Eier im Kühlschrank: So lagern sie richtig

Je kälter, desto besser – Eier sollten nicht in der Kühlschranktür liegen und nicht im Eierkarton, dafür auf der Spitze und nicht auf der runden Seite.

Eier im Kühlschrank: So lagern sie richtig

Wie lange halten sich Eier im Kühlschrank? Wann müssen sie spätestens in den Kühlschrank? Wie schützen sich Eier selbst davor zu verderben? Alles, was du wissen musst, in diesem Beitrag.

Sollen frische Eier in den Kühlschrank?

In Deutschland werden frische Eier meist ungekühlt verkauft – im Supermarkt, im Hofladen oder auf dem Wochenmarkt. Auch zuhause musst du die Eier nicht sofort in den Kühlschrank stellen. Ein dunkler, kühler Ort ist ausreichend – ein Keller oder ein Kühlschrank mit Kellerfach.

Auf der Packung findest du zwei Daten:

  • wann die Eier in den Kühlschrank müssen
  • wann die Mindesthaltbarkeit der Eier erreicht ist

Wenn du die Eier einzeln auf dem Wochenmarkt kaufst, rechne die Daten selbst aus. Im nächsten Abschnitt erklären wir, wie das geht.

Auf jeder Packung Eier findest du zwei Daten (Bild: Peter Giesecke)

Dennoch empfehlen Institutionen wie die Landwirtschaftskammer, die Eier nach dem Kauf in den Kühlschrank zu legen. Dies verlängert die Haltbarkeit. Auf jeden Fall vermeiden solltest du, dass Eier erst gekühlt gelagert werden und dann wieder dauerhaft auf Zimmertemperatur erwärmt werden. Dadurch können sich Keime bilden.

Wann müssen Eier in den Kühlschrank?

Eier haben eine natürliche Schutzhaut, die Keime abhält: die Cuticula (Eioberhäutchen). Sie sitzt direkt unter der Kalkschale und schützt die Eier vor Keimen – also vor Bakterien, die es durch die poröse Schale schaffen.

Bei ungekühlten Eiern besteht dieser Schutz bis zu 18 Tage lang nach dem Legen. Das erste Datum auf der Packung sagt, wann dieser Schutz abgelaufen ist und du die Eier spätestens in den Kühlschrank legen solltest. Falls du selbst rechnen musst: Eier vom Wochenmarkt sind meist am selben Tag oder am Vortag gelegt worden.

Eier im Kühlschrank
Eier im Kühlschrank: ganz unten auf der Glasplatte und mit Blick aufs Mindesthaltbarkeitsdatum (Bild: Peter Giesecke)

Ich selbst lege die Eier nach dem Einkauf immer in den Kühlschrank. Dabei lasse ich sie in der Verpackung. Auf diese Weise habe ich auch das Mindesthaltbarkeitsdatum immer im Blick.

Früher habe ich die Eier in die Ablageschale umgefüllt, die zum Kühlschrank gehört. Das Etikett mit den Ablaufdaten habe ich dann abgeknibbelt und an ein Ei geklebt. Warum ich das heute nicht mehr mache, erfährst du weiter unten. Zu den Eiern vom Markt oder vom Eierwagen lege ich einen Zettel mit dem Kaufdatum.

Eier nicht waschen

Aber aufgepasst: Wenn du die Eier abwäschst, weil du Dreck oder kleine Federn von der Schale entfernen möchtest, beschädigst du auch den natürlichen Schutz durch die Cuticula. Nach dem Waschen müssen Eier unbedingt in den Kühlschrank.

Noch außerhalb der Kalkschale (1) befindet sich die Cuticula/Kutikula (15) (Bild: Horst Frank, CC BY-SA 3.0)

Falls du dich beim Einkauf fragst, ob die Eier diesen Schutz überhaupt haben: Generell ja, denn in Deutschland werden nur ungewaschene Eier verkauft (anders als in den USA). Die einzige Frage ist, wann die Eier gelegt wurden, also: wie lange der Schutz noch hält.

Wie lange halten Eier im Kühlschrank?

