5G ausschalten: So geht’s für iPhone und Android

Hast du ohnehin keinen 5G-Empfang an deinem Standort oder willst du Akku sparen, kannst du 5G am Smartphone deaktivieren.

5G ausschalten: So geht’s für iPhone und Android

Vielleicht willst du Akku sparen, vielleicht hast du einen Tarif, der nur LTE (4G) abdeckt, vielleicht gibt es gar kein 5G-Netz, da wo du bist. Es kann viele Gründe geben, aus denen du 5G deaktivieren möchtest. Wir erklären dir hier, wie das geht.

5G deaktvieren: iPhone
5G deaktivieren: Android
5G: Vor- und Nachteile

Wie deaktiviere ich 5G auf einem iPhone?

Apples iPhones verfügen seit der iPhone-12-Familie über 5G – wobei 5G trotz eigentlicher Netzabdeckung nicht an jedem Standort verfügbar ist.

Um 5G auf einem iPhone auszuschalten:

  1. Öffne die die App „Einstellungen“
  2. Gehe auf Mobilfunk > Datenoptionen > Sprache und Daten
  3. Wähle „4G“, „4G/3G/2G“, „4G/2G“ oder eine ähnliche Einstellung.

Damit hast du 5G deaktiviert.

Der Ablauf noch einmal in Screenshots dargestellt. Klicke auf die einzelnen Grafiken, um sie in großer Darstellung zu sehen:

Im Menüpunkt „Sprache & Daten“ stehen dir mehrere Optionen zur Verfügung. Wir verwenden einen Anbieter und Tarif, der 5G unterstützt und 3G bereits abgeschaltet hat. Daher sehen wir die drei Auswahlmöglichkeiten „5G aktiviert“, „5G automatisch“ und „4G“:

Bei uns voreingestellt ist „5G automatisch“; iOS bestimmt dabei selbst anhand des Energieverbrauchs, auf welches Netz es schaltet. Mit „5G aktiviert“ forcierst du die 5G-Nutzung, wenn du die volle Bandbreite nutzen willst. 5G deaktivierst du, indem du den Haken auf „4G“ setzt:

Auf deinem iPhone steht eventuell etwas Anderes wie „4G/3G/2G“, „4G automatisch“ oder „4G/2G“. Wenn du bei einer dieser Möglichkeiten das Häkchen setzt, hast du 5G deaktiviert.

Wenn du 5G wieder aktivieren willst, wähle hier einfach eine der beiden Einstellungen „5G automatisch“ oder „5G aktiviert“.

Wie deaktiviere ich 5G unter Android?

Auf einem Android-Smartphone deaktivierst du 5G in den Netzwerkeinstellungen. Der Weg dorthin ist auf beinahe jedem Android-Gerät ein wenig anders, aber ähnlich wie hier dargestellt.

5G deaktivieren unter Android:

  • Rufe „Einstellungen“ auf
  • Tippe auf eine Einstellung, die „Drahtlos und Netzwerke“, „Netzwerk“, „Verbindungen“ oder ähnlich heißt.
  • Tippe als nächstes auf eine Einstellung, die „Mobile Netzwerke“, „Mobilfunknetz“ oder ähnlich heißt.
  • Tippe auf eine Einstellung namens „Netzmodus“, „Netzwerktyp“ oder ähnlich.
  • Wähle eine Einstellung ohne „5G“, etwa „4G & 3G & 2G“.

Damit hast du 5G abgeschaltet. Bei unserem Tarif und Android-Handy sieht die Einstellung „Bevorzugter Netztyp“ so aus:

Eventuell steht bei dir auch eine Option, die „5G“ oder „Nur 5G“ heißt. Um 5G zu deaktivieren, wählst du den darunter liegenden Menüpunkt ohne 5G, also in unserem Beispiel „4G & 3G & 2G“.

