Kenwood Cooking Chef XL im Test: Waage, WLAN, Induktion

Noch besser: Die neue Küchenmaschine von Kenwood verbindet sich mit dem Internet und lässt sich per App steuern. Zugang zu unzähligen Rezepten inklusive.

Kenwood Cooking Chef XL im Test: Waage, WLAN, Induktion

Die Kenwood Cooking Chef XL KCL95 ist die beste Küchenmaschine, die ich je getestet habe. Ich möchte euch hier erklären, warum. Sie kombiniert die Kraft und Standfestigkeit, wie wir sie seit Jahren von Kenwood-Küchenmaschinen kennen, mit neuen Funktionen, die in immer mehr Geräten zu finden sind: eine Waage, eine Induktionsplatte und ein WLAN-Anschluss.

Mit diesen neuen Fähigkeiten wird die Küchenmaschine von einem Hilfsgerät unter vielen zum zentralen Gerät in der Küche. Letztlich zählt aber nicht die Idee, sondern die Umsetzung. Die Kenwood Cooking Chef XL KCL95.424SI überzeugt mich diesbezüglich auch bei den neuen Funktionen.

Der Schwerpunkt dieses Tests liegt auf der Connect-Fähigkeit, da ich bereits einige Küchenmaschinen von Kenwood in meiner Küche getestet habe. Auch die Waage kommt dabei nicht zu kurz. Die Induktionsplatte jedoch habe ich euch bereits beim Test der Kenwood Cooking Chef Gourmet gezeigt. Für mich gehört sie bereits zu den bewährten Eigenschaften.

Wie ist die Cooking Chef XL einzuordnen?

Die Kenwood Cooking Chef XL KCL95 ist das Nachfolgemodell der Cooking Chef Gourmet. Diese Küchenmaschine hatte ich erst letztens hier auf dem Teststand. Ich habe Marmelade eingekocht und diese in der Schüssel auf der integrierten Induktionsplatte unter ständigem Rühren erhitzt.

Das neue Modell hat zwei neue Funktionen bekommen: eine integrierte Waage und die Möglichkeit, sie über das Internet mit der Kenwood World App zu verbinden und sich beim Kochen Schritt für Schritt anleiten zu lassen.

Tarafunktion der Küchenmaschine Kenwood Cooking Chef XL
Ihr könnt in der Rührschüssel der Kenwood Cooking Chef XL abwiegen oder im Mixaufsatz – aber auch in einem Gefäß auf der Küchenmaschine (Bild: Peter Giesecke)

Wenn ihr nun bei eurer Recherche auf mehrere Modellnummern stoßen solltet: Die Kenwood Cooking Chef XL KCL95 gibt es in mehreren Varianten. Diese unterscheiden sich lediglich im mitgelieferten Zubehör. Das Gerät selbst ist immer gleich.

Ich habe fürs Trendblog die Kenwood Cooking Chef XL KCL95.424SI getestet. Das ist das größere Paket, in dem unter anderem der Multizerkleinerer und der Mixaufsatz enthalten ist.

Die erste Kenwood-Küchenmaschine mit Waage

Die Kenwood Cooking Chef XL KCL95 ist die erste Küchenmaschine von Kenwood, die gleichzeitig auch eine Waage ist. Gewogen wird, was auf den vier Füßen steht. Deshalb ist es auch egal, ob ihr die Zutaten in die Rührschüssel füllt, in den Mixaufsatz oder in ein anderes Zubehörteil. Alles wird gewogen – und zwar grammgenau.

Wenn ihr die Zutaten direkt in eines der beiden Gefäße gebt, werdet ihr häufig die Zuwiegefunktion (Tara) nutzen. Damit könnt ihr das Gewicht wieder auf null stellen und die nächste Zutat nachfüllen. Ihr könnt aber auch wie gewohnt jede Zutat separat abwiegen. Stellt dafür ein Gefäß auf das Gerät und messt dort ab.

