Verträge kündigen

Verträge kündigen, um zu bleiben? Manchmal die beste Lösung

So verrückt es klingt: Manchmal verlängert man den Vertrag mit einem Internet- oder Mobilfunkanbieter am besten, indem man kündigt. Wir sagen euch, wie das am besten geht, und warum auch Provider etwas davon haben.

Ich gehöre leider zu der Sorte Mensch, die immer mal wieder vergessen, einen Vertrag rechtzeitig zu kündigen. Dass das aber gar nicht so schlimm sein muss und dass ein Vertragsmanagement sogar im Sinne des Providers sein kann, sollen euch zwei Beispiele aus eigenen Erfahrung zeigen.

Im ersten Fall war ich eigentlich grundsätzlich zufrieden mit meinem Vertrag. Ich beziehe Internet zuhause über eine 100 Mbit/s-Leitung für 40 Euro im Monat von UnityMedia. Seit drei Jahren läuft hier bis auf ganz seltene, kurzzeitige Störungen alles glatt. Da ich aber immer mehr WLAN-fähige Geräte an den Router anschließe, zeigt dieser sich zuletzt zunehmend überfordert.

Zahle weniger, bekomme mehr: Manchmal geht sogar das

Auf der Website von UnityMedia fand ich einen günstigeren Tarif: 150 Mbit/s für 25 Euro im Monat, dazu ein moderner Router. Da ich noch innerhalb der Kündigungsfrist war, machte ich der Hotline das Angebot auf den neuen Tarif zu wechseln. Ja, das Angebot. Denn streng genommen hätte ich ja auch zu einem anderen Provider gehen können. Aber warum, wenn ich eigentlich mit meinem zufrieden war, nur etwas modernere Konditionen und Hardware wollte?

Nach ein wenig Verhandlung zeigte sich die Mitarbeiterin an der Hotline einverstanden: Nach Ablauf meines Vertrags in drei Monaten würde ich auf den günstigeren Tarif mit mehr Bandbreite wechseln und einen neuen Router kostenlos dazu bekommen. Nice!

Roaming und findige Provider: Von selbst geht erst einmal gar nichts!

Wenn ihr noch in der Kündigungsfrist seid, kann euch übrigens auch euer EURONICS-Fachhändler bei einem neuen Tarif beraten. Bringt euren aktuellen Vertrag mit und der Service hilft euch dabei zu vergleichen und einen passenderen Vertrag für euch zu finden. Vielleicht stellt sich dabei ja sogar heraus, dass euer bisheriger Provider das günstigste Angebot hat, ihr also ohne viel Aufwand dort bleiben könnt. Der EURONICS-Service hilft euch dabei, alle Formalitäten zu klären!

Kündigungsfrist verpasst? Kein Drama!

Etwas schlechter sind eure Karten, wenn ihr die Kündigungsfrist schon verpasst habt. Aber auch dann ist keinesfalls schon alles zu spät, wie mein nächstes Beispiel zeigt. Über ein Angebot hatte ich damals eine eigentlich 40 Euro teure Allnet-Flat mit 3GB Datenvolumen von O2 für sagenhafte 12,50 Euro geschossen. Fast 70 Prozent Ersparnis also! Nachdem ich die Kündigungsfrist hier verpasst hatte, hätte ich für ein Jahr die vollen 40 Euro zahlen müssen.

Doch die Mitarbeiterin an der Kündigungshotline zeigte sich überraschend kulant. Sie kam mir entgegen mit einem Angebot in Höhe von 20 Euro für 15 GB Daten. Wenn ich wollte: ab sofort. Ein paar Euro mehr im Monat also als bisher (aber immer noch die Hälfte der 40, die ich sonst hätte zahlen müssen!) und dafür fünfmal so viele Daten. Das fand ich fair und willigte ein.

Denn, klar ist auch: Die Provider wollen euch ja nicht als Kunden verlieren. Zeigen sich beide Seiten gesprächsbereit, kann man oft einen gütigen Kompromiss finden. Auch hier kann euch der EURONICS Service übrigens helfen und für euch anrufen.

Wichtiger als Gigabit: Geld zurück, wenn das Internet stockt

Ein kleiner Tipp an dieser Stelle: Oft erreicht ihr mehr, wenn ihr direkt mit dem Wunsch anruft, den Vertrag zu kündigen. Die Provider haben meist spezielle Hotlines dafür, deren Nummer ihr im Hilfebereich ihrer Webangebote findet. Dort kommt man oft schnell durch und die Mitarbeiter sind gesprächsbereit.

Intelligent kündigen

Die heutige Zeit ist schnelllebig. Die Anforderungen an Hardware wie Smartphones oder Router steigen und immer mehr Datenvolumen wird benötigt. Einige besonders vorbildliche Provider melden sich von sich aus, um euch bessere Konditionen anzubieten. Weil das Geschäft hart ist, kann man es anderen aber nicht unbedingt vorwerfen, wenn sie das nicht tun. Ihr müsst also selber aktiv werden. Und das geht am besten so:

  • Markiert euch den spätestmöglichen Kündigungstermin rot im Kalender. Am besten schon dann, wenn die Auftragsbestätigung des frisch abgeschlossenen, neuen Vertrags noch auf eurem Schreibtisch liegt.
  • Ruft nicht auf den letzten Drücker an, sondern am besten schon ein paar Wochen vorher. Das gibt euch mehr Ruhe bei der Entscheidungsfindung.
  • Die besten Chancen im Verhandlungsgespräch habt ihr, wenn ihr bei aktuellen Angeboten und Rabattaktionen aktiv werdet. Nennt dem Callcenter-Agenten konkret den Tarif, in den ihr wechseln wollt, dann hat er meist wenig Argumente, euch diesen Wunsch zu verwehren.
  • Man geht trotzdem nicht auf eure Wünsche ein? Dann versucht es später noch einmal. Eventuell ist dann eine Aktion gestartet, die man auch euch anbieten kann.
  • Ruft statt der Kundenhotline eventuell besser die Kündigungs-Hotline an. Hier kommt ihr oft schneller durch und die Callcenter-Agenten sind darin geschult, euch ein Angebot zu machen.
  • Ihr habt die Kündigungsfrist verpasst? Versucht es trotzdem! Oft kommen euch die Mitarbeiter der Hotline entgegen, wenn auch ihr etwas kompromissbereit seid. Die Unternehmen wollen euch nicht verlieren.
  • Wichtig: Immer höflich bleiben. Dem Callcenter-Agenten zu verstehen geben, dass ihr eigentlich gar nicht wirklich kündigen, sondern nur einen moderneren Tarif und neue Hardware wollt.

So absurd es klingen mag: Die Hotline anzurufen, um zu kündigen und es dann doch nicht zu tun, ist oft der beste Weg, eine Partnerschaft zu verlängern. Der Kunde profitiert von besseren Konditionen und der Anbieter von einem bleibenden Kunden. Ein Gewinn für beide Seiten.

Beitragsbild: Jason Rogers unter CC-Lizenz BY 2.0

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