Willst du 5G wieder aktivieren, wählst du „5G & 4G & 3G & 2G“, „Nur 5G“ oder eine ähnlich lautende Einstellung, in der „5G“ vorkommt. In unserem Beispiel erlaubt unser Provider keine ausschließliche Nutzung von 5G, sondern nur in Kombination mit anderen Netzen. Aber das kann bei deinem Tarif anders sein.

5G unter Android: Wo verbirgt sich die Einstellung?

Der Weg zum Menü, in dem du 5G deaktivieren kannst, ist bei beinahe jedem Android-Gerät anders. Hier als Beispiele der Weg, den du gehen musst, für drei verschiedene Systeme.

Samsung: Einstellungen > Verbindungen > Mobile Netzwerke > Netzmodus

Huawei: Ein​stellungen > Drahtlos & Netzwerke > Mobilfunknetz

Motorola: Einstellungen -> Netzwerk & Internet -> Mobilfunknetz -> Bevorzugter Netzwerktyp

Und auf deinem Smartphone? Eventuell noch ein wenig anders. Suche erst nach einer Einstellung wie „Netzwerk“ oder „Verbindungen“ und dann nach etwas wie „Netzwerktyp“ oder „Netzmodus“.

Hier noch einmal der Weg beispielhaft für ein Motorola-Smartphone in Screenshots dargestellt:

Was ist 5G und was sind die Vor- und Nachteile?

5G beschreibt die fünfte Mobilfunkgeneration. Mit ihr wollen die Netzbetreiber schnellere Datenübertragungen ermöglichen und bisher unterversorgte Standorte in ländlichen Gebieten mit schneller, mobiler Datentechnik nachrüsten. Die Vorgängertechnik 4G/LTE aus den 2010er-Jahren bleibt weiterhin erhalten, ebenso der Vorvorläufer 2G aus den 1990er-Jahren als mögliches Rückfallnetz.

Weil es ansonsten zu Frequenzüberlagerungen gekommen wäre, haben einige Netzbetreiber ihr 3G/UMTS-Netz aus den frühen Nuller-Jahren zu Gunsten von 5G abgeschaltet.

Telekom 5G Handy Netzaufbau
Telekom-5G-Netzaufbau. Bild: Telekom

5G beschreibt eigentlich mehrere Techniken auf einmal. Im ersten Schritt in Frequenzbändern zwischen 1 und 6 GHz sollen Datenraten von 300 Mbit/s und mehr möglich sein. In einigen Funkzellen stehen Nutzer*innen auch 1 GBit/s und mehr zur Verfügung. Die Frequenzbänder unterhalb von 1 GHz sind für die Versorgung ländlicher Gebiete vorgesehen; die Übertragungsrate ist hier mit etwa 100 Mbit/s deutlich niedriger.

Mehr Infos zum Thema iPhone?

Dieser Beitrag ist nicht der einzige, den wir dazu geschrieben haben. Mehr Texte über das iPhone findest du auf unserer Themenseite iPhone.

Über die Zusatztechnik 5G-mmWave sollen auf so genannten Campus-Netzen in deutlich höheren Frequenzbereichen noch weit höhere Übertragungsraten möglich werden. Diese Projekte werden in diesem Jahrzehnt nach und nach umgesetzt.

Die Vorteile sind klar: Noch mehr Geschwindigkeit und endlich auch echtes mobiles Breitband für den ländlichen Raum. Den Nachteil einer kürzeren Reichweite aufgrund höherer Frequenzen umgehen die Versorger mit Ankernetzen und einem Weiterbestand der schon etablierten 2G- und 4G-Technik.

Bekannte Nachteile für Endgeräte sind zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur ein höherer Akkuverbrauch durch den Versuch des Phones, eine 5G-Verbindung aufrecht zu erhalten. Dabei erwärmen sich einige Smartphones auch stärker als unter 4G-Empfang. Willst du also kein 5G – vielleicht ist es ja an deinem Standort auch noch gar nicht verfügbar – kannst du Akku sparen, indem du 5G wie oben beschrieben deaktivierst.

Mit redaktioneller Mithilfe von Daniel Wendorf und Sven Wernicke. Beitragsbild: Samsung

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