Wiegefunktion der Küchenmaschine Kenwood Cooking Chef XL Connect
Die Küchenmaschine Kenwood Cooking Chef XL kann auf das Gramm genau abwiegen – auch wenn sich nur eine Mandel in der Schüssel obenauf befindet (Bild: Peter Giesecke)

Auf diese Weise könnt ihr eure bisherige Küchenwaage komplett ersetzen. Ihr müsst sie nicht mehr aus dem Schrank hervorholen. Einfach die Kenwood anstellen, im Display das Wiegesymbol in der rechten oberen Ecke berühren und abwiegen. Nicht ohne Grund hat Kenwood diese Funktion EasyWeigh genannt.

Die Kenwood Cooking Chef XL KCL95 verfügt deshalb über ein größeres und besseres Display. Der farbige Touchscreen misst 4,3 Zoll. Kenwood nennt ihn CookAssist, denn im Prinzip steuert ihr alle Funktionen der Küchenmaschine darüber. Das Drehrad ist zwar erhalten geblieben, dient aber nur noch dazu, einzelne Wert einzugeben.

Praktisch: Induktion in der Küchenmaschine

Mit der Kenwood Cooking Chef XL KCL95 holt ihr euch ein weiteres Kochfeld in die Küche. Aber nur die Küchenmaschine nimmt euch das Rühren ab, wenn ihr etwas erhitzt, das ansetzen kann. Am Herd müsst ihr diese Aufgabe selbst übernehmen.

Induktion ist aber nicht gleich Induktion – erst recht nicht in einer Küchenmaschine. Die Kenwood Cooking Chef XL KCL95 zeichnet sich dadurch aus, dass sie einen großen Temperaturbereich abdeckt: von 20 bis 180 Grad und das auf das Grad genau.

  • Butter schmelzen bei 25 Grad
  • Teig gehen lassen bei 28 Grad
  • Schokolade schmelzen bei 40 Grad
  • Soßen reduzieren bei 80 Grad
  • Slow Cooking bei 85 Grad
  • Dampfgaren bei 100 Grad
  • Marmelade einkochen bei 104 Grad
  • Fleisch, Fisch und Gemüse anbraten bei 180 Grad

Das Gerät heizt schnell auf und verteilt die Hitze gleichmäßig in der Induktions-Rührschüssel.

Induktionsboden der Kenwood Cooking Chef XL Connect
Die Induktionsplatte unterscheidet die Kenwood Cooking Chef XL von fast allen anderen Küchenmaschinen (Bild: Peter Giesecke)

Am häufigsten verwende ich die Induktionsfunktion beim Brötchenbacken, denn ihr erhaltet eine bessere Teigstruktur, wenn ihr die Teigtemperatur kontrolliert. In dem verlinkten Beitrag habe ich das bereits anhand der Kenwood Cooking Chef Gourmet gezeigt. Dasselbe gilt auch für dieses Modell.

Vorteile der Connect-Funktion

Die Waage und die Induktionsplatte allein würden schon eine Küchenmaschine auszeichen, die ihresgleichen sucht. Die Kenwood Cooking Chef XL KCL95 kann aber mehr: Sie kann auf das Internet zugreifen. Doch was bringt das?

Vorneweg: Die Cooking Chef XL KCL95 funktioniert auch ohne Internetanbindung zu 100 Prozent. Es gibt keine Einschränkung. Ihr gewinnt jedoch zwei Vorteile: Ihr erhaltet Zugriffe auf Rezepte, die für dieses Gerät ausgelegt sind. Und ihr müsst keine Einstellungen am Gerät mehr vornehmen. Die App stellt diese passend zum Rezept automatisch ein: Temperatur, Gardauer und Rührintervall.

WLAN-Einrichtung Küchenmaschine Kenwood Cooking Chef XL
Die WLAN-Einrichtung an der Kenwood Cooking Chef XL ist einfach. Die App führt euch einfach und verständlich durch den Prozess

Die Kenwood World App bietet euch Zugriff auf derzeit hunderte Rezepte, die alle die Funktionen der Cooking Chef XL nutzen. Mit der Zeit sollen es noch mehr werden.

Viele Rezepte leiten euch Schritt für Schritt durch die Zubereitung. Im Prinzip müsst ihr nur noch die Zutaten hinzugeben oder eventuell einen Rührhaken wechseln. Die Arbeitsschritte dazwischen erledigt die Maschine.