So lange halten sich Eier im Kühlschrank:

  • rohe Eier: 3–4 Wochen bei 10–12 Grad
  • rohe Eier: 4–6 Wochen bei 2–6 Grad
  • hart gekochte Eier: 2 Wochen bei 2–6 Grad

Die 4 Wochen bei einer Lagerung von bis zu 12 Grad entsprechen genau der Spanne zwischen dem Legen und dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Wenn du von diesem Datum 28 Tage zurückrechnest, weißt du, wann die Eier gelegt wurden.

Die Haltbarkeit der Eier hängt davon ab, wo du sie lagerst – am besten im Kühlschrank (Bild: Leilani Angel/Unsplash)

Auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht und überschritten wurde, kannst du rohe Eier noch verwenden – allerdings nur für Speisen, in denen das Ei komplett erhitzt wird. Dabei sollten 70 Grad für mindestens 2 Minuten gehalten werden.

Ein einmal gekühltes Ei sollte im Kühlschrank bleiben, da sich beim Erwärmen Kondenswasser an der Eierschale bilden könnte. Keime vermehren sich unter Umständen in der Feuchtigkeit und überwinden schließlich den natürlichen Schutz des Eis.

Schrecke hart gekochte Eier, die du im Kühlschrank lagern willst, nicht ab. Dabei können kleine Risse entstehen, die es Keimen ermöglichen, ins Ei zu gelangen. Keine Angst, das passiert nicht sofort, aber die Mindesthaltbarkeit verkürzt sich dadurch.

Wo liegen Eier im Kühlschrank?

Ein neuer Kühlschrank enthält normalerweise eine Ablageschale für Eier. Diese Schale sollte jedoch nicht in der Kühlschranktür verstaut werden, auch wenn sie in die Fächer dort optimal passt. Genauso wie ein 6er- oder 10er-Eierkarton.

Der Grund dafür ist das ständige Öffnen der Kühlschranktür. Die Eier sind dann unnötigen Temperaturschwankungen ausgesetzt, die ihre Haltbarkeit verkürzen können.

Eier sollten zwar im Kühlschrank lagern, dort am besten aber nicht in der Tür (Bild: Peter Giesecke)

Schau nochmal auf die Temperaturen im Kühlschrank (vorheriger Abschnitt): Die Eier halten länger, wenn sie ganz unten stehen, direkt auf der Glasplatte und nicht oben in der Kühlschranktür. Ich musste mich da erst umgewöhnen.

Wenn nun Eierkarton oder Ablageschale im Kühlschrank auf der Glasplatte stehen, achte darauf, dass die Eier einen Abstand zu anderen Lebensmitteln im Kühlschrank haben, die ihre Gerüche auf die Eier übertragen könnten. Achte auch darauf, dass sie keine andere Lebensmittel berühren, um die Übertragung von Keimen wie Salmonellen zu verhindern.

Wie sollten Eier lagern?

Lege Eier mit der Spitze nach unten in die Ablageschale oder den Karton. Auf diese Weise liegt die Luftblase im Ei oben. Würde die Luftkammer unten liegen, könnte Luft nach oben steigen und die schützende Eihaut ablösen, sodass Keime leichter eindringen können.

Da sich im Eierkarton Keime befinden können, packen viele die Eier in die Eierablage um. Diese solltest du nach Gebrauch abwaschen. Verwende Eierkartons deshalb auch kein zweites Mal.

Raus aus der Kartonverpackung und rein in die Plastikschale (Bild: Estudio Gourmet/Unsplash)

Falls du stattdessen eine Eierbox aus Kunststoff nehmen solltest, lass den Deckel geöffnet, damit sich kein Kondenswasser darin bildet. Die stabile Box ist vor allem für den sicheren Transport von Eiern gedacht.

Fazit: Eier gehören in den Kühlschrank

Eier sind lecker, aber sensibel. Keime können eindringen und sich darin vermehren. Grund zur Panik besteht allerdings nicht. Wenn ein Ei schlecht geworden ist, merkst du das an Farbe und Geruch.

Je früher Eier in den Kühlschrank kommen und je kälter sie dort lagern, desto länger sind sie haltbar. Im Fach oberhalb der Glasplatte liegen sie besser als in der Kühlschranktür, auf der Spitze besser als auf der runden Seite, in der Plastikschale besser als im Eierkarton.

Beitragsbild: tengyart/Unsplash

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