flexibler (Bild: Peter Giesecke)

Das Sportarmband ist zweifarbig (außen blau, innen grau) und wird in zwei Größen geliefert. Eine Weltneuheit ist das allerdings nicht, denn für die normale Ionic gibt es bereits Sportarmbänder mit gleicher Funktion. Egal an welcher der beiden Uhren, die Armbänder könnt ihr selbst mit zwei Klicks ganz einfach wechseln.

Ein Watchface, das wie eine Startnummer aussieht

Das neue adidas Watchface (also das elektronische Ziffernblatt) ist ebenfalls nicht unverwechselbar. Es sieht wie eine Startnummer aus: Unter der markanten Uhrzeit werden die aktuelle Anzahl der Schritte, die Pulsfrequenz und das Datum angezeigt, darüber das Adidas-Logo. Mir gefällt es.

Fitbit Ionic adidas Edition mit neuem Watchface, das wie eine Startnummer beim Lauf wirkt (Bild: Peter Giesecke)

Fitbit Ionic adidas Edition mit neuem Watchface, das wie eine Startnummer beim Lauf wirkt (Bild: Peter Giesecke)

Das adidas Watchface gibt es in vier Farben. Wem das als Abwechslung nicht reicht, kann sich auch andere Ziffernblätter auf die Sportuhr laden. Das gilt aber auch für die normale Ionic. Darunter lässt sich bestimmt ein schönes Watchface finden, das dem von adidas ähnelt.

Die Adidas-Train-App mit vielen Übungen

Der Clou an der ganzen adidas Edition ist die Adidas-Train-App. Vermutlich gibt es sie deshalb nicht für die normale Ionic, sondern ist der adidas Edition vorbehalten. Exklusiv. Mit dem Laufen selbst hat die App nichts zu tun. Dafür nutzt ihr die Fitbit-App. Die Adidas-App bietet euch dagegen ein Workout-Programm an, dass euer Laufverhalten an sich verbessern soll.

Die Train-App hat auf der Fitbit Ionic adidas Edition einen prominenten Platz erhalten (Bild: Peter Giesecke)

Die Train-App hat auf der Fitbit Ionic adidas Edition einen prominenten Platz erhalten (Bild: Peter Giesecke)

Sechs verschiedene Programme könnt ihr mit der App adidas train absolvieren:

  • Vorbereitung fürs Laufen (Run Activation), um die Stabilität in Hüfte, Rumpf und Schultern zu erhöhen
  • Dynamisches Aufwärmen (Dynamic Warm Up), um euren Körper auf den Lauf vorzubereiten
  • Bewegungs-Impulse (Metabolic), um die Schnelligkeit zu erhöhen und den Stoffwechsel anzuregen
  • Starke Schritte (Strong Strides), um die Kraft während des Laufs zu steigern
  • Kraft-Freisetzer (Power Pace), um den Körper elastischer, kraftvoller und effizienter werden zu lassen
  • Stretchen nach dem Laufen (Post Run Stretch), um nach dem Lauf schnell und einfach abzukühlen und eine angemessene Regeneration zu ermöglichen

Einige davon sollten vor oder nach dem Lauf durchgeführt werden. Andere könnt ihr aber auch in den Lauf einschieben. Dabei hilft euch dann die Train-App, denn ihr habt euer Trainingsprogramm immer dabei.

Wissen, wie es geht

Einmal die Übung angeklickt, erscheint ein Video von wenigen Sekunden, das zeigt, wie eine Übung zu absolvieren ist. Dennoch solltet ihr diese grundsätzlich kennen, denn die Bildsequenzen sind recht kurz und werden auch noch auf einem kleinen Display abgespielt.

Fitbit Ionic adidas Edition: Die einzelnen Übungen werden in der Train-App angezeigt (Bild: Peter Giesecke)

Fitbit Ionic adidas Edition: Die einzelnen Übungen werden in der Train-App angezeigt (Bild: Peter Giesecke)

Eventuell solltet ihr euch zuerst vor einem größeren Display schlau machen, wie diese gehen. Zum Beispiel über YouTube. Zu Beginn der nächsten Übung erscheint dann das nächste Video. Die einzelnen Programme dauern fünf bis fünfzehn Minuten. Einzelne Übungen lassen sich aber überspringen.

Schade nur, dass es keine Sprachanweisungen auf die Kopfhörer gibt, denn dann könntet ihr die Übungen am Stück ausführen, ohne zwischendurch auf die Uhr schauen zu müssen.

Fitbit Ionic adidas Edition: Man muss schon wissen, wie die Übung geht, die die Train-App in einem kurzen Video zeigt (Bild: Peter Giesecke)

Fitbit Ionic adidas Edition: Man muss schon wissen, wie die Übung geht, die die Train-App in einem kurzen Video zeigt (Bild: Peter Giesecke)

Im Anschluss an eine Übung (aber auch, wenn ihr auf Pause drückt) werden eure aktuellen Werte angezeigt:

  • Zeit
  • durchschnittliche Pulsfrequenz
  • maximale Pulsfrequenz
  • verbrauchte Kalorien

Die Hardware der Fitbit Ionic adidas Edition

Die Fitbit Ionic adidas Edition besteht aus der gleichen Hardware wie das Basismodell. Im silbergrauen Aluminiumgehäuse steckt ein 1,45 Zoll großes Touchdisplay, das 348 x 250 Bildpunkte anzeigt und mit 1.000 nits sehr hell leuchtet. Schließlich soll es auch im direkten Sonnenlicht gut zu erkennen sein. Gesteuert wird sie auch über drei Tasten, wobei nur die auf der linken Seite wirklich gebraucht wird. Das Gehäuse ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von 50 Metern. Sie ist damit etwas größer als die Fitbit Blaze (Testbericht), die ich mir vor einem Jahr näher angeschaut habe.

Fitbit Ionic adidas Edition: Nach den Übungen werden die persönlichen Werte in der Train-App angezeigt (Bild: Peter Giesecke)

Fitbit Ionic adidas Edition: Nach den Übungen werden die persönlichen Werte in der Train-App angezeigt (Bild: Peter Giesecke)

Neben einem optischen Pulsfrequenzmesser gibt es noch weitere Sensoren: ein Gyroskop, einen Beschleunigungsmesser und ein Barometer, um darüber die aktuelle Höhe ermitteln zu können. Der GPS-Sensor arbeitet akkurat und verkürzt die Akkuzeit bei ständigem Einsatz um einen Tag. Geladen wird sie über einen proprietären Magnetstecker auf der Rückseite. Eine Ladung hält vier bis fünf Tage. In diesem Punkt ist eine Sportuhr einer richtigen Smartwatch immer noch überlegen. Hinzu kommt noch ein NFC-Sender für Fitbit Pay, WLAN b/g/n und Bluetooth 4.0.

Folgende Apps sind vorinstalliert: Übung, Musik, Alarme, Train, Coach, Relax, Wetter, Timer, Brieftasche, Einstellungen, Tipps, Deezer. Einen größeren Umfang neuer Apps wie auf der Apple Watch lassen sich hier nicht installieren. Einige der auf dem Smartphone ankommenden Benachrichtigungen kann auch die Fitbit Ionic anzeigen, aber bei weitem nicht alle. Für die Ablage von Musik stehen 2,5 GB bereit. Die Sportuhr kann sich mit Deezer verbinden, nicht aber mit Spotify.

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Fazit: Kann, muss aber nicht

Die Fitbit Ionic adidas Edition ist keine wirkliche Verbesserung zur normalen Ionic – aber vielleicht doch eine, die der Eine oder Andere zu schätzen weiß. Wenn ihr dazu gehört, weil ihr ein flexibles Sportarmband schätzt und die Train-App nutzen möchtet, spricht nichts dagegen, direkt die Adidas-Edition zu kaufen. Die Train-App bekommt ihr erst gar nicht auf eine normale Ionic.

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