Connect-Funktion einrichten

Zuvor müsst ihr die Kenwood Cooking Chef XL mit eurem Smartphone und dem Internet per WLAN verbinden. Das erfordert mehrere Schritte, ist letztlich aber ganz einfach:

  1. Kenwood World App installieren
  2. Account erstellen
  3. Cooking Chef XL KCL95 hinzufügen
  4. Gerät mit Smartphone verbinden
  5. Cooking Chef ins heimische WLAN einloggen

Die Cooking Chef XL baut ein eigenes WLAN-Netz auf. Dort bucht ihr euch mit eurem Smartphone oder Tablet ein. Diese Vorgehensweies stellt sicher, dass kein anderes Gerät dazwischen funkt – zum Beispiel in eurem Heim-WLAN, wo in der Regel mehrere Geräte eingebucht sind.

Screenshots der Kennwood World App
Mehr als ein Rezept auf Papier: Die App rechnet die benötigten Zutaten auf die Zahl der Personen um und gibt Anweisungen, wie die Kenwood Cooking Chef XL zu bedienen ist

Die Küchenmaschine zeigt euch auf dem Display eine PIN an, die ihr auf dem Smartphone eingebt. Diese Verifikation stellt sicher, dass beide Geräte wirklich zusammengehören. Wenn alles geklappt hat, seht ihr auf dem Display das WLAN-Symbol.

Die App gibt es für Android im Google Play Store und für iOS im Apple App Store. Ihr müsst einen Account anlegen. Die App erleichtert euch die Einrichtung mit kleinen Videos.

Grundfunktionen der Kenwood Cooking Chef XL

Das Gehäuse der Kenwood Cooking Chef XL KCL95 besteht aus Metall und ist – wie gewohnt – hochwertig verarbeitet. Die Induktionsplatte macht aus der Rührschüssel auch eine Kochschüssel.

Es handelt sich um die bewährte Edelstahl-Schüssel der Gourmet-Küchenmaschine. Ihr erkennt sie am Induktions-Logo. Sie hat ein Fassungsvermögen von 6,7 Litern und eine gut sichtbare Skala, um Flüssigkeiten exakt abzumessen.

Der Motorkopf arbeitet besonders ruhig und leise. Seitlich findet ihr jetzt einen Schalter, der die Küchenmaschine komplett vom Strom trennt. Im Standby beträgt der Stromverbrauch der Cooking Chef XL allerdings nur 0,2 Watt pro Stunde.

Die Kenwood Cooking Chef XL kann kochen, anbraten, frittieren, dämpfen, garen, schnitzen, mahlen, mixen, kneten, aufschlagen und mehr. Zwischen 13 Grundprogrammen könnt ihr einfach wählen. Diese funktionieren auch ohne App und Internetverbindung – zum Beispiel Teig kneten oder Schokolade schmelzen.

Über das Drehrad steuert ihr die Geschwindigkeit, die Rührintervalle, den Timer und die Temperatur. Ihr schaltet darüber auch die Küchenmaschine ein, wenn sie sich im Standby befindet, und auch wieder aus.

Zubehör für alle Zwecke

Das Zubehör ist wie immer vielfältig und qualitativ hochwertig. Zur Grundausstattung gehören der Knethaken, der K-Haken, der Schneebesen, der Flexi-Rührer, das Koch-Rührelement und der Rührhilfe-Clip.

Bei der weiteren Ausstattung müsst ihr genau schauen, was sich im Paket befindet. Insgesamt sind über 20 verschiedene Zubehörteile erhältlich, die mitgelieferten sind alle spülmaschinenfest. Ich spüle sie vorher nur einmal kurz unter fließendem Wasser ab. Bei klebrigen Teigen helfe ich mit dem Finger nach. Mehr Aufwand treibe ich nicht.

Mit der Kenwood Cooking Chef XL könnt ihr auch euer Mehl selbst mahlen. In einem früheren Beitrag habe ich die Getreidemühle von Kenwood getestet – allerdings mit der Kenwood Chef XL – und Burger Buns gebacken. Dazu noch Rotkohl geschnitzt und mir einen Burger gebaut.

Aktion: Kostenloses Zubehör erhalten

Aufgepasst: Bei Kenwood gibt es aktuell die Mehrwert-Aktion „myCHEF“. Wenn ihr bis zum 15. Jan­uar 2021 ein Aktion­s­mod­ell kauft, erhaltet ihr Zube­hör im Wert von bis zu 200 Euro kostenlos dazu. Ihr müsst euch nur online registrieren lassen und euren Kaufbeleg hochladen. Beachtet bitte die genauen Teilnahmebedingungen.

Fazit: Cooking Chef XL wird zum Zentrum der Küche

Die Kenwood Cooking Chef XL zu testen, hat mir viel Spaß gemacht, denn ich konnte auf bewährte Funktionen zugreifen genauso wie Neues ausprobieren. Die Waage ist ein praktischer Gewinn für den Küchenalltag. Die Induktionsplatte würde ich nicht ganz so oft nutzen, aber immer dann, wenn es beim Hefeteig auf die genaue Steuerung der Temperatur ankommt.

Die Connect-Funktion ist kein Must-have, die Cooking Chef XL funktioniert auch ohne Internetverbindung tadellos. Dennoch werden viele die neuen Möglichkeiten lieben, die der Zugang zu vielen, vielen Rezepten bietet, die auf dieses Gerät maßgeschneidert sind.

Ansonsten gilt, was ihr in vielen Tests bereits gelesen habt: Die Kenwood Cooking Chef XL ist gut verarbeitet, sie wackelt nicht, ist robust und liefert ein gutes Ergebnis.

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6 Kommentare zu “Kenwood Cooking Chef XL im Test: Waage, WLAN, Induktion

  1. Hallo
    Eine Kennwood mit allen Zubehörteilen ist mein Traum, der leider wegen Corona in weiter Ferne gerückt ist. Ich habe .meine Arbeit verloren.
    Ich finde das Angebot sich zu registrieren u kostenlos Zubehöteile zu erhalten , sehr grosszügig.
    Kenwood macht sich echt Gedanken wie man Küchenmaschinen sinnvoll einsetzt. Als Hauswirtschaftsmeisterin weiß ich vieviel unpraktische Maschinen i. Handel sind.

  2. So, wir haben nun innerhalb einer Woche die zweite Cooking Chef Connect XL, die unsere Goumet ablösen soll.
    Die Erste machte extrem schleifende Geräusche und stank erbärmlich nach irgendwas verbranntem, solange der Motor des Rührwerks lief. Also ging sie umgehend zurück.
    Bei der Zweite nun (bei einem anderen Online-Händler bestellt, da der erste natürlich keinen Ersatz mehr hatte) ist es ähnlich, wenn auch nicht ganz so schlimm.
    Trotzdem klingt das Geräusch der Maschine irgendwie ungesund, kein Vergleich mit der Gourmet, die dagegen einfach nur „rund“ klingt.
    Kann das jemand bestätigen? Muss ich mir Sorgen machen?

    1. Beide Phänomene lassen sich vielleicht erklären.

      Beim Rühren muss zwischen Rührelement und Rührschüssel möglichst wenig Platz bleiben. Ist der Abstand zu groß, dann bleibt ein Mehlrand in der Schüssel, wenn du zum Beispiel Teig machst. Wenn der Abstand zu klein ist, dann geht irgendwann Metall auf Metall. Das hörst du. Bei der Cooking Chef XL solltest du den Abstand einstellen können bzw. nachjustieren. Ich habe mir das mal bei einer anderen Kenwood angeschaut, nicht aber bei diesem Testgerät. Schau mal in der Anleitung nach.

      Der Geruch kann daher kommen, dass das Gerät in der Fabrik mit irgendwelchen Stoffen behandelt wurde, die nicht vollständig entfernt wurden und jetzt beim ersten Betrieb, also beim ersten Aufwärmen verdampfen. In ganz vielen Betriebsanleitungen elektrischer Geräte findest du Hinweise darauf. In den Fällen, in denen ich eine Kenwood getestet habe, hatte ich das aber nie